Startseite Zurück zur Kontinentauswahl Kleines Land - Ganz gross Der Schmetterling der Französischen Antillen Land der unbegrenzten Möglichkeiten
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Kurze Landesinformationen Ausführliche Beschreibungen von: Vulkan Arenal + Fortuna, Vulkane Poás + Irazú, Vulkan Rincon de la Vieja, Monteverde + Santa Elena, Nationalpark Manuel Antonio, Nationalpark Cano Negro, Nationalpark Tortuguero, Corcovado + Osa-Halbinsel, Nationalpark Cahuita, Wasserfälle, Kleine Sehenswürdigkeiten Genaue Reiseberichte Einreise, Adressen, Gesundheit, Sicherheit, Feiertage, Hinweise Bildgalerie mit zahlreichen Fotos

Kleines Land - Ganz gross


Pura Vida in der Schweiz Mittelamerikas
(16.09.2006 - 08.10.2006)


1. Teil 1. Teil 3. Teil 3. Teil

2. Teil

9. Tag (So., 24.09.2006):
Wieder einmal mussten wir früh aufstehen, aber was soll's, wir waren ja mittlerweile schon dran gewöhnt.Krokodil am Rio Sierpe Nach dem Frühstück packten wir unsere letzten paar Sachen ein, bevor wir der Osa-Halbinsel den Rücken zukehrten und es gegen 7:30 Uhr mit dem Motorboot an der Küste entlang und über den Fluss zurück bis nach Sierpe ging, wobei wir unterwegs erneut ein Krokodil sahen. Zu unserer großen Freude war unser Mietwagen noch unversehrt an Ort und Stelle und wir konnten nach dem Beladen und einem kühlen Drink im "Las Vegas" in Richtung Dominical aufbrechen. Auch auf der Rückfahrt nutzen wir das schöne Wetter für einen Zwischenstopp an einem tollen Strand aus, wo wegen dem Wochenende auch viele Einheimische anzutreffen waren.Familienspass am Strand Die kamen hier ebenfalls mit Kind und Kegel, Grill und Getränken hin, um mit der ganzen Familie einen schönen Tag zu genießen. Im kleinen Örtchen Dominical suchten wir als erstes ein Internetcafe auf, um uns die Wegbeschreibung zu der Farm von Beth und Steven aus dem Netz zu besorgen. Klang eigentlich gar nicht so kompliziert und war sogar mit Bildern der jeweiligen Abzweigungen unterlegt. Schnell noch ein paar Kleinigkeiten im Supermarkt gekauft und schon ging es weiter. Wir wollten uns einmal die Reptilienfarm an der Straße nach San Isidro anschauen, welche wir bereits vor ein paar Tagen auf dem Weg gesehen hatten. Der Eintritt war mit 5.000 Col (Einheimische zahlen nur 1.500 Col) zwar etwas zu hoch, aber trotzdem war es eine sehr schöne Anlage, in der wir viele einheimische aber auch andere Schlangenarten (inkl. Aufzuchtstation) bestaunen konnten. Hoffentlich würden wir ein paar von denen auch noch irgendwo im Regenwald zu Gesicht bekommen :-) Zusätzlich gab es aber auch Krokodile, Warane, Schildkröten und jede Menge Rambutang-Bäume für Tina *grins* Von hier aus folgten wir dann den Anweisungen der Wegbeschreibung, um zur Farm von Beth zu gelangen,Diamante-Wasserfälle die weit abseits der Hauptstraße im nirgendwo lag aber (fast) problemlos zu finden war. Auf dem Weg dorthin hatten wir einen tollen Blick auf die Diamante-Wasserfälle. Wir erwischten die ganze Familie am hauseigenen Naturpool, der von frischem Flusswasser gespeist wird. Sie freuten sich alle riesig über unseren Besuch und zeigten uns erst einmal unsere Unterkunft "Pura Vista" für die Nacht (50 USD). Toll, von unserer Terrasse aus konnten wir ebenfalls die Wasserfälle sehen. Überhaupt war das ganze Gebäude (für 4 Personen ausgelegt und mit eigenen Küche) der absolute Wahnsinn. Es war alles nur in Naturmaterialien gebaut und fügte sich idyllisch in die Natur ein. Man fühlte sich irgendwie wie Tarzan im Baumhaus :-) Beth fiel dann leider erst jetzt ein uns mitzuteilen, dass man sich hier eigentlich selber mit Essen versorgen müsste. Großartig zu Essen hatten wir allerdings nicht dabei, aber Beth wollte uns ein leckeres Abendessen von den Nachbarn besorgen. Inzwischen zogen Tina und ich mit den beiden Kids Spencer und Buddy los, um uns mal die ganze Farm zeigen zu lassen. Der absolute