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Kurze Landesinformationen Ausführliche Beschreibungen von: Sumatra: Gunung Leuser-Nationalpark, Komodo-Nationalpark, Java: Borobudur + Prambanan, Bali: Tempel + Heiligtümer, Affenwälder, Wasserfälle, Tauchen, Vulkanbesteigung Gunung Batur Genaue Reiseberichte Einreise, Adressen, Gesundheit, Sicherheit, Feiertage, Hinweise Bildgalerie mit zahlreichen Fotos

Reich der 1000 Inseln


Unterwegs in Asiens Inselparadies
(01.10.2005 - 23.10.2005)


2. Teil 2. Teil

3. Teil

16. Tag (So., 16.10.2005):
Der Regenwald ruft! Um 7 Uhr hiess es aufstehen und Sachen packen. Thomas kam eine halbe Stunde später vorbei,unser erster Orang-Utan um unsere Passnummern zu erfragen (die braucht man für das Nationalpark-Permit) und eine Anzahlung von 100.000 IDR für den Rücktransport nach Medan zu holen (insgesamt 250.000 IDR; natürlich kein Vergleich zum Mini-Bus, dafür aber schneller und pünktlicher). Wir konnten noch in aller Ruhe früstücken und unser nicht benötigtes Gepäck im Hotel verstauen, bevor wir um 9 Uhr mit Thomas und Mustafa in den Regenwald des Gunung Leuser-Nationalparks aufbrachen. Der Weg führte zunächst durch eine Kautschuk-Plantage und anschließend nur noch über abenteuerliche Pfade kreuz und quer, bergauf und bergab (teilweise extrem steil) durch den traumhaften Regenwald. Es gab dabei eine Menge zu sehen und unsere zwei Führer versuchten uns alles genau zu erklären.Wildlebender Orang-Utan Bis dahin war es ja schon ein tolles Erlebnis, aber als wir dann nach 1 Stunde Marsch unseren ersten Orang-Utan zu Gesicht bekamen, war alles andere nur noch nebensächlich. Es war wirklich ein atemberaubendes Gefühl, diesen sanftmütigen Riesen (mit Baby) von Angesicht zu Angesicht vor sich im Baum klettern zu sehen. Der ganze Reisestress - nur um einen Tag durch den Regenwald zu laufen - hatte sich in diesem Moment vollauf gelohnt und es war mit Abstand der absolute Höhepunkt des Urlaubs! Wir hätten nie gedacht so nahe (bis auf 1 Meter) an diese vom Aussterben bedrohten Tiere heranzukommen. Bei dem schwülen Wetter kamen wir während der Tour ganz schön ins Schwitzen, aber zwischendurch gab es immer mal wieder frische Früchte zur Erfrischung (Rambutangs, Passion Fruits, Orangen etc.). Bis zum Mittag sahen wir noch zwei weitere Orang-Utans und nebenbei ein paar Black Gibbons und eine Horde Thomas Leave Monkeys. Einfach Wahnsinn! Irgendwann machten wir eine längere Pause und Thomas servierte uns das Mittagessen (Reis mit Gemüse und Ei) stilecht in Bananenblättern :-) Das einzig nervige während unseres Dschungelaufenthaltes waren die vielen Bienen, die sofort ankamen (und zwar nur bei mir!) sobald ich stehenblieb.Unterkunft im Regenwald Gestärkt ging es weiter die steilen Pfade die Berge rauf und runter - wir sahen unterwegs noch einige Gibbon - bis wir am späten Nachmittag ziemlich erschöpft das Lager am Fluss mitten im Regenwald erreichten. Hier war bereits von zwei anderen Helfern ein provisorischer Unterschlupf aufgebaut worden. Die zwei hatten auch die großen LKW-Reifenschläuche am Fluss entlang hierher gebracht, aus denen morgen früh ein Rafting-Boot gebaut werden würde. Tina und ich nutzten erst einmal die Gelegenheit, um uns im Fluss ausgiebig zu erfrischen. Mann, war das eine Wohltat. Inzwichen wurde auch das Abendessen zubereitet, das aus frisch gegrilltem Fisch, Curry, Reis und einer unglaublich leckeren Marinade bestand (Familienrezept von Thomas' Mutter). Es war wirklich ein absoluter Gaumenschmaus! Schade, dass man so etwas zu Hause nie so lecker hinbekommt. Bis tief in die Nacht saßen wir anschließend bei Kerzenschein alle Mann unter dem Zeltdach und spielten etliche lustige indonesische Spiele und lernten nebenbei jede Menge Indonesisch. Wir hatten wirklich eine Menge zu lachen :-) Völlig erschöpft und mit Bauchkrämpfen vom vielen Lachen schliefen wir schließlich spät in der Nacht mit den Geräuschen des Dschungels im Ohr ein. Damit ging ein absolut unvergesslicher Tag zu Ende.

