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Kurze Landesinformationen Ausführliche Beschreibungen von: Guangzhou (Kanton): Tempel, Parks, Lotus Hills, Die Große Mauer, Beijing (Peking): Tempel, Verbotene Stadt + Tian'anmen-Platz, Parks, Ming Gräber, Kleine Sehenswürdigkeiten Genaue Reiseberichte Einreise, Adressen, Gesundheit, Sicherheit, Feiertage, Hinweise Bildgalerie mit zahlreichen Fotos

Im Reich der Mitte


Auf den Spuren des alten Kaiserreichs
(13.04.2007 - 20.04.2007)


Planung:
Es war schon immer ein großer Traum von mir einmal auf der Chinesischen Mauer zu stehen. So entschloss ich mich in diesem Jahr meiner üblichen China-Geschäftsreise einen einwöchigen Besuch von Peking vorangehen zu lassen. Die Langstreckenflüge wurden eh von meinem Arbeitgeber bezahlt und für die benötigten Inlandsflüge löste ich ein paar meiner Vielfliegermeilen ein. Von der Idee eines Pekingbesuchs in Verbindung mit der Großen Mauer waren auch meine Mutter und der Vater meines Schwagers begeistert und so schlossen sich die beiden einfach an. Das Hotel in Peking buchte ich schon im Vorfeld per Internet.


1. Tag (Fr.+Sa., 13.+14.04.2007)
Es war erst einmal ein gemütliches Frühstück bei meinen Eltern angesagt, bevor Tina meine Mutter und mich zum Flughafen Münster/Osnabrück brachte, von wo aus wir pünktlich um 10:30 Uhr mit einem Zubringerflug nach Frankfurt aufbrachen. Unser Gepäck wurde bereits bis Peking durchgecheckt. In Frankfurt mussten wir nur kurz den Flugterminal wechseln, unsere Boardkarten für Hongkong und Peking abholen und anschließend trafen wir uns mit Gerd, dem Vater meines Schwagers. Die Zeit bis zum etwas verspäteten Abflug um 14:25 Uhr schlugen wir auch problemlos totStraßenleben in den Hutongs und saßen dann endlich im Flieger nach Hongkong. Während des 11stündigen Nachtfluges hatte ich genügend Zeit, um mir einen Reiseführer über Peking durchzulesen und das gute Filmangebot von Cathay Pacific zu nutzen. Am nächsten Morgen gelandet, hatten wir in Hongkong nur einen kurzen Aufenthalt, der aber für einen Kaffe bei Starbucks reichte, bevor es mit 30 Minuten Verspätung und in einem 3stündigen Flug weiter bis nach Peking ging.Südlicher Teil des Stadttores Qianmen Hier waren wir also und wurden von allerbestem Wetter empfangen. Mit dem Taxi (ca. 40 Minuten, 80 RMB) fuhren wir zum "Capital Hotel" in der Innenstadt, in Fußnähe zum Tian'anmen-Platz, wo wir zügig und ohne viel Aufwand einchecken konnten. Um 15 Uhr begannen wir schließlich unsere erste Erkundungstour der Umgebung und suchten dafür die nahe gelegenen Hutong-Viertel auf. Um viele der Viertel waren hohe Bauzäune gezogen, denn der Abriss stand kurz bevor. So muss leider auch hier die Tradition der Moderne weichen. Eigentlich schade, denn die kleinen und engen Gasen der Hutongs wirkten unheimlich gemütlich, voller ursprünglichem Leben und an den Straßenständen gab es allerlei leckere Sachen zu kaufen. Im Anschluss daran statteten wir dem Tian'anmen-Platz mit seinen imposanten Toren schon mal einen ersten Kurzbesuch ab, wir würden ihn uns aber im Laufe unseres Aufenthalts hier in Peking später nochmal genauer anschauen. Um 18:15 Uhr waren wir zurück in unserem Hotel, machten uns kurz frisch und probierten dann das Abendessen (Buffet) im Hotel aus. Das war jedoch leider nicht so toll und wir würden morgen Abend auf jeden Fall auswärts Essen gehen. Noch ein paar Bier als Schlummertrunk und um 21 Uhr fiel ich auch ziemlich kaputt ins Bett.