Hammer, was Beth und Steven innerhalb von drei Jahren auf die Beine gestellt haben.Unser Wohnhaus bei Beth Neben dem "Pura Vista" - was in den ersten Monaten ihr eigenes Wohnhaus war - und dem Naturpool haben sie ein Yoga-Haus (mit fantastischem Ausblick!), zwei weitere Wohnhäuser zur Vermietung (eines davon für 10 Personen), einen biologischen Garten und natürlich ihr eigenes traumhaftes Wohnhaus aus dem Boden gestampft. All dies ist auf der Farm weiträumig verteilt in die Natur eingebettet. Während des ausgiebigen Rundgangs pflückten uns unsere zwei kleinen Guides das Frühstück für morgen frisch von den Bäumen (Orangen, süße Zitronen!, gelbe und rote Rambutangs, Passionsfrüchte, Kokosnüsse, etc.) und zeigten uns nebenher noch andere seltsame essbare Dinge. Ich fand es einfach super, wie die zwei hier aufwuchsen und was sie alles über die Natur wussten! Zum Schluss bekamen wir sogar noch ein kleines Klavierkonzert im Wohnhaus der Familie geboten, bevor es gegen 18 Uhr wieder zurück zu unserem Haus ging. Hier wartete bereit ein fertig gekochtes und super leckeres Abendessen der Tico-Nachbarn auf uns. Morgen sollte es für uns mit dem Wagen weiter nach Monteverde gehen, aber vorher wollten wir unbedingt noch mit Beth zu den Nauyaca-Wasserfällen laufen. Da wir dafür sehr früh raus mussten, endete dieser wunderschöne Tag für uns bereits gegen 20 Uhr.

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10. Tag (Mo., 25.09.2006):
Da wir sehr zeitig zu den Nauyaca-Wasserfällen aufbrechen wollten, klingelte uns der Wecker bereits um 4:30 Uhr aus dem Schlaf - das war selbst für uns verdammt früh.Nauyaca-Wasserfall Um 5 Uhr brachen wir schließlich mit Beth zu Fuss zu den Wasserfällen auf, wobei wir bereits jetzt schon super Wetter hatten. Der Weg führte uns erst an den Siedlungen entlang und anschließend den Berg hinunter durch den Wald zum Fuss der Wasserfälle. Der Anblick war einfach überwältigend und zweifelsohne gehören die Nauyaca-Wasserfälle zu den schönsten des Landes, und das nicht nur, weil sich hier nur selten Touristen hin verirren. Wir hatten das Naturschauspiel zumindest für uns ganz alleine. Den steilen Berghang hinauf marschierten wir bis zur Spitze des Wasserfalls, wo der natürliche Pool eine herrliche Bademöglichkeit bot. Hier konnten wir uns in aller Ruhe erfrischen und die herrliche Atmosphäre genießen. Einfach unbeschreiblich geil! Hier hätten wir uns problemlos ein paar Stunden aufhalten können, jedoch stand heute auch noch unsere Weiterfahrt nach Monteverde an. Also ließen wir den Wasserfall irgendwann hinter uns und machten uns an den Rückweg die Berghänge hinauf. Die Sonne brannte bereits extrem und auf der Strecke gab es leider nicht allzu viel Schatten. Das brachte uns mächtig ins Schwitzen und außer Atem. Die letzten zwei Anstiege bis zur Farm von Beth habe ich mich dann sogar lieber am Wegrand ausgeruht, während die zwei Mädels den Wagen von oben geholt haben. Jaja, das Alter ;-) Gegen 9 Uhr waren wir dann aber alle oben und haben uns noch einmal ausgiebig im Pool erfrischt bevor wir die letzten Sachen packten,Zentraltäler entlang der Panamericana Abschied von allen nahmen und um 11 Uhr in Richtung Norden aufbrachen. In San Isidro stockten wir noch einmal unsere Vorräte auf, bevor wir auf der Panamericana durch die Berge fuhren. Auf der ersten Teilstrecke nach San Jose kamen wir dann in unsere erste Verkehrskontrolle in Costa Rica, die jedoch problemlos und schnell mit ein wenig Smalltalk erledigt war. Unsere Zeitplanung kam bereits jetzt schon ein wenig in Verzug, denn die vielen LKW's auf der Strecke hielten uns doch ganz schön auf. Zu allem Überfluss kamen wir mal wieder durch San Jose (gibt es denn da keine Umgehungsstraße?), wo wieder einmal pures Chaos herrschte und uns erneut viel Zeit kostete. Allerdings fanden wir dieses mal alleine aus dem Getümmel heraus zurück auf die