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Reich der 1000 Inseln


Unterwegs in Asiens Inselparadies
(01.10.2005 - 23.10.2005)


2. Teil 2. Teil

1. Teil

Planung:
Freunde von uns waren schon öfter zum Tauchen auf Bali und schwärmten uns solange davon vor, dass wir beschlossen im nächsten Urlaub nach Indonesien zu fliegen. Schwerpunkt sollte dabei aber nicht unbedingt das Tauchen sein, sondern viel mehr Land und Leute. Ausserdem wollte ich die Gelegenheit dazu nutzen, um mir einen Traum zu erfüllen und endlich einmal die Komodo-Warane in freier Wildbahn zu erleben. Weil sie zu dem Zeitpunkt extrem günstig waren, buchten wir die Flüge für unsere Reise bereits im Februar (Malaysian Airlines). Besagte Freunde empfahlen uns auch noch ein nettes Hotel in Legian, welches wir schon im Vorfeld für die ersten und letzten beiden Nächte unserer Reise buchten. Dieses mal sollten auch bessere Unterwasseraufnahmen als auf den Seychellen herauskommen und deswegen lieh ich mir von einem Freund die passende Ausrüstung dafür aus (noch mal vielen Dank an Matthias). Weil ich meinen Wagen nicht die nächsten Wochen in Frankfurt stehen lassen wollte, besorgte ich einen Tag vorm Abflug einen Mietwagen bei Sixt, den ich am Flughafen wieder abgeben konnte.


1. Tag (Sa., 01.10.2005):
Morgens um 7 Uhr beluden wir unseren One-Way-Mietwagen mit den gepackten Rucksäcken und machten uns auf den Weg zum Frankfurter Flughafen. Das miese Wetter verstärkte nur unseren Wunsch endlich von hier wegzukommen. Auf der Besucherterrasse gönnten wir uns noch einen Prosecco, bevor unser Flieger pünktlich um 13 Uhr Richtung Kuala Lumpur abhob. Das Flugzeug war zwar rappelvoll, aber das Platzangebot bei Malaysian Airlines war selbst für mich absolut ausreichend. Ich brauchte mir in den kommenden 12 Stunden also nicht die Beine verknoten und auch das englische Filmangebot liess nichts zu wünschen übrig, so dass man die lange Flugzeit gut überbrücken konnte :-)

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2. Tag (So., 02.10.2005):
Nach der Landung in Kuala Lumpur bekamen wir leider den ersten Dämpfer für unsere Urlaubsfreude. In den Nachrichten von CNN erfuhren wir von dem Bombenanschlag mit 36 Toten am Vorabend auf Bali :-( Tina hatte schon eigentlich keine Lust mehr auf Indonesien und wollte am liebsten in Malaysia bleiben. Nichts desto trotz nahmen wir den Flug nach Bali und landeten 3 Stunden später auf der vom Terror geplagten Insel. Bei der Einreise bezahlten wir unser Visum (25 USD), holten uns Rupien am ATM-Automaten (wow, wir sind jetzt Millionäre), suchten unser Gepäck zusammen und kämpften uns den Weg durch die Menschenmenge nach draußen. Eigentlich wollte uns ja jemand vom Hotel abholen, aber unsere Namen waren auf keinem der Schilder.Hotel Adika Sari Egal, wir nahmen uns einfach für 35.000 IDR ein Taxi (Ticket am Taxi-Schalter rechts vom Ausgang holen; Festpreise) zum Hotel in Legian. Das "Adika Sari" entpuppte sich als sehr schöne Bunglow-Anlage mit großen Pool und tollen Zimmern (230.000 IDR). Dort erfuhren wir auch, dass der Chef persönlich am Flughafen steht und auf uns wartet (er war wohl einfach zu spät dran). Ich bat den Jungen von der Rezeption sich mal wegen einem