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17. Tag (Mo., 17.10.2005):
Bereits um 6 Uhr mussten wir schon wieder raus aus den Federn. Nach einem köstlichen Frühstück am Fluss packten wir unsere Sachen zusammen.Selbstgebautes Rafting-Boot In der Zwischenzeit haben unsere Guides aus den Autoreifen ein Rafting-Boot gebaut, mit dem wir auf dem Bohorok-River zurück nach Bukit Lawang fahren wollten. Das Gepäck wurde wasserdicht verpackt und am Boot befestigt und dann konnte es auch schon losgehen :-) Die Bootstour durch die "Stromschnellen" war ein Riesenspass und dauerte insgesamt ca. 45 Minuten. Wir wären am liebsten sofort zurückgegangen und hätten das nochmal gemacht, aber uns Zeitplan sah ja leider vor, dass es heute weiter nach Java ging. Beim nächsten Besuch würden wir aber auf jeden Fall mehr Tage für Sumatra einplanen! Nach der Ankunft in Bukit Lawang gingen wir noch schnell duschen und wechselten die Klamotten, bevor wir gegen 8 Uhr zusammen mit Thomas und Mustafa im Minivan zurück zum Flughafen nach Medan fuhren. Selbst am Tage dauerte die Fahrt wegen dem starken Verkehr in Medan insgesamt 3 Stunden.Bohorok-River Dort hiess es nun leider Abschied nehmen von unseren zwei Guides :-( Die Erlebnisse auf Sumatra würden uns aber mit Sicherheit noch lange in Erinnerung bleiben. Es erfolgte das Einchecken, die Bezahlung der Flughafengebühr (25.000 IDR) und wieder einmal das Warten auf den Abflug, der dieses mal sogar fast pünktlich erfolgte. Beinfreiheit hatte ich anfangs erst gar nicht, aber freundlicherweise konnte ich meinen Platz mit jemandem am Notausgang tauschen, so dass der zweistündiger Flug nach Jakarta eigentlich ganz angenehm war. Uns standen nun 4 Stunden Aufenthalt bevor und somit genug Zeit, um in aller Ruhe am Flughafen etwas Essen zu gehen. Die übrige Zeit bis zum Weiterflug saßen wir mal wieder ab, beobachteten eine neugierige Ratte und gönnten uns von den Freigetränken. Der anschließende Flug nach Yogyakarta dauerte ca. 1 Stunde und nach der Landung fuhren wir mit dem günstigen Taxi (es gibt auch teure!) zum "Bladok Losmen", einer kleinen sauberen Pension unter deutsch-indonesischer Leitung in der Innenstadt (80.000 IDR). Nachdem wir unsere nassen Sachen aufgehangen hatten, buchten wir noch schnell an der Rezeption die Tempeltour für morgen vormittag (Borobudur + Prambanan, 80.000 IDR) und gingen anschließend im Hotelrestaurant Abendessen (gut aber verhältnismäßig teuer). Zum Ausklang des Abends gab es noch ein paar Bier und gegen 22 Uhr verzogen wir schließlich müde in unser Bett.

