Startseite Zurück zur Kontinentauswahl Reich der Schlösser und Burgen Die Wiege der Revolution Land der Mythen und Sagen Europas große Monarchie Pizza, Päpste und Palazzi Inseln der Glückseligen Die Blumeninsel im Atlantik Willkommen in der Alpenrepublik
Gefällt mir
 
 
Kurze Landesinformationen Genaue Reiseberichte Einreise, Adressen, Gesundheit, Sicherheit, Feiertage, Hinweise Bildgalerie mit zahlreichen Fotos

Pizza, Päpste und Palazzi


Zwischen Kultur und Romantik
(30.04.2006 - 07.05.2006)



Planung:
Um nicht das ganze Jahr mit Warten auf unseren großen Urlaub im September/Oktober verbringen zu müssen, entschlossen wir uns schon frühzeitig zu einem Kurztrip nach Rom und Venedig. Bereits im November 2005 buchten wir günstige Flüge bei HLX von Hannover nach Rom und den Rückflug von Venedig nach Hannover. Da uns die Inlandsflüge in Italien zu teuer waren, buchten wir uns für die Strecke Rom-Venedig eine Zugfahrt. Entsprechende Hotels waren auch ziemlich schnell per Internet ausgesucht und reserviert. Jetzt konnte es eigentlich losgehen, doch 3 Wochen vor dem Abflug erhielten wir eine Mitteilung von HLX, dass der Hinflug (ursprünglich 01.05.) um ganze 24 Stunden auf den 02.05. verlegt worden war. Da dies einen ganzen Tag weniger für Rom bedeuten würde, stornierten wir den Hinflug und buchten über Air Berlin einen anderen Flug für den 30.04. nachmittags (leider deutlich teurer als HLX). Weiterer Nachteil: Abflughafen war Münster und ankommen würden wir aber in Hannover. Zum Glück bot sich mein Schwager als Taxifahrer an und auch die Umbuchung des Hotels war kein Problem.


1. Tag (So., 30.04.2006)
Stefan holte uns zeitig von zu Hause ab und fuhr uns zum Flughafen Münster/Osnabrück.Zone Hotel Rome Ich war ehrlich gesagt noch ein wenig groggy, da ich erst morgens von meiner Geschäftsreise aus China zurückgekommen war. Das Einchecken verlief problemlos und das Flugzeug hob pünktlich um 19:15 Uhr Richtung Italien ab. Nach knapp 100 Minuten landeten wir nahe Rom auf dem Flughafen in Fiumicino, wo wir allerdings Ewigkeiten auf unser Gepäck warten mussten. Naja, zumindest war es dann irgendwann da und wir nahmen den Non-Stop-Zug (9,50 EUR) zum Hauptbahnhof Termini in Rom, wo wir nach 30 minütiger Fahrt ankamen. Nun waren wir also endlich in der "Ewigen Stadt" :-) Allerdings stand uns der Sinn momentan mehr nach unserem Hotelbett, als nach einer Besichtigungstour. Deswegen nahmen wir uns auch das erstbeste Taxi zum "Zone Hotel Rome", welches ca. 2 km nördlich vom Vatikan etwas außerhalb der Stadt liegt. Das englischsprachige Personal an der Rezeption erledigte zu unserer Freude den Check-In extrem schnell und unkompliziert, so dass wir schon kurz darauf unser Zimmer in Augenschein nehmen konnten. Es war modern, sauber, mit Balkon und der absolute Clou war eine riesige begehbare Duschkabine, die gleichzeitig als Raumteiler fungierte. Beruhigt fielen wir ins Bett und tankten für morgen früh Kraft.