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2. Tag (So. 15.04.2007)
Heute hiess es um 7:30 Uhr raus aus den Federn und gemütlich zum Frühstück,Auf dem Panjiayuan-Markt welches im Gegensatz zum Abendessen eigentlich ganz in Ordnung war. Um 9 Uhr fuhren wir dann mit dem Taxi zum Panjiayuan-Markt, wo es eine Menge Trödel, Schmuck, Vasen, Kunsthandwerk, Schriftrollen etc. zu teilweise günstigen Preisen gab. Wir sind eine Stunde lang über die großflächige Anlage (über 3000 Verkaufsstände!) geschlendert und haben das bunte und hektische Treiben in aller Ruhe auf uns wirken lassen. Noch kurz etwas in einem Cafe getrunken und dann ging es auch schon mit einem Taxi weiter zum Osteingang des Himmelstempel bzw. Tiantian-Park (35 RMB für beide Bereiche, 15 RMB nur für den äußeren Bereich), dem größte Tempelkomplex von China. Gerade im äußeren Parkbereich hielten sich auch sehr viele Chinese auf, die sich hier in bunter Gesellschaft mit Tanzen, Ballspielen, Musizieren,Wandelgang im Himmelstempel Brettspielen oder auch Geschichten Erzählen die Zeit vertrieben. Es machte richtig Spass ihnen dabei zuzuschauen. Über den langen Wandelgang gelangten wir schließlich in den inneren Bereich und damit zu den eigentlichen Tempelgebäuden. Die "Halle der Enteropfer", eines der Wahrzeichen von China und Synonym für den Himmelstempel, war natürlich Hauptanziehungspunkt für uns und jeden anderen Touristen. Auffällig war, dass die meisten Touristen hier keine Ausländer sondern Chinesen aus anderen Landesteilen waren - das hatte ich in der Form eigentlich nicht erwartet. Beim Erkunden der gesamten Anlage geschah es dann leider, dass meine Kamera irgendwie anfing zu spinnen und ich keine Fotos mehr machen konnte.Halle der Ernteopfer Es schien scheinbar ein Fehler am Objektiv vorzuliegen und ich hatte mein Ersatzobjektiv leider zu Hause gelassen. Zum Glück hatte ich aber eine Zweitkamera im Hotel liegen. Als wir uns alle Tempelgebäude und den restlichen Park angeschaut hatten, verließen wir den Tiantian-Park durch das westliche Tor und fuhren gegen 13 Uhr mit einem Taxi kurz zurück ins Hotel, wo ich meine Ersatzkamera holte. Ich hoffte meine gute Spiegelreflexkamera hier in Peking irgendwo reparieren lassen zu können und so gingen wir zunächst zu Fuss zur großen Einkaufsstraße Wangfujing Daje, denn dort waren die Chancen wahrscheinlich am größten einen guten Fotoladen zu finden. Neben unzähligen Geschäften und Banken gab es tatsächlich auch ein paar Fotoläden, jedoch führten diese keine Reparaturen durch bzw. hatten absolut keine Ahnung davon. Ich hatte eigentlich schon jede Hoffnung aufgegeben, aber im letzten Geschäft, kurz vor Ende der Einkaufsstraße, teilte mir der Chef fröhlich mit, dass die Reparatur des Objektivs absolut kein Problem wäre und er es innerhalb von 2 Stunden hinkriegen würde. Meine Freude war natürlich riesig und ich konnte den Rest des Tages wesentlich entspannter angehen.Im Lamatempel Mit dem Taxi fuhren wir zum Lamatempel (25 RMB), einem der größten und schönsten Tempeln von Peking. Die Tempelanlage beherbergt mehrere reich verzierte und prunkvolle Hallen, welche wie in China üblich alle auf einer Hauptachse lagen. Besonders die eindrucksvolle Dächer der Hallen, die vielen Buddhastatuen und die ungewöhnliche Verbindungsbrücke zwischen einer Halle und ihren Nebengebäuden hatten es mir angetan. Diese Tempelanlage sollte wirklich bei keinem Pekingbesuch fehlen! Im Anschluss an den Besuch des Lamatempels suchten wir nun den in der Nähe befindlichen Konfuzius-Tempel (10 RMB), dessen Position aber in der Straßenkarte von zwei Reiseführern leider falsch eingezeichnet war. Als wir ihn dann doch endlich gefunden