Hauptstraße. Unser gesetztes Tagesziel Monteverde war jedoch überhaupt nicht mehr vor Einbruch der Dunkelheit zu erreichen und so entscheiden wir uns kurzentschlossen für eine Übernachtung im Örtchen San Ramon, wo wir gegen 16:30 Uhr ankamen und uns im "Hotel La Posada" (40 USD) einquartierten. Die Zimmer waren super sauber, es gab einen riesigen Fernseher und ein monströses handgeschnitztes Doppelbett. Schnell unsere Sachen abgelegt und dann noch einen gemütlichen Spaziergang durch den Ort gemacht, wobei wir uns im Supermarkt mit allen Zutaten für Hot Dogs zwecks Abendessen endeckten. Das Zeug hat uns übrigens so gut geschmeckt, dass die Hot Dogs im weiteren Verlauf des Urlaubs unsere ständigen Verpflegungsbegleiter wurden :-) Den Rest des Abends - war auch nicht mehr allzu lange - verbrachten wir gemütlich vorm Fernseher.

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11. Tag (Di., 26.09.2006):
Nach wieder einmal zeitigem AufstehenAuf dem Weg nach Monteverde und einem leckeren Frühstück im Hotel führte uns gegen 7:30 Uhr unser Weg weiter in Richtung Monteverde. Das schöne Wetter versüßte uns dabei die Fahrt durch das Valle Central entlang der Panamericana bis nach Rancho Grande, wo die Straße nach Santa Elena abzweigte. Nun folgten 25 km wirklich übelste Piste (Allrad!), aber gleichzeitig auch eine der schönsten Strecken in Costa Rica. Die Aussichten die man unterwegs hatte, waren einfach nur traumhaft und entschädigten für die anstrengende und mühsame Fahrt. Als wir endlich in Santa Elena ankamen, drehten wir mit dem Wagen erst einmal eine Runde durch den Ort um zu schauen, was es hier alles gab. Der Ort war ja wirklich nicht gross, aber trotzdem gab es einfach alles, was das Touristenherz begehrt: großen Supermarkt, eine Bank, zahlreiche Restaurants, Internetcafes, unzählige Hotels, Souvenierhändler, Tourveranstalter usw. Wir entschieden uns schließlich für das "Hotel Las Orquideas" (30 USD) mit seinen gemütlichen und sauberen Zimmern direkt am Ortseingang. Vom Hotelbesitzer bekamen wir reichlich Informationen zu möglichen Aktivitäten der Region und um 11 Uhr brachen wir zum Besuch des Nebelwaldreservats Santa Elena auf, dem "kleinen Bruder" des großen Privatreservats Monteverde.Nebelwald in Santa Elena Der Eintritt hier betrug 10 USD und mit einer kleinen Karte ausgestattet machten wir uns an die Erkundung des Nebelwaldes. Es gab hier vielseitige und abwechslungsreiche Wanderroutenvarianten, wir entschieden uns jedoch gegen die ganze große Runde und machten lieber eine ca. 2stündige kleinere Tour an den Aussichtstürmen vorbei. Bei schönem Wetter kann man nur von hier aus sogar den Vulkan Arenal sehen, jedoch blieb uns dieser Blick auf Grund von Wolken heute verwehrt. Die urzeitliche Atmosphäre des Nebelwaldes war wirklich ganz nett, aber ansonsten gab es hier leider nur Vögel und ein paar Eichhörnchen zu sehen. Auf dem Rückweg in den Ort machten wir schließlich noch einen Stopp beim Skywalk (17 USD), wo wir über Wanderwege und 6 lange Hängebrücken in den Baumwipfeln diese Waldregion auch mal aus der Vogelperspektive betrachten konnten und sogar Affen zu Gesicht bekamen. Der 90minütige Rundweg hat zwar viel Spass gemacht, aber ist mit 17 USD eigentlich viel zu teuer (Touristennepp).Unsere Aussichtsplattfrom am Hotel Gegen 16 Uhr kamen wir zurück zum Hotel und machten es uns auf der schmalen Aussichtsplattform auf der Rückseite bequem. Der Ausblick auf das Tal und die kleinen Wasserfälle war fantastisch, zudem führte der Holzsteg über den Rand der Schlucht hinaus, wodurch man einen viel freieren Blick hat (nichts für Leute mit Höhenangst). Hier gönnten wir uns auch ein paar gemütliche Bier und natürlich Hot Dogs als Abendessen. Ganz nebenbei lernten wir auch Kati kennen, eine Einheimische, die von unserem Lachen angelockt zu uns stiess. Von ihr hörten wir auch eine der tollsten Lebensweisheiten: "Ein Lächeln ist wie das Wasser, das alles umgibt und Leben schenkt." Nach Einbruch der Dunkelheit verzogen wir uns schließlich in unser Zimmer, wo wir die grobe Planung für die weitere Zeit auf die Beine stellten. Die Nicoya-Halbinsel wurde von unserer Reiseroute verbannt und dafür sollte ein Besuch der Karibikseite hinzukommen. Mal sehen, was am Ende wirklich dabei rumkommen würde ;-) Anschließend quatschten wir noch über eine Stunde lang mit der Hotelbesitzerin über Gott und die Welt, bevor wir uns müde ins Bett verkrochen.