Zum Seitenanfang
2. Tag (Mo., 01.05.2006)
Auf dem Programm für heute stand eine ausgiebige Stadterkundung. Unseren wohlverdienten Schlaf beendeten wir um 8 Uhr morgens und der Tag begrüßte uns mit perfektem Wetter.Altarraum der Sant Ignazio Wir hatten ja schon einiges von den üblicherweise spärlichen italienischen Frühstückbuffets gehört und umso überraschter waren wir über die tolle Auswahl in unserem Hotel. Einfach super, da blieben wirklich keine Wünsche offen! Anschließend holten wir uns an der Rezeption einen Stadtplan ab und erkundeten uns über die Busverbindung (Linie 990, 05:30 - 24:00 Uhr). Es gab auch einen kostenlosen Shuttle-Service vom Hotel, jedoch musste man sich für die Fahrt in die Stadt rechtzeitig anmelden. Die Bushaltestelle lag nur 5 min vom Hotel entfernt und Tickets gab es in einem Kiosk in unmittelbarer Nähe. Dort kauften wir uns ein 3-Tagesticket (11 EUR), welches für Bus, Metro und Zug gültig war. An der Endstation an der Piazza Cavour stiegen wir aus und gingen zu Fuss an der Engelsburg vorbei über den Tiber entlang des Corso Vittorio Emanuele II und zweigten kurz zum Campo dei Fiori ab. An der Piazza Navona wurden wir mit der ersten größeren Touristenansammlung konfrontiert. Kein Wunder, will doch jeder Rombesucher auch mal den herrlichen Platz mit seinen drei prunkvollen Brunnen (Mohrenbrunnen, Vierströmebrunnen und Neptunbrunnen) auf sich wirken lassen. Ein Anblick, der sich wirklich lohnt und auch uns zu einer kleinen Pause veranlasste. Von hier aus folgten wir den kleinen Gassen der Altstadt (mit teilweise traumhaften Gebäudefassaden) zum Pantheon und zur Kirche Sant Ignazio, die vor allem durch die prunkvolle Altarausstattung und das illusionistische Deckengemälde besticht. Hier hatten wir auch gleich die Gelegenheit eine Hochzeit live mitzuerleben :-)Trevi-Brunnen Unser Weg führte uns anschließend vorbei am Hadrianstempel zur Piazza Colonna mit der Marc-Aurel-Säule, deren Reliefband dem Vorbild an der Trajanssäule in nichts nach steht. Unser nächstes Ziel war der berühmte Trevi-Brunnen (Fontana di Trevi), wo uns allerdings die Massen an Touristen fast den Atem raubten. Ein ruhiger Blick auf den Brunnen - der seit dem Film "La Dolce Vita" Kultstatus hat - und eine Überquerung des Platzes war beinahe nicht möglich. Wer eine Rückkehr nach Rom sicherstellen will, der sollte einem Aberglauben nach eine Münze rückwärts über die linke Schulter in den Brunnen werfen. Hier traf uns auch das erste mal der Preishammer von Rom, denn man wollte Tina doch tatsächlich für eine Dose Cola 5 Euro abnehmen! Nachdem wir uns einen Weg durch die Menschnmassen bahnen konnten, gingen wir nach Süden vorbei am monumentalen Vittoriano, einem Denkmal für König Vittorio Emanuele II, bis zu den Kaiserforen (mit der imposanten Trajanssäule) und den Trajansmärkten. Von hier aus stiegen wir den Hügel zum Kapitolsplatz hinauf und warfen einen kurzen Blick auf das Reiterdenkmal von Kaiser Marc Aurel bevor wir auf der anderen Seite zum Forum Romanum hinabstiegen.Colosseum Dieser Platz war zur Blütezeit Roms das Zentrum der Stadt und war mit prächtigen Marmorbauten und Denkmälern bestückt. Scheinbar auf Grund des 1. Mai war der Eintritt heute frei und wir konnten somit kostenlos durch die beeindruckende Ruinenanlage schlendern. Wegen der Größe der Anlage verteilte sich glücklicherweise die Masse an Touristen ein wenig und wir konnten alles in Ruhe und ohne viel Gedränge auf uns wirken lassen. Wir verließen das Forum Romnum durch den südöstlichen Ausgang und wandten uns dem Colosseum zu, eines der aboluten Wahrzeichen der Ewigen Stadt und wahrscheinlich das bekannteste Amphitheater der Welt. Der Eintritt war heute ebnfalls stark verbilligt (nur 1 EUR) und da die Schlange am Eingang nicht allzu lang war, gönnten wir uns den Rungang durch das Innere des Colosseum. Mittlerweile war es bereits 16 Uhr und wir nutzen die Zeit für eine kleine Pause in einem Cafe vor Ort, wo wir ein weiteres Mal mit den beachtlichen Preisen in Rom konfrontiert wurden. Was soll's, Augen zu und durch. Um unsere Füße etwas zu schonen und uns überflüssige Fußwege zu ersparen nahmen wir die nächste Metro bis zur Station Barberini, von wo aus wir der Via del Tritone bis zur Kirche San Silvestro in Capite folgten. Dort wurden wir Zeuge einer weiteren Hochzeit :-)Spanische Treppe Die Kirche wurde auf den Ruinen eines Sonnentempels erbaut und ist heute die Nationalkirche der englischen Katholiken in Rom. Wir hatten noch ein wenig Kraft in den Beinen und deswegen statteten wir auch noch der stark belebten Piazza di Spagna und der Spanischen Treppe einen Besuch ab, die wegen des gerade stattgefundenen Frühlingsfestes mit zahlreichen Blumen geschmückt war. Der Anblick war wirklich ganz nett, aber warum das eines der absoluten Highlights von Rom sein soll konnten wir nicht so ganz verstehen. Im benachbarten McDonalds gab es zur Stärkung noch einen kleinen Nachmittagssnack bevor wir uns auf den Rückweg zum Bus machten. Auf dem Weg zur Piazza Cavour machten wir jedoch noch einen kleinen Schlenker über die Piazza del Popolo mit den Zwillingskirchen S. Maria in Montesanta und S. Maria dei Miracoli (komisch, warum bekomme ich auf einmal Hunger auf Spaghetti?). Bei unserer Ankunft gegen 18:30 Uhr an der Piazza Cavour stießen wir auf den Shuttle-Bus vom Hotel, der uns kostenlos mit zurücknahm. Der Service der kostenlosen Rückfahrt bedurfte (entgegen der Fahrt in die Stadt) keiner Reservierung und findet dreimal am Nachmittag statt. Vom anstrengenden Stadtrundgang völlig erschöpft schliefen wir in unserem Zimmer ziemlich schnell vor dem Fernseher ein.