hatten, standen wir jedoch vor verschlossenen Türen, denn der Tempel wurde zur Zeit restauriert. Was soll's, wir wandten uns nach Westen, schlenderten durch die Hutongs bis zum Trommelturm und probierten auf dem Weg dorthin ein paar Köstlichkeiten von den kleinen Straßenständen. Hier gab es auch einen Treffpunkt für die Rikscha-Fahrer, die Touristen durch die Gassen der Hutongs fuhren. Wir betraten den Trommelturm (20 RMB) und quälten uns die extrem steile Treppe hinauf. Neben dem tollen Ausblick auf die umliegenden alten Hutongs und die modernen Gebäude drumherum kamen wir obendrein auch noch in den Genuss einer kostenlosen Trommelvorstellung. Nun war es an der Zeit, um mal nach meinem hoffentlich reparierten Objektiv zu schauen und so fuhren wir mit dem Taxi zurück zur Fußgängerzone Wangfujing Daje.Leckere Sachen an den Essenständen Oh Wunder, der Chef hatte es tatsächlich wieder in Ordnung gebracht und so konnte ich den Rest des Urlaubs mit der guten Kamera weiter fotografieren :-) Mittlerweile hatten wir ordentlich Hunger und gingen daher zum Nordender der Fußgängerzone, denn dort hatten wir bei der Taxifahrt unzählige Essensstände gesehen. Hier reihten sich ca. 100 Stände aneinander und boten zu extrem günstigen Preisen ihre exotischen Gerichte an - Suppen, Fleischspieße, Insekten, Früchte, Meeresfrüchte, Nudeln etc. Hier fanden wir einfach alles, was das Herz begehrt und probierten so viel wie möglich aus. Es war alles wirklich sehr lecker und so futterten wir uns bis zum Anschlag voll - übrigens sehr zur Freude der Chinesen, denn hier an den Ständen aßen am Abend fast nur Einheimische. Hier waren wir sicherlich nicht das letzte Mal essen. Wir wurden allerdings auch zum ersten Mal mit der Tatsache konfrontiert, dass es scheinbar unheimlich beliebt war ein Foto zusammen mit einem Ausländer zu haben. Etwas, was ich aus Guangzhou bisher nicht kannte und in einer Stadt wie Peking, die bei Touristen ja eigentlich schon sehr beliebt ist, nicht erwartet hätte. Es war aber eigentlich ganz witzig, wenn ein Chinese uns schüchtern ansprach und dann ein Foto mit uns zusammen haben wollte, was wir natürlich gerne mitmachten. Pappensatt machten wir gegen 19 Uhr einen Verdauungsspaziergang zurück zum Hotel, wo wir uns noch gemütlich ein paar Bier getrunken haben bevor es Zeit zum Schlafen war.

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3. Tag (Mo., 16.04.2007)
Am heutigen Tag wollten wir uns hauptsächlich die "Verbotene Stadt", das alte Machtzentrum von China anschauen.In der Verbotenen Stadt Wir erwarteten einen großen Besucheransturm auf eines von Chinas größten Wahrzeichen und wollten daher so früh wie möglich vor Ort sein, um die ganze Anlage in Ruhe ohne viel Gedränge erkunden zu können. Von daher trafen wir uns bereits um 7 Uhr beim Frühstück und brachen eine Stunde später zu Fuss zum Kaiserpalast auf, wo wir an den Kassenhäuschen bereits die Eintrittskarten (60 RMB) holen konnten. Auch hier waren wir wieder etwas überrascht, dass die meisten Touristen Chinesen waren, von denen sich auch wieder mal viele mit uns fotografieren lassen wollten. Pünktlich um 8:30 Uhr wurden die Tore geöffnet und wir konnten mit unserer Erkundung der "Verbotenen Stadt" beginnen. Ich glaube ich hatte eine völlig falsche Vorstellung - geprägt durch Mythen und Filme - von dieser Anlage und war somit doch etwas enttäuscht.Großer Platz in der Verbotenen Stadt Natürlich faszinierte die klassische chinesische Architektur der imposanten Gebäude und großen Plätze, jedoch wiederholte sich auch alles immer und immer wieder. Es fehlte bei einer so großen Anlage, die ja wirklich eine eigenen Stadt ist, irgendwie die Abwechslung. Zudem