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12. Tag (Mi., 27.09.2006):
Heute stand der Besuch des zweiten Nebelwaldreservats auf dem Programm, schließlich wollten wir ja einen Vergleich zum Nebelwald Santa Elena haben und außerdem intensiv nach Schlangen suchen.Königsnatter in Monteverde Nach einem leckeren Frühstück im Hotel fuhren wir gegen 7 Uhr zum Eingang des Privatreservats Monteverde (12,50 USD), wo wir am Eingang ebenfalls eine Karte ausgehändigt bekamen. Das dieses Reservat bei den Touristen wesentlich beliebter als der "Kleine Bruder" ist, merkten wir direkt an der Anzahl an Touristen, die sich bereits so früh am Morgen eingefunden hatte. Auch hier gab es eine Vielzahl von Wanderrouten - die allesamt gut ausgeschildert waren - und wir entschieden uns dieses mal für die ganz große Runde (ca. 5 Stunden) durch den Regenwald. Auf unserer intensiven Suche nach Schlangen schauten wir so ziemlich in jedes Loch und drehten beinahe jeden Stein und jedes Holzstück um :-) Zumindest wurde hier endlich einmal unsere Mühe belohnt und wir entdeckten neben einer grünen Schlanknatter auch eine wunderschöne Königsnatter, die der giftigen Korallenschlange zum Verwechseln ähnlich sieht. So gesehen ein voller Erfolg! Ansonsten gab es aber wie bereits im Nebelwaldreservat Santa Elena nur eine Menge Vögel zu sehen.Das Ranario in Santa Elena Gegen Mittag machten wir uns schließlich auf den Rückweg nach Santa Elena und entschieden uns kurz vor dem Ortseingang zu einem Besuch des Ranario (8 USD), wo in ca. 20 großen Terrarien eine Vielzahl der einheimischen Froscharten gezeigt werden. Bei manchen Arten muss man wirklich genau hinschauen um sie zu entdecken. Die Ausstellung war extrem interessant und der hohe Eintrittspreis berechtigt zudem zu einem zweiten Besuch der Froschausstellung am Abend, wenn die nachtaktiven Frösche aus den Verstecken kommen. Wir hatten zwar alle Froscharten zu Gesicht bekommen, aber den abendlichen Besuch wollten wir uns auf gar keinen Fall entgehen lassen.Hungriger Nasenbär Bei der Bank im Ort tauschten wir anschließend noch ein paar Dollar um und machten wieder einmal den Supermarkt unsicher (Hot Dogs!). Um 14 Uhr waren wir zurück im Hotel und machten es uns erneut auf der Aussichtsplattform bei ein paar Bier bequem, wo wir auch einen neugierigen Nasenbären mit Bananen füttern konnten. Das ständige frühe Aufstehen forderte irgendwann ihren Tribut und deswegen nutzen wir die Zeit bis zum Abend für ein erholsames Nickerchen. Gegen 18 Uhr brachen wir dann zu Fuss in den Ort auf und besuchten als erstes noch einmal das Ranario. Am Eingang wurden wir mit Taschenlampen ausgestattet und konnten anschließend die Terrarien erneut in Augenschein nehmen. Wir hatten ja bereits am Tag die verschiedenen Frösche gesehen, aber im Dunkeln kamen wirklich alle aus ihren Löchern. Wahnsinn, wie viele von ihnen auf einmal zu sehen waren. Auch die wunderschönen Rotaugenfrösche waren dabei gut zu beobachten. Einfach super! Im Anschluss daran aßen wir im "Tree House" in Santa Elena zu Abend, wo es zu erschwinglichen Preisen große und leckere Portionen gab. Obendrein konnte ich das Internet kostenlos benutzen und so mal nach ein paar Emails und Neuigkeiten in den Reiseforen schauen. Gut gesättigt machten wir uns um 21 Uhr zurück zum Hotel, bezahlten unsere Rechnung und hauten uns aufs Ohr.

