Startseite Zurück zur Kontinentauswahl Kleines Land - Ganz gross Der Schmetterling der Französischen Antillen Land der unbegrenzten Möglichkeiten
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Kurze Landesinformationen Ausführliche Beschreibungen von: Vulkan Arenal + Fortuna, Vulkane Poás + Irazú, Vulkan Rincon de la Vieja, Monteverde + Santa Elena, Nationalpark Manuel Antonio, Nationalpark Cano Negro, Nationalpark Tortuguero, Corcovado + Osa-Halbinsel, Nationalpark Cahuita, Wasserfälle, Kleine Sehenswürdigkeiten Genaue Reiseberichte Einreise, Adressen, Gesundheit, Sicherheit, Feiertage, Hinweise Bildgalerie mit zahlreichen Fotos

Kleines Land - Ganz gross


Pura Vida in der Schweiz Mittelamerikas
(16.09.2006 - 08.10.2006)


2. Teil 2. Teil

3. Teil

16. Tag (So., 01.10.2006):
Zur Abwechslung hatten wir heute mal wieder Gelegenheit uns gründlich auszuschlafen und blieben daher bis 9:30 Uhr faul im Bett liegen.Der Vulkan Arenal Obwohl wir dafür eigentlich viel zu spät dran waren, bekamen wir trotzdem noch unser Frühstück im Hotel (war aber nichts besonderes). Nach einem kurzen Abstecher in die City von Fortuna machten wir uns auf zum Nationalpark Vulkan Arenal (6 USD), wo wir zuerst mal mit dem Wagen bis zum obligatorischen Aussichtspunkt fuhren. Trotz des insgesamt sonnigen Wetters hüllte sich die Vulkanspitze aber hartnäckig in leichten Wollen ein. Anschließend wanderten wir vom Parkplatz aus durch die hohen Gräser und den Wald zum noch recht jungen Lavafeld (1992), wo wir uns in aller Ruhe umschauten, über die dunklen Lavabrocken kletterten und die ganze Szenerie auf uns wirken ließen.Weg zum Lavafeld Gegen 12 Uhr brachen wir zu einer kleinen Spritztour entlang des Arenal-See auf, entschlossen uns aber wegen der zunehmenden Bewölkung schon bald dazu, lieber einer der Thermen einen Besuch abzustatten. Also nix wie zurück zum Hotel, Badesachen gepackt und hin zur "Baldi Thermae", wo wir erst einmal vom hohen Eintritt (25 USD) geschockt wurden. Wir hatten leider vergessen uns einen Gutschein vom Hotel geben lassen, wodurch der Eintritt nur 15 USD gekostet hätte, handelten den Eintritt aber trotzdem auf 20 USD herunter. Drinnen dann der nächste Touristennepp, denn für ein Schließfach für die Wertsachen mussten wir noch einmal 5 USD bezahlen, die es auch nicht zurückerstattet gab. Davon wollten wir uns den Aufenthalt aber nicht verderben lassen und genossen bis 17 Uhr die verschieden warmen und entspannenden Bäder der Therme. Es hier war zwar alles ganz nett, aber das hohe Eintrittsgeld im Grunde nicht wert. Zurück im Hotel machten wir es uns wieder einmal auf der Terrasse bequem, schrieben unsere Postkarten und schauten fasziniert zu, wie sich die Wolken - genauso wie gestern - am Vulkan verzogen und erneut den Blick auf ein einmaliges Lavaspektakel freigaben. Und heute legte sich der Arenal mal so richtig ins Zeug :-) Einfach unbeschreiblich!! Um 19 Uhr war jedoch wieder Schluss mit dem freien Blick auf die atemberaubende Vorführung. Inzwischen hatten wir uns zu einem Besuch des Tortuguero Nationalparks entschieden und daher rief ich bei der deutschen Biologin Barbara Hartung an, um zu fragen, wann sie mal wieder Zeit für eine geführte Tour hätte. Glücklicherweise hatte sie ab morgen wieder ein paar Führungen, denen wir uns anschließen konnten. Sie war extrem hilfsbereit, kümmerte sich um ein günstiges Hotel in Tortuguero und erklärte mir auch die beste Möglichkeit, um mit dem Mietwagen zum Bootsableger in La Pavona zu kommen. Damit war also das Programm für die nächsten Tage geklärt und wir freuten uns wirklich sehr darüber, dass wir mit Barbara eine der besten Guides für den Nationalpark bekommen hatten. Jetzt war es aber Zeit für das Abendessen und da wir ja nicht nur von Hot Dogs leben wollten, entschlossen wir uns zum Steak-House um die Ecke zu fahren. Dort genossen wir ein super Essen und einen tollen Service in netter Atmosphäre und rollten uns schließlich gegen 22 Uhr sattgefuttert ins Bett.