kam die Tatsache, dass die 3 großen Haupthallen zwecks Renovierungen anlässlich der Olympischen Spiele 2008 mit Planen abgehangen waren. Auch die Tatsache, dass man für den Zugang zur "9-Drachen-Mauer" nochmal etwas extra zahlen musste (10 RMB) stiess mir etwas sauer auf. Kurzum, wir hatten den Kaiserpalastes schon nach 2 Stunden abgegrast, verließen ihn durch das Nordtor und wandten uns dem Jingshan-Park (2 RMB) auf der anderen Straßenseite zu. Von Osten her "erklommen" wir bei inzwischen bewölkten Himmel und leichtem Nieselregen den Kohlehügel mit seinen 5 Gipfeln und den darauf stehenden Pagoden.Insel der Jade mit der Dagoba Von hier oben hatte man einen herrlichen Blick über die Stadt und den Kaiserpalast. Auf der anderen Seite des Hügels stiegen wir wieder ab und gingen rüber in den benachbarten Beihai-Park (10 RMB), einer der beliebtesten Parkanlagen der Stadt. Das Wetter wusste auch nicht so wirklich was es wollte und verwöhnte uns mittlerweile wieder mit Sonnenschein - gerade richtig für einen ausgedehnten Spaziergang durch den großen Park. Zuerst schlenderten wir über das Herz des Parks, der "Insel der Erlesenen Jade", auf deren Spitze sich nicht nur die Weiße Dagoba (10 RMB Extra-Eintritt) erhebt, sondern auf der man noch einige andere Pagoden, Wandelgänge und natürlich das berühmte Fangshan-Restaurant findet.9-Drachen-Mauer Von der Jade-Insel aus folgten wir dem Weg am Ufer entlang durch die schöne und blühende Parkanlage einmal um den kompletten Nordsee herum. Auf der anderen Seite stießen wir unter anderem auch auf die dortige "9-Drachen-Mauer", die im Gegensatz zum Gegenstück im Kaiserpalast nichts extra kostete und obendrein auch von beiden Seiten bestaunt werden konnte - man kann sich die Mauer in der "Verbotenen Stadt" wirklich getrost sparen. Vorbei an den "Fünf-Drachen-Pavillons" gelangten wir schließlich zum Westtor des Beihai-Park, welches sich aber in Wirklichkeit im Süden befindet. Hier nahmen wir uns ein Taxi bis zum "Tao-Tempel der Weißen Wolke" (10 RMB), einem der ältesten Tempel der Stadt. Seinem Namen alle Ehre machend, flogen hier überall Blütenpollen in der Art von Pusteblumen wie weiße kleine Wolken durch die Luft, ein Anblick der irgendwie schon etwas mystisches hatte.Im Tempel der Weißen Wolke Es sollte heute ja ein Kulturtag sein und daher entschieden wir uns gegen 15 Uhr noch zum Besuch des "Tempel der Quelle des Dharma" (5 RMB), wohin wir uns wieder mit einem Taxi bringen ließen. Der kleine und unscheinbare Tempel ist einer der bekannten buddhistischen Tempel Pekings und verzaubert durch seine vielen blühenden Bäume im Innenbereich. Für heute war es nun aber auch genug an Kultur und wir fuhren zurück zum Hotel, wo ich für den morgigen Tag einen Fahrer für unsere Tour zur Chinesischen Mauer organisierte. Es kostete etwas an Überredungskunst ihn davon zu überzeugen, dass wir es an einem Tag nicht nur nach Badaling, sondern auch noch über die Ming-Gräbern bis rüber zum Mauerabschnitt bei Simatai schaffen würden. Da war sehr frühes Aufstehen natürlich vorprogrammiert. Zum Abendessen entschieden wir uns gegen 18 Uhr zu einem Abstecher in die mit roten Lampions geschmückte Geisterstraße, wo es eine große Auswahl an einheimischen bzw. landestypischen Restaurants gab - englischsprachige Speisekarten bzw. Kellner findet man hier zum Glück kaum. In einem kleinen gemütlichen Restaurant schlugen wir uns mit sehr gutem chinesischem Essen - so etwas leckeres sucht man in Deutschland leider vergebens - für sehr wenig Geld die Bäuche voll. Bevor wir zurück zum Hotel fuhren kauften wir noch schnell für morgen Obst und Getränke ein und verkrochen uns gegen 21:30 Uhr ins Bett.

