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Reich der 1000 Inseln


Unterwegs in Asiens Inselparadies
(01.10.2005 - 23.10.2005)


1. Teil 1. Teil 3. Teil 3. Teil

2. Teil

9. Tag (So., 09.10.2005):
Heute stand zum ersten Mal seit den Seychellen wieder einmal Tauchen auf dem Programm und wir freuten uns schon riesig darauf. Nach dem Frühstück holte uns ein Wagen pünktlich um 8:30 Uhr am Hotel ab und wir konnten an der Tauchbasis "Wisnu Dive Resort" die Ausrüstung checken.Wracktauchen bei Tulamben Die anschließende Fahrt entlang der Küste bis zum Wrack bei Tulamben im Osten von Bali dauerte ca. 1,5 Stunden. Das dies ein beliebter Tauchspot ist, merkte man sofort an der Masse der Taucher vor Ort (unter Wasser verteilten sich diese jedoch recht gut). Von Land aus ging es zu Fuss ins Wasser und zu unserem ersten Tauchgang des heutigen Tages am Wrack. Tina hatte nach dem einen Jahr Pause anfangs ein paar Probleme, gewöhnte sich jedoch recht schnell wieder an alles. Das Wrack bot wirklich eine Menge schöner Möglichkeiten, um in verschiedene Räume und Durchgänge zu Tauchen und ich übte dabei den Umgang mit der neuen Kameraausrüstung. Nach dem Tauchgang gab es während der einstündigen Pause in einem kleinen Restaurant vor Ort Mittagessen und Getränke (im Preis enthalten) und bei der Durchsicht und Analyse der gemachten Unterwasserbilder versuchte ich meine technischen Fehler zu erkennen, die ich bei meinen zukünftigen Tauchgängen natürlich vermeiden wollte.Am Pool des Banyualit Quality Resort Auch den zweiten Tauchgang am Wrack genossen Tina und ich in vollen Zügen und die Aufnahmen waren dieses mal auch um einiges besser (es hilft halt nur üben, üben, üben). Alles in allem waren es zwei wirklich schöne Tauchgänge, die Lust auf mehr machten. Auf der langen Rückfahrt dösten wir in wenig vor uns hin und zurück am Hotel erkundigten wir uns dann noch bei der Tauchbasis nach dem Preis für die Delfin-Tour. Mit 50.000 IDR war diese jedoch viel zu hoch veranschlagt und da die Basis leider nicht mit sich verhandeln liess, buchten wir die Tour für morgen früh an einem kleinen Warung direkt am Strand (30.000 IDR). Um 6 Uhr in der früh sollte es mit einem Auslegerboot losgehen. Den Rest des Tages verbrachten wir bei ein paar Bier an unserem gemütlichen Hotelpool und gingen zum Abendessen in einen kleinen Warung vor dem Hotel. Das "Warung Bias" überraschte uns sowohl mit tollem Ambiente als auch mit optisch schön hergerichteten und kulinarisch perfekten Speisen zu obendrein günstigen Preisen! Mein absoluter Restaurant-Tipp für diese Gegend! Schade nur, dass der Besitzer den Laden scheinbar aufgeben möchte, um woanders einen anderen aufzumachen :-( Dies erzählte er uns jedenfalls, als wir uns mit ihm bis in den späten Abend über Gott und die Welt unterhielten. Zurück im Hotel befreiten wir noch einen verirrten Frosch aus unserem Zimmer, packten unsere Rücksäcke für die morgige Abreise und fielen müde in unser Bett.