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13. Tag (Do., 28.09.2006):
Es hiess Abschied nehmen vom Nebelwald und bereits um 4:45 Uhr rafften wir uns auf, packten unsere Sachen zusammen und machten uns kurz darauf (diesmal ohne Frühstück) auf den mühsamen Weg über Las Juntas zurück auf die Panamericana. Auch auf dieser Strecke erwartete uns eine ca. 20 km lange üble Piste, die fast nur mit Allradantrieb und hoher Bodenfreiheit zu schaffen ist.Tukan in der Tierauffangstation Von Canas aus wendeten wir uns auf der Hauptstraße Richtung Norden, denn das Ziel heute war ein Besuch des Nationalparks Rincon de La Vieja. Kurz hinter Canas sahen wir schließlich auch unsere erste Radarkontrolle (einen Polizisten versteckt hinter einem Busch), die in Costa Rica ja bereits berüchtigt sind - uns erwischte es aber zum Glück nicht. Auf dem Weg nach Norden wollten wir auf jeden Fall auch der Tierauffangstation "Las Pumas" einen Besuch abstatten und an der entsprechenden Abzweigung 4 km nach Canas nutzen wir bei einem Schweizer, der hier Rafting- und Ausflugstouren anbietet, die Gelegenheit zu einem Frühstück. Frisch gestärkt fuhren wir schließlich den kleinen Weg bis zur Tierstation, wo wir uns kostenlos (kein Eintritt, nur freiwillige Spende) die verschiedenen Wildkatzen, Papageien, Tukane, Affen usw. in den Käfigen anschauen konnten. Die ganze Tierauffangstation ist im Stil eines kleinen Privatzoos aufgemacht, gibt einem aber trotzdem die Möglichkeit, sich umfassend über die Wildkatzen und das Problem der Waldrodungen zu informieren.Schlammfumarole im Vulkanpark Im Anschluss daran folgten wir weiter der Panamericana bis kurz nach Liberia zur Abzweigung in Richtung Vulkan Rincon, wo wir der Staubpiste bis zum Hotel "Posada El Encuentro" folgten - unserem heutigen Nachtlager. Die riesigen Zimmer (50 USD) waren sehr sauber und gemütlich und zudem hatte das Hotel eine tolle Terrasse mit Swimmingpool und einmaliger Aussicht. Nachdem wir unser Gepäck abgelegt hatten, machten wir uns gegen 10 Uhr bei traumhaftem Wetter weiter auf den weiteren Weg zum Vulkanpark Rincon de La Vieja (6 USD), wobei unterwegs wegen der Durchquerung eines Privatgeländes noch eine Straßenmaut (700 Col.) fällig war.Leguan am Vulkan Rincon Auch hier im Vulkanpark waren bereits einige Touristen und auch Einheimische unterwegs. Von der Rangerstation aus folgten wir dem ca. 3 stündigen Rundweg durch den Trockenwald mit seinen faszinierenden und skurrilen Baumwurzeln zu den einzelnen Vulkanattraktionen. Es gab hier neben den vielen stinkenden Schlammfumarolen und anderen vulkanischen Aktivitäten auch eine Menge Tiere zu sehen (Brüllaffen, Leguane, Agutis, Nasenbären), was den ganzen Ausflug abwechslungsreich und interessant machte. Zurück an der Rangerstation entschlossen wir uns noch dem naheliegenden Naturpool einen Besuch abzustatten, um unseren nassgeschwitzten Körpern im kristallklaren Wasser eine herrliche Abkühlung zu gönnen :-) Gegen 16 Uhr fuhren wir dann zurück zum Hotel, wo wir direkt mal den Pool ausprobierten und es uns bei strahlendem Sonnenschein mit ein paar Bier auf der Terrasse in der Sonne bequem machten. Der schöne Sonnenuntergang und das leckere Abendessen im Freien krönten den tollen Tag und völlig zufrieden fielen wir am späten Abend ins Bett.

