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Das Wahre Asien


Große Nordtour durch Westmalaysia
(12.09.2009 - 05.10.2009)


2. Teil 2. Teil

1. Teil

Planung:
Nachdem die letzten großen Reisen nach Amerika und Afrika führten, war jetzt wieder einmal Asien als Zielkontinent an der Reihe. Unsere Wahl fiel relativ schnell auf Malaysia, wo wir hoffentlich genauso viel Abwechslung und traumhafte Eindrücke haben würden, wie damals in Indonesien. An Regenwald, Stränden und guten Tauchgründen sollte es aber wohl nicht mangeln. Im Februar fand ich bei einem KLM-Special auch sehr günstige Flüge nach Kuala Lumpur und schlug natürlich direkt zu. Dies würde dann der erste richtige Langstreckenflug für Luna werden, jedoch waren wir auf Grund der bisherigen Erfahrungen mit den Flügen nach Teneriffa und Qatar guter Dinge. Obendrein war Luna ja zum Abreisezeitpunkt gerade 2 Jahre alt und würde daher auch einen eigenen Sitzplatz im Flugzeug bekommen. Zudem hatten wir dann kein allzu großes Gewichtsproblem bei unseren Koffern mehr -zumindest nicht für den Langstreckenflug. Da wir aber auch unsere Tauchsachen mitschleppten, würden wir wohl oder übel über die üblichen 15kg Freigepäck bei eventuellen Inlandsflügen kommen. Mit dem Problem würden wir uns aber erst vor Ort beschäftigen, wenn wir tatsächlich auf Inlandsflüge als Transportmittel zurückgreifen würden. Auch die Wahl eines Mietwagens stand zur Debatte, jedoch entscheiden wir uns vorerst gegen einen eigenen Wagen und wollten vor Ort erstmal in Ruhe die lokalen Transportmöglichkeiten (Bus, Zug etc.) abchecken. Einen Mietwagen könnten wir im Fall der Fälle später ja immer noch mieten. Um uns langes Suchen nach einer Unterkunft direkt nach der Landung zu ersparen, buchte ich das Hotel "Impiana KLCC" für die ersten 2 Übernachtungen in Kuala Lumpur ebenfalls schon im Vorfeld per Internet.


1. Tag (Sa., 12.09.2009):
Heute morgen packten wir noch in aller Ruhe all die Sachen zusammen, die wir gestern nicht mehr geschafft hatten. Nach dem Mittagessen fuhren wir gegen 13 Uhr in Richtung Frankfurt, kamen verkehrstechnisch einigermaßen gut durch und erreichten gegen 16 Uhr unseren bereits vorher im Internet gebuchten Parkplatz in Flörsheim (Travel-Parking.de, 25 Tage für 107,50 €). Dieser bewachte Parkplatz war deutlich günstiger, als die üblichen direkt am Flughafen. Die Abwicklung und Bezahlung war sehr schnell erledigt und bereits Minuten später wurden wir mit einem Minivan vom Parkplatz direkt zum Flughafen gefahren. Auch der Check-In (inkl. Bordkarten für den Weiterflug) war rasch abgehakt, so dass wir schon kurz darauf zu unserem "Sekt-Ritual" übergehen konnten. Beim anschließenden Security-Check erhielt ich wegen der Tauchlampe im Handgepäck natürlich wieder die übliche (aber problemlose) Sonderbehandlung. Leider hatte Luna während der heutigen Flughafen-Anreise Fieber bekommen, weshalb wir Ihr noch kurz vor dem Gate ein entsprechendes fiebersenkendes Zäpfchen gaben. Vermutlich wurde das Fieber dadurch verursacht, dass unser Sonnenschein gerade 4 Zähne gleichzeitig bekam. Das Boarden erfolgte pünktlich und wir durften wie bei KLM gewohnt mit Kleinkind als erstes an Bord. Keine Ahnung ob es am Zahnen lag, aber Luna hatte diesmal irgendwie Angst vor dem Flugzeug und wollte es zunächst überhaupt nicht betreten. Nachdem sie es aber direkt an der Eingangstür ein paar Mal streicheln durfte war dann alles in Ordnung. Puhh, es konnte also eigentlich losgehen - Malaysia wir kommen! Mit 20minütiger Verspätung kamen wir in Amsterdam an, wo wir uns dann ein klein wenig abhetzen mussten, um rechtzeitig zum nächsten Abfluggate zu kommen. Mit Luna an unserer Seite wurden wir aber auch hier am Flughafen bei der Zoll- und Sicherheitskontrolle bevorzugt behandelt. Glücklicherweise schien auch Lunas Fieber inzwischen fast weg zu sein. Das wir mit Luna anschließend auch hier zuerst an Bord des Flugzeuges durften, war eine Selbstverständlichkeit. Gegen 21 Uhr starteten wir schließlich in Richtung Kuala Lumpur. Auf dem unspektakulären 11,5stündigen Flug (6 h Zeitverschiebung) konnte aber leider auch das sehr gute Entertainment- und Filmprogramm nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Beinfreiheit im Flieger wirklich hart an der Grenze war - vor allem für mich als recht großen Kerl. Wir haben die meiste Zeit über versucht zu Schlafen bzw. zu Dösen, jedoch kam Lunas Fieber in regelmäßigen Schüben immer wieder, weshalb sie ca. alle 4 Stunden ein weiteres Zäpfchen benötigte.