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17. Tag (Mo., 02.10.2006):
Der Tag startete wie so viele zuvor mit frühem Aufstehen und Sachen packen. Da das Frühstück hier im Hotel eh nicht so toll war, brachen wir dieses mal um 6:30 Uhr ohne eine morgendliche Stärkung in Richtung Cariari auf. Die Sonne lachte und es war ordentlich warm und deswegen wollten wir unterwegs einen kleinen Abstecher zum höchsten Wasserfall des Landes machen, dem Cascada del Toro. Laut unserer Karte hätte der Wasserfall kurz hinter der Abzweigung von der Hauptstraße bei Rio Cuarto sein sollen, aber nachdem wir ca. 25 km der Nebenstraße ohne irgendwelche Anzeichen eines Wasserfalls gefolgt waren, drehten wir etwas enttäuscht um und folgten der Hauptstraße weiter nach Puerto Viejo, wo wir uns am Postamt unserer Postkarten entledigten. Auf der Weiterfahrt nach Cariari gerieten wir in zwei Radarkontrollen - die Burschen mit der Radarpistole sind wirklich extrem spät zu sehen - und wurden auch prompt einmal angehalten. Wir sollen angeblich mit 93 km/h unterwegs gewesen sein, wo nur 60 erlaubt sind, dabei war die Geschwindigkeitsbegrenzung schon lange aufgehoben. Dafür sollten wir nun bitte 50 USD in bar zahlen. Ich hatte mich ja bereits vor der Reise über die Machenschaften der Polizei erkundigt und wusste daher, dass die Polizisten überhaupt kein Bargeld kassieren dürfen. Ich tat also so, als ob ich nur die Hälfte verstehen würde und bat die Polizisten unser Strafticket bitte wie vorgesehen an die Mietwagenagentur zu schicken. Darauf wollten die sich natürlich nicht einlassen und gingen sogar noch etwas mit dem Bußgeld herunter. Ich beharrte aber freundlich auf meine Vorgehensweise und irgendwann war es den Beamten wohl zu blöd bzw. sie erkannten dass es bei uns kein Geld zu holen gab und so ließen sie uns dann doch nur mit einer netten Ermahnung weiterfahren.Bootsfahrt zum Nationalpark Tortuguero Gegen 11 Uhr kamen wir am Busbahnhof in Cariari an (hier war ja der Bär los!), von wo die Busse zu den kleinen Bootsablegern abfuhren, welche aber auf keiner Karte verzeichnet waren. Deshalb beherzigten wir den Tipp von Barbara und hingen uns um 12 Uhr an den Bus dran, der in einer 1stündiger Fahrt bis zum Bootsableger in La Pavona fuhr. Alleine hätten wir den Weg hierher nie im Leben gefunden. Den Mietwagen stellten wir auf dem wohl teuersten Parkplatz in Costa Rica ab (10 USD/Tag) und legten kurz darauf mit dem Boot von Clic-Clic (5 USD) nach Tortuguero ab. Die schöne Bootsfahrt dauerte ca. 75 Minuten und führte uns zuerst durch kleine beschauliche Seitenarme und anschließend über die großen Hauptkanäle entlang des Regenwalds bis zum gleichnamigen Ort im Nationalpark Tortuguero. Dort wurden wir bereits am Steg von Barbara erwartet und sie brachte uns auch direkt zu unserem Hotel "Cabinas Miriam 2" mit einfachen aber ordentlichen Zimmern. Wir hatten mit Barbara für die gesamte Aktion einen Komplettpreis von 90 USD vereinbart (inkl. 3 Führungen, Eintritt in den Nationalpark, Hotelübernachtungen, Frühstück und Abendessen).Der Strand von Tortuguero Da das Hotel von Barbara bevorzugt wurde, trafen wir hier auch fast ausschließlich deutschsprachige Leute (Deutsche, Österreicher und Schweizer) an. Zwei von den Pärchen waren sogar in den Flitterwochen, was natürlich die Erinnerungen an unseren eigenen Honeymoon auf den Seychellen weckte :-) Bis zur geplanten Vorbesprechung zwecks Schildkrötenbeobachtung mit Barbara hatten wir noch etwas Zeit und schauten uns daher ein wenig in dem kleinen Örtchen und am Strand um. Am frühen Abend erfuhren wir dann die richtigen Verhaltensregeln (nur Rotlicht, wenig Geräusch, keine Fotos, etc.) für die nächtliche Tour an den Strand, wo wir mit etwas Glück die seltenen Grünen Meeresschildkröten bei der Eiablage beobachten könnten. Danach gab es erst einmal ein leckeres Abendessen und gegen 20 Uhr brachen wir schließlich mit unserer Gruppe auf. Überall am Strand waren Ranger bzw. Guides unterwegs, um zu schauen wo die Schildkröten aus dem Wasser kamen und um einen (für die Tiere) störungsfreien Ablauf zu gewährleisten. Wir hatten dann tatsächlich das große Glück eine der riesigen Schildkröten aus nächster Nähe bei der Eiablage beobachten zu können (wenn die Tiere erst einmal damit begonnen haben, dann sind sie wie in Trance). Wieder einmal ein unvergessliches und eindrucksvolles Erlebnis, an das wir noch lange zurückdenken werden! Allerdings wurden wir auch mit der schrulligen und oberlehrerhaften Art von Barbara konfrontiert. Während sie schon beim kleinsten Flüstern innerhalb der Gruppe vehement zur Ruhe ermahnte, schwatze sie selber ziemlich lautstark durch die Gegend und eilte hektisch hin und her. Voll mit frischen Eindrücken kamen wir um 22 Uhr zurück zum Hotel und legten uns nach dem langen Tag auch direkt schlafen.