Zum Seitenanfang
3. Tag (Di., 02.05.2006)
Gut ausgeruht und durch ein üppiges Frühstück gestärkt, entschieden wir uns heute zum Besuch der Vatikanischen Museen. Das Wetter zeigte sich wieder von seiner besten SeiteBlick über den Petersplatz auf die Peterskriche und nachdem wir uns in einem Supermarkt in der Nähe des Hotels mit Proviant und Getränken eingedeckt hatten fuhren wir mit dem Bus zum Vatikan. Dort erwartete uns jedoch eine böse Überraschung in Form einer kilometerlangen Warteschlange. Es war doch erst 9 Uhr?! Wo kamen um diese Uhrzeit bloss schon all die Menschen her? Na egal, wir wollten es dann eben morgen früh nocheinmal versuchen. Wir gingen an den Menschen entlang bis zum Petersplatz und waren froh darüber, dass hier die Warteschlange zur Peterskirche zum Glück nicht allzu lang war. Als wir mit ein paar anderen Rom-Touris ins Gespräch kamen, erfuhren wir, dass die Kassen des Vatikanischen Museum bei so einem Menschenandrang bereits gegen Mittag geschlossen wurden. Wir würden uns morgen also wirklich zeitig anstellen müssen! Die Wartezeit bis zur Peterskirche dauerte nur ca. 45 Minuten und ging eigentlich ganz schnell vorbei. Nachdem wir endlich die größte Kirche des Christentums betreten hatten, beschlossen wir zuerst einmal alles von oben zu betrachten. Wir machten uns also auf den Weg hinauf in die Kuppel der Peterskirche (7 EUR mit und 4 EUR ohne Fahrstuhl) - natürlich mit Fahrstuhl. Aber selbst da stand uns bis zur höchsten Aussichtsplattform noch die Erklimmung von 320 Stufen bevor.Blick von der Kuppel über die Stadt Ein Überholen in den engen Gängen war kaum möglich und so mussten wir mit Rücksicht auf die älteren Leute immer mal wieder kleinere Zwangspausen einlegen. Der Weg nach ganz oben lohnte sich aber wirklich, denn der Blick über den Petersplatz, das Gelände des Vatikan und den Rest der Stadt war einfach nur phantastisch! Verständlicherweise herrschte auf der Plattfrom ein ziemliches Gedränge und nach einiger Zeit stiegen wir die Treppen wieder hinab auf die große Zwischenebene, wo wir gegen 11 Uhr eine Snack-Pause einlegten. Anschließend fuhren wir mit dem Fahstuhl wieder hinunter und sahen uns in aller Ruhe in der Peterskirche um, die alleine schon durch die gewaltige Größe faszinierte, aber deren kunstvollen Verzierungen, Schnitzereien, Statuen, etc. ebenfalls ziemlich beeindruckend waren. Ein rundum gelungener Besuch :-) Gegen 13 Uhr verließen wir das Gelände des Vatikan und fuhren von der Nähe aus mit dem Bus 870 hinauf zur Piazzale Garibaldi,Im Innern der Santa Maria in Trastevere von wo aus man angeblich einen schönen Panoramablick über Rom haben sollte. Die Sicht dort wurde jedoch durch die vielen Bäume ziemlich eingeschränkt und unserer Meinung nach ist der Blick von dem kleinen Platz vorher (etwas bergab) deutlich besser. Zu Fuss folgten wir der Strasse hinunter nach Trastevere bis zur Kirche Santa Maria in Trastevere, der ältesten Marienkirche Roms, deren Innenraum mit herrlichen Mosaiken und Fresken geschmückt ist. Da wir uns hier abseits der üblichen "Touristensammelstellen" befanden, war es auch kein Problem in Trastevere eine nette und günstige Trattoria für einen ausgedehnten Nachmittagssnack zu finden. Nach dieser Stärkung überquerten wir an der Ponte Garibaldi den Tiber und nahmen uns einen Bus zurück zum Hotel, wo wir uns nach einem kurzen Stopp im Supermarkt ein wenig ausruhten. Gegen 21 Uhr beschlossen wir erneut in die Stadt aufzubrechen und mal zu schauen, was dort abend so los ist. Also rein in den Bus und nix wie ab zur Spanischen Treppe. Wahnsinn, wir hätten nicht gedacht, dass dort immer noch so viel los sein würde. Der Piazza di Spagna war rappelvoll und von allen Seiten wurde man von irgendwelchen Verkäufern angequatscht. Das nervte auf Dauer ganz schön und so machten wir uns auf den Weg zum Trevi-Brunnen, wo es (natürlich) auch nicht viel leerer war. Aber zumindest war die Stimmung hier ein wenig besser und wir genossen die multikulturelle Atmosphäre bis wir gegen Mitternacht mit dem Bus zurück zum Hotel fuhren und uns ins Bett verkrochen.