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2. Tag (So., 13.09.2009):
Gegen 15 Uhr Ortszeit landeten wir schließlich in Kuala Lumpur. Wie an asiatischen Flughäfen üblich, gab es hier bei der Einreise eine "Fieberkontrolle" per Temperaturkamera und weil Luna immer noch Fieber hatte, wurden wir natürlich entsprechend zum Gesundheitscheck rausgewunken. Es erfolgte anschließend eine manuelle Fiebermessung, auf die Luna aber überhaupt keine Lust hatte. Natürlich wurde dabei eine erhöhte Temperatur festgestellt (38,2 °C) und so mussten wir anschließend auf einen entsprechenden Arzt warten. Die Tatsache, dass dies über 20 Minuten dauerte, fanden wir dann allerdings schon ein starkes Stück. Egal, als wir dem Arzt dann erklärten, dass Luna gerade 4 Zähne bekam und dies wohl die Ursache für das Fieber sei, war die Sache damit erledigt und wir konnten unseres Weges ziehen. Als Transportmittel zum Hotel wollten wir uns am Taxischalter vor der Ankunftshalle ein Budget-Taxi bestellen, jedoch hatten wir für dieses angeblich zu viel Gepäck dabei, so dass wir leider gezwungen waren, einen wesentlich teureren Minivan zu nehmen (mit 199 RM ein stolzer Preis). Wettertechnisch empfing uns Malaysia leider mit Regen. Die Fahrt zu unserem Hotel "Impiana KLCC" dauerte 45 Minuten und es lag in unmittelbarer Fussnähe zu den weltbekannten Petronas-Towers. Der Check-In im Hotel verlief schnell und unkompliziert. Da unsere gebuchte Superior-Suite (47 €/Nacht) nicht mehr frei war, bekamen wir kurzherhand die bessere Deluxe-Suite, in welche wir uns zusätzlich noch ein Babybett reinstellen ließen. Generell war das ganze Hotelpersonal hier extrem freundlich und zuvorkommend. Unser Zimmer im 12. Stock war umwerfend gross. Zwar lag direkt gegenüber die Großbaustelle des "Grand Hyatt", jedoch bekam man geräuschmäßig davon absolut gar nichts mit, so dass im Grunde genommen nur der makellose Ausblick auf die Towers etwas beeinträchtigt war. Luna hingegen war begeistert vom Blick auf die Baustelle unter uns, denn sie liebt Bagger jeder Art und konnte diesen auf dem Fensterbrett sitzend die ganze Zeit zuschauen. Wir packten erstmal in Ruhe unser Gepäck um und starteten dann schließlich gegen 18:30 Uhr zu einer ersten Erkundung der näheren Umgebung. Am ATM direkt neben dem Hotel deckten wir uns zunächst mit etwas Bargeld ein und besuchten anschließend das "Aquaria KLCC" (Eintritt 38 RM), welches sich im Untergeschoss des direkt dem Hotel gegenüber liegenden Convention Center befindet. Das "Aquaria KLCC" ist ein großes und nettes Aquarium, dessen Highlight der besonders lange Glastunnel ist, welcher die Besucher auf einem Laufband auch um Ecken führt. Man bekommt hier neben den üblichen Korallen- und Schwarmfischen auch viele Großfische zu sehen, wobei Luna wie erwartet vor allem von den Haien begeistert war. Der Besuch war jedenfalls genau das richtige für den verregneten Nachmittag und als relaxter Einstieg in unseren Urlaub nahezu ideal. Gegen 20 Uhr schlenderten wir durch den KLCC-Park rüber zum Platz am Fuße der Petronas-Towers, einem abendlich beliebten Treffpunkt bei jung und alt. Auf der Suche nach einem netten Restaurant wurden wir schließlich beim "The Appartment" fündig, wo wir uns für 48 RM/Person an einem üppigen Buffet satt essen konnten. Es gab eine tolle Auswahl an sehr leckerem Essen, jedoch war schon einiges davon kalt. Gestört hat uns das aber nicht wirklich und so genossen wir das Abendessen zusammen mit Bier und Cocktails. Gegen 21:15 Uhr kehrten wir zurück ins Hotel, wo Luna bereits die Augen zufielen. Während Tina sich ebenfalls schon hinlegte, zog ich noch einmal kurzerhand für ein paar Nachtaufnahmen der Towers los. Die 2 Zwillingstürme sind wirklich ein beeindruckender Anblick und ich konnte mich an dem beleuchteten Bauwerk kaum satt sehen. Da der KLCC-Park jedoch bereits um 22 Uhr geschlossen wurde und ich mehrmals von Sicherheitsbeamten freundlich zum Verlassen aufgefordert wurde, war ich dann doch schon um kurz nach 22 Uhr zurück im Hotel. Während der Nacht wachte Luna leider mehrmals weinend mit Fieber auf und sollte sich ihr Zustand morgen nicht wesentlich gebessert haben, so würden wir wohl mal einen Abstecher in ein Krankenhaus machen.

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3. Tag (Mo., 14.09.2009):
Um 8:30 Uhr schlüpften wir aus unseren Betten und zu unserer Freude schien es auch Luna erheblich besser zu gehen, das Fieber schien sogar ganz verschwunden zu sein. Also erstmal nichts wie runter zum großen Frühstücksbuffet, was extrem gut bestückt und lecker war. Um Luna nicht allzu sehr zu strapazieren, sollte das Programm für heute recht entspannend sein und so entschlossen wir uns zu einem Ausflug zu den Batu-Caves. Dazu hielten wir uns gegen 10 Uhr ein Taxi direkt an der Straße vor dem Hotel an. Das erste Taxi wollte jedoch keinen Taxameter benutzen und der Fahrer verlangte einen in meinen Augen viel zu hohen Festpreis. Egal, es gab noch andere Taxen und so hielten wir einfach das nächste an. Diesmal war der Fahrer auch problemlos dazu bereit den Taxameter zu benutzen und nach einer ca. 30minütigen Fahrt zu den Batu-Caves zeigte die Uhr 24 RM an (Gastaxi). Der Taxifahrer warnte uns dann beim Aussteigen noch bzgl. der Rückfahrt vor den Abzockerpreisen der Taxen direkt auf dem Platz vor den Höhlen und empfahl uns lieber eines direkt an der Strasse zu nehmen. Der Vorplatz der Batu-Caves war voller Tauben, welche von den Erwachsenen gefüttert und von den Kindern gejagd wurden. Luna hatte hier sichtlichen Spass und rannte übermütig durch die Taubenschwärme. Futter brauchten wir selber keines kaufen, denn Luna bekam eigentlich von so ziemlich jedem Einheimischen Futter geschenkt, aber wie schon vor 6 Monaten in Qatar, so wollten auch hier viele Erwachsene ein Foto mit