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10. Tag (Mo., 10.10.2005):
Vom Wecker schon früh aus unseren Träumen gerissen, brachen wir um 6 Uhr mit dem Boot zur Delfin-Tour vor der Küste von Lovina Beach auf. Es gibt dort eine Delfingarantie, denn jeden Morgen ziehen vor der Küste große Fischschwärme ihre Kreise und dieses Frühstück lassen sich die Delfine natürlich nicht entgehen.Auf der Suche nach Delfinen Im Licht des Sonnenaufgangs sahen wir auch die ca. 20 anderen Boote, die aus allen Richtungen vom Strand aus zu den Fischschwärmen unterwegs waren. Die Delfine störte dies nich wirklich und so hatten wir die Gelegenheit sie bei ihrer Jagd von nahem zu beobachten. Vor allem Tina freute sich über den Anblick, hatte sie sich dies ja immer schon einmal gewünscht :-) Immer wenn die Tiere nach einiger Zeit unter Wasser verschwanden, tauchten sie kurz darauf an einer anderen Stelle wieder auf und alle Boote wechselteten sofort den Kurs dorthin. So spielte sich das lustige Treiben die ganze Zeit ab und nach etwa einer halben Stunde traten wir schließlich wieder die Rückfahrt zum Ufer an. Der Ausflug hatte sich jedenfalls voll gelohnt und war einer krönender Abschluss der traumhaft schönen Tage hier im Norden von Bali. Unser letztes Frühstück nahmen wir dieses mal zur Abwechlung unter einem Pavillon inmitten des idyllischen Tropengartens ein, bevor wir nicht ohne Wehmut um 9 Uhr mit dem Bus in Richtung Kuta und damit zurück zum Massentourismus aufbrachen.Delfine vor der Küste von Lovina Na ja, lange wollten wir ja sowieso nicht in Kuta bleiben. Nach 3 Stunden Fahrt ließen wir uns vom Fahrer mit all unserem Gepäck direkt am nationalen Flughafen absetzen, wo ich in Ruhe die Schalter der Fluggesellschaften wegen der Flüge nach Flores abklapperte. Bei GTair (nur Barzahlung möglich!) wurde ich schließlich fündig und buchte die Hin- und Rückflüge für 666.000 IDR pro Flug. Morgen früh würde es also endlich für 3 Tage nach Flores und damit zu den Komodo-Waranen gehen :-) Mit dem Taxi (30.000 IDR) fuhren wir anschließend zum "Adika Sari" in Legian, wo wir uns für diese Nacht einquartierten. Die Angestellten staunten nicht schlecht als sie uns sahen, hatten sie mit uns doch erst wieder wie vereinbart am 21.10. gerechnet. Als ich ihnen erzählte, dass wir für die nächsten 3 Tage auf Flores bleiben würden und anschließend mindestens wieder eine Nacht hier verbringen wollten, boten sie uns freundlicherweise an, dass nicht benötigte Gepäck im Hotel zwischenzulagern. Super, so brauchten wir nicht mehr so viel mit uns herumschleppen. Ich rief das "New Bajo Beach Hotel" in Labuhan Bajo an und machte einen Preis für ein Standard-Zimmer (100.000 IDR) inkl. Pick-Up-Service vom Flughafen aus. Für die nächsten Tage war also alles geregelt und wir deckten uns in Legian mit frischem Obst und Getränken ein, bevor wir auf der Terrasse und am Pool ausspannten. Später suchten wir unsere Sachen für die nächsten Tage zusammen, suchten uns in Legian einen kleinen Warung zum Abendessen und verbrachten wieder einmal die Zeit bis zum Schlafen gehen mit Bier vor unserem Supermarkt mit Live-Musik :-)

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11. Tag (Di., 11.10.2005):
Nach dem Frühstück verstauten wir unsere großen Rucksäcke an der Rezeption, verabscheideten uns vom Personal und fuhren mit dem Taxi zum Flughafen (da wollte der Fahrer doch tatsächlich erst 60.000 IDR für die Fahrt haben, begnügte sich aber dann doch mit dem Standardpreis von 30.000!). Beim Einchecken amüsierten wir uns köstlich darüber, dass neben dem Gepäck dieses mal auch die Fluggäste gewogen wurden. Auf dem Weg zum Wartebereich bezahlten wir noch die Flughafengebühr (30.000 IDR) und nutzen die Zeit bis zum Abflug zum Schreiben von Postkarten.Auf nach Flores Das Wetter ist zum ersten Mal nicht so gut und damit genau richtig, um Bali den Rücken zu kehren. Mit etwas Verspätung hoben wir mit einer kleinen zweimotorigen Propellermaschine ab und landeten 1,5 Stunden später auch schon auf dem kleinen Flughafen von Labuhan Bajo auf Flores. Vor dem Ausgang drängten sich die Leute, die einen alle irgendwie mitnehmen wollten. Zum Glück war aber auch ein Mann von unserem Hotel da, der uns schnell in einen Wagen verfrachtete und zum "New Bajo Beach Hotel" etwas außerhalb von Labuhan Bajo brachte. Hier wartete dann die erste Überraschung auf uns, denn entgegen unserer Absprache sollte