Zum Seitenanfang
4. Tag (Mi., 03.05.2006)
Heute wollten wir erneut einen Versuch am Vatkanischen Museum starten und standen dafür bereits um 6 Uhr auf.Die Sixtinische Kapelle Nach dem Frühstück und der Busfahrt kamen wir gegen 7:30 Uhr am Eingang der Museen an und freuten uns über die Tatsache, dass die Schlange zu diesem Zeitpunkt nur 50 m lang war. Gegen 8 Uhr begann der richtige Ansturm und Busladungen voll Touristen stellten sich ebenfalls an, was die Warteschlange innerhalb kürzester Zeit auf eine Länge wie gestern morgen anwachsen liess. Das frühe Aufstehen hatte sich also gelohnt. Pünktlich um 8:45 Uhr öffnete das Vatikanische Museum seine Pforten und nachdem wir unsere Eintrittskarten (12 EUR) geholt hatten, machten wir uns unverzüglich auf den Weg zur Sixtinischen Kapelle, in der auch die Pabstwahl (Konklave) stattfindet. Da sie sich beinahe am Ende der Museumsanlage befindet, mussten wir auf dem Weg dorthin eine Vielzahl an Räumen passieren, die wir uns anschließend in einem zweiten Durchlauf anschauen wollten. Durch diese Maßnahme waren wir nur mit einigen wenigen anderen Personen in der Kapelle und wir konnten in aller Ruhe die prachtvollen Malereien von Michelangelo auf uns wirken lassen. So nach und nach wurde es aber auch hier richtig voll und wir machten uns auf den weiteren Weg bis zum kurz vor den Ausgang, wo wir nun wieder zum Eingang abbogen, um unseren zweiten Durchlauf zu starten (man kann leider nicht den gleichen Weg zurückgehen). Es war einfach unglaublich, welche Menschenmassen sich durch die Räumlichkeiten der Museen schoben.Caracallathermen Wir ließen uns also einfach mittreiben und schauten uns auf dem Weg die grandiosen Kunstsammlungen und Raumverzierungen an. Die Sixtinische Kapelle platzte übrigens mittlerweile aus allen Nähten und wir waren wirklich froh, dass wir uns das erspart hatten. Es ist eigentlich unmöglich zu beschreiben, was es in den Vatikanischen Museen alles zu sehen gab, man muss es einfach selber einmal erlebt haben! Gegen Mittag verließen wir das Museum und wandten uns nach Norden zur Metrostation Cipro.Campanile der Santa Maria in Cosmedian Unterwegs stießen wir an der Via Candia auf einen großen Wochenmarkt, wo wir die Gelegenheit nutzten und uns mit frischen Obst eindeckten. Mit der Metro fuhren wir bis zum Circus Maximus und gingen von dort aus zu den Caracallathermen (6 EUR), eine einst luxuriöse Thermenanlage, von der heute noch eindrucksvolle Ruinen übrig sind, welche einem immer noch die ungeheuren Ausmaße dieser Anlage vermitteln. Die Therme wird nicht gerade von vielen Touristen besucht und so konnten wir im umgebenen Park - abseits des üblichen Trubels in Rom - beinahe ungestört eine herrliche Ruhe genießen. Anschließend gingen wir zurück über die weite Fläche des Circus Maximus zur Kirche Santa Maria in Cosmedian, deren siebenstöckige Campanile als der schönste Glockenturm Roms gilt. Noch bekannter als der Glockenturm ist aber der Brunnenmund Bocca della Verita (Mund der Wahrheit) in der Vorhalle, welcher der Legende nach zuschnappt, wenn ein Lügner seine Hand hineinsteckt. Gegen 16 Uhr fuhren wir mit dem Bus zum Piazza Cavour und erwischten dort noch den Shuttle-Bus zurück zum Hotel, wo wir die Zeit zum Ausspannen nutzten, schließlich fehlte uns von heute Morgen noch etwas Schlaf. Gegen 20 Uhr brachen wir noch einmal in die Stadt auf und suchten uns für das Abendessen ein nettes kleines Restaurant in der Nähe der Spanischen Treppe. Den restlichen Abend ließen wir in einer super Cocktailbar (günstig + lecker) in der Nähe ausklingen und hätten beinahe noch den letzten Bus nach Hause verpasst. Schön angedudelt war jetzt nur noch Schlafen angesagt.