Luna machen und sie unbedingt mal anfassen. Wir nahmen es erstmal gelassen. Anschließend wandten wir uns dann den Batu-Caves zu, für welche kein Eintritt sondern lediglich eine freiwillige Spende zu entrichten war. Schon alleine der imposante Tempelaufgang mit seinen 272 Stufen und der großen goldenen Statue davor beeindruckte uns. Auf dem Weg nach oben konnte Luna sich dann auch erstmals am Anblick von freilebenden Affen erfreuen, denn die Makaken säumten den steilen Treppenaufstieg nach oben und hofften auf irgendwas essbares der Touristen. Hier war erwartungsgemäss natürlich alles sehr touristisch und oben angekommen, konnte man vor dem Höhleneingang sogar Fotos mit einem Leguan oder Schlangen machen. Darauf verzichteten wir dankend, jedoch konnte Luna wenigstens mal die Schlangen anfassen und streicheln - was sie total super fand (und gar nicht mehr von den Schlangen weg wollte). Im Anschluss daran ließen wir einfach die großen Höhlen auf uns wirken und schlenderten ein wenig durch die ganze Anlage. Es war die ganze Zeit über diesig, aber schwül warm, was einem auch schon bei kleinen Aktivitäten den Schweiss aus den Poren trieb. Gegen 12:15 Uhr machten wir uns auf den Rückweg und suchten uns dazu ein Taxi. Wie bereits vom Fahrer auf dem Hinweg angedeutet, verlangten fast alle Taxifahrer direkt an den Höhlen einen unverschämt hohen Festpreis für die Fahrt zurück zum Hotel. Es gelang uns aber trotzdem doch relativ schnell jemanden zu finden, der bereit war mit Taxameter zu fahren, so dass uns die Rückfahrt nur 40 RM kostete. Der im Vergleich zur Hinfahrt höhere Preis kam dadurch zustande, dass wir auf dem Rückweg ein Benzintaxi erwischt hatten, welche generell teurer sind - eine Tatsache, über die wir nun also auch Bescheid wussten. Der Taxifahrer war ein netter Kerl und während der Fahrt plauderte ich mit ihm über alle möglichen Dinge, wobei er sich vor allem über die Machenschaften der Araber im Bereich des Tourismus beschwerte. Da mir der Typ sympathisch war, fragte ich ihn noch nach seiner Handynummer, denn schließlich würden wir vor unserem Rückflug auf jeden Fall noch mal nach Kuala Lumpur kommen und wohl auch noch den einen oder anderen Ausflug machen wollen. Da konnte der Kontakt zu einem netten Fahrer nicht verkehrt sein. Zurück am Hotel wollten die Mädels den Rest des Tages am Pool entspannen. Das war mir eigentlich ganz recht, denn so konnte ich selber in Ruhe das Programm für die nächsten Tage planen bzw. organisieren. Um Luna noch etwas mehr Gelegenheit zur Akklimatisierung zu geben, entschlossen wir uns den Aufenthalt in Kuala Lumpur um einen Tag zu verlängern. Bei Buchung direkt an der Hotelrezeption konnte man mir jedoch nicht den günstigen Tarif anbieten, so dass ich die 1 Nacht Verlängerung tatsächlich extra online per Internet buchen musste. Allerdings hatte man mir an der Rezeption auch zugesagt, dass ich ruhig wieder das günstigere Zimmer buchen könne und trotzdem das bessere Upgrade-Zimmer behalten dürfte. Ein toller Service des Hotels! Als nächstes machte ich mich an die Organisation des Transports zum Taman Negara Nationalpark, denn dorthin sollte es für uns als nächstes gehen. 2 Telefonate später wusste ich auch, wo ich dies am besten buchen konnte - im Istana-Hotel. Dieses Hotel lag ganz in der Nähe und so ging ich dort schnell mal zu Fuss hin und buchte im dortigen Büro von "Mutiara Taman Negara" für übermorgen den Bustransport (70 RM/Person; Abfahrt 8:45 Uhr an der Lower Lobby vom Crown Plaza Hotel) nach Kuala Tembeling. Die Bezahlung des Bustransportes sollte ich bei Abfahrt direkt am Bus vornehmen. Von Kuala Tembeling aus würden wir mit dem Langboot über den Fluss zum Nationalpark fahren. So, damit war meine Arbeit auch schon erledigt und ich schlenderte zurück zum Hotel wo ich mich zu meinen 2 Frauen an den Pool gesellte. Um 18 Uhr brachen wir schließlich zum großen Shoppingcenter an den Petronas-Towers auf (Suria KLCC), um ein wenig zu bummeln und die nötigsten Dinge einzukaufen (Mückenspray, Windeln etc.). Zwecks Abendessen ließen wir uns im netten Ambiente des "Dôme Café" direkt an den Towers nieder, waren aber im nachhinein vom Essen nicht sonderlich begeistert. Zurück im Hotel legten wir Luna ins Bett und schliefen selber ziemlich schnell vor dem Fernseher ein.

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4. Tag (Di., 15.09.2009):
Nach einem späten, aber üppigen Frühstück brachen wir gegen 10:30 Uhr zu einer Sightseeing-Tour durch die Stadt auf. Für Luna hatten wir zu diesen Zwecken ja auch extra einen leichten Reisebuggy mitgenommen, der nicht nur auf dem Flughafen wertvolle Dienste leistete, sondern auch bei solchen Stadtspaziergängen. Wir fuhren erstmal mit einem Taxi (10 RM) zur Masjid Jamek (Freitagsmoschee). Um diese nette und von Kokospalmen gesäumte Moschee zu betreten, war kein Eintritt sondern lediglich eine freiwillige Spende nötig und zusätzlich musste man einen Kaftan tragen (den bekam man kostenlos direkt am Eingang). Dort lag auch ein Gästebuch aus und selbstverständlich freuten sich die Leute über einen entsprechenden Eintrag der Besucher. Tina hätte die Moschee ebenfalls betreten dürfen, hatte aber keine Lust und blieb mit Luna am Eingang zurück. Ich schlenderte ein wenig durch die fast menschenleere Anlage, wobei ich mich natürlich an die Anweisung des Pförtners hielt nur außen herum zu laufen und keinesfalls die Hallen zu betreten. Das interessanteste an dieser Moschee war aber sicherlich die optisch faszinierende Kombination vom roten Backstein und den strahlend weißen Einfassungen. Zurück am Eingang sammelte ich die 2 Mädels ein und zusammen gingen wir bei typisch schwül-warmem Wetter vorbei am Merdaka Square - gesäumt vom bekannten Bangunan Sultan Abdul Samad Building mit seinem markanten Uhrenturm, den völlig