ich auf einmal für die 10minütige Fahrt vom Flughafen 50.000 IDR hinblättern. Ich regte mich darüber erst einmal tierisch auf, liess mich jedoch breitschlagen 25.000 IDR zu bezahlen. Die Sache war für mich jedoch nicht vom Tisch, denn das Geld wollte ich natürlich später vom Hotel wieder haben. Die zweite Überraschung liess auch nicht lange auf sich warten, denn die Bungalows des laut Reiseführers "komfortablen Strandhotels" entpuppten sich als schäbige Baracken (Tina regte sich zum Glück schon gar nicht auf). Es schien also, als wenn wir wieder einmal unsere Schlafsäcken nutzen müssten. Bei der Erkundung der Anlage entdeckten wir dann obendrein am Haupttrack des Hotels die eigentlichen Standardzimmer (und die waren im großen und ganzen in Ordnung). Jetzt war ich richtig sauer und obwohl das in Indonesien ein Zeichen der Blöße ist, liess ich an der Rezeption nun richtig Dampf ab. Der Verantwortliche versuchte mir einzureden, dass das Standardzimmer 135.000 IDR kosten würde und ich für 100.000 IDR nur den Bungalow gemietet hätte. Er zeigte mir daraufhin die offizielle Preisliste. Dort war in der Tat der Preis von 135.000 für ein Standardzimmer zu lesen, aber dort stand auch, dass der Bungalow nur 75.000 kosten würde! Auf diese Tatsache angesprochen hiess es aber nur, dass das natürlich ein alter Preis sei. Ich hatte nun aber keine Lust mehr mich noch weiter verarschen zu lassen und verlangte wie am Telefon abgesprochen ein Standardzimmer für den ausgehandelten Preis von 100.000. Man sagte mir, dass dies nur der Chef persönlich entscheiden könne, er jedoch erst gegen Nachmittag da wäre.Blick auf den Naturhafen von Labuhan Bajo Um den ganzen Frust herunterzuspülen, tranken wir uns erst einmal ein Bier im (dreckigen) Hotelrestaurant und trafen dort auf eine holländische Seniorenreisegruppe. Mit von dieser Partie war auch ein Deutscher Rentner und der kam - wie sollte es bei unserer kleinen Welt auch anders sein - aus Münster :-) Tina und ich machten uns schließlich zu Fuss auf den Weg in den nahen Ort. Unterwegs wurden wir von Francesco - einem Einheimischen - angesprochen, der uns auf unsere Nachfrage bzgl. Tauchen von der deutschen Tauchbasis "Bajo Dive Club" mitten im Ort erzählte. Er brachte uns mit Hilfe seines Freundes auf Mopeds auch freundlicherweise umsonst direkt dorthin (dafür wird er von der Tauchbasis an dem Umsatz mit diesem Kunden beteiligt). Der "Bajo Dive Club" wird von Anke und ihrem Mann geführt und machte einen hervorragenden Eindruck, so dass wir für morgen eine Tour nach Rinca zur Waranbeobachtung und zwei anschließenden Tauchgängen (600.000 IDR) buchten. Für den Donnerstag ließen wir uns ebenfalls für zwei weitere Tauchgänge eintragen. Als ich Anke unseren Ärger mit dem Hotel erzählte, empfahl sie mir das "Gardena Hotel" auf dem Hügel direkt gegenüber der Tauchbasis. Die Hotelanlage besteht aus mehreren einfachen, aber sehr gepflegten und sauberen Bungalows inmitten einer schönen Gartenanalge mit Blick auf den Naturhafen von Labuhan Bajo. Wie wir feststellten waren hier noch etliche andere deutsche Rucksacktouristen abgestiegen. Da auch selbst der Preis für das Zimmer noch überzeugte (85.000 IDR), beschlossen wir sofort umzuziehen. Mit Franceso fuhr ich zurück zum "New Bajo Beach Hotel", lud unsere gesamtes Gepäck auf das kleine Moped und gab den Schlüssel unserer Baracke an der Rezeption ab. Hier sollte ich doch tatsächlich für unseren "Aufenthalt" noch 30.000 IDR bezahlen. Dieser weiteren Abzocke gab ich natürlich nicht nach und machte mich mit Francesco aus dem Staub. Kaum hatten wir es uns auf unserer Bungalow-Terrasse bequem gemacht, fing es heftig an zu Regnen, was nach den bisher exrem heißen Tagen aber eine richtige Wohltat war. Zum Abendessen probierten wir das Hotel-Restaurant aus und waren wieder nur positiv von dem superleckerem Essen überrrascht. Das "Gardena Hotel" bietet ein absolut perfektes Preis-Leistungsverhältnis und ich kann es wirklich nur jedem empfehlen, den es nach Labuhan Bajo zieht! Einziger Nachteil: Das Hotel hat kein Telefon, so dass die Buchung erst direkt vor Ort gemacht werden kann. Nach dem schönen Sonnuntergang schlenderten wir einmal durch den Ort (ist ja nicht so gross) und tauschten anschließend im Hotel bei ein paar Bier mit anderen Deutschen Erfahrungen aus. Nach dem Packen der Tauchsachen schliefen wir schließlich mit der Vorfreude auf den morgigen Tag ein.