dreitägigen Aufenthalt auf Flores inklusive Tauchgängen und Besuch von Komodo zu erkundigen. Damit sich in der Heimat wegen dem Anschlag niemand Sorgen um uns machen musste, erfolgte die obligatorische Entwarnung bevor wir zu einer kurzen Shopping-Tour durch Legian aufbrachen um das nötigste zu besorgen (Wasser, Obst, Sarongs, etc.). Das Wetter war super aber wir mussten uns erst einmal an das schwüle Klima gewöhnen. Vom Hotel aus organisierten wir uns schließlich einen Fahrer, der uns am Nachmittag zum Küstentempel Pura Tanah Lot (3.300 IDR) brachte.Pura Tanah Lot bei Sonnenuntergang Hier wurden wir zum ersten Mal mit dem Überangebot an Souveniershops konfrontiert, die man auf dem Weg zum Tempel alle passieren musste. In dieser Gegend sollen ja auch die giftigen Nattern-Plattschwänze vorkommen, aber trotz intensiver Suche entlang der Fels- und Korallenspalten war die tote Touristenschlange scheinbar die einzige in der Gegend. Auf einer der Besucherterrassen am Rand der Klippen genossen wir anschließend einen traumhaften Sonnenuntergang. Wenn man einmal das Zusammenspiel von Feuerball und Tempelkulisse gesehen hat, weiss man warum dies ein absoluter Höhepunkt einer Balireise ist :-) Unse Privatfahrer brachte uns danach zurück zum Hotel und erklärte uns unterwegs die momentane Benzinpreis-Situation auf Bali (der Preis wurde am 1. Oktober um das doppelte erhöht!), was sich natürlich auch auf die Fahrpreise von Taxen auswirkte. Nichts desto trotz buchten wir unseren Fahrer für den kompletten morgigen Tag (350.000 IDR), an dem wir uns ein paar touristische Highlights der Umgebung anschauen wollten. Für das Abendessen suchten wir uns den "Padma Club" in Legian aus, wo wir Unmengen von Meeresfrüchten (Langusten, Krabben, Krebse, Tintenfisch, Snapper, etc.) vedrückten. Das Essen war extrem lecker aber leider auch sehr teuer (zumindest für indonesische Verhältnisse). Im Anschluss daran gönnten wir uns noch ein paar Drinks vor einem Supermarkt, der auch Tische nach draußen gestellt hatte. Eine super Idee, denn direkt gegenüber war eine Bar mit Live-Musik :-) Im Hotel bekam ich von der Rezeption die gewünschte Preisinformation bzgl. Flores. Uns sollte der ganze Ausflug dorthin und damit zu den Komodo-Waranen insgesamt 385 USD pro Person kosten (inkl. Flügen und Tauchgängen)! Das kam uns natürlich erst einmal viel zu teuer vor, weswegen wir den Trip nach Flores weiter nach hinten schoben. Nach einer kurzen Erfrischung im Pool fielen wir müde ins Bett.

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3. Tag (Mo., 03.10.2005):
Gegen 8 Uhr standen wir auf und genossen das herrliche Hotel-Frühstück (Auswahl per Karte). Mir machte meine Nase ein wenig Sorgen, denn ich hatte scheinbar eine Nebenhöhlenentzündung und damit wäre das Tauchen im Urlaub gefährdet. Mit unserem Fahrer ging es zunächst zu einer Barong-Vorführung (Tempeltanz, 50.000 IDR), welche zwar voll für Touristen ausgelegt, aber insgesamt ganz nett war.Pura Ulu Watu Von dort aus starteten wir die klassische Touristen-Tempel-Tour. Zunächst ging es in den Süden der Insel zum Pura Ulu Watu (3.000 IDR, hier sollte man auf gar keinen Fall einen Führer nehmen, da diese am Ende einen unverschämt hohen Geldbetrag - bis zu 