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14. Tag (Fr., 29.09.2006):
Um 6:30 Uhr klingelte unser Wecker und erinnerte uns unbarmherzig daran unsere Sachen zu packen. Nach einem ausgiebigen und tollen Frühstück auf der Aussichtsterrasse des Hotels brachen wir gegen 8 Uhr zum Nationalpark Cano Negro nahe der Grenze zu Nicaragua auf. Bungalow im Cano Negro Fishing ClubWir fuhren also bei sonnigem Wetter auf der Panamericana zurück nach Süden bis kurz vor Coribici und nahmen dort die Abzweigung nach Upala im Norden. Dort haben wir uns mal wieder etwas verfranst - warum gibt es denn auch keine Schilder - wurden aber schließlich von einem Polizisten auf den richtigen Weg gebracht. Ab der Abzweigung bei Colonia Puntarenas warteten erneut 25 km Staubpiste bis zum Ort Cano Negro auf uns, wo wir kurz nach 11 Uhr ankamen. In diesem kleinen Ort gab es wahrlich nicht viele Übernachtungsmöglichkeiten und so quartierten wir uns im "Cano Negro Fishing Club" ein (50 USD), einer kleinen gemütlichen Bungalowanlage inmitten einer wunderschönen und gepflegten Gartenanlage. Mit dem Besitzer - einem italienischen Schweizer - vereinbarten wir auch gleich mal eine Bootstour mit einem Guide durch die Kanäle und Flüsse des Nationalpark Cano Negro (20 USD/Stunde). Eigentlich ist ja noch ein Eintritt für den Park fällig (4 USD), aber der wird in der Regel nur von den Touristen die in Los Chiles starten verlangt, denn hier direkt im Park ist eine Kontrolle äußerst selten. Gegen 12 Uhr machten wir uns also bei strahlendem Sonnenschein an die Erkundung dieses eher selten besuchten Schutzgebietes, wobei uns der Guide entlangKaiman am Flussufer des Hauptflusses und der kleinen Seitenarme sehr viele schöne Vögel, Leguane, Echsen, Affen und Kaimane zeigen konnte. Tina genoss sichtlich die 2stündige Rundfahrt auf ihrem Ausguck am Bug des Motorbootes und tankte dabei auch gleich reichlich Sonne. Wir hätten die Tour auch noch beliebig ausdehnen können, jedoch hatten wir für unsere Verhältnisse genug gesehen. Zurück im Hotel nutzen wir das schöne Wetter nochmals für ein ausgiebiges Sonnenbad auf dem Rasen und machten uns erst gegen 16:30 Uhr an die Erkundung des kleinen Ortes in Form eines kleinen Rundgangs. Viel zu sehen gab es jedoch nicht und daher waren wir auch wieder schnell zurück im Hotel, wo wir uns bis zum Abendessen noch ein wenig ausruhten. Das Essen (10 USD) war extrem lecker und reichlich und nebenbei unterhielten wir uns mit dem Besitzer über alles mögliche. Dabei führte er uns auch gleich noch seine Urzeit-Fische vor - die Knochenhechte - welche er in einem Becken am Restaurant hielt. Diese Tiere, die erwiesenermaßen bereits in dieser Form in der Urzeit lebten, kommen nur noch in wenigen Regionen in Costa Rica vor und stehen eigentlich unter striktem Naturschutz. Ihre Schuppen bestehen aus harten und riesigen Knochenplatten (sehen aus wie Pfeilspitzen), von denen wir einige sogar als Souvenir mitnehmen durften. Nach ein paar Bierchen suchten wir in der Umgebung noch eine Zeit lang nach Schlangen, fanden jedoch keine und legten uns schließlich gegen 21 Uhr schlafen.