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12. Tag (Mi., 12.10.2005):
Wieder einmal hiess es früh aufstehen, denn bereits um 7 Uhr wurden wir mit dem Wagen an der Tauchbasis gegenüber vom Hotel abgeholt.Im Komodo-Nationalpark auf Rinca Wir fuhren zu einem Küstenabschnitt weiter westlich, wo Anke und ihr Mann noch ein kleines Hotel betrieben. Dort lag eines ihrer Tauchboote, mit dem wir gegen 7:30 Uhr Richtung Komodo-Nationalpark aufbrachen. Auf der fast zweistündige Fahrt entlang der vielen kleinen Inseln Richtung Westen konnten wir noch ein wenig ausruhen, bevor wir gegen 9:15 Uhr die Insel Rinca erreichten. Rinca hat mittlwerweile der Hauptinsel Komodo den Rang in Sachen Waran-Tourismus abgelaufen, denn in Rincas Savannenlandschaft ist alles noch viel natürlicher und ruhiger als auf Komodo. Bereits am Anlegesteg lag schon der erste Komodo-Waran faul in der Sonne und schien nur auf uns zu warten :-)Komodo-Waran Ein kurzer Fussweg führte uns zum Tourist-Office der Insel, wo natürlich erst einmal einige Gebühren fällig waren (20.000 IDR Eintritt, 10.000 für den Guide und 25.000 für die Kamera). Die anschließende Führung über kleine Pfade durch das Schutzgebiet dauerte knapp 2 Stunden und war jeden Cent wert! Neben einigen imposanten Komodo-Waranen, sahen wir auch Affen, Wildschweine und Büffel. Der Guide machte dabei wirklich einen super Job und erklärte alles mögliche über die Tiere und Pflanzen auf unserem Weg. Wahnsinn, hiermit hatte ich also einen meiner großen Träume erfüllt (auch wenn ich mir die Warane noch größer vorgestellt hatte). Fehlen eigentlich nur noch die Orang-Utans im Regenwald, die Anacondas im Amazonas und die Berggorillas im Kongo ;-) Nach der Rückkehr auf das Tauchboot fuhren wir weiter zu unserem ersten Tauchspot nach Tengah. Hier mussten wir allerdings noch ein wenig auf in weiteres Tauchboot warten, damit wir alle zusammen runter gehen konnten.Nemo gefunden! Auf dem Tauchgang konnten wir uns davon überzeugen, dass die Korallenriffe des Komodo-Nationalparks völlig intakt sind. Anders als bei vielen anderen Riffen auf der Welt (Australien, Malediven, Seychellen) bot sich hier ein traumhafter Anblick an farbenprächtigen Korallen in unglaublicher Artenvielfalt (ganz zu schweigen von den schönen Fischen und farbenfrohen Kleintieren). Zurück an Bord wurde uns ein schmackhaftes Mittagessen serviert und nach einer kurzen Pause fuhren wir weiter zum zweiten Tauchgebiet des Tages (Sebayor). Hier gab es vor allem eine Menge Muränen, Schwarmfische und natürlich viele "Nemos" (Anemonenfische) für Tina zu sehen. Sie achtete unter Wasser penibel darauf, dass ich auch ja jeden davon fotografierte. Auch der schönste Tauchgang ging einmal vorbei und wir hatten ja noch eine lange Rückfahrt nach Labuhan Bajo vor uns, wo wir schließlich gegen 16:30 Uhr ankamen. Mit dem Wagen wurden wir dann wieder zurück zur Tauchbasis bzw. zum Hotel gebracht, wo wir uns in aller Ruhe ein Bier auf der Terrasse gönnten. Nach einer erfrischenden Dusche überzeugten wir uns beim Abendessen erneut von der hervorragenden Küche des "Gardena Hotel", nahmen noch ein paar Schlummerdrinks zu uns und verzogen uns irgendwann in unser Bett.