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18. Tag (Di., 18.10.2005):
Um dem ganzen Touristenrummel vor Ort zu entgehen, wollten wir bereits ganz früh an der Tempelanlage BorobudurBorobudur-Tempel sein und mussten daher schon um halb fünf in der Früh aufstehen. Um 5 Uhr wurden wir mit einem Wagen direkt vom Hotel abgeholt und kamen eine Stunde später an der Tempelanlage an, welche bereits morgens um 6 Uhr die Pforten öffnet. Bislang noch recht verschlafen, wurden wir mit dem Eintrittspreis (11 USD!!) jedoch recht schlagartig in die Realität zurückgeholt. Nachdem wir diesen Schock verdaut hatten, machten wir uns daran das größte buddhistische Heiligtum der Welt zu erkunden und uns Ebende für Ebende entlang der vielen Reliefs bis zur Spitze und den Stupas durchzuarbeiten, von wo aus man einen tollen Blick auf die Umgebung hat. Auf dem Rückweg zum Parkplatz mussten wir schließlich noch an den vielen Verkaufsständen vorbei und wurden natürlich von den langsam eintreffenden Postkarten- und Souvenirverkäufern belagert.Prambanan Zum Glück waren zu diesem Zeitpunkt noch nicht so viele davon da (auch deswegen sollte man möglichst früh nach Borobudur kommen). In einem Restaurant am Ausgang gab es noch schnell ein kleines Frühstück, bevor wir weiter zur Tempelanlage von Prambanan fuhren. Die etwas mehr als einstündige Fahrt führte uns abseits der Hauptwege durch landschaftlich reizvolle Reis-, Bananen-, Mais-, und Tabakanbaugebiete, wobei wir die Menschen bei ihrer täglichen Arbeit beobachten konnten. Der Eingang zum gewaltigen hinduistischen Heiligtum Prambanan war natürlich wieder einmal gesäumt von hunderten Verkaufsständen und auch der Eintrittspreis (10 USD) war erwartungsgemäss hoch.Unterwegs in Yogyakarta Zur Zeit waren nicht sehr viele Touristen da und so hatten wir die traumhafte Tempelanlage während unseres einstündigen Besuches fast ganz für uns alleine. Auch wenn bei weitem nocht nicht die komplette Anlage restauriert ist, so fanden wir sie doch beeindruckender als die von Borobudur. Auf der Rückfahrt zum Hotel machten wir noch einen kurzen Zwischenstopp am Vogelmarkt von Yogyakarta, schließlich wollte ich mal einen Vergleich zu dem in Hong Kong haben. Nach dem Mittagessen im Hotel bummelten wir zunächst ein wenig durch die Stadt, entschieden uns aber auf Grund unseres Schlafmangels dann doch für das Hotelzimmer, wo wir uns bis zum Nachmittag ausruhten (draußen fing es eh kurze Zeit später an zu regnen). Wir packten wieder einmal unsere Sachen zusammen und fuhren schließlich gegen 18 Uhr mit dem Taxi zum Flughafen, wo die Abflugroutine schon auf uns wartete (Einchecken, bezahlen, warten, starten, fliegen, landen). Nach der Landung gegen 23 Uhr auf Bali ging es ohne Umwege in unser Stammhotel "Adika Sari", wo wir unser zwischengelagertes Gepäck bekamen. Wir konnten morgen früh wieder mal nicht so wirklich ausschlafen, denn unsere Planung zog uns zum Tauchen Richtung Padang Bai und daher verkrochen wir uns auch relativ schnell in unser Zimmer.