50.000 IDR - erwarten!). Die Tempelanlage auf den Klippen ist ganz nett und hier trafen wir auch auf die ersten Affen, die überall im Tempel umherstreiften. Unser nächstes Ziel war der Pura Sadha zwischen Denpasar und Tabanan, wo wir gegen Mittag ankamen. Hier war anstatt eines Pflicht-Eintritts nur eine freiwillige Spende fällig. Der Tempel wurde gerade für ein bevorstehendes Fest geschmückt und präsentierte sich damit von seiner schönsten Seite. Touristen trafen wir hier keine an und die freundlichen Leute ließen uns in Ruhe das gesamte Tempelinnere mit all seinen Opferaltaren und Götterstatuen erkunden.Gottheit im Pura Sadha An einem Straßenstand deckten wir uns mit frischen Obst ein bevor die Fahrt weiter zum Pura Alas Kedaton (3.300 IDR) ging. Die Attraktion war hier allerdings nicht der (nicht begehbare) Tempel, sondern die Horden von friedlichen Affen die den umliegenden Wald bevölkern und die Kolonie von Fruchtfledermäusen. Ob wir nun wollten oder nicht, heftete sich firekt am Eingang ein Guide an unsere Fersen, um uns nach dem Besuch des Affenwaldes zu seinem Shop zu bringen, wo wir aus Dankbarkeit etwas kaufen sollten (man muss aber absolut kein schlechtes Gewissen haben, wenn man nichts kauft!). Alles in allem ein schönes Erlebnis! Unser Fahrer brachte uns von hier aus nach Mengwi zum Pura Taman Ayun (3.000 IDR), nach dem Pura Besakih der wichtigste Tempel auf Bali. Pura Taman AyunDas Tempelinnere mit seinen Pagoden ist für Ungläubige zwar nicht zu besichtigen, aber auch von außen kann man den schönen Anblick auf die von Wasser umgebene Anlage genießen und auch ein Spaziergang durch den umliegenden Park lohnt sich. Nach dem Bummel durch die Anlage kauften wir am Straßenrand ein paar Stücke Jackfruit, von deren klebrigem Fruchfleisch Tina sofort hellauf begeistert war (ich kannte sie bereits aus Madagaskar). Obwohl unser Fahrer davon abriet, fuhren wir anschließend zum Affenwald in Sangeh (10.000 IDR), wo angeblich die aggresivsten Affen Balis zu Hause waren. Tina war von den Schauergeschichten so eingeschüchtert, dass ich mich alleine mit dem Pflicht-Guide auf den Weg machen musste. Die ganzen Horrorgeschichten kann ich jedenfalls nicht bestätigen, denn es war alles ziemlich harmlos. Das einzig aggressive waren hier die Verkäufer an den unzähligen Souveniershops auf dem Rückweg zum Parkplatz, die mir alles mögliche aufschwatzen wollten. Da half nur eine Abkürzung querfeldein ;-) Tina war todmüde und verschlief beinahe den gesamten Rückweg zum Hotel, wo wir gegen 17 Uhr ankamen. Ich bat die Rezeption sich nach Flügen nach Flores zu erkundigen und als Alternative auch gleich die Buspreise nach Ubud einzuholen. Den Rest des Nachmittages verbrachten wir am Strand von Legian, wo wir uns wieder einmal einen malerischen Sonnenuntergang anschauten. Im Hotel erfuhren wir anschließend, dass alle Flüge nach Flores ausgebucht wären, weswegen wir uns entschieden am nächsten Tag mit dem Bus nach Ubud zu fahren (50.000 IDR). Zum Abendessen suchten wir uns dieses mal den "Legian Snack" aus, wo wir zu günstigen Preisen extrem leckeres indonesisches Essen bekamen. Danach war natürlich wieder ein Absacker vor unserem Supermarkt angesagt, bevor wir unser Bett rufen hörten.