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13. Tag (Do., 13.10.2005):
Wie schon am Vortag mussten wir früh aufstehen, da wir um kurz vor 7 Uhr mit dem Wagen an der Tauchbasis abgeholt wurden. Heute standen wieder einmal zwei Tauchgänge im Gebiet des Komodo-Nationalparks auf dem Programm.Meeresschildkröte Wir hätten in diesem schönen Gebiet heute auch gerne noch einen Tauchgang mehr gemacht, ging aber natürlich nicht, da wir bereits morgen früh wieder im Flieger sitzen würden. Mit dem Tauchboot fuhren wir 2,5 Stunden bis vor die Insel Komodo zum Tauchspot Passage GLO, wo unser erster Tauchgang erfolgt. Es war zwar ganz nett, aber insgesamt nichts besonderes (wir waren jetzt natürlich ein bißchen verwöhnt). Von dort fuhren wir im Anschluss zum zweiten Tauchspot, dem Crystal Rock. Der Tauchgang dort war dafür um so überwältigender, denn er bot neben unzähligen schönen Tischkorallen und Schwarmfischen auch zwei Baby-Haie und eine überaus verspielte Meeresschildkröte :-) Nach dem obligatorischen Mittagessen an Bord ging es für die anderen Taucher zum dritten Tauchgebiet des Tages, dem Lighthouse.Sonnenuntergang über den Inseln Wir durften wegen dem morgigen Flug zwar nicht mittauchen, aber dafür erkundeten wir das Gebiet mal zur Abwechslung beim Schnorcheln. Es gab dort jede Menge Kugelfische, Rochen und Napoleons zu sehen und der Komodo-Nationalpark würde uns mit den heutigen Erfahrungen in sehr guter Erinnerung bleiben. Für heute Abend verabredeten wir uns noch mit vier anderen Deutschen zum Abendessen bei uns im Hotel und den Rest der langen Rückfahrt nach Flores überbrückten wir problemlos mit "vor uns hin dösen". Zurück an der Tauchbasis bezahlten wir unsere Rechnung, verabschiedeten uns vom netten Team und gönnten uns auf der Hotelterrasse noch ein Bier. In netter Runde tauschten wir während des Abendessens wieder ein paar wertvolle Erfahrungen aus und bekamen einige Tauchtipps für die Gegend um Padang Bai auf Bali (dort wollten wir ja wahrscheinlich auch noch hin). Der gesellige Abend zog sich noch bis tief in die Nacht dahin und irgendwann schleppten wir uns schließlich müde ins Bett.

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14. Tag (Fr., 14.10.2005):
Heute konnten wir wieder einmal in Ruhe ausschlafen und frühstücken, denn der Rückflug nach Bali ging erst gegen Mittag. Nachdem wir unsere Sachen gepackt hatten, schlenderten wir ein wenig durch den Ort, wo wir francesco trafen. Er bot sich mal wieder als Fahrer an und brachte uns zum Markt etwas außerhalb von Labuhan Bajo. Das geschäftige Treiben dort schauten wir uns eine ganze Weile lang an und machten uns anschließend zu Fuss auf den Weg zurück zum Hotel, wo wir noch ein letztes Bier tranken und unsere Rechnung bezahlten.Auf dem Markt von Labuhan Bajo Auf der Straße vor dem Hotel hielten wir einen Wagen an, der uns mit unserem Gepäck für 10.000 IDR zum Flughafen brachte (mir fiel dabei mal wieder die unglaubliche Abzocke des "New Bajo Beach Hotels" am Ankunftstag ein). Am Flughafen erfuhren wir, dass sich unser Flug um 90 Minuten verzögern würde, also blieb uns nichts anderes übrig als zu warten. Der anschließende Check-In verlief ziemlich chaotisch (bloss darauf achten, dass man sein Ticket wieder zurück bekommt!) und wir waren froh, dass wir relativ früh dran waren (es war nämlich so, dass gar nicht alle Leute mitfliegen konnten). Diejenigen, die darauf gehofft hatten noch am Flughafen ein Rückflugticket zu bekommen, mussten mit Erschrecken feststellen, dass die Maschinen für die nächsten 5 Tage ausgebucht waren! So schnell kann man also auf einer