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18. Tag (Di., 03.10.2006):
Heute standen zwei weitere Touren im Nationalpark TortugueroReiher im Nationalpark an (per Kanu und zu Fuss). Da die Kanutour bereits sehr früh am Morgen starten sollte, konnte wir wieder einmal nur bis kurz nach 5 Uhr schlafen, denn bereits um 5:45 Uhr brachen wir mit zwei Kanus zur Erkundung der Wasserlandschaft des Nationalparks auf. Hier war selber paddeln angesagt, was mir deutlich besser gefiel als die Massenabfertigung in den Motorbooten der großen Lodges, die vor allem mit ihrem unangebrachten Motorenlärm auf sich aufmerksam machten und die Ruhe des Schutzgebietes störten. Nichts desto trotz bekamen wir auf unserer 3stündigen Tour eine Menge Vögel, Faultiere, Kaimane und Affen zu sehen und hatten dabei eine Menge Spass. So viel sie auch über die Flora und Fauna zu erzählen wusste, so war Barbaras Art inzwischen doch etwas nervig geworden. Auf der Fahrt zurück zum Ort bekamen wir auch gleich noch einen typischen tropischen Regenschauer zu spüren (sehr kurz aber umso heftiger), der uns bis auf die Knochen durchnässte aber ebenso erfrischte :-)Giftige Palmviper im Nationalpark Tortuguero Zurück im Hotel hatten wir dann Gelegenheit unser Frühstück nachzuholen und uns etwas auszuruhen, bevor es bei mittlerweile wieder schönem Wetter gegen 11 Uhr zu Fuss zur Waldtour durch den südlich gelegenen Nationalpark ging. Während der 2 Stunden im Regenwald bekamen wir neben Spinnen, Echsen und Affen vor allem auch drei giftige Palmvipern zu Gesicht, was natürlich vor allem Tina und mich erfreute :-) Schade, ausgerechnet heute hatte ich meinen Schlangenstock im Hotel gelassen, aber die Benutzung hätte Barbara wohl eh nicht zugelassen. Der Trip nach Tortuguero hatte sich aber trotzdem absolut gelohnt und kann nur zur Nachahmung empfohlen werden! Im Hotel spannten wir etwas aus und spazierten später noch für 1 Stunde am Strand entlang. Wir konnten bei dieser Gelegenheit leider keine frisch geschlüpften Schildkröten beobachten, sondern entdeckten nur ein paar verendete Jungtiere. Gegen 18 Uhr bezahlten wir Barbara mit der vereinbarten Summe aus und genossen bei netten Gesprächen mit den anderen Gästen ein leckeres Abendessen im Hotel. Mit einem Pärchen aus Österreich gönnten wir uns im "Buddacafe" im Ort noch ein paar Bierchen bevor wir uns müde ins Bett verkrochen.