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4. Tag (Di., 04.10.2005):
Bereits um 7 Uhr hiess es für uns Aufstehen und Rucksäcke packen. Nach dem leckeren Frühstück checkten wir im Hotel aus und wurden mit einem kleinen Shuttle-Bus zum eigentlich Bus (der total voll war) in Kuta gebracht, mit dem es schließlich bis nach Ubud ging.Bungalow im Sagitarius Inn Von der Haltestation etwas außerhalb des Ortes nahmen wir zwei Mopeds bis zum "Sagitarius Inn" in der Monkey Road, welches uns ebenfalls Freunde empfohlen hatten. Die Fahrt auf den zwei kleinen Dingern mit all unserem Gepäck war schon ein Abenteuer für sich :-) Das Bungalow-Hotel hatte ebenfalls eine schöne Gartenanlage mit Pool und wir quartierten uns hier trotz des hohen Preises (300.000 IDR mit AC; wollten erst 400.000 haben) für die nächsten zwei Tage ein. Gegen Mittag brachen wir zum Monkey Forest (10.000 IDR) am Ende der Strasse auf. Der Affenwald mit seinen (meist) friedlichen Affen ist die Touristenattraktion von Ubud. Wir statteten den Affen am Hauptplatz einen kurzen Besuch ab und erkundeten dann erst einmal den kompletten Wald mit seinen Hirschgehegen und den zwei Tempelanlagen. Vor allem vom Tempel der Heiligen Quelle unten am Fluss waren wir einfach nur begeistert, denn schon beim Überqueren der von Lianen umgebenen 'Schlangenbrücke' fühlten wir uns wie in einem Indiana Jones-Film.Im Affenwald von Ubud Auf dem schmalen Pfad entlang des Flusses entdeckte Tina schließlich auch unsere erste Schlange des Urlaubs, die sich jedoch im Unterholz nicht einfangen liess. Anschließend schauten wir einer ganzen Weile lang dem lustigen Treiben der Affen am Hauptplatz zu, bevor wir durch die Strassen von Ubud schlenderten. Das Straßenbild war geprägt von Souvenier-, Kunst- und Handwerkläden, was auf Dauer jedoch ziemlich eintönig wirkte. Im Tourist Office besorgte ich mir eine detaillierte Wanderkarte der Umgebung, die ich für die morgige Wanderung zum Pura Gunung Kawi brauchen würde. Wir machten noch ein paar Besorgungen auf dem Markt und schauten uns anschließend ein paar Tempel und die Residenz der Fürstenfamilie in Ubud an. Zurück im Hotel machten wir einen groben Plan für die nächsten Tage. Morgen früh würde ich mich zu Fuss zu den Heiligen Quellen bei Sebatu aufmachen, während Tina sich ein Wellness-Verwöhnprogramm bei "Eve" gönnen würde. In den kommenden Tagen sollte unsere Reiseroute über den Batur-See (inkl. Vulkanbesteigung) und Lovina Beach (Delfinbeobachtung) nach Padang Bai zum Tauchen führen. Der Junge von der Rezeption war so freundlich für mich zu prüfen, ob meine gewünschten Hotels für die nächsten Tage frei waren. Gleichzeitig kümmerte er sich auch um einen Fahrer für den Weg übermorgen zum Batur-See. Nach einem durchschnittlichen Abendessen im Restaurant "Diana" ließen wir den Tag bei ein paar Bier auf unserer Terrasse ausklingen.

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5. Tag (Mi., 05.10.2005):
Während Tina noch liegen bleiben konnte, machte ich mich bereits gegen 6:30 Uhr auf den Weg zum Pura Gunung Kawi bei Sebatu (nicht zu verwechseln mit dem Gunung Kawi). Tina würde sich nach dem Ausschlafen bei "Eve" 5 Stunden lang mit einem Wellness-Komplett-Paket (325.000 IDR) verwöhnen lassen.Auf dem Weg nach Norden Von Ubud aus marschierte ich entlang der Straße (die mit signierten Pflastersteinen) rechts vor dem Tempel der Weisheit zu den Reisfeldern im Norden der Stadt, wo die Strasse in einen Palmengesäumten Pfad überging, der schon bald an einem kleinen Fluss bzw. Graben verlief. Auf der der Kuppe eines kleinen Hügels wendete ich mich nach rechts und wanderte weiter durch die wunderschönen Reisfelder. Bald darauf passierte ich das "Matahari