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19. Tag (Mi., 19.10.2005):
Kurz vor 8 Uhr mussten wir wieder raus aus den Federn und unsere Tauchsachen für die nächsten Tage packen. Nach dem Frühstück (wieder einmal super!) organisierten wir einen Fahrer, der uns zum Pura Besakih, nach Klungkung,Bale Kembang zur Fledermaushöhle Goa Lawah und anschließend nach Padang Bai bringen sollte. Uns wurde aber (nicht zum ersten mal!) vom Besuch des Pura Besakih abgeraten. Zur Zeit gab es dort scheinbar erhebliche Probleme mit den Einheimischen, die neuerdings versuchten, die Touristen mit extremen Abzocken zu vergraulen (was ihnen mittlerweile auch gelang). Dies hatten wir in der vergangenen Zeit auch schon des öfteren von anderen Touristen gehört. Also strichen wir diesen Programmpunkt von der Route und einigten uns mit dem Fahrer auf einen Festpreis (275.000 IDR). Gegen halb zehn brachen wir schließlich auf und versorgten uns bei einem kurzen Zwischenstopp auf dem Markt von Kuta mit frischen Obst - Rambutangs durften dabei natürlich nicht fehlen :-)Eingang der Fledermaushöhle Nach etwa einer Stunde erreichten wir Klungkung, wo wir uns die Parkanlage Taman Gili mit der bekannten Gerichtshalle Kerta Gosa und der Bale Kembang anschauten (5.000 IDR). Diese Parkanlage und natürlich vor allem die einzigartigen Deckengemälde der zwei Hauptgebäude sind auf jeden Fall einen Besuch wert! Hier werden auf drastische Weise Szenen dargestellt, die einem blühen, wenn man die verschiedenartigsten Verbrechen begeht. Sie dienten in der Vergangenheit als Abschreckung und verfehlen auch heute noch bei vielen Balinesen ihre Wirkung nicht. Als dann zwei Busse voll mit Touristen ankamen, machten wir uns schnell wieder aus dem Staub und fuhren weiter zur Fledermaushöhle Goa Lawah (2.000 IDR). Schon am Parkplatz wurden wir hier leider wieder einmal ziemlich aufdringlich von den Souvenirverkäufern bedrängt.Bungalow im Padang Bai Beach Inn Also Augen zu und durch zum Tempel, wo die Vorbereitungen für ein weiteres Tempelfest auf Hochtouren liefen. Daher war es leider nicht möglich, die dahinter legende Höhle zu betreten, aber auch vom Tempel aus konnte man die Massen von Fledermäusen sehen, die an der Decke des Eingangs hingen und dieser Höhle ihren Namen gaben. Von hier aus ging es direkt weiter nach Padang Bai an der Küste, wo wir für diese Nacht in einem netten 2stöckigen Bungalow im "Padang Bai Beach Inn 1" abstiegen (60.000 IDR). Wegen des feuchten Klimas waren unsere Sachen aus dem Dschungel von Sumatra immer noch nicht trocken und fingen so langsam an zu schimmeln. Also noch einmal durchwaschen und zum Trocknen aufhängen. Anschließend schauten wir uns im Ort nach einer Tauchbasis um (die empfohlene "Diving Groove" gab es leider nicht mehr) und wurden schließlich bei "OK Divers" fündig, welche von einem netten kroatischen Pärchen geführt wurde. Wir buchten für den morgigen Tag 3 Tauchgänge (80 USD) und da der bekannte Manta-Point leider erst wieder am Sonntag angesteuert werden würde, wurden wir zumindest mit der Shark-Cave getröstet. Einen Fahrer für die Fahrt morgen Abend zurück nach Legian hatten wir auch schnell organisiert (200.000 IDR) und da es inzwischen ganz schön am Regnen war, machten wir es uns mit Bier, Knabberzeug und unseren Früchten auf dem Balkon unseres Bungalows gemütlich. Nach einem kurzen Nickerchen gingen wir dann am Abend nebenan im Fisch-Restaurant "Puri Rai" essen, wo die Gerichte aber leider nicht wirklich überzeugten. Egal, nach einem Absacker ließen wir den Rest des Tages auf unserem Balkon ausklingen bevor wir uns schlafen legten.

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20. Tag (Do., 20.10.2005):
Der heutige Tag war ganz dem Tauchen gewidmet und nach dem Frühstück auf unserer Terrasse ging es direkt zur Tauchbasis von "OK Divers".Bewohner der Hai-Höhle Nach dem Check der Ausrüstung fuhren wir mit dem Boot hinaus zum weiter draußen liegenden Tauchspot Gili Biaha. Das absolute Highlight hier ist die Hai-Höhle, in der man mit großer Wahrscheinlichkeit auf schlafende Weißspitzenriffhaie stößt. Beim Abtauchen wurden wir jedoch zunächst von einer ziemlich starken Strömung überrascht, mit der Tina noch nicht fertig wurde. Also mussten wir wieder raus aus dem Wasser und wurden mit dem Boot ein Stückchen weiter Richtung Höhle gefahren, wo die Strömungsverhältnisse dann auch wesentlich besser waren. Einem schönen Tauchgang stand nun nichts mehr im Wege und wir wurden in der Tat mit Haien, Langusten und allerlei anderen schönen Fischen belohnt :-) Zurück an Bord gab es während der einstündigen Pause ein köstliches Lunchpaket, bevor wir weiter zum zweiten Tauchspot Gili Mimpang aufbrachen. Die Strömung war uns hier glücklicherweise wohlgesonnen und so konnten wir uns in Ruhe an den traumhaften Korallenstöcken umschauen.Riesiger Mondfisch An einer Putzer-Station am Steilhang hatten wir dann obendrein das große Glück, einen riesigen Mondfisch (Mola-Mola, größter Knochenfisch der Welt) zu bestaunen. Ein super Anblick! Nach diesem grandiosen Tauchgang ging es zunächst zurück zur Tauchbasis, wo wir uns 2 Stunden lang in den Hängematten entspannten. Unseren dritten und letzten Tauchgang führten wir schließlich in den flachen Gewässern vor der Küste von Padang Bai durch, wo wir uns von der starken Strömung an den Felsen entlang treiben ließen (war jedoch nichts aufregendes). Danach waren wir jedenfalls ziemlich kaputt und nachdem wir die Rechnung an der Tauchbasis bezahlt hatten, holten wir unser Gepäck am Hotel ab und fuhren mit dem Auto zurück nach Legian in unser Stammhotel "Adika Sari", dem ersten und letzten Hotel auf unserer Reise. Nachdem wir uns in frische Klamotten geworfen hatten, gönnten wir uns wieder einmal ein super Abendessen in unserem Lieblingswarung "Legian Snack". Auf dem Rückweg zum Hotel durfte der obligatorische Stopp am Supermarkt dieses mal natürlich auch nicht fehlen :-) Im Anschluss daran war es aber höchste Zeit für ein wenig Schlaf.