Insel festsitzen. Während der folgenden Wartezeit bis zum Abflug konten wir den Arbeitern dabei zuschauen, wie unsanft das Gepäck im Flugzeug verstaut wurde (etwas Zerbrechliches sollte man auf jeden Fall im Handgepäck aufbewahren). Nach 1,5stündiger Flugzeit landeten wir schließlich gegen 16 Uhr wieder auf Bali, wo Tina ihren Hunger erst einmal beim McDonalds am Inlandsflughafen stillte. Wir hatten mittlerweile beschlossen, wenn möglich (und bezahlbar) einen Abstecher in den Gunung Leuser-Nationalpark auf Nordsumatra zu machen, wo man mit etwas Glück wilde Orang-Utans im Regenwald sehen könnte. Ich machte mich also auf, um mich bei den verschiedenen Fluggesellschaften nach Flügen nach Medan auf Sumatra zu erkundigen. Den Rückflug von dort wollte ich dann direkt mit einem Zwischenstopp auf Java verbinden, um den großen Tempeln Borobudur und Prambanan einen Besuch abzustatten. Fündig wurde ich schließlich am Schalter von Lion Air, wo sich das Personal wirklich die allergrößte Mühe gab, um alle meine Wünsche zu realisieren. Nach vielem hin und her bekam ich letztendlich Flüge für morgen von Bali über Jakarta nach Medan, zwei Tage später zurück von Medan über Jakarta nach Yogyakarta und wieder einen Tag später weiter nach Bali für insgesamt nur 2.173.000 IDR (ca. 190 EUR). Den Preis fand ich für 5 Flüge mehr als in Ordnung und Tina und ich freuten uns jetzt schon auf das "Abenteuer Sumatra". Mit dem Taxi ging es anschließend in unser Stammhotel "Adika Sari" in Legian, wo sich das Personal wieder einmal riesig freute uns zu sehen. Wir mussten natürlich erst einmal von unseren Erlebnissen der letzten Zeit berichten und als wir dann die Planung der nächsten 4 Tage erzählten, war es eine Selbstverständlichkeit, dass wir unser Gepäck wieder zwischenlagern dürften :-) Per Telefon versuchte ich mehrere Hotels (aus meinem Reiseführer) in Bukit Lawang zu erreichen, kam aber irgendwie nie durch. Egal, so viel würde dort schon nicht los sein, als dass wir kein Zimmer bekommen würden. Nachdem wir in unseren kleinen Rucksäcken die dreckige Wäsche gegen saubere für die nächste Tage ausgetauscht und uns erfrischt hatten, gingen wir zum Abendessen wieder zu unserem leckeren kleinen Warung "Legian Snack". Ausnahmsweise ließen wir dieses mal den Supermarkt links liegen und verkrochen uns dafür früh ins Bett.

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15. Tag (Sa., 15.10.2005):
Nach einem ausgiebigen Frühstück gaben wir mal wieder unsere großen Rücksäcke an der Rezeption ab. Ich versuchte noch einmal einige Hotels in Bukit Lawang zu erreichen, hatte aber erneut kein Glück. Keine Ahnung was dort los war, aber egal. Mit dem Taxi fuhren wir anschließend zum Flughafen, checkten ein, zahlten die fällig Flughafengebühr von 30.000 IDR und begaben uns in den Wartebereich, wo es neben Fußmassagen auch etliche Shops und Cafes gab. Mit der gewohnten Verspätung flogen wir schließlich gegen 11:30 Uhr in einem muffigen Flugzeug nach Jakarta auf Java (1,5 Stunden Flugzeit). Dort bekamen wir am Transitschalter unsere Bordkarte für den Weiterflug und mussten danach wieder mal die Zeit bis zum Abflug absitzen. Wir waren scheinbar die einzigen Touristen mit Ziel Medan und wurden dementsprechend von den Indonesiern bestaunt.Tina schaut indonesische Daily Soaps am Flughafen Auf dem zweistündigen Weiterflug nach Medan auf Sumatra (natürlich wieder verspätet) musste ich mich mit meinen 1,90 m hinter einem viel zu kleinen Sitz zusammenfalten :-( Nach der Landung stellte sich für uns erst einmal die Frage, wie wir am besten nach Bukit Lawang kommen sollten. Hierbei