untypischen Fachwerkhäusern des Royal Selangor Club und dem mit 100 m angeblich höchsten Fahnemast der Welt. Am Südende des Parks wandten wir uns Richtung Südosten, überquerten den Fluss und gingen vorbei am Central Market und Busbahnhof in Richtung Chinatown. Chinatown selber ist ein einziger großer Markt und es herrscht eigentlich überall reges und geschäftiges Leben. Wir ließen wir uns einfach ein wenig treiben, gingen durch die typischen Markthallen, schlenderten die (viel zu touristische) Hauptstrasse Jalan Petaling entlang und aßen schließlich in einer Seitenstraße in einem kleinen Straßenrestaurant lecker und günstig zu Mittag. Sowohl Tina als auch mir waren das hier aber alles ein wenig zu viel Menschen und uns stand der Sinn nach etwas ruhigerem. Dabei fiel unsere Wahl auf den örtlichen Vogelpark, welcher der zweitgrößte der Welt sein sollte. Das hörte sich doch gut an und würde auch Luna sicherlich gefallen, also nix wie hin. Am Ausgang von Chinatown warteten etliche Taxis auf Kundschaft, doch wir mussten erst ein klein wenig suchen bis wir eines gefunden hatten, welches auch per Taxameter zum "KL Bird Park" fahren wollte und nicht zu den viel zu hoch veranschlagten Festpreisen. So fuhren wir also gegen 14 Uhr zum Vogelpark (Eintritt 42 RM). Der Park entpuppte sich als riesige Anlage mit vielen großen Freiluftgehegen und vielen tollen Vogelarten (u.a. auch verschiedene Nashornvögel). Es machte riesig Spass, auf den vielen kleinen Wegen spazieren zu gehen und dabei überall neue und interessante Vögel zu entdecken. An vielen Stellen waren auch Futterstellen eingerichtet, an denen sich einige Vögel einfanden. Besonders witzig war es auch im Gehege der Sittiche und kleineren Papageien, welche man kostenlos füttern konnte. Die zutraulichen Tiere flogen einem dabei auf die Hand oder den Arm, um sich das frische Obst abholen zu können. Luna kam aus dem Staunen gar nicht mehr raus, plantsche zwischendurch am Fischteich mit den Goldfischen um die Wette und genoss den Ausflug hierher sichtlich. Auch die imposanten Nashornvögel bekamen wir schließlich noch zu Gesicht. Der Besuch des "KL Bird Park" hatte sich auf jeden Fall voll gelohnt! Gegen 17 Uhr machten wir uns auf den Rückweg zum Hotel. Die Taxen am Bird Park fahren jedoch nicht mit Taxameter, sondern ausschließlich per einheitlichem Festpreis (Tabelle findet man am Taxischalter). Dieser Preis (in unserem Fall 18 RM) war jedoch extrem fair und nur unwesentlich höher als der normale Taxameterpreis und da die Taxen am Vogelpark meistens lange Standzeiten hatten, war dies auch vollkommen in Ordnung. Während Tina und Luna sich noch einmal am Pool erfrischten, nutze ich die Gelegenheit zu einem kleinen Nickerchen. Gegen 19:30 Uhr brachen wir schließlich zum Abendessen auf und wurden in der nahe gelegenen Partymeile mit dem "Rum Jungle" fündig, einem skurrilen Kneipenlokal mit cooler Dekoration, einer Chill-Area im 2. Stock, guter Live-Musik und einem Haifisch-Aquarium direkt über der Theke. Über letzteres freute sich besonders Luna und war kaum noch von der Theke wegzubekommen. Die Preise für das Essen kamen uns zunächst recht hoch vor, nachdem wir dann aber die üppigen Portionen sahen, passte das Preis-/Leistungsverhältnis wieder einwandfrei. Bei guter Musik, leckeren Getränken und gutem Essen ließen wir den Abend und damit unseren ersten Aufenthalt hier in Kuala Lumpur entspannt ausklingen. Zufrieden zogen wir uns gegen 22 Uhr ins Bett zurück und ruhten uns für den morgigen Transfertag aus.

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5. Tag (Mi., 16.09.2009):
Heute mussten wir bereits 7 Uhr aufstehen, um noch in Ruhe unsere restlichen Sachen zusammen zu packen, denn schließlich ging es für uns heute weiter zum Taman Negara Nationalpark. Wir checkten in Ruhe im Hotel aus, verabschiedeten uns vom freundlichen Personal (Luna war hier bereits der Liebling von vielen Leuten) und ließen uns mit einem hoteleigenen Minivan rüber zum Crown Plaza bringen (10 RM). Bei unserem Bus handelte es sich um einen großen und wirklich komfortablen Reisebus, welcher für die heutige Fahrt neben uns nur noch mit 2 weiteren Fahrgästen besetzt war - also für jeden Platz ohne Ende. Die 70 RM/Person zahlten wir direkt beim Busfahrer und überpünktlich um 8:45 Uhr ging es los. Der Bus hätte hier sicherlich keine Minute länger gewartet und wenn jemand zu spät gekommen wäre, der hätte wohl einfach Pech gehabt. Während der ca. 2,5stündigen Fahrt durch die grüne Landschaft nach Kuala Tembeling nutzten wir die Gelegenheit, um noch eion klein wenig Schlaf nachzuholen. Gegen 11:30 Uhr erreichte der Bus schließlich den Bootsableger in Kuala Tembeling, wo wir im kleinen Büro erst noch kurz weitere Formalitäten erledigen mussten. Hier bezahlten wir nicht nur den eigentlichen Bootstransfer nach Kuala Tahan (40 RM/Person, Luna zahlt nichts), sondern auch gleich den Eintritt in den Nationalpark (1 RM/Person) und die Genehmigung für eine Kamera (5 RM). Auch bzgl. des später geplanten Weitertransportes vom Taman Negara Nationalpark in die Cameron Highlands bekam ich hier im Büro schon die nötigen Infos. Es sollte demnach einen Bus geben, der direkt von Kuala Tahan in die Cameron Highlands fuhr (90 RM), so dass wir auf dem Rückweg auf die Flussfahrt verzichten konnten. Was die Organisation von Transporten anging, wurde es den Touristen hier in Malaysia wirklich kinderleicht gemacht. Es schien die richtige Entscheidung gewesen zu sein, dass wir auf einen eigenen Mietwagen verzichtet hatten, denn man konnte wirklich alles spontan und vor allem sehr günstig vor Ort organisieren. Unser Langboot nach Kuala Tahan sollte erst gegen 13:30 ablegen, so dass wir noch etwas Zeit hatten, die wir bei dem typisch schwül-warmen Wetter mit gekühlten Getränken überbrückten, welche es