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Kurze Landesinformationen Ausführliche Beschreibungen von: Rocas, Hauptstadt Sao Tome, Traumstrände, Wasserfälle, Obo-Nationalpark, Cao Grande + Boca do Inferno, Ilheu das Rolas Genaue Reiseberichte Einreise, Adressen, Gesundheit, Sicherheit, Feiertage, Hinweise Bildgalerie mit zahlreichen Fotos

Das vergessene Paradies am Äquator


Auf Entdeckungstour im unbekannten Land
(19.03.2008 - 10.04.2008)


1. Teil 1. Teil 3. Teil 3. Teil

2. Teil

9. Tag (Do., 27.03.2008)
Heute ging eigentlich mein Flug zur Nachbarinsel Principe aber mir ging es absolut dreckig (Atemnot, müde, schlecht, kraftlos etc.) und deswegen beschloss ich auf den Flug leider zu verzichten, denn auf Principe war die medizinische Versorgung noch bescheidener als hier auf Sao Tome und ich müsste schließlich 7 Tage lang dort bleiben. So etwas ist mir bei all meinen Reisen in tropische Gefilde noch nie passiert, aber das Risiko einer verschleppten Krankheit wollte ich nicht in Kauf nehmen. Ich rief zu Hause an und schilderte die momentane Situation. Tina machte sich natürlich große Sorgen und ich spielte auch schon mit dem Gedanken insgesamt eine Woche früher nach Hause zu fliegen. Der nette Hotelangestellte erkundigte sich für mich diesbezüglich beim TAP-Büro in der Stadt, da heute am Flughafen jedoch viel los war (Ankunft des Fliegers) müssten wir es morgen noch mal probieren. Ich legte mich also erst noch mal hin und trank etwas Elektrolytlösung (was evtl. die falsche Wahl war). Obwohl ich eigentlich keinen Hunger hatte, bestellte ich mir gegen Mittag etwas Reis und Gemüse in der Küche, schließlich musste ich ja irgendwann mal wieder zu Kräften kommen. Da sie die Bestellung aber scheinbar zwischendurch vergessen hatten, bekam ich mein Essen erst eine Stunde später. War aber eigentlich auch egal, denn so richtig viel bekam ich eh nicht runter. Jetzt war dann auch der Punkt erreicht, an dem ich dann doch mal einen Arzt aufsuchen wollte. Der Hotelangestellten empfahl mir einen guten Arzt, rief diesen an und sagte mir, dass er irgendwann am Nachmittag zu mir aufs Zimmer kommen würde. Den Rest des Nachmittags verbrachte ich damit auf meinem Zimmer rum zu liegen - ganz schön langweilig. Spätestens jetzt wurde mir klar, dass ich eigentlich nie wieder ohne meine kleine Familie in Urlaub fahren möchte *snief* Gegen 17 Uhr kam schließlich der sympathische Arzt und checkte mich bei einer gründlichen Routineuntersuchung durch. Ein Bluttest war wegen der Inkubationszeit von Malaria & Co nicht nötig, aber das war mir ja auch schon vorher klar. Die Blutdruckmessung ergab schließlich das abschließende Ergebnis, denn der Arzt stellte einen viel zu hohen Wert fest (160/100). Für mich völlig überraschend, denn ich hatte vorher noch nie Probleme mit dem Blutdruck gehabt. Er empfahl mir jedenfalls sehr viel Wasser zu trinken, die nächsten Tage ruhig angehen zu lassen und auf Salz zu verzichten (na toll, die Elektrolyte!). Morgen würde er aber auch noch mal zur Kontrolle und erneuten Blutdruckmessung vorbei kommen. Damit war klar, dass meine eigentliche Planung bzgl. Aktivitäten auf den Inseln stark eingeschränkt wurden und Tauchtouren würde ich auf jeden Fall keine machen, solange ich zu Hause nicht gründlich durchgecheckt worden wäre. Ich ass noch die Reste von meinem Mittagessen und haute mich anschließend früh aufs Ohr.