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21. Tag (Fr., 21.10.2005):
Heute konnten wir seit langer Zeit endlich mal wieder ausschlafen und hielten es tatsächlich bis 9 Uhr im Bett aus. Nach dem exzellenten Frühstück brachen wir zu einer gemütlichen Shopping-Tour durch Legian und Kuta auf,Mahnmal in Kuta schließlich wollten wir ja noch das eine oder andere Souvenir mit nach Hause nehmen bzw. mussten ja auch noch den Bestellzettel (CD's, Schmuck, etc.) von Freunden abhaken. So zogen wir also den ganzen Vormittag durch die Straßen und machten nur kurz in der Cocktail-Bar "The Crown" für ein paar kühle Drinks halt. Kaum saßen wir am Tisch, kamen auch schon die ersten Sraßenhändler mit ihrem umfangreichen CD-Angebot (9.000 IDR/CD) an und wir hatten keine Schwierigkeiten, die Wunsch-CD's für unsere Freunde zu bekommen. Was der Händler nicht dabei hatte, holte er mal eben schnell aus irgendeinem Lager. Wie wir später zu Hause feststellten, war die Qualität der CD's wirklich prima und das Cover wurde auch sofort mitgeliefert. Anschließend ging es mit dem Hardcore-Shopping inklusiver harter Preisverhandlungen weiter, bis wir gegen Mittag in der "Sushi Bar Miyako" einen weiteren Stopp einlegten. Unser Einkaufsbummel führte uns danach weiter an der Hauptstraße entlang und vorbei am Mahnmal des Bombenanschlags vom 12.10.2002. Beim Anblick der langen Namensliste von Opfern wurde uns erst richtig bewusst, wie schnell aus einem schönen Urlaub ein Alptraum werden kann und schließlich lag der letzte Bombenterror auf Bali erst drei Wochen zurück. Wir schlenderten von dort aus weiter durch die Straßen bis zum Strand von Kuta und an diesem entlang bis zurück nach Legian.Am Strand von Legian In einer kleinen Geldwechselstube wollte ich noch ein wenig Bargeld für die letzten Tage besorgen, wurde dort aber beinahe übers Ohr gehauen! Der Typ an der Kasse zählte mir den korekten Betrag von 800.000 IDR vor und ich zählte auch noch richtig nach. Dann wurde ich kurz von seinem Kollegen abgelenkt (echt nur einen kurzen Moment!) und als ich dann sicherheitshalber doch noch einmal nachzählte, fehlten auf einmal 80.000 IDR! Ich war natürlich stinksauer und stellte die zwei zur Rede, aber da hiess es auf einmal nur, dass das eine Wechselgebühr wäre. Na klar! Am liebsten hätte ich den Laden auseinander genommen, habe dann aber nur meine Dollar zurückverlangt und das Geld in einem seriöseren Laden getauscht. In Legian gönnten wir uns noch einen kleinen Nachmittagssnack und deckten uns anschließend im Supermarkt mit Getränken ein, denn beim folgenden Ausspannen am Hotelpool wollten wir schließlich nicht verdursten. Für das Abendessen hatten wir uns dieses mal das Restaurant "Kerok Bali" an der Strandpromenade ausgesucht, welches zwar etwas teurer als unser Lieblingsrestaurant war, aber ebenfalls ein hervorragendes und ausgefallenes Speisenangebot hatte. Nach dem anschließenden Verdauungsspaziergang zurück zum Hotel tranken wir noch ewas auf unserer Terrasse und legten uns am späten Abend schlafen.