im kleinen Supermarkt um die Ecke zu kaufen gab. Zusammen mit 12 weiteren Touristen legte unser Langboot schließlich pünktlich in Richtung Taman Negara Nationalpark ab. Die Holzbänke auf dem Boot waren allerdings alles andere als bequem und für Leute mit langen Beinen (so wie mich) war es mehr als eng. Auch wenn die Fahrt flussaufwärts landschaftlich ganz nett und anfänglich entspannt war, so tat einem aber bereits nach 1 Stunde der Hintern von den harten Bänken weh. Ich rutsche eigentlich nur noch von einer Sitzposition in die anderen, fand aber keine die annähernd bequem war, so dass die ca. 3stündige Bootsfahrt zum Ende hin eine ganz schöne Qual war. Zum Glück fanden wenigstens Tina und Luna eine einigermaßen akzeptable Schlaf-/Liegeposition. Um 16:30 Uhr erreichten wir schließlich Kuala Tahan, wo man uns an einem der Floating Restaurants absetzte. Während die beiden Mädels mit dem Gepäck hier warteten, machte ich mich zu Fuss auf die Suche nach einer netten Unterkunft für die nächsten 2 Nächte. Meine erste Wahl war eigentlich das "Tahan Guesthouse", welches jedoch leider bereits voll war. Beim Abklappern von weiteren günstigen Unterkünften im Ort (z.B. "Tahan View Motel") war ich allerdings von der Qualität der Zimmer nicht begeistert, denn in allen Fällen waren die Zimmer bei einem Preis von ca. 50 RM/Nacht richtig schäbig. So etwas wollte ich uns und vor allem Luna sicherlich nicht antun. Mein Weg führte mich daher als nächstes zum etwas luxuriöseren "Woodland Resort" am Ortsrand. Die große und nette Hotelanlage hatte sogar einen Pool, was vor allem Luna gefallen würde. Hier entschied ich mich schließlich für ein gemütliches Chalet (160 RM/Nacht inkl. Frühstück) mit AC und Kühlschrank, denn die etwas günstigeren Hotelzimmer sagten mir ebenfalls nicht zu (klein, schmutzig, dunkel). Zwecks Gepäcktransport wollte uns das Hotel ein Auto runter zum Fluss schicken, da ich aber nicht warten wollte ging ich schon mal zu Fuss vor. Kaum war ich bei den Mädels angekommen und hatte unser Gepäck vom Floating Restaurant zur Strasse getragen, da kam auch schon unser Kleintransporter welcher uns zum "Woodland Resort" fuhr. Nachdem wir alles in unserem Chalet abgeladen hatten, gönnten wir uns erstmal ein erfrischendes Bad im Pool. Mann, das tat richtig gut! Gegen 19:30 Uhr machten wir uns zu Fuss wieder auf den Weg runter zum Fluss, wo wir uns ein nettes Restaurant zum Abendessen suchen wollten. Viele von den Restaurants waren jedoch nur schlecht besucht, was für mich per se schon immer ein schlechtes Zeichen ist. Anders sah es da im vollen "Wan's Floating Restaurant" aus, welches auch von Einheimischen gut besucht war. Unsere Wahl war also gefallen und wie sich rausstellte war dies eine gute Wahl gewesen. Auch wenn der Service arg chaotisch war und man hier kein Bier bekommen konnte, so war das Essen aber sehr lecker und extrem günstig (kleine Portionen ca. 6,50 RM, große Portionen ca. 12,50 RM). Wir probierten verschiedene Dinge der Karte aber meine persönlichen Favoriten waren ganz klar die frisch gegrillten Satay-Spieße (10 Spieße für 5 RM), die waren einfach der Hammer! Luna hatte hier im Restaurant bei dem äußerst kinderfreundlichen Personal recht schnell Narrenfreiheit und bespaßte nebenbei die Leute in der Küche. Auch wenn es hier im Ort nicht regnete, so schien es aber in der Nähe ein ordentliches Gewitter zu geben, denn die ganze Zeit über war der Lichtschein von Blitzen zu sehen. Gegen 21 Uhr kehrten wir zurück zum Hotel und obwohl wir eigentlich schon satt und rund waren, ließen wir uns sogar noch ein paar von den köstlichen Satay-Spießen zum Mitnehmen einpacken. Im Hotel kauften wir noch ein paar Schlummerbier und nachdem wir Luna in Ihr Reisebett gelegt hatten, genossen wir dieses zusammen mit den Spießen bevor wir irgendwann einschlummerten.

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6. Tag (Do., 17.09.2009):
Während Tina und Luna ruhig ausschlafen könnten, hatte ich mir für heute Vormittag die Besteigung des Bukit Teresek vorgenommen. Wenn alles zeitlich hinhaute, würden wir uns dann gegen Mittag am Büro der Parkverwaltung treffen. Für mich hiess es also bereits um 6:45 Uhr raus aus den Federn und Aufbruch zur Dschungelwanderung auf eigene Faust. An den Floating Restaurants liess ich mich mit einem kleinen Boot auf die andere Seite übersetzen (1 RM) und ging zunächst zum Headquarter der Parkverwaltung, um dort evtl. eine genaue Karte zu bekommen. Dort war um diese Uhrzeit aber noch alles geschlossen. Egal, ich machte mich gegen 7:30 Uhr also auf den Weg entlang der beschilderten Wanderpfade in Richtung Bukit Teresek. Nach ca. 30 Minuten erreichte ich dann die Abzweigung, welche mir den Weg links den Berg hinauf wies. Während der gesamten Wanderung durch den Dschungel hielt ich natürlich wie üblich intensiv Ausschau nach Schlangen, bekam aber leider keine einzige zu Gesicht. Stattdessen begegneten mir um diese Uhrzeit Agutis, Hörnchen und einige Gibbons. Ein Erlebnis der besonderen Art war die zwischendurch Begegnung mit einigen Wildschweinen die meinen Weg kreuzten, wobei mir dort ehrlich gesagt kurz der Atem stockte. Wer um die Gefahr mit diesen Tieren weiss, der kann das nachvollziehen. Um diese Tiere nicht zu reizen, traute ich mich nicht einmal, meine Kamera herauszuholen um ein Foto zu machen. Der Anblick des großen Keilers wird aber auch so auf ewig in meiner Erinnerung bleiben. Der teilweise schlammige Pfad führte stetig steil den Berg hinauf (zeitweise über angelegte Treppenstufen) und die Besteigung war bei den tropischen Klimabedingungen eine ziemlich anstrengende und vor allem schweißtreibende Aktion. Um 9 Uhr erreichte ich schließlich einen netten Aussichtspunkt kurz vor dem Gipfel und 15 Minuten später auch den 344 m hohen Gipfel selbst, wo ich mir dann