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4. Tag (Di., 17.04.2007)
Bereits um 4:30 Uhr riss mich mein Wecker aus dem Tiefschlaf und ohne Frühstück ging es um 5 Uhr mit unserem FahrerChinesische Mauer bei Badaling in Richtung Chinesischer Mauer nach Badaling - vorbei an eindrucksvollen Berglandschaften und immer schon mit einen Blick auf die Große Mauer. Wir hatten eigentlich gedacht man bräuchte länger für die Strecke, aber um diese Uhrzeit war auf den Straßen so gut wie gar nichts los und somit waren wir bereits nach 1 Stunde am Ziel. Natürlich viel zu früh, denn die Mauer wird für Besucher erst um 7 Uhr geöffnet. Irgendwie hatte man aber wohl Erbarmen mit uns und gewährte uns bereits um 6:30 Uhr Einlass (45 RMB). Super, denn wir waren für lange Zeit so ziemlich die einzigen Touristen und konnten den Mauerabschnitt bei Badaling ungestört und ohne Gedränge erkunden - ein Traum ging in Erfüllung.Steiler Aufstieg bei Juyongguan Was soll man zur Chinesischen Mauer sagen außer: Atemberaubend, unbegreiflich, faszinierend, unglaublich und anstrengend ;-) Man muss das einfach einmal in seinem Leben gesehen haben. Gegen 8 Uhr wurden dann die ersten Busladungen voller Touristen (fast ausschließlich Chinesen) angekarrt und es wurde ziemlich rasch voll auf der Mauer. Nach 2 Stunden auf der Mauer hatten wir aber auch genug gesehen und holten unser Frühstück bei Starbucks (!) im Ort nach, bevor wir zum ca. 25 Minuten entfernt liegenden Mauerabschnitt Juyongguan (45 RMB) aufbrachen. Auch hier waren zu dieser Uhrzeit bereits Massen an Touristen unterwegs. In Juyongguan erwartete uns neben der restaurierten Festungsanlage vor allem ein extrem steiles Mauerstück, für dessen Besteigung wir 1 Stunde brauchten. Die meisten Touristen steigen nur bis zum 2. oder 3. Wachturm hinauf, so dass man ab da die Mauer nur noch mit wenigen anderen teilen muss. So schön der Blick von hier oben auch war, der Abschnitt bei Badaling gefiel mir doch besser.Changling Grab Gegen 11 Uhr machten wir uns schließlich auf den Weg zu den nahegelegenen Ming-Gräbern. Ich hatte eigentlich gedacht, dass es sich dabei um EINE komplexe Anlage handeln würde, jedoch muss man jedes Grab einzeln besuchen und die bekannten Gräber vor allem auch einzeln teuer bezahlen. Selbst für den Besuch der "Geisterstraße" wird nochmal ordentlich abkassiert. Wir entschieden uns für einen Besuch des Changling-Grab (45 RMB), welches wir aber bereits nach 30 Minuten vollständig erkundet hatten. Der Besuch der Ming-Gräber lohnt sich in meinen Augen wirklich nicht und ist nur Abzocke! In einem Restaurant am Grab nutzen wir die Gelegenheit für ein kurzes Mittagessen und gestärkt ging es in einer 2stündige Fahrt weiter zum Mauerabschnitt bei Simatai (40 RMB), wo wir gegen 15:15 Uhr ankamen. Hier erwartete uns eine unglaublich beeindruckende Kulisse, denn die Mauer verläuft genau auf einem schmalen zerklüffteten Bergkamm.Große Mauer bei Simatai Mit der Seilbahn (30 RMB einfache Fahrt/ 50 RMB hin und zurück) fuhren wir hinauf zum Bergkamm. Da die letzte Bahn jedoch bereits um 16:30 Uhr wieder zurück fuhr, hetzten wir uns mit dem Aufstieg zur Mauer ab, um noch etwas Zeit auf der Mauer verbringen zu können. Der Ausblick auf die Mauer und die bergige Umgebung war der absolute Hammer und Simatai war mit seiner ganzen Kulisse mit Abstand der beste der 3 Mauerabschnitte. Von hier muss man einen atemberaubenden Sonnenuntergang genießen können, jedoch sollte man für den Abstieg sicherheitshalber eine Taschenlampe dabei haben. Es führen übrigens zwei Wege von der Mauer hinunter zur Talstation. Ein schmaler und steiler Pfad direkt unterhalb der Seilbahn und ein leichterer und breiterer Weg entlang der Mauer und dann weiter am Stausee. Das hatten wir jedoch alles zu spät erkannt und dachten die Seilbahn wäre die einzige Möglichkeit, weshalb wir auch die letzte Gelegenheit zur Rückfahrt nutzten. Im Tal gönnten wir uns anschließend ein Bier bevor es gegen 17:30 Uhr mit unserem Fahrer an die 2stündige Rückfahrt nach Peking ging. Wir hatten den Tag über kaum etwas gegessen und dementsprechend knurrten unsere Mägen, weshalb wir uns einfach in der Geisterstraße absetzten ließen, uns vom Fahrer verabschiedeten und in einem kleinen Lokal wieder einmal unglaubliche leckere und günstige chinesische Spezialitäten verputzten. Um 21:30 Uhr waren wir schließlich zurück im Hotel wo wir nur noch eins wollten - schlafen!