Zum Seitenanfang
5. Tag (Do., 04.05.2006)
Nach den Frühaufsteher-Aktionen der letzten Tage schliefen wir heute einmal bis 9 Uhr aus.Blick vom Monte Pincio auf den Vatikan Für unseren letzten Tag in Rom gönnte uns Petrus wieder einmal traumhaft sonniges Wetter und lud damit regelrecht zu einem Besuch der Parkanlage Villa Borghese ein. Nach dem Frühstück fuhren wir mit dem Bus bis zur Piazza del Popolo und stiegen dort die Stufen hinauf zur Aussichtsterrasse des Monte Pincio. Der Blick von dort oben über die Dächer der Stadt auf den Vatikan zählt mit Sicherheit zu den schönsten von ganz Rom! Irgendwann hatten wir uns schließlich sattgesehen und schlenderten gemütlich die kleinen Wege durch die Eichen- und Pinienhaine bis zur Villa Borghese, dem größten Park Roms und damit der grünen Lunge der Stadt. Die Parkanlage, die seit 1903 öffentlich zugänglich ist, verfügt über schöne Brunnen, Denkmäler, einige Museen, eine Pferderennbahn und den Zoo. Man kann ohne weiteres einen ganzen Tag hier verbringen.Auf dem See der Villa Borghese Uns zog es zunächst zu dem kleinen See am Ende der Viale del Lago, in dem es von Schildkröten nur so wimmelte und auf dem wir eine entspannte Rudertour entnahmen (3 EUR/Person für 20 Minuten). Im Anschluss daran entschieden wir uns für einen Besuch des naheliegenden Fondazione Bioparco di Roma - dem Zoo von Rom. Der Eintrittspreis (8,50 EUR + 2,50 EUR für das Reptilienhaus) lohnte sich jedoch nicht wirklich, denn es wurde zur Zeit einiges umgebaut und auch ansonsten machten die Gehege leider nicht viel her. Das Reptilienhaus war zwar ganz nett, aber dafür extra einen eigenen Eintritt verlangen, wo man so etwas in anderen Zoos inklusive hat? Alles in allem fanden wir es eher enttäuschend.Peterskirche bei Nacht Unser Weg führte uns danach weiter durch die herrliche Parklandschaft der Villa Borghese und von dort aus direkt zur Spanischen Treppe, wo sich natürlich wieder Hunderte von Touristen trafen. Es war mittlerweile schon später Nachmittag und wir hatten von den Fußmärschen der letzten Tage bereits richtige Plattfüße. Wir beschlossen also eine kurze Ruhepause im Hotel einzulegen und fuhren deswegen mit Metro und Bus zurück (natürlich nicht ohne noch einmal kurz am Supermarkt einzukehren). Herrlich, es tat richtig gut mal eine Weile zu Entspannen und die Füße hochzulegen. Gegen 21 Uhr brachen wir erneut in die Stadt auf und suchten in der Nähe des Petersplatzes nach eine günstigen Trattoria. Fündig wurden wir schließlich kurz vor der Engelsburg mit der "Trattoria Mole Adriana", wo wir super günstig und dabei extrem gut speisen konnten. Mit vollem Bauch machten wir uns um Mitternacht auf den Weg zurück ins Hotel und fielen erschöpft ins Bett. Ein wirklich gelungener Abschluss unseres Rombesuches.