erstmal eine ausgiebige Pause gönnte. Um nicht den selben Weg zurückzulaufen entschied ich mich für den Abstieg auf der anderen Seite des Bukit Teresek. Dieser Weg war extrem steil und matschig, einige Passagen waren auch aus gutem Grund mit Seilen gesichert. Zum Aufstieg auf den Berg empfiehlt sich diese extrem schwierige Route definitiv nicht! Gegen 10 Uhr war ich dann unten und erreichte ich kurz vor dem Fluss die ausgeschilderte Abzweigung, an der ich mich nach links zurück in Richtung Kuala Tahan wandte. Der Rückweg bis zum Headquarter dauerte eine knappe Stunde und gegen 11 Uhr erreichte ich ziemlich erschöpft und vollkommen durchgeschwitzt das Büro der Nationalparkverwaltung. Auch wenn ich keine Schlangen gefunden hatte, so war das im großen und ganzen eine nette Wanderung, die aber wenig spektakuläres zu bieten hatte. Kurz nach meiner Ankunft am Parkeingang kamen auch Tina und Luna mit dem Boot von der anderen Flußseite an. Mir stand momentan der Sinn nach einer ausgiebigen Pause und so machten sich die zwei Mädels gegen 11:30 Uhr alleine auf den Weg zum kleinen Rundgang Bulatan-Paya. Ich nutze die Zeit für ein kleines Schläfchen im Schatten eines Baumes. Um 12:15 Uhr waren Tina und Luna bereits wieder zurück - ebenfalls ziemlich durchgeschwitzt. Der kleine Rundweg war nach Tinas Angaben zufolge leider in einem sehr schlechten Zustand und teilweise völlig zugewachsen und damit als Einführungswanderung eher ungeeignet. Scheinbar wurde er nur von sehr wenigen Touristen benutzt. Auf jeden Fall hatte auch Tina keine Lust mehr auf eine weitere Dschungelwanderung und so entschieden wir uns erstmal zum Mittagessen rüber zu "Wan's Floating Restaurant" überzusetzen. Während Tina und Luna etwas aßen, kümmerte ich mich um den morgigen Transport in die Cameron Highlands. Die Busfahrt direkt von Kuala Tahan nach Tanah Rata buchte ich auf dem Floating Boat von "Travel Han" (90 RM/Person, Luna zahlt nicht), wobei zwischendurch der Bus gewechselt werden müsste. Es war heute extrem heiss und man schwitze nur so vor sich hin. Zurück bei Tina entschlossen wir uns dazu, auf eine Canopy-Tour im Regenwald zu verzichten und uns lieber ein wenig am Pool zu erfrischen - das war auch ganz im Sinne von unserer kleinen Wasserratte Luna. Diese Art der Abkühlung war genau das richtige für diesen heißen Tag und diese Entscheidung war auch ganz gut, denn am Nachmittag zog für eine Stunde ein heftiges Gewitter mit viel Regen auf, wir wären also während der Canopy-Tour sicherlich klitschnass geworden. Zwischendurch rief ich zwecks Zimmerreservierung im "Father's Guesthouse" in Tanah Rata an. Leider war aber kein großes Zimmer mit eigenem Bad mehr frei und so liess ich mir ein kleineres Doppelzimmer mit Gemeinschaftsbad reservieren (70 RM). Dieses würden wir uns morgen aber vor Ort erst anschauen und dann entscheiden, ob wir auch dort bleiben würden. Gegen 18 Uhr brachen wir zum Abendessen erneut zu den Floating Restaurants auf und obwohl wir diesmal eigentlich ein anderes Restaurant ausprobieren wollten, landeten wir doch wieder bei "Wan's Floating Restaurant", denn die übrigen Lokale waren entweder geschlossen oder fast leer. Was soll's, schließlich schmeckte es bei Wan ja auch hervorragend und sogar Luna liebte die köstlichen Satay-Spieße. Mit vollem Magen schlenderten wir gegen 20 Uhr zurück ins Hotel und packten schon einmal den Großteil unserer Sachen für die morgige Abfahrt.

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7. Tag (Fr., 18.09.2009):
Es stand uns heute mal wieder ein Transfertag bevor, also frühes Aufstehen und Packen der restlichen Sachen. Gegen 7:45 Uhr brachte uns ein Minivan mit all unserem Gepäck vom Hotel zur nahe gelegenen Busstation im Ort. Dort stand bereits ein Mini-Bus bereit, der jedoch auch schnell bis auf den letzten Platz besetzt war. Nur leider standen dort noch 9 weitere Personen, die einen Transport gebucht und bezahlt hatten - die Agentur hatte mehr Plätze als verfügbar verkauft. Aber auch das war kein großartiges Problem, denn es wurde rasch ein Minivan besorgt, mit dem die übrigen Passagiere befördert wurden. So ging es schließlich um kurz nach 8 Uhr los nach Jerantut, wo wir eine knappe Stunde später direkt am Büro von "Han Travel" ankamen. Hier liess man uns Zeit für eine kleinere Pause, denn wir wechselten anschließend eh in einen größeren und komfortableren Bus, mit dem wir um 10 Uhr in Richtung Cameron Highlands aufbrachen. Doch anstatt in einem Stück durchzufahren, wurde erstmal ein kurzer Stopp am Bootsableger in Kuala Tembeling eingelegt. Keine Ahnung warum, denn hier stiegen weder Leute aus noch ein. Na ja, zumindest nutzen einige die Gelegenheit, um sich in dem kleinen Supermarkt dort mit etwas Proviant für die weitere Fahrt einzudecken. Um 10:45 Uhr ging es dann endlich weiter und inzwischen war doch einiges an Verkehr auf den Straßen, so dass wir sogar in den einen oder anderen Stau gerieten. Auch das Wetter verschlechterte sich zunehmend, gegen späteren Mittag fing es dann erwartungsgemäss auch an zu regnen. Wir dachten ja eigentlich, dass die Fahrt ohne weiteren Stopp direkt bis in die Cameron Highlands erfolgen würde, jedoch wurden wir auch dabei noch einmal eines besseren belehrt, denn in Gua Musang stoppte der Bus erneut und hier wurden dann alle Fahrgäste bei strömendem Regen auf 3 kleine Minivans aufgeteilt. Oh Mann, was für ein Unsinn, denn alle 3 fuhren doch weiter in die Highlands. Nur mit einigem hin und her schafften wir es dann, dass wir alle 3 und auch unser Gepäck in ein und demselben Fahrzeug landeten. So ging es dann ein wenig eingepfercht weiter unserem eigentlichen Ziel entgegen. Der erste Eindruck beim Blick aus dem Autofenster war jedoch etwas ernüchternd, denn so hatten wir uns die Cameron Highlands eigentlich nicht