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22. Tag (Sa., 22.10.2005):
Wir konnten wieder mal in aller Ruhe ausschlafen. Für Tina hiess es heute leider schon Abschied nehmen von Indonesien. Sie musste zum ersten Mal alleine fliegen, denn ich würde morgen von Bali aus eine weitere Geschäftsreise nach Hong Kong und China antreten.Noch einmal am Strand Nach dem Frühstück machten wir uns daher daran, so viele Sachen wie möglich (vor allem die dreckigen!) in Tinas Rucksack und den Tauchtaschen zu verstauen. Zum Zeitvertreib gingen wir erst noch ein wenig Shoppen und genossen anschließend die Sonne am Strand von Legian. Unser Hunger trieb uns irgendwann am frühen Nachmittag vom Srand direkt in unser Stammrestaurant "Legian Snack", wo wir unsere Gaumen noch einmal von der köstlichen indonesischen Küche verwöhnen ließen. Tina war schon ganz traurig, dass sie nicht auch noch einen Tag länger bleiben konnte. Zurück im Hotel ruhten wir uns noch kurz am Pool aus und packten schließlich die letzten Sachen von Tina ein. Es folgte die ausgiebige Verabschiedung vom Hotelpersonal und eine weitere Taxifahrt zum Flughafen, wo ich Tina beim Einchecken half. Sie bekam dort auch schon direkt ihre Bordkarte für den Weiterflug von Kuala Lumpur aus, was die ganze Sache dort vereinfachte. Der Versuch Tina durch die Nicht-Benutzung meines (bereits bezahlten) Rückflugtickets in die Business-Class hochzustufen schlug jedoch fehl (den Service dort hätte ich ihr echt mal gegönnt). Die Zeit bis kurz vorm Boarding am frühen Abend saßen wir noch gemeinsam am Flughafen ab, aber dann mussten auch wir uns leider voneinander verabschieden. Ich hatte schon ein etwas mulmiges Gefühl, sie so ganz alleine fliegen zu lassen. Mein Weg führte mich zurück zum Hotel und da ich keine Lust verspürte, alleine im Ort essen zu gehen, probierte ich zum ersten mal das Abendessen im Hotelrestaurant aus. Auch ziemlich lecker :-) An der Bar trank ich noch zusammen mit einem australischen Gast ein paar Bier, ging dann aber relativ früh schlafen.

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23. Tag (So., 23.10.2005):
Für mich ist heute auch der letzte Tag einer absolut unvergesslichen Reise durch Indonesiens Inselwelt! Nach dem Frühstück machte ich mich schließlich daran, meine verbliebenen Sachen zu packen. In einem kleinen Extra-Rucksack hatte ich mein etwas ordentlicheres Outfit für den ersten Tag in China verstaut, wo ich dann (hoffentlich) meinen Koffer mit den restlichen Klamotten für die Geschäftsreise bekommen würde. Bis zur Abreise tankte ich anschließend am Pool noch etwas Sonne und gegen 14 Uhr musste auch ich mich dann schweren Herzens vom Hotelpersonal verabschieden. Tina teilte mir inzwischen per SMS mit, dass sie wohlbehalten in Deutschland angekommen war :-) Jetzt noch schnell die Hotelrechnung bezahlt und wieder einmal mit dem Taxi hin zum Flughafen (die Strecke kenne ich mittlerweile blind). Obwohl der Flug nach Hong Kong nur Economy Class war, konnte ich dank meines Vielfliegerstatus trotzdem alle Vorzüge der Business Class nutzen. Das hiess ein schnelles bevorzugtes Einchecken und vor allem der Zugang zur Premium Lounge im Flughafen, wo ich die Zeit bis zum Abflug mit kostenlosen Getränken, leckerem Essensbuffet und Internetzugang wunderbar rumbekam ;-)
Auf Wiedersehen Indonesien, es war wunderschön bei dir!! Zum ersten Mal endet damit ein Reisebericht nicht mit meiner Rückreise.


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