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19. Tag (Mi., 04.10.2006):
Schlaf, was ist das? Um kurz vor 5 Uhr war es damit zumindest wieder vorbei und wir packten unsere Sachen für die Abreise zusammen.Bananenplantage Tina schaute in der Zwischenzeit nochmal am Strand nach jungen Schildkröten, wurde aber wieder nicht fündig. Wir hatten beschlossen zusammen mit dem Paar aus Österreich (Ulrike + Raimund) nach Puerto Viejo südlich von Cahuita zu fahren und dort mindestens eine Nacht zu verbringen. Um 6 Uhr nahmen wir alle Mann das Wassertaxi zurück nach La Pavona und fuhren von dort aus mit unserem Mietwagen zurück nach Cariari. Dank des gespeicherten Hinweges im GPS-Gerät war das Finden des richtigen Weges vorbei an den Bananenplantagen der großen Firmen (Delmonte, Chiquita, etc.) diesmal auch kein Problem. Auf der Weiterfahrt nach Puerto Limon machten wir kurz hinter Cariari an einem kleinen Soda zwecks Frühstück eine Pause und setzten anschließend unsere Fahrt zur Hafenstadt fort (unterwegs 3 Radarfallen!). Hier füllten wir an einer Bank nur schnell unsere Bargeldkasse etwas auf und folgten dann der Straße nach Süden an der Küste entlang bis nach Puerto Viejo, wo wir gegen 13 Uhr ankamen.Faultier im Nationalpark Cahuita Uli und Raimund hatten sich hier bereits im Vorfeld ein Zimmer im Hotel "Cabinas Tropical" am Ende des Ortes gebucht (35 USD) und als wir die schönen Zimmer mit Kühlschrank, Terrasse und Hängematte sahen, schlossen wir uns dieser Entscheidung spontan an und nisteten uns hier für eine Nacht ein.Relaxmöglichkeit auf unserer Terrasse Während sich anderen beiden ausruhen wollten, fuhren Tina und ich mit dem Wagen zurück bis nach Cahuita, wo wir ein wenig im Nationalpark Cahuita wandern wollten. An dieser Seite des Parks gab es keinen offiziellen Eintritt, sondern man konnte ein freiwillige Spende geben. Während der nächsten zwei Stunden spazierten wir auf dem Weg nahe am Strand entlang durch den Nationalpark und entdeckten dabei 2 Faultiere, einige Affen und etliche farbenprächtige Riesenkrabben. Ein schöner Kurzausflug, den wir wegen dem einsetzenden Regen etwas früher als geplant beendeten. Gegen 17 Uhr kamen wir wieder im Hotel an und ich genoss zusammen mit Raimund ein paar Bier auf der Terrasse, während die Mädels ein wenig shoppen gingen. Nach deren Rückkehr waren wir zusammen zum Abendessen im "El Parquecito", wo das Essen zwar hervorragend, aber dafür auch zu teuer war. Daher nahmen wir als Absacker auch lieber wieder unsere selbstgekauften Getränke auf unserer Terrasse im Hotel ein. Es war ein wirklich lustiger Abend aber gegen 22 Uhr holte uns dann schließlich unsere Müdigkeit ein und trieb uns ins Bett.