vorgestellt. Zu sehen waren über weite Strecken nur Tausende von Gewächshäusern an den Hängen und in den Tälern - keine Spur von üppigen Regenwäldern oder endlosen Teeplantagen. Zum Glück wichen hinter Binchang zumindest die Gewächshäuser, an deren Stelle nun Erdbeerfarmen und Blumenplantagen traten. Die Straßen waren zudem gesäumt von großen Hotelkomplexen und Unmengen Souvenier-Shops. Für unseren Geschmack war das hier alles viel zu touristisch und leider überhaupt kein Vergleich zu der Ursprünglichkeit, welche wir überall in Indonesien erlebt hatten. Gegen 16 Uhr erreichten wir schließlich das "Fathers Guesthouse" in Tanah Rata. Von außen machte es einen netten Eindruck, aber wie gestern am Telefon besprochen, inspizierten wir zunächst das Zimmer und wie schon beinahe erwartet, war es tatsächlich viel zu klein für uns 3. Da blieb uns leider nichts anderes übrig, als ein paar andere Hotels abzutelefonieren, wohlwissend, dass die Hotels zu diesen Tagen (Ende des Ramadan!) bereits größtenteils ausgebucht waren. Im "The Heritage Hotel" war mir der Zimmerpreis von 400 RM allerdings entschieden zu hoch. Der zweite Versuch erfolgte im "Hillview Inn", wo erfreulicherweise noch etwas frei war. Es war auch kein Problem, dass wir uns das Zimmer zunächst anschauen wollten und dazu wurden wir mitsamt unserem Gepäck vom Hotel am "Fathers Guesthouse" abgeholt und zum "Hillview Inn" gefahren. Von außen machte auch dieses im Fachwerkstil erbaute Hotel einen netten Eindruck und auch das Zimmer mit Balkon war gross genug für uns drei. Nichts desto trotz war der Preis mit 140 RM für die erste Nacht und 200 RM ab morgen reichlich happig bzw. eigentlich zu teuer. Auf großartige Preisverhandlungen liess sich die Chefin leider auch nicht ein. Aber was soll's, wir wollten wirklich nicht noch weiter rumsuchen und waren froh ein Zimmer in passender Größe und Lage für die kommenden 3 Nächte gefunden zu haben. Wir packten zunächst unsere Sachen aus, gaben im Hotel einige Klamotten zur Reinigung ab und schlenderten anschließend zum Einkaufen in den Ort. Es war mal wieder heftig am Regnen. Bei "Kang Tours" an der Hauptstraße erfragte ich den Preis für einen Transfer von den Cameron Highlands zu unserem nächsten Ziel, den Perhentians bzw. Pulau Besar. Dieser sollte 120 RM pro Person kosten, wobei das Bootsticket zur Insel schon enthalten. Abfahrt sollte 10:30 Uhr sein, Zwischenstopp in Gua Musang mit Zeit für ein Mittagessen, Ankunft gegen 16:30 Uhr am Bootsableger in Kuala Besut und direkt im Anschluss der Bootstransfer. Alles in allem also mal wieder eine Tagesreise. Da es eh am Regnen war und wir nicht vollkommen nass zurück ins Hotel kommen wollten, nutzen wir die Gelegenheit und blieben gleich im Ort zum Abendessen. Unsere Wahl viel auf "Rosette", wo wir verschiedene Nudelgerichte probierten. Das Essen war ganz OK, aber nichts besonders. Während Tina mit Luna anschließend ins Hotel zurückging, versuchte ich noch in einem Internetcafe (2,80 RM/Stunde; an der Hauptstraße im 1. Stock) gültige Telefonnummern von 2 Hotels auf Pulau Besar herauszubekommen. Aber leider Fehlanzeige, denn alle Nummern die ich ermitteln konnte waren entweder ungültig oder es hob niemand ab. Egal, dann müsste ich es eben morgen noch mal probieren. Bei einem kleinen Tourveranstalter um die Ecke ("JT Travel") holte ich mir noch einen weiteren Vergleichspreis für den Transfer Camerons-Perhentians ein (125 RM/Person). Auch wenn etwas teurer, so war der Chef von "JT Travel" aber extrem sympathisch. In einem kleinen Laden um die Ecke besorgt ich mir noch eine gute Trekking-Karte von den Highlands und folgte anschließend den Mädels aufs Hotelzimmer. Obwohl wir heute eigentlich außer im Bus sitzen nicht viel gemacht hatten, waren wir doch ziemlich fertig und fielen bereits gegen 20 Uhr müde ins Bett.

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8. Tag (Sa., 19.09.2009):
Man merkte, dass man sich in höheren Lagen aufhielt, denn heute Nacht war es trotz Wolldecken ganz schön kühl geworden. Wir schliefen mal bis 8 Uhr aus und prüften anschließend das hoteleigene Frühstück. Es konnten dazu über eine Karte lediglich einfache Dinge ausgewählt werden, welche man aber (ziemlich teuer) extra bezahlen musste. Das ganze empfand ich bei den hohen Zimmerpreisen als eine Frechheit, vor allem weil niemand bei der Zimmerbuchung etwas von einem kostenpflichtigen Frühstück gesagt hatte! Da es gestern abend nicht geklappt hatte, probierte ich es nun erneut mit einem Anruf bei den Hotels auf Perhentian Pulau Besar für unsere Übernachtungen ab dem 21. September. Diesmal kam ich zumindest beim "Corel View Island Resort" durch, bekam jedoch die Info, dass ein Zimmer (Deluxe Garden View; 210 RM) erst am dem 22. und dann vermutlich nicht für die komplette geplante Zeit frei wäre. Mmmmh, wir wollten unseren Aufenthalt hier in den Camerons eigentlich nicht verlängern. Da müssten wir uns also noch etwas überlegen. Ich ging dazu noch mal kurz zum Tourveranstalter "JT Travel" (von gestern abend) und schilderte dem Chef mein Hotelproblem für die kommende Zeit auf den Perhentians. JT versprach, sich mal darum zu kümmern und zu versuchen irgendetwas passendes zu finden. Generell war es aber schwierig, da unser Aufenthalt dort auf das Ende des Ramadan fiel und im Zuge der einheimischen Reisewelle fast alles ausgebucht war. Zurück im Hotel bekam ich einen Streit der Chefin mit einem anderen deutschen Pärchen mit. Dem Pärchen war ein Übernachtungspreis von 88 RM genannt worden, welcher auf explizite Nachfrage auch für die jetzigen Feiertage gelten sollte. Nun verlangte die Chefin allerdings nachträglich einen Preis von 120 RM und gestand ihren Fehler auch nach längerer Diskussion nicht ein. Die beiden Deutschen waren verständlicherweise ziemlich verärgert. Auch ich nutze