Lumbung" und erreichte nach ca. 1 Stunde Fussmarsch den kleinen Ort Kelebangmoding. In diesem verträumten Ort wuschen sich die Leute morgens noch im Fluss und die kleinen Tempelanlagen wurden für ein bevorstehendes Fest vorbereitet. Touristen kamen hier bisher wohl nicht viele vorbei und so war das Interesse der freundlichen Einwohner recht gross. Als sie hörten wohin mich mein Weg führen sollte, staunten sie nicht schlecht und wünschten mir alles Gute. Es schien wohl doch weiter zu sein als ich dachte. Am Ende des Dorfes bog ich an der T-Kreuzung nach rechts ab, folgte dem Weg noch ca. 500m weiter bis zur asphaltierten Straße an der ich mich nach links wendete, bis ich schon bald auf eine Strasse mit Mittelstreifen stiess.Reisterrassen bei Ceking Nach links ging es auf dieser Strasse weiter durch die Reisfelder bis diese im Ort Tegallalang direkt an der Hauptstrasse endete (insgesamt ca. 1,5 - 2 Stunden). Hier hatte ich mir dann auch erst einmal eine schöne Erfrischungspause verdient. Entlang der Hauptstrasse führte mich mein weiterer Weg nach Norden zum Ort Ceking, von wo aus man einen atemberaubenden Blick auf traumhaft schöne Reisterrassen hat, die sich entlang einer steilen Hügelkette ziehen. Kurz hinter Ceking bog ich in den Weg nach Pakudui ein (rechts-links den Berg hinauf) und folgte ca. 1 Stunde dem Weg bergauf durch den Wald und das Künstlerdorf bis nach Sebatu. Jetzt nur noch die Kreuzung überqueren und dem Weg den Berg hinunter folgen und nach insgesamt 3,5 Stunden erreichte ich schließlich das Quellheiligtum Pura Gunung Kawi. Von der Strasse aus bot sich ein einmaliger Überblick auf die Anlage, die sich harmonisch in den umgebenen Bergwald einfügt. Am Parkplatz gönnte ich mir zunächt eine längere Verschnaufpause im Schatten und bemerkte erst jetzt, dass ich mir eine riesige Blase gelaufen hatte :-( Mir graute jetzt schon vor dem langen Rückweg.Quellheiligtum Pura Gunung Kawi Zunächst erkundete ich aber die schöne Tempelanlage (4.000 IDR), in der viele Einheimische zum Beten da waren. Es war dabei eine völlig andere (ruhigere und angenehmere) Atmosphäre als in den üblichen Touristen-Tempeln. Ziemlich müde trat ich gegen 11 Uhr den Rückweg an. Da ich aber nicht denselben Weg zurück nehmen wollte, folgte ich der Strasse den Berg auf der anderen Seite hinauf und wendete mich am Kreisverkehr (so etwas gibt es hier auch) nach rechts durch die Reisfelder Richtung Bayad und Tampaksiring. An der nächsten Gablung folgte ich der Strasse nach rechts den Berg hinauf in ein kleines Dorf und an dessem Ende der Hauptstrasse nach links. Der Weg ging nun ständig bergauf und bergab und als ich nach 1 Stunde Tampaksiring erreichte, war ich total fertig und obendrein brachten mich die Blasen an meinen Füßen um. Die Tour war bisher ziemlich anstrengend (oder ich werde einfach alt) und ich war wirklich froh, dass Tina nicht mitgekommen war. Mit dem Laufen sollte jetzt vorerst Schluss sein und im Ort fand ich relativ einfach jemanden, der mich für 50.000 IDR auf seinem Motorrad zurück nach Ubud brachte. Dort besuchte ich noch kurz Tina bei "Eve " (die wollten mich verschwitzt wie ich war erst gar nicht reinlassen) und überzeugte mich davon, dass sie ihr Erholungsprogramm mit Ganzkörpermassage, Peelings, Gesichtsmasken, Blütenbad, Maniküre, Pediküre, Haarmaske, etc. in vollen Zügen genoss. Für mich war es ebenfalls an der Zeit im Hotel die Füße hochzulegen und mich auszuruhen. Gegen 16 Uhr kam Tina frisch wie der junge Morgen zurück und wir genossen den Rest des Tages am Pool, wo ich meine geschundenen Füße etwas gepflegt bekam :-) Nach einem durchschnittlichen Abendessen im Ort fiel ich totmüde ins Bett, während Tina noch Postkarten schrieb.