Zum Seitenanfang
6. Tag (Fr., 05.05.2006)
Auf Wiedersehen Rom, Willkommen in Venedig - der Tag heute stand ganz im Zeichen des Transfers. Nach dem Früchstück packten wir unsere Koffer, checkten im Hotel aus und machten uns per Bus und Metro auf den Weg zum Hauptbahnhof Termini,Gondeln auf dem Canale Grande wo um kurz vor 11 Uhr unser Zug pünktlich abfuhr. Die nächsten viereinhalb Stunden verbrachten wir damit uns die am Fenster vorbeiziehende Landschaft anzuschauen und etwas zu schlafen. Gegen halb vier kamen wir schließlich am Bahnhof in Mestre an (letzte Festlandstation vor Venedig) und nahmen uns ein Taxi direkt zum "Kappa Hotel Venice", wo das Einchecken mit unserer Internetbuchung ebenfalls problemlos und schnell verlief. Wir wollten noch ein wenig vom Tag nutzen und nachdem wir unsere Koffer aufs Zimmer gebracht hatten, versorgten wir uns an der Rezeption mit einem Stadtplan, Businfos und einem One-Way-Ticket (1 EUR) für die Fahrt in die Stadt. Die Bushaltestelle lag zu unserer Freude nur ca. 50 Meter vom Hotel entfernt und mit der Linie 2 fuhren wir bis zum Busbahnhof von Venedig, wo wir uns am Schalter ein 24-Stunden-Ticket kauften (12 EUR), mit dem wir alle Busse und Wassertaxis bis zum morgigen Abend benutzen konnten. Gegen 17 Uhr starten wir schließlich unsere erste kleine Erkundung von Venedig.Basilica di San Marco Das Wassertaxi (Linie 1) brachte uns den Canal Grande entlang, vorbei an den verträumt wirkenden Gondeln und den vielen eindrucksvollen Palazzi, unter der Rialtobrücke hindurch zur Piazzetta, von wo aus es nur noch ein paar Schritte am Palazzo Ducale (Dogenpalast) vorbei zum Piazza San Marco (Markusplatz) waren. Wir dachten ja eigentlich die Touristenmassen in Rom wären schon enorm gewesen, aber hier in Venedig wurden wir eines besseren belehrt. Es war einfach unglaublich, wieviele Menschen sich hier durch die Gassen und über die Brücken schoben. Der Markusplatz wird dominiert von der eindrucksvollen und detailreichen Basilica di San Marco (Markuskirche),Treppenturm des Palazzo Contarini del Bovolo dem hohen Turm der Campanile di San Marco, den vielen Tauben (die natürlich alle von den Touristen gefüttert werden wollen) und den vielen Cafés an den Arkaden rund um den Platz. Eines davon - das berühmte "Caffè Florian" - suchten wir uns für einen kurzen Cappucino-Stopp in gemütlicher Atmosphäre aus. Das Flair war wirklich einmalig, der Service absolut stilvoll und die Rechnung deftig gesalzen ;-) Es wurden mal eben 11 EUR(!!) auf die sowieso schon hohe Rechnung aufgeschlagen, weil nebenbei eine 3-Mann-Kapelle etwas Musik gemacht hat. Wow, das mussten wir uns hier aber unserem Geldbeutel zuliebe besser nicht noch einmal antun. Im Licht der beginnenden Dämmerung schlenderten wir einfach so quer durch Venedig in Richtung Piazzale Roma (Busbahnhof) und stiessen so auch auf den Wendeltreppenturm des Palazzo Contarini del Bovolo, einer architektonischen Schönheit. Die kleinen Gassen der Stadt waren voll mit Straßenmalern, Souvenierläden (die natürlich vor allem die bekannten Karnevalsmasken anbieten), Designerläden, Schuhgeschäften und selbstverständlich Glashandlungen, die Kunstwerke aus dem edlen Murano-Glas anbieten. Die Sachen waren alle nett anzuschauen, aber preislich total überzogen. Gegen 20 Uhr kehrten wir noch einmal für Wein und Bier in einem kleinen Lokal am Canal Grande gegenüber des Bahnhofs ein, bevor wir mit dem Bus zurück zum Hotel fuhren und uns müde ins Bett verkrochen.