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10. Tag (Fr., 28.03.2008)
Für meine Verhältnisse schlief ich heute mal aus und stand erst gegen 8 Uhr auf. Viel besser ging es mir jedoch noch nicht und auch das Frühstück änderte nichts an meinem Befinden.Der Taxi-Platz Um mir die Zeit zu vertreiben, schlenderte ich bei leichter Bewölkung am Vormittag ein wenig durch die Stadt und über den lokalen Markt. Hier herrschte ein reges Treiben und dichtes Gedränge, so wie ich es von solchen Märkten gewohnt bin. Leider wurde mir hier von vielen Marktfrauen das Fotografieren verwehrt, was bei der Fülle an Motiven eigentlich sehr schade war. Ein immer wieder faszinierender Anblick waren auch die Massen von gelben Taxen auf dem Taxi-Platz direkt vor dem Markt. Wer sollte die bloss alle nehmen? Selbst bei einem solchen gemütlichen Spaziergang war ich leider schon schnell außer Atem bzw. bekam kleinere Kreislaufprobleme, weswegen wohl auch die geplanten Trekkingtouren auf den Inseln ins Wasser fallen würden. So ein Mist, denn damit blieb leider nicht mehr wirklich viel an irgendwelchen Unternehmungsmöglichkeiten. Ich konnte also nur hoffen, dass die Umbuchung auf einen früheren Rückflug klappen würde. Nachdem ich noch etwas Geld bei einem Straßenhändler und ein paar Getränke gekauft hatte, zog ich mich gegen 11 Uhr aus der Sonne zurück ins Hotel. Hier bekam ich die Nachricht, dass meine Rückflüge für eine frühere Heimkehr reserviert wären, ich müsste aber noch eine endgültige Bestätigung am Montag abwarten.Flugzeugwrack im Volkspark Bis 16 Uhr schlief und gammelte ich auf meinem Zimmer rum. Was mir fehlte war ein richtig dickes Buch um die Zeit totzuschlagen. Am Nachmittag raffte ich mich dann nochmals für einen 1,5stündigen Bummel an der Strandpromenade auf, führte ein wenig Smalltalk mit den Fischern, gönnte mir einen kleinen Snack und versuchte an der Post ein paar brauchbare Postkarten aufzutreiben. Hier gab es jedoch nur ein paar wenige vergilbte Karten mit grottenschlechten Motiven - nichts was ich nach Hause schicken wollte. Bei meinem Rundgang durch die Stadt viel mir wieder einmal auf, wieviel Schrott sich doch teilweise in den Gärten der Häuser angesammelt hatte (Autos, Boote, Kleinteile etc.). Scheinbar glaubten die Leute irgendwann noch einmal etwas damit anfangen zu können. Im Wasser in Richtung Hafen lagen sogar eine Vielzahl von ganzen Schiffe in Nähe des Ufers und rosteten geduldig vor sich hin. Ein kleiner Abstecher in den ehemals prächtigen Volkspark ergab denselben Eindruck, denn hier war es ein ganzes Flugzeug, dass auf sein endgültiges Ende wartete. Zu entdecken gab es also überall etwas ;-) Kurz nachdem ich zurück am Hotel war, kam auch schon der nette Arzt für seine Kontrolluntersuchung vorbei. Die Blutdruckwerte waren leider nur geringfügig besser (140/90) und er entschied sich mich morgen früh noch mal zu untersuchen, um zu schauen wie die Werte am Morgen aussahen. Nach einer kühlenden Dusche war der Tag somit für mich auch schon wieder zu Ende.

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11. Tag (Sa., 29.03.2008)
Gegen 8 Uhr kam der Arzt zum nächsten Check vorbei und dieses mal lagen die Werte glücklicherweise in einem normalen Bereich (120/80). Er empfahl mir nochmals die nächsten Tage weiterhin ruhig angehen zu lassen und mich nach meiner Rückkehr in Deutschland mal gründlich untersuchen zu lassen, um der Ursache für den hohen Blutdruck auf den Grund zu gehen.Der Präsidentenpalast Zwecks Bezahlung würde der Arzt in den nächsten Tagen eine Rechnung an der Rezeption hinterlegen. Ich gab noch schnell ein paar Sachen zum Waschen an der Rezeption ab, ging zum Frühstück und startete anschließend einen weiteren Rundgang durch die Stadt. Hier plauderte ich ein wenig mit den Wachen des Präsidentenpalastes und den Fischern in der Bucht. Diesmal lag mein Hauptaugenmerk des Spaziergangs aber eigentlich auf der Beschaffung halbwegs ordentlicher Straßenkarten, aber leider war wirklich nirgendwo etwas anderes als die typischen Touristenkarten aufzutreiben, welche jedoch absolut unbrauchbar bzgl. Orientierung und Straßenführung waren. Wettermäßig war es heute mal wieder extrem schwül, d.h. man hatte schon nach wenigen Minuten keinen trockenen Fetzten Stoff mehr am Leib. Mit Regenzeit hatte dieses Wetter jedenfalls nicht viel zu tun. Selbst längere Stadterkundungen wurden so bereits ziemlich anstrengend und auch die Einheimischen zogen sich schnell in den Schatten oder ihre Häuser zurück. Ich tat es ihnen gleich und verschwand gegen 12 Uhr schon wieder in meinem Zimmer. Den Nachmittag verbrachte ich mit Lesen und portugiesisch Lernen in der luftigen Bar "Bambu", wo sich auch einige Einheimische aufhielten. Auf der Straße selber trieben sich bei der Hitze kaum Leute herum. Kurz nach Sonnuntergang ass ich im Hotelrestaurant noch eine Kleinigkeit - ich war echt froh, dass ich zumindest wieder etwas mehr Appetit hatte - und legte mich anschließen wieder Schlafen.