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6. Tag (Do., 06.10.2005):
Um 7:30 Uhr hiess es aufstehen und Rucksäcke packen. Mit dem Fahrer handelten wir einen Preis von 200.000 IDR für den Weg von Ubud zum Batur-See inklusive Stopp an einem Tempel nördlich vom See.Aufgang zum Pura Tegeh Koripan Der anfängliche Regen hörte zum Glück schon bald auf und so konnten wir die sich bietenden Aussichten während der Fahrt genießen. Vorbei am Batur-See fuhren wir zunächst zum Pura Tegeh Koripan (kein Eintritt), dem höchstgelegenen Tempel auf Bali, der jedoch außer einem langen Treppenaufstieg nichts besonderes bietet. Auf der Hauptstraße ging es anschließend zurück nach Penelokan und von dort aus den Berg hinunter zum Ufer des Batur-Sees, wo wir uns in Toya Bungkah im "Arlinas Bungalows" einquartierten (100.000 IDR). Die Anlage war sehr einfach, aber ansonsten ganz nett. Für Tina war alles zunächst zu einfach, denn sie konte sich mit den vielen Fliegen im Zimmer, den fleckigen Laken und den Ameisen nicht anfreunden, doch nach Einsatz von Allzweckmittel "Peaceful Sleep", unserem Moskitonetz und den Schlafsäcken sah die Welt gleich ganz anders aus.Blick auf den Vulkan Gunung Batur Unser Fahrer bot sich für 350.000 IDR für die morgige Fahrt nach Lovina an, liess jedoch nicht weiter mit sich verhandeln. Da haben wir uns halt jemanden andern für 300.000 IDR gesucht. Nach zähen Verhandlungen haben wir im Ort die Trekking-Tour auf den Vulkan Gunung Batur für 20 USD gebucht (Abzocke!), welche um 4 Uhr in der Früh starten sollte, um bei Sonnenaufgang am Gipfel zu sein. Nachdem wir uns in paar kühle Getränke auf der Terrasse gegönnt hatten, machten wir uns daran den kleinen Ort ein wenig zu erkunden und blieben schließlich am Ufer des Batur-See hängen. Es waren gerade Ferien auf Bali und so tummelten sich unzählige Balinesen am See, um sich mit Angeln und Feiern zu beschäftigen. Es machte wirklich Spass, dem bunten und lebhaften Treiben eine Zeit lang zuzuschauen. Zurück an unserem Bungalow überbrückten wir die Zeit bis zum Abendessen mit Sonne und Bier (Tina wollte sich wegen der schlechten Unterkunft betrinken). Im Restaurant am Hotel aßen wir schließlich zu Abend und das indonesische Essen war superlecker. Zumindest bis zu dem Zeitpunkt als Tina sich übergeben musste, weil ich einen Käfer im Reis gefunden habe (sie hatte nicht gesehen, dass er gerade erst dort hinein geflogen war). Auf den Schreck hat sie sich aber sofort ein neues Essen bestellt :-) Nachdem wir uns im Gästebuch verewigt hatten, hiess es ab ins Bett und eine Mütze voll Schlaf nehmen.

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7. Tag (Fr., 07.10.2005):
Der Wecker riss uns bereits um 3:30 Uhr aus dem Tiefschlaf und pünktlich um 4 marschierten wir mit Taschenlampen bewaffnet im Dunkeln Richtung Vulkangipfel los. Wir waren froh uns einen Führer genommen zu haben, denn im Dunkeln wäre der Weg durch den Wald alleine nicht zu finden gewesen.Sonnenaufgang am Batur-See Während sich Tina bei der teilweise recht anstrengenden Tour gut schlägt, bin ich schon bald total fertig (Scheiße, ich werde wirklich langsam alt!). Das letzte Stück des Weges oberhalb des Waldes verläuft dabei ziemlich steil, aber pünktlich zum Sonnenaufgang hatten wir den Gipfel des Gunung Batur erreicht. Hier oben erhielten wir eine einstündige Pause, in der es neben Brot und Tee auch im Vulkandampf gekochte Eier gab. Die meiste Zeit über war es bewölkt, so dass uns ein freier Blick auf das Kraterinnere und den Batur-See leider nicht vergönnt war. Gegen 7 Uhr machten wir uns schließlich an den Abstieg durch das schattenlose Lavafeld (die Sonne brannte bereits jetzt schon extrem) und den Wald zurück zu unserem Bungalow, wo wir erst einmal ein