half uns freundlicherweise ein Hotelangestellter am Flughafen weiter, der uns empfahl ein Taxi bis zur Busstation Pinang Baris zu nehmen, von wo aus Busse nach Bukit Lawang fahren sollten. Wir mussten uns jetzt allerdings mächtig beeilen, denn der letzte fuhr angeblich schon um 16 Uhr. Also nix wie rein in das nächste Taxi und hin zur Busstation (45.000 IDR Festpreis), die ganz schön weit draußen lag. Wir kamen dort schließlich gegen 16:15 Uhr an und mussten leider feststellen, dass heute in der Tat kein Bus mehr nach Bukit Lawang fuhr. Nicht verzagen, weiter fragen! Wir erfuhren, dass es noch Mini-Busse gab, die auch bis zum Abend unterwegs waren. Auf einem Motorrad wurden wir zur nächsten Mini-Busstation gebracht, wo wir tatsächlich noch den Mini-Van nach Bukit Lawang erwischten (20.000 IDR). Wer glaubt, dass Europäer in Bussen schweigsam sind, der muss erst einmal die Indonesier erleben, denn da wird wirklich kein Wort gewechselt. Das änderte sich jedoch schlagartig, als in Banjai zwei witzige Typen zustiegen, mit denen wir irgendwie sofort ins Gespräch kamen. Tina war das zunächst zwar alles ein wenig unheimlich (auf dem ganzen Weg bis hierher war wirklich nirgendwo ein anderer Tourist zu sehen), diese Begegnung stellte sich jedoch schnell als wahrer Glücksfall heraus. Thomas und Mustafa entpuppten sich nämlich als zwei offizielle Guides für den Gunung Leuser-Nationalpark und sie erzählten uns, dass es auch ohne Probleme machbar wäre eine Nacht (oder auch mehr) im Dschungel zu verbringen und per Wildwasser-Rafting zurück in den Ort zu gelangen.Hängebrücke über den Bohorok-River Wow, das war ja noch besser als wir gedacht hatten. Unterwegs besorgte Thomas eine Tüte frische Rambutangs als Wegzehrung für Tina, die ab dem Zeitpunkt übrigens ihre Lieblingsfrüchte waren (noch besser als Jackfruits). Auch bei der Hotelsuche würden uns die beiden weiterhelfen, denn wie sich herausstellte, gab es von den ursprünglich 26 Hotels in Bukit Lawang nach einer verheerenden Flutkatastrophe im jahr 2003 nur noch 4 Hotels! Kein Wunder also, dass ich per Telefon keines erreicht hatte. Mit den zweien war Fahrt über die schlechten Rüttelpisten ein Riesenspass und Thomas hat uns unterwegs eine Menge über seine Kultur und das Volk der Batak erzählt (vor allem die Eigenheiten einer Hochzeit). Die Zeit verging so wie im Flug und nach insgesamt 3 Stunden kamen wir schließlich im Dunkeln in Bukit Lawang an. Wir nisteten uns für die eine Nacht im "Wisma Bukit Lawang Indah" ein (25.000 IDR), einem einfachen, aber einigermaßen sauberen Hotel, dass man nur über eine schmale Hängebrücke erreichen kann. Dort aßen wir mit Thomas und Mustafa zu Abend und gönnten uns ein paar Bier, während wir die indonesische Version von "Wer wird Millionär" im Fernsehen anschauten. Es ist übrigens überhaupt kein Problem einen Guide vor Ort zu finden, denn viele von ihnen treffen sich abends auf der Terrasse des Hotels. Hier besprachen wir auch den Verlauf der Trekking-Tour, die uns einen Tag lang durch das Gebiet des Gunung Leuser-Nationalparks führen würde (Thomas war dabei ziemlich zuversichtlich, dass wir auch Orang-Utans sehen würden). Anschließend würden wir am Fluss übernachten, von wo aus am nächsten Morgen das Rafting-Abenteuer zurück nach Bukit Lawang starten würde. Thomas würde sich ebenfalls um einen Rücktransport nach Medan kümmern, den wir mussten pünktlich gegen Mittag am Flughafen sein. Irgendwann fielen wir schließlich müde ins Bett und schliefen mit der Vorfreude auf die morgige Dschungeltour ein.


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