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5. Tag (Mi., 18.04.2007)
So, dass "Pflichtprogramm" von Peking war geschafft und daher konnten wir heute mal ein wenig länger schlafen.Tempel im Sommerpalast Nach dem Frühstück machten wir uns gegen 10:30 Uhr mit einem Taxi auf den Weg zum Sommerpalast am Stadtrand von Peking, wo wir ca. 30 Minuten später ankamen. Schnell den Eintritt bezahlt (30 RMB nur der Park; 60 RMB inkl. aller kostenpflichtiger Attraktionen) und anschließend spazierten wir gemütlich durch die große Parkanlage, denn genau das ist der Sommerpalast eigentlich. Die gepflegte Anlage war sehr gut von Chinesen besucht und überall wuselten Leute herum - es machte großen Spass diesem Treiben zuzuschauen.Das bekannte Marmorschiff Fast auf der Spitze des Berges steht der weithin sichtbare "Pavillon des Buddha-Weihrauchs" mit seinem großen Treppenaufgang, der auf jeden Fall einen Besuch lohnt (10 RMB, wenn man nicht die All-Inclusive-Eintrittskarte hat). Wer sich nicht für die kleinen Museen im Sommerpalast interessiert, der kommt etwas günstiger dabei weg, wenn man sich wirklich nur die einfache Eintrittskarte kauft und evtl. für die eine oder andere Attraktion (z.B. den "Pavillon des Buddha-Weihrauchs") nochmal 10 RMB nachlegt. Wir folgten dem Weg auf der anderen Seite des Berges hinunter zur Suzhou-Straße und von dort aus einmal westlich um den Berg herum bis zum imposanten Marmorschiff, das man ja auch schon Tausend mal irgendwo im TV gesehen hat. Von hier aus ließen wir uns gegen 14 Uhr mit einer kleinen Drachenboot-Fähre (10 RMB) über den Kunming-See zum südöstlichen Ufer direkt an der prächtigen "Siebzehn-Bogen-Brücke" übersetzen. Hier entschlossen wir uns schließlich noch zu einem Abstecher zum "Kloster der Azurblauen Wolke", welches sich im Xiangshan-Park befindet. Mit dem Taxi fuhren wir also zum Parkeingang. Da das Kloster innerhalb des Parks liegt, mussten wir sowohl den Eintritt für den Xiangshan-Park (10 RMB) als auch den Eintritt für das Kloster bezahlen (10 RMB). Der Besuch lohnte sich aber wirklich, denn bei dem Kloster handelt es sich eigentlich um einen schönen Tempel, der sich harmonisch in die Umgebung voller hochgewachsene Akazien, mächtigen Weiden, alten Kiefern und Zypressen einfügt.Halle der 500 Luohan Höhepunkte in der Tempelanlage waren die "Halle der 500 Luohan", in der sich über 500 individuelle und lebensgroße Statuen befinden, und natürlich die einzigartige Diamantthronpagode, die eigentlich mehr an eine indische Bauweise erinnert. Auch in diesem Tempel wurden jedoch zur Zeit einige Renovierungsarbeiten durchgeführt. Bei traumhaftem Wetter spazierten wir im Anschluss an den Tempelbesuch noch etwas im Xiangshan-Park herum, der scheinbar bei Brautpaaren zwecks Fotoshooting unheimlich beliebt war, gönnten uns auf einer Restaurantterrasse ein herrliches Bier und fuhren schließlich gegen 17 Uhr mit einem Taxi zurück ins Hotel. Wenn wir schon mal in Peking waren, dann wollten wir natürlich auch einmal traditionelle Peking-Ente essen und daher ließen wir uns vom Hotel für morgen Abend einen Tisch im "Da Dong Roast Duck Restaurant" reservieren, welches laut meinem Reiseführer eines der besten Adressen bzgl. Peking-Enten war. Heute Abend schlemmten wir jedenfalls noch einmal auf der "Freßmeile" am Ende der Fußgängerzone und waren wieder absolut begeistert von der Vielfalt der Speisen, vom Geschmack und natürlich vom unschlagbar günstigen Preis. Vollgefuttert marschierten wir anschließend zurück ins Hotel, tranken noch bis 23 Uhr gemütlich ein paar Bier.