wenig ausruhen und ausschwitzen konnten, bevor wir mit unserem Fahrer Richtung Nordküste aufbrachen. In Penelokan lud er noch einen Teil seiner Familie ein, die sich zusammen wohl einen schönen Tag am Strand von Lovina gönnen wollten. Ungefähr 2,5 Stunden später erreichten wir Lovina Beach und unser Hotel "Banyualit Quality Resort" in Kalibukbuk (150.000 IDR). Die einzelnen Bungalows lagen eingebettet in einen traumhaften Tropengarten mit Poolanlage, Kinderspielplatz, schönen Sitzgelegenheiten und Baumhaus-Bibliothek. Am Strand von LovinaDieses Hotel war wirklich mit Abstand das schönste des ganzen Urlaubs und wen es mal in den Norden von Bali zieht, dem kann ich das "Banyualit Quality Resort" nur wärmstens empfehlen! Kaum hatten wir es uns auf den Liegen am Pool bequem gemacht, kam auch schon ein Hotelangestellter mit frischen Handtüchern. Super Service! Wir hatten uns in wenig Erholung verdient und so entschlossen wir uns in diesem Traumhotel 3 Nächte (anstatt nur einer) zu bleiben. An der Rezeption erkundeten wir uns schließlich nach Tauchgelegenheiten und unsere Vorfreude war umso größer, als wir erfuhren, dass auch Wracktauchgänge angeboten wurden. Das hatten wir dann auch gleich mit der Tauchbasis für Sonntag gebucht (45 USD). Das Personal wollte sich für mich freundlicherweise auch nach günstigen Flugpreisen nach Flores erkundigen und organisierte uns außerdem für den morgigen Tag einen Fahrer. Gegen 14 Uhr machten wir uns auf den Weg zum Strand, der leider nicht ganz so toll war. Dabei störte nicht der dunkle Vulkansand, sondern mehr der Dreck der überall herumlag. Egal, wir hatten ja einen Hotel-Pool, an dem wir Sandwiches und Bier genossen. Hier lernten wir auch ein nettes älteres Pärchen aus Holland kennen, das schon seit ewigen Zeiten für einige Wochen im Jahr in dieses Hotel kam und uns eine Menge Geschichten zu erzählen hatte. Wir ruhten uns noch ein wenig im Zimmer aus, bevor wir im großen Hotelrestaurant sehr lecker und günstig zu Abend aßen. Mittlerweile machten sich auch die zahlreichen Frösche in den Seerosenteichen der Gartenanlage mit einem Quakkonzert bemerkbar. Tina liebt Frösche und so waren wir mit unseren Taschenlampen noch ein wenig auf Erkundungstour, bis wir uns irgendwann Schlafen legten (aber nicht bevor Tina noch eine Kakerlake im Bad entdeckte).

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8. Tag (Sa., 08.10.2005):
Um 7:30 Uhr ging es wieder raus aus den Federn und zum exzellenten Frühstück. Heute wollten wir uns von einem Privatfahrer zu den 4 Wasserfällen der Umgebung bringen lassen.Git Git-Wasserfall Da die Tour wohl den ganzen Tag dauern würde, hatte ich bei seinem ersten Preisangebot (300.000 IDR) gar nicht erst angefangen zu feilschen. Den Sing Sing-Wasserfall in der unmittelbaren Umgebung ließen wir jedoch auf anraten unseres Fahrers links liegen, da er zur jetzigen Zeit kein Wasser führte und damit auch gar nicht existierte. So machten wir uns also auf den Weg zum bekanntesten von Balis Wasserfällen, dem Git Git-Wasserfall (3.000 IDR). Der Weg vom Parkplatz zum Wasserfall war wieder einmal von unzähligen Shops gesäumt, die jedoch um diese Uhrzeit zum Glück noch nicht geöffnet hatten. So blieben wir also von den nervigen Verkäufern verschont. Bei der geringen Anzahl an Touristen die hier vorbeikommen, fragt man sich aber doch, ob sich all diese Läden für die Leute überhaupt lohnen. Der 40 m hohe Git Git-Wasserfall war wunderschön in ein grünes Waldbecken eingebettet und lud geradezu zum Träumen ein. Das Baden hatten wir uns hier jedoch verkniffen, denn nach dem Glauben der Einheimischen bringt dies das Ende der Beziehung von Liebespaaren mit sich.Meru im Pura Ulun Danu Mal lieber kein Risiko eingehen, man weiss ja nie