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20. Tag (Do., 05.10.2006):
Wir schliefen heute mehr oder weniger bis 7 Uhr aus, schlürften genüsslich einen Kaffee auf unserer Veranda und warteten bis auch Uli und Raimund aus dem Bett krochen. Während die zwei noch ein paar Tage hier in Puerto Viejo verbringen wollten, zog es uns zurück ins Valle Central und daher wollten wir wenigstens noch einmal zusammen frühstücken gehen.Strand in der Nähe von Cahuita Dazu entscheiden wir uns für das "Pan Pay" im Ort - eine gute Wahl, denn das Essen war richtig lecker in einer netten Atmosphäre. Während Tina und Uli noch ein Stündchen am Strand verbrachten, verkroch ich mich noch einmal in die Hängematte. Um 11 Uhr hieß es Abschied nehmen und Aufbruch zur langen Fahrt Richtung Valle Central. In einem Bericht auf VOX hatten wir vor unserem Urlaub von einem ausgefallenen Hotel im Steinzeitlook gehört, welches sich neben den "Waterfall Gardens" befinden sollte. Preislich lag es angeblich bei 75-90 USD, aber diesen Luxus am Ende der Reise wollte ich Tina noch einmal gönnen. Die sehr lange Autofahrt ging wieder vorbei an Puerto Limon, Las Horquetas und dem Wasserfall La Paz und wurde nur von einem kleinen Stopp an einem Supermarkt unterbrochen. Der Weg war am Stück doch weiter als wir dachten und wir kamen erst kurz vor der Dämmerung gegen 16:45 Uhr am besagten Hotel "Peace Lodge" an. Hier wartete dann doch die erste Enttäuschung des Urlaubs auf uns, denn so traumhaft schön die Zimmer auch mit Kamin und kleinem Wasserfall im Badezimmer waren, so gesalzen waren auch die Preise. Anstelle von den bei VOX genannten ca. 90 USD wollte man hier - trotz Nebensaison - mehr als 200 USD für eine Nacht haben! Das übertraf ja sogar die Drake Bay um Längen und zur Bezahlung eines solchen Wucherpreises hatten wir absolut keine Lust. Daher musste wir schnell umdisponieren und entschieden uns kurzentschlossen für das "Hotel Buena Vista" etwas weiter in Richtung Alajuela, wo wir schließlich eine halbe Stunde später im Dunkeln ankamen. Es handelt sich hierbei um ein etwas größeres Hotel in einem schönen Gebäude mit Pool, Restaurant und Kaffe- und Obstplantagen am Hang. Die Zimmer (65 USD) waren typisch amerikanisch und gut ausgestattet, aber für die Verhältnisse auch etwas zu teuer. Wir hatten aber auch keine Lust mehr noch großartig im Dunkeln weiter auf Zimmersuche zu gehen und da das Hotel in günstiger Entfernung zum Flughafen lag, würden wir hier unsere letzten beide Nächte in Costa Rica verbringen. Zum Abendessen gab es ein paar Hot Dogs auf dem Zimmer und anschließend noch ein paar Drinks an der Hotelbar, wo wir eine Menge Spass mit dem Barkeeper hatten. Um 21 Uhr war aber Schluss für uns und es folgte der müde Gang ins Bett.

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21. Tag (Fr., 06.10.2006):
Wir schliefen in Ruhe aus und stärkten uns mit einem eher amerikanischen Frühstück (kein Wunder bei einer US-Leitung des Hotels).Ochsenkarren in Sarchi Das Wetter war einfach traumhaft und während Tina sich ein paar Stunden faul auf der Wiese mit Blick auf das Tal sonnte, erkundete ich ein wenig die benachbarten Plantagen. Um 12:30 Uhr war Tina dann endlich genug geröstet und wir starteten mit dem Wagen zu einem Ausflug nach Sarchi. Auf dem Weg dorthin verfuhren wir uns wieder einmal ein klein wenig, kamen dann aber doch irgendwann im Örtchen an, der vor allem durch seine vielen Souvenirgeschäfte besticht. Nach einem kurzen Blick auf den großen bemalten Ochsenkarren vor der Kirche (ansonsten einziges Highlight im Ort), kehrten wir in einem netten Laden zu Kaffee und Kuchen ein, kauften schließlich doch noch ein paar kleine Andenken und machten uns im Regen auf den Heimweg zum Hotel. Kurz nach Sarchi kamen wir dann noch in unsere letzte Polizeikontrolle des Urlaubes. Die Polizisten wollten aber nur mal kurz den Führerschein sehen - zum Glück, denn die restlichen Wagenpapiere hatte ich dummerweise im Hotel vergessen. Im Hotel angekommen packten wir in Ruhe unsere ganzen Sachen für die morgige Abreise zusammen, aßen im Hotel zu Abend und machten es uns noch für ein paar Drinks an der Bar bequem. Die Regenwolken hatten sich mittlerweile auch verzogen und gaben einen schönen Blick frei auf das große Lichtermeer der Städte unten im Tal. Das war er also, unser letzter Abend in Costa Rica *snief*