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6. Tag (Do., 19.04.2007)
Heute war unser letzer richtiger Tag in Peking und an dem wollten wir uns auch keinen Stress mehr antun,Pandabär im Zoo von Peking schließlich waren die letzten Tage zwar unheimlich eindrucksvoll aber auch anstrengend gewesen. Nach dem späten Frühstück stand uns für heute der Sinn nach etwas Abwechslung und daher entschlossen wir uns zu einem gemütlichen Besuch vom Pekinger Zoo und dessen Aquarium (15 RMB; 20 RMB inkl. Panda-Gehege; 100 RMB als Kombi-Paket mit Aquarium). Gerade um die Pandas wird natürlich ein Riesenrummel betrieben und sie sind mit Abstand auch die beliebteste Attraktion im Park, obwohl die Tiere meist nur faul und träge in der Eck liegen. Der Zoo war relativ weitläufig und obwohl die Käfige/Gehege für chinesische Verhältnisse schon ganz ordentlich bzw. gepflegt waren, lohnt der Besuch nicht wirklich. Auch darf man sich nicht am Verhalten der chinesischen Besucher stören, die versuchen die Tiere mit irgendwelchen Müll zu füttern, sie teilweise mit Gegenständen beworfen oder kräftig an Glasscheiben klopfen - das ist hier halt einfach so und auch die Wärter schreiten deswegen nicht ein.Meeresschildkröte im Aquarium Im Gegensatz zum Zoo war die riesige moderne Aquarium-Anlage hingegen eine wahre Augenweide und den Eintritt absolut wert. Man beginnt seinen Besuch in einem tropischen Regenwald mit künstlichen Flüssen und geht dann auf einem Rundgang weiter durch die Welt der Gezeiten, das riesige mehrstöckige Korallenriff mit Glastunnel, dem Haifischaquarium und den letztendlich zu den Shows. Der Besuch des Aquariums hatte uns für den eher uninteressanten Zoo vollkommen entschädigt.Glockenspiel im Tempel der Großen Glocke So richtig Lust sich irgendetwas anzuschauen hatten wir eigentlich nicht mehr, ließen uns aber dann doch noch auf einen Abstecher zum "Tempel der Großen Glocke" (10 RMB) ein, in dem sich ca. 160 Glocken befinden darunter natürlich auch die "Große Glocke". Neben dem Anblick der riesigen Glocke (46 t schwer und knapp 7 Meter hoch) bekamen wir hier auch einen netten Einblick in die verschiedenen Arten der chinesischen Glocken und deren Herstellung. Eigentlich ein ganz netter Tempel, den man bei einem Besuch von Peking ruhig mal besuche sollte. Die letzten Tage forderten so langsam ihren Tribut und wir konnten uns wirklich für keine Sehenswürdigkeit mehr begeistern. Also fuhren wir zurück zum Hotel und legten uns einfach mal für 3 Stunden aufs Ohr. Gegen 18:30 Uhr schließlich ließen wir uns zum "Da Dong Roast Duck Restaurant" bringen, einem selbst für chinesische Verhältnisse sehr großen Lokal mit einem Mix aus gemütlicher und moderner Einrichtung. Obwohl das Restaurant wirklich voll war, lief hier alles wie am Schnürchen, der Service war erstklassig, das Essen (vor allem die Peking-Ente) sehr lecker und die Preise noch einigermaßen moderat - absolut empfehlenswert. Zurück im Hotel tranken wir noch 2 Absacker und dann hiess es "Gute Nacht".

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7. Tag (Fr., 20.04.2007)
Es war Abreisetag und wir mussten in aller Frühe raus. Bereits um 5:15 Uhr fuhren wir mit dem Taxi zum Flughafen, wo wir schnell den Check-In hinter uns brachten und uns dann mit reichlich Kaffee auf Trab brachten. Der Rest ist der routinierte Ablauf und das langweilige Warten auf den Abflug. Unsere Maschine nach Hongkong hob pünktlich ab und dort angekommen war es für mich dann vorbei mit Urlaub, denn ab hier begann dann meine Geschäftsreise.