Zum Seitenanfang
7. Tag (Sa., 06.05.2006)
Der ganze Tag sollte Venedig gewidmet werden und wir wollten natürlich so viel wie möglich sehen. Aufstehen war daher bereits um 6:30 Uhr angesagt und ohne Früchstück ging es mit dem Bus zum Busbahnhof der Lagunenstadt.Fischmarkt Das Wassertaxi brachte uns von dort aus über den Hauptkanal zur Rialtobrücke, die so früh am Morgen zum Glück noch nicht von den Touristen bevölkert war. Auf der anderen Seite des Canal Grande wandten wir uns dem Obst- und natürlich dem bekannten Fischmarkt (Pescheria) zu. In dem mit roten Tüchern verhangenen Gebäude werden bereits seit 600 Jahren fangfrische Fische und Meeresfrüchte verkauft. Das reichhaltige Angebot an Fischen, Krabben, Muscheln, Tintenfischen, etc. war wirklich absolut fantastisch. Irgendetwas davon sollte es wohl in einem der angrenzenden Restaurants für uns zum Abendessen geben :-) Zurück an der Rialtobrücke gönnten wir uns ein kleines Frühstück auf die Hand und nahmen von dort ein Wassertaxi zur Klosterinsel San Giorgio Maggiore, welche der Piazzetta vorgelagert ist. Schon von weitem bestach die weiße Fassade und der hohe Kirchturm. Im Innern der Kirche waren wir vor allem vom Chorgestühl fasziniert, welches über und über mit prachvollen Schnitzereien verziert ist. In dem angrenzenden Raum nutzten wir anschließend die Möglichkeit mit einem Aufzug (3 EUR) bis zur Glockenstube im Turm zu gelangen.Blick über Venedig Wahnsinn, die Aussicht von hier oben aus auf die ganze Stadt war einfach nur überwältigend! Das super Wetter trug dabei natürlich seinen Teil bei. Nach unserem kurzen Besuch auf der Insel brachte uns eine Fähre wieder zurück zur Stadt und wir unternahmen einen kleinen Abstecher zum Arsenale, der größten Werft- und Waffenschmiede der damaligen Zeit. Die gigantische Anlage ist leider nicht mehr für die Öffentlichkeit zugänglich, aber auch schon der Blick auf das prunkvolle Ingresso di Terra (Landeingangstor) lohnt sich. Südlich davon befindet sich das Museo Storico Navale, dem wir ebenfalls einen Besuch abstatteten (1,55 EUR). In diesem Marinemuseum waren in gelungener und spannender Art und Weise alte Kanonen, Waffen, Uniformen, allerlei Schiffsmodelle, Gondeln usw. ausgestellt (beim Erforschen der Museumsräume vergisst man wirklich die Zeit). Wir hatten gestern auf einer Postkarte ein interessantes Bild von knallbunten Häusern gesehen, die auf einer benachbarten Insel stehen sollten und so beschlossen wir einen Ausflug dorthin zu unternehmen. Die nächste Fähre nach Burano ging aber erst in einer Stunde und so hatten wir noch genug Zeit für ein kleines Mittagessen an der Uferpromenade. Die Überfahrt mit der Fähre (Linie LN, über Lido und Punta Sabbioni) dauerte ca. 1 Stunde und unterwegs gab es eigentlich nichts interessantes zu sehen.Bunte Häuser auf Burano Auf Burano angekommen erkundeten wir das kleine Fischerdorf mit seinen bunten und teilweise windschiefen Häusern, wo wirklich an jeder Ecke ein neues Fotomotiv wartete. Das hier der Tourismus die Haupteinnahmequelle ist, sah man an der "Hauptstrasse" des Ortes, wo ein Souvenierladen bzw. Trattoria neben dem anderen war. Es verirrt sich ja nunmal nicht jeder Tourist hierher und so hätte ich ja eigentlich gedacht, dass die Essenspreise hier im Vergleich zu Venedig ein wenig erträglicher sein sollten. Weit gefehlt - die Preise waren hier noch höher! So malerisch der Ort auch war, so klein war er auch. Bereits nach einer Stunde hatten wir eigentlich alles gesehen und nahmen die nächste Fähre zurück zur Nordseite Venedigs (Fond. Nuove). Gemütlich schlenderten wir nach Süden durch die kleinen Gassen vorbei an einer Gondelwerft, der eindrucksvollen Renaissance-Fassade der Scuola Grande di San Maro bis hin zum Platz Campo Santa Maria Formosa, der mit einigen netten Cafés bestückt ist. In einem davon nahmen wir uns die Zeit für eine Verschnaufpause. Es war mittlwerweile 16 Uhr und ursprünglich erwarteten wir ziemlich bald die Ankunft einer Freundin aus Triest. Weil wir uns schon lange nicht mehr gesehen hatten, wollte sie sich ebenfalls für eine Nacht in unserem