die Gelegenheit und sprach die Dame des Hauses auf das kostenpflichtige Frühstück an. Sie meinte, dass sie mir dies bei der Ankunft gesagt hätte, was aber definitiv nicht der Fall war. Wie es scheint, ist es hier die Hotelpolitik, Gäste mit falschen bzw. fehlenden Informationen zu ködern. Das Ende vom Lied war nun, dass ich auf einmal auch unser Zimmer nicht mehr wie abgesprochen bei der Abreise, sondern gefälligst sofort für die komplette Zeit bezahlen sollte. Auf diesen Quatsch liess ich mich jedoch nicht ein. Ich persönlich kann das "Hillview Inn" jedenfalls wegen solcher Abzockermethoden absolut NICHT weiterempfehlen! Damit mein Ärger schnell verrauchen konnte, brachen wir gegen 9:45 Uhr zu unserer ersten Wanderung auf, welche uns zum Robinson-Wasserfall führen sollte (Trail 9). Der Weg führte zunächst entlang der Haupt- bzw. einer Nebenstraße durch den Ort und bog dann schließlich in den "Urwald" ab, wo man auf einem teilweise gepflasterten, aber sehr rutschigen Pfad den Wasserfall 10-15 Minuten später erreichte. Er war zwar nicht besonders gross und einigermaßen nett anzuschauen, aber zum Schwimmen leider nicht geeignet, denn es war dort viel zu dreckig und es führte auch kein Weg den steilen Abhang zum Wasserfall hinunter. Wir nahmen bei inzwischen stark bewölktem Wetter den gleichen Weg zurück nach Tanah Rata, kehrten aber kurz vor dem Ortseingang noch bei einem netten und durchaus sehenswerten Hindu-Tempel ein. Sehr zur Freude von Luna fand ich auf dem Weg hoch zum Tempel eine winzig kleine Schlange am Straßenrand, welche sie sich in Ruhe anschauen konnte. Zurück im Ort ließen wir Luna erstmal in Ruhe über den großen Spielplatz des kleinen Parks toben. Unser nächstes Wanderziel sollte der Parit-Wasserfall werden (Trail 4) und so machten wir uns um 12 Uhr auf den Weg. Dieser war ebenfalls ziemlich kurz, denn bereits nach 10-15 Minuten waren wir schon am Ziel. Der Parit-Wasserfall entpuppte sich jedoch als ziemlich mickrig (nur ca. 3-4 m hoch) und mich wunderte es doch sehr, dass eine solche "Stromschnelle" für die Touristen überhaupt als Wasserfall ausgewiesen wurde. Zu allem Überfluss fing es nun auch noch heftig an zu Regnen und wir stellten uns zusammen mit ein paar Einheimischen an einer kleinen Hütte nahe des Wasserfall unter, wo wir die nächsten 20 Minuten den gröbsten Regen abwarteten. Anschließend führte uns unser Weg weiter am Trail 4 entlang durch den Wald und bei einer kleinen Abzweigung 10-15 Minuten den Berg hinauf zum Aussichtsturm, von wo man eine schöne Aussicht über die nähere Umgebung haben sollte. Leider war dieser total vermodert, teilweise eingefallen und somit auch absolut nicht begehbar. Auch der weitere Pfad hinter dem Holzturm sah ähnlich mies aus, denn es war alles total verwachsen und durch umgefallene Bäume versperrt. Tja, irgendwie schien dieser ganze Trail kaumTouristen gelaufen zu werden. Also mussten wir den gleichen Weg wieder den Hügel hinunter und wandten uns unten am Haupttrail in Richtung Brinchang, wo wir am Ende des Pfades auf eine kleine Straße stießen, welcher wir vorbei am schönen Fachwerkhaus "Old Smokehouse" bis rauf zur Hauptstraße folgten. Da es zwischenzeitlich immer mal wieder stark geregnet hatte, waren wir dort angekommen ziemlich durchnässt. Ich weiss nicht ob es an der Tatsache lag, dass wir Luna auf dem Rücken hatten oder dass wir ziemlich nass waren (oder beides), auf jeden Fall hielt ein Pick-Up an und der Fahrer nahm uns freundlicherweise mit zurück nach Tanah Rata bzw. fuhr uns sogar bis zum Hotel, wo wir gegen 14 Uhr ankamen. So ersparten wir uns einen längeren Rückweg im strömenden Regen. Schnell rein in trockene Klamotten und schleunigst in den Ort zum Mittagessen, denn unser Magen machte sich inzwischen lautstark bemerkbar. Diesmal entschieden wir uns für das indische "K.S. Curry House" gegenüber der Busstation in Tanah Rata und hatten damit eine prima Wahl getroffen, denn das Essen war sehr günstig und extrem lecker. Vor allem die Pancakes und die gefüllten Teigtaschen (Murtabak) hatten es uns angetan - absolut empfehlenswert! Im Anschluss an das üppige Mittagessen erfolgte noch ein kurzer Zwischenstopp im "Starbucks". Tina ging mit Luna danach zurück ins Hotel, während ich noch mal das Internet bzgl. Taucherbasen auf Pulau Besar checkte (es gab bei Taucher-Net aber leider nicht viele Infos) und mich anschließend bei JT nach dem Stand der Dinge bzgl. dem Hotel auf den Perhentians erkundete. Leider war JT gerade nicht da, so dass ich später noch mal vorbeischauen müsste. Im Hotelzimmer legten wir uns alle noch mal eine Runde aufs Ohr und bekamen zwischendurch die saubere Wäsche zurückgebracht (20 RM, war alles OK). Richtig Hunger hatten wir zum Abend hin keinen und so gingen wir gegen 18:30 Uhr lediglich auf einen Cocktail in die "Travellers Bar & Lounge" im Ort. Oh Mann, wir haben wirklich selten so schlechte Cocktails getrunken, also leider mal wieder ein weiterer Minuspunkt auf der Liste unseres Besuchs der Cameron Highlands. Tina und Luna deckten sich anschließend im Supermarkt mit dem nötigsten für die nächsten Tage ein, während ich einen weiteren Abstecher zu "JT Travel" machte. JT war diesmal ebenfalls da, hatte aber leider keine allzu guten Nachrichten für mich. "Abdul's Chalet" war bis in den Oktober hinein vollkommen ausgebucht und auch bei den anderen passablen Unterkünften war nichts frei - schon gar nicht für den 21. JT würde es aber weiter probieren und versuchen, uns für die 1. Nacht evtl. woanders und anschließend im "Corel View Island Resort" unterzubringen. Mal schauen, was daraus wird, notfalls müssten wir unsere Pläne eben komplett umstellen. Wir gingen allesamt etwas frustriert zurück ins Hotel und hofften auf einen besseren nächsten Tag.

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