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15. Tag (Sa., 30.09.2006):
Unser Tag begann wie gewöhnlich mit frühem Aufstehen, Sachen packen und leckerem Frühstück. Unser heutiges Endziel sollte der Vulkan Arenal sein und so folgten wir der Piste nahe der Grenze weitere 20 km bis nach Los ChilesAm Leguan-Baum und von dort aus auf einer der besten Hauptstraßen des Landes entlang von riesigen Ananasplantagen bis nach Muelle. An der Brücke im Ort legten wir einen kurzen Zwischenstopp ein, denn von hier aus kann man Hunderte von Leguanen beobachten, die sich in den Baumwipfeln am Fluss tummeln. Absoluter Wahnsinn, denn wahrscheinlich nur hier an den Leguan-Bäumen kann man sich in aller Ruhe jede Art von Iguano in sämtlichen Größen und Farben anschauen. Wir lagen auf Grund der guten Straßenverhältnisse sehr gut in der Zeit und so entschlossen wir uns vor der Weiterfahrt nach Fortuna zu einem weiteren Abstecher im Süden - der Kirche von Zarcero,Die Kirche von Zarcero welche wir auf einer Postkarte gesehen hatten. Die kurvige Straße führte uns über die Berge und durch den Hochnebel des Zentralmassivs bis in den Ort Zarcero, wo wir gegen 11 Uhr ankamen. Die pastellfarbene Kirche mit dem liebevoll gestalteten Skulpturengarten war diesen Umweg und den Kurzbesuch auf alle Fälle wert. Im Anschluss daran nahmen wir den gleichen Weg zurück über die Berge, erledigten in Florencia noch kurz unsere nötigen Einkäufe (natürlich inkl. Hot Dogs) und fuhren schließlich bei herrlichem Wetter weiter nach Fortuna. Auf der Suche nach einem Hotel mit Lavablick entschieden wir uns für das "Erupciones Inn" etwas außerhalb der Stadt (35 USD) auf der aktiven Seite des Vulkan Arenal, der sich zur Zeit jedoch in Wolken hüllte. Hoffentlich würde sich das noch ändern, aber da wir zur Abwechslung mal wieder für zwei Nächte an einem Ort bleiben würden, hatte der Vulkan ja noch etwas Zeit sich von seiner besten Seite zu zeigen. Um 14 Uhr brachen wir zum Wasserfall La Fortuna südlich des Ortes auf. Kaum waren wir jedoch am Besucherparkplatz angekommen, begann es in Strömen zu regnen. Was war bloss mit unserem Wettergott los? Der hatte unsere Zweifel aber scheinbar gehört und beendete die Sturzfluten bereits nach sehr kurzer Zeit. Der Eintritt zum Wasserfall war zwar unverschämt hoch (7 USD), aber nachdem wir den steilen Abstieg über die Stufen hinter uns gebracht hatten, entschädigte der traumhafte Anblick des 70m hohen Wasserfalls (beinahe) für alles.Der Vulkan Arenal bei Nacht Zudem gab es etwas unterhalb auch noch eine tolle Badegelegenheit mit Fischen. Nach dieser Erfrischung machten wir uns zurück an den Aufstieg und fuhren dann nach Fortuna, wo ich im Internetcafe mal wieder meine Mails checkte und in den Foren vorbeischaute, während Tina ein paar Souvenireinkäufe erledigte. Anschließend zogen wir uns ins Hotel zurück und machten es uns auf der Terrasse mit Getränken und Abendessen bequem. Der Vulkan Arenal hüllte sich leider immer noch in Wolken, jedoch hörte man ihn nun schon mächtig grollen. Zu unserem großen Glück verzogen sich aber gegen 19 Uhr schließlich die Wolken und gaben den Blick auf ein einmaliges Naturschauspiel frei - und wir saßen quasi auf Logenplätzen in der ersten Reihe :-) Der Vulkan spuckte nämlich fleißig große Lavabrocken aus, die funkensprühend den Berghang hinunterrollten und in der Dunkelheit extrem gut zu sehen waren. Einfach genial, einen solchen Anblick hätten wir uns in unseren kühnsten Träumen nicht ausgemalt! Wenn es nach uns gegangen wäre, dann hätte das Lavaspektakel auch ruhig die ganze Nacht dauern können, aber nach ca. 4 Stunden hüllten die Wolken den Vulkan wieder völlig ein und wir konnten uns zufrieden und glücklich unserem Schlafdefizit widmen.


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