was wirklich dran ist ;-) Mit dem Wagen ging es von Git Git aus weiter durch die grünen Berge Nord-Balis vorbei an einem weiteren Affenstützpunkt oberhalb des Buyan-Sees bis hinunter zum Bratan-See, wo wir dem bekannten Pura Ulun Danu (3.300 IDR) einen Besuch abstatteten. Der Tempel ist der Göttin Dewi Danu geweiht und bietet mit seinem teilweise im Wasser stehenden Meru und dem Bergsee im Hintergrund ein wirklich tolles Fotomotiv. Die Tempelanlage selber ist von einer schönen Gartenanlage umgeben, in der man auch die Möglichkeit hat, sich gegen Bezahlung mit einem großen Python, einem Iguano (Leguan) oder einem Mungo ablichten zu lassen. Da wieder einmal eine Tempelzeremonie stattfand, waren eine Menge Gläubiger vor Ort, die in einer langen Prozession an uns vorbei in den inneren Bereich des Tempels zogen. Auf dem kleinen Markt am Parkplatz deckten wir uns einmal mehr mit Getränken und frischen Obst ein bevor wir die Strasse wieder hinauf zum Buyan- und Tamblingan-See fuhren.Munduk-Wasserfall Von einem kleinen Rastplatz zwischen den beiden Vulkanseen aus ließen wir das herrliche Panorama mit Blick auf beide Seen auf uns wirken und machten uns anschließend weiter auf den Weg durch die Kaffee- und Hortensien-Plantagen zum Munduk-Wasserfall. Von einem Parkplatz kurz vor dem gleichnamigen Ort führte rechter Hand ein 10minütigen Fussweg hinunter zum ca. 25m hohen Wasserfall (3.000 IDR), wo wir uns in dem klaren Wasser herrlich erfrischten und uns nach einer kurzen Pause wieder den Berg hinauf quälten. Unser nächstes Ziel war der Blahmantung-Wasserfall in der Nähe von Pupuan und der Weg dorthin verlief entlang traumhafter Reisterrassen und bot immer wieder einmalige Ausblicke auf die grüne Landschaft und die umliegenden Vulkangipfel. Zwischen Pupun und Pujungan wies uns nur ein altes verwittertes Schild den Weg nach links in einen schmalen Pfad zum Wasserfall. Auf der hoplrigen Strasse mussten wir jedoch schon auf der nächsten Anhöhe den Wagen stehen lassen, wo sich auch gleich jemand als Führer anbot.Badespass in den heißen Quellen Die anfängliche Forderung von 50.000 IDR handelten wir zäh auf 15.000 IDR runter und machten uns zu Fuss auf den Weg durch die Kaffee-Plantagen zum Wasserfall, den wir nach ca. 30 Minuten erreichten. Obwohl dieser zu jetzigen Zeit nicht allzu viel Wasser führte, bot er dennoch mit seinen ca. 100 Metern Höhe und dem umgebenen Tropenwald einen tollen Anblick. Auch hier gönnten wir uns bei der schwülen Nachmittagshitze erst einmal in Ruhe ein erfrischendes Bad bzw. Dusche und machten uns anschließend auf den Rückweg zum Auto. Auf der Fahrt zurück zur Nordküste und zum Hotel machte unser Fahrer noch einen überraschenden Zwischenstopp an den heißen Quellen Air Panas Komala Tirta in Banjar, wo sich 40° heißes Wasser in drei Badepools ergießt. Die Anlage ist eine öffentliche Badeanstalt (3.000 IDR) und vor allem bei den Einheimischen unheimlich beliebt. Hier tobte das Leben und Gross und Klein plantschten vergnügt herum. Diesen Spass ließen wir uns natürlich nicht entgehen und entspannten uns eine ganze Weile in dem schwefelhaltigen Wasser. Am späten Nachmittag kamen wir schließlich wieder im Hotel an, wo wir an der Rezeption die gewünschte Flugpreisinfo bekamen. Pro Person und Flug nach Flores sollten wir über eine Agentur 775.000 IDR bezahlen, was mir aber zu teuer erschien. Ich war mir sicher, dass das auch günstiger gehen müsste. Über unseren heutigen Fahrer machten wir noch einen Shuttle-Bus für Montag morgen zurück nach Kuta klar (55.000 IDR), erfrischten uns noch einmal kurz im Pool und begaben uns dann zum Abendessen ins Hotelrestaurant. Bevor wir erschöpft ins Bett fielen, packten wir noch schnell unsere Tauchsachen für morgen.


2. Teil 2. Teil