Hotel einquartieren. Nun erreichte uns aber per SMS die Nachricht, dass sie auf Grund eines Eisenbahnstreiks in Triest wohl erst am späten Abend eintreffen würde. Na gut, würden wir uns halt die Zeit bis dahin noch zu zweit vertreiben :-)Romantische Gondelfahrt Direkt am Campo Santa Maria Formosa gab es eine Sammelstelle für die luxuriösen Gondeln und trotz eines unverschämt hohen Preises (80 EUR für 1 Stunde!) genossen wir die romantische Gondelfahrt durch Venedigs Seitenkanäle. So langsam trieb uns auch schon der Hunger an und so machten wir uns auf den Weg Richtung Rialtobrücke und Fischmarkt. Zu unserer großen Freude stießen wir unterwegs am Campo San Bartolomeo sogar auf einen Disney-Store, der natürlich auch noch gründlich inspiziert werden musste. Jetzt wurde es aber wirklich Zeit für das Abendessen und so suchten wir uns in der Nähe des Fischmarktes eine nette kleine Osteria, wo wir uns zu normalen Preisen den Bauch vollschlugen. Wir hatten nun genug von Venedig gesehen und fuhren zurück ins Hotel (das 24-Stundenticket war zwar schon abgelaufen, aber auf den Rückwegen am Abend wurden wir nie kontrolliert). Kurz frisch gemacht und umgezogen, brachen wir gegen 22 Uhr auf zur Bar "La Cueva" in Mestré, wo knapp eine Stunde später auch endlich unsere Freundin Steffi eintraf. Das Wiedersehen musste natürlich richtig gefeiert werden und so versackten wir bis 3 Uhr morgens in der netten kleinen Bar. So schön der Tag auch für mich und Tina war, so blöd lief er doch irgendwie für Steffi. Erst der Ärger mit dem Streik und dann vermisste sie am frühen Morgen noch ihr Portemonnaie. Gestohlen oder verloren? So genau konnten wir das in unserem Zustand nicht mehr beurteilen und eigentlich wollten wir auch nur noch schlafen. Wir verständigten nur kurz Steffis Freund, damit er die Karten sperren lassen konnte und fuhren zurück ins Hotel, wo Steffi ja noch mit ihrer Internetreservierung einchecken musste. Da gab es dann aber gleich das nächste Problem, denn der Nachtportier wollte Steffi das gebuchte Zimmer nicht geben, solange sie sich nicht ausweisen konnte. Wie soll das aber gehen, wenn auch der Ausweis mit verschwunden war? Freundliches Bitten und auch der Hinweis, dass sich wohl kaum jemand anderes am diese Uhrzeit auf genau diese Reservierung melden würde nutzten da gar nichts. Abhilfe schaffte doch tatsächlich erst die angerückte Polizei, die sich nur kurz die Personalien von Steffi notierte und direkt wieder abrauschte. Sie bekam aber nun endlich ihr Zimmer. So ging also unser letzter und ereignisreicher Tag zu Ende.

Zum Seitenanfang
8. Tag (So., 07.05.2006)
Oh Mann, die gestrige Nacht steckte uns noch allen als mordsmäßiger Kater in den Knochen.Ferrari-Treffen in Mestre Gegen 9 Uhr schleppten wir uns zum Frühstück und pumpten uns mit Kaffee voll. So richtig viel Schlaf hatten wir ja nicht bekommen. So langsam kam bei Steffi auch der Ärger über das verschwundene Portemonnaie wieder hoch. Wir würden auf dem Weg zum Bahnhof nachher auch nochmal an der Bar vorbeifahren - vielleicht hatte es ja jemand gefunden, oder es lag dort irgendwo rum. Nach dem Check-Out im Hotel wollten wir uns an der Strasse ein Taxi suchen und staunten nicht schlecht, als wir dort 9 Ferraris zu Gesicht bekamen. Es war heute wohl irgendein Club-Treffen und jeder führte hier seinen Wagen vor. Typisch italienisch :-) Wir ließen uns also ein Taxi zum Hotel kommen und fuhren damit erst zur Bar (das Portemonnaie war leider nicht aufgetaucht) und von dort weiter zum Bahnhof von Mestré. Hier hiess es Abschied nehmen von Steffi, denn sie nahm einen Zug zurück nach Triest und wir mussten mit dem Bus weiter zum Flughafen. Der Rest der Rückreise lief wie eine Art Film an uns vorbei: Einchecken, Warten, Rückflug nach Hannover und Landung. Unser lieber Schwager Stefan holte uns auch hier wieder pünktlich ab und fuhr uns zurück nach Münster (an dieser Stelle nochmals vielen Dank!), wo wir wie immer nach unseren Reisen den Tag erschöpft und faul auf dem Sofa ausklingen ließen. Das war jetzt aber auch wirklich genug Kultur für die nächste Zeit :-)