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22. Tag (Sa., 07.10.2006):
Heute mussten wir nun also dem Land Costa Rica nach drei wunderschönen und unvergesslichen Wochen auf Wiedersehen sagen. Wir konnten geruhsam ausschlafen und frühstücken gehen, ließen uns dabei auch Zeit und checkten erst um 10 Uhr im Hotel aus. Mit unserem treuen Geländewagen fuhren wir zum Büro von unserer Mietwagenfirma ADOBE nahe des Flughafens, wo nach insgesamt 2.600 gefahrenen Kilometern die Rückgabe von unserem ziemlich verdreckten und mit neuen Macken versehenen Auto - die drei Wochen sind wahrlich nicht spurlos an ihm vorüber gegangen - schnell und problemlos verlief. Ein Mitarbeiter des Büros brachte uns anschließend mit einem Wagen zum Flughafen. Hier waren zunächst einmal die 26 USD Flughafensteuer fällig und danach erfolgte die gewohnte Check-In-Prozedur. In den Duty-Free-Läden (etwas Rum etc.) und auf der Futtermeile im Flughafen hauten wir unsere letzten Colones auf den Kopf und warteten geduldig auf unseren Abflug nach Atlanta, der mit leichter Verspätung um 14:15 Uhr erfolgte. Bei der bereits verspäteten Ankunft in Atlanta gab es zudem noch mehr Verzögerung beim Gate und bei der Paßkontrolle, wodurch die Zeit für das problemlose Erreichen unseres Anschlussfluges nach Paris etwas knapp wurde. Wir waren eigentlich davon ausgegangen, dass wir unser Gepäck - wie auch schon beim Hinflug - am Kofferband abholen und neu einchecken mussten ( so wurde es uns auch beim Check-In in San Jose gesagt). Das schien jetzt aber nicht der Fall zu sein, denn von unseren Rucksäcken war weit und breit nichts zu sehen. Ein Mitarbeiter vom Flughafen erklärte uns, dass sie höchstwahrscheinlich bereits in den anderen Flieger umgeladen worden wären. Na toll, wo sollten wir denn nun mit unseren 2 Flaschen Rum hin, denn im Handgepäck durften wir diese auf gar keinen Fall mit an Bord nehmen. Mein Versuch die 2 Flaschen noch als Hauptgepäck (in einer Plastikwanne) am Delta-Schalter aufzugeben scheiterte am sturen Sicherheitspersonal, das mir deutlich zu verstehen gab, dass ich mich hinten an der langen Schlange anstelle müsse und ich dadurch mit Sicherheit meinen Flug verpassen würde. Nettes zureden half da auch nicht weiter, denn die Beamten waren scheinbar nur darauf aus, dass ich die Flaschen mit dem Rum einfach stehenliess und sie sich damit einen netten Abend machen könnten :-( Mir blieb leider auch gar keine andere Wahl, denn unseren Flieger wollte wir wegen dem Fusel sicherlich nicht verpassen. Saupack, sollten sie doch am Rum ersticken und die Pest sie holen! Wir machten uns also auf durch die Sicherheitskontrolle und weiter zum Gate, wo wir allerdings erneut warten mussten und erst mit 30minütiger Verspätung mit Ziel Paris abhoben. Es folgte ein unspektakulärer und typische Langstreckenflug.

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23. Tag (So., 08.10.2006):
Diese 30 Minuten Verspätung holten wir aber auf dem kompletten Flug nicht mehr auf und dadurch wurde es nun auch mit unserem Anschlussflug nach Frankfurt verdammt eng. Das hatte scheinbar auch das Flughafenpersonal gemerkt und wir wurden bereits am Flugzeugausgang auf dem Rollfeld erwartet und zusammen mit noch ein paar anderen Passagieren in Autos zu einem speziellen Gate gebracht und quer durch den Flughafen zu einer extra für uns geöffnete Zollkontrolle geschleust. Was wohl mit unserem Gepäck wäre? Somit kamen wir jedenfalls pünktlich an unserem Abfluggate an, wo wir - wie sollte es auch anders sein - doch noch 30 Minuten auf unseren Abflug warten mussten. Die Landung in Frankfurt war dann komischerweise aber pünktlich und zu unserer großen Freude war auch unser Gepäck mit auf dem Band. Super, so konnten wir ohne eine weitere Verzögerung an einem sonnigen Herbsttag zurück nach Hause fahren, wo wir bereits sehnsüchtig von unserem Sofa erwartet wurden. Die dreckige Wäsche und das ganze andere Zeug konnten auch bis morgen warten.


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