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12. Tag (So., 30.03.2008)
Ich schlief wieder mal etwas länger aus und versuchte nach dem Frühstück den englischsprachigen Guide Marion per Telefon zu erreichen - leider vergeblich.Strandpromenade im Osten der Stadt Mit ihm wollte ich eigentlich mal besprechen, welche eventuell anspruchsloseren Touren es auf der Insel gab. OK, dann eben mal wieder mein inzwischen obligatorischer 2stündiger Stadt- und Strandpromenadenrundgang. Allerdings war am Sonntag beinahe alles völlig ausgestorben. Das Wetter war natürlich auch mal wieder so, dass man es nicht lange in der Sonne bzw. im Freien aushielt. Nach meinem kleinen Rundgang gönnte ich mir im "Bambu" noch eine kühle Erfrischung und legte mich dann noch mal aufs Ohr. Gegen Mittag brachte mir eine Hotelangestellte meine Wäsche gewaschen und gebügelt auf dem Zimmer vorbei. Mir fiel so langsam die Decke auf den Kopf und am frühen Nachmittag schlenderte ich deswegen für einen Snack zum Cafe "Miramar Passante" und beobachtete einfach ein wenig die Leute. Direkt am Ufer der erhöhten Strandpromenade vor dem Cafe waren einige Einheimische damit beschäftigt, sich mit Hilfe von langen Angeln ihr Abendessen zu fischen. Um diese Zeit zog es auch etliche einheimische Familien mit Sack und Pack zum Baden und für ein Picknick an die kleinen Strände auf der Ostseite der Stadt. Auch meinen kleinen "Guide" von der Roca Monte Cafe traf ich hier auf einen kleinen Plausch zufälligerweise wieder. Irgendwann musste ich jedoch wieder raus aus der Tageshitze und verkroch ich mich noch mal kurz ins kühle Zimmer im Hotel. Am frühen Abend raffte ich mich noch mal für einen kurzen Abstecher an die Strandpromenade auf, wo ich den Greifvögeln eine zeit lang bei Ihrer täglichen Jagd zuschaute - ein wirklich faszinierendes Schauspiel bei dem man die Tiere aus nächster Nähe sehen kann. Nach Sonnenuntergang schob ich mir im Hotel noch ein ordentliches Stück Fleisch zwischen die Kiemen und verkroch mich anschließend in mein Bett.

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13. Tag (Mo., 31.03.2008)
Ich hatte wirklich keine Lust die nächsten Tage weiterhin nur so vor mich hin zu gammeln und deswegen rief ich nach dem Frühstück auch bei Nunu an und bestellte mir für morgen wieder einen Mietwagen. Damit wäre ich wenigstens mobil und könnte einfach nur so durch die Gegend fahren und Impressionen auf den Dörfern sammeln.Fort Sao Sebastiao Um 9 Uhr machte ich mich dann auf den Weg zum Fort Sao Sebastiao am Ostende der Stadt und schaute mir das darin befindliche kleine Nationalmuseum an. Als Eintritt sollte ich entweder 3 € oder 30.000 STD bezahlen. Ich war ehrlich gesagt ein wenig verwirrt über diese merkwürdige Umrechnung und zahlte natürlich die 30.000 STD (ca. 1,35 €). Ein junger Mann führte mich dann durch die Räumlichkeiten des Museums und versuchte mir so gut es ging die verschiedenen Ausstellungsstücke auf portugiesisch zu erklären. Das ganze Museum war ganz nett gemacht und versuchte einen Einblick in das Leben und die Ausstattung von Plantagen, in die Geschichte der Inseln, die einheimische Kunst und in die Schildkrötenschutzprojekte zu geben. Alles ein klein wenig durcheinander aber trotzdem lohnte sich dieser Besuch um sich die Zeit zu vertreiben. Auch hier durfte ich mich nach dem Rundgang in ein Gästebuch eintragen, worüber sich die Angestellten sichtlich freuten. Gegen 11 Uhr zog ich mich mal wieder aus der drückenden Hitze ins Hotel zurück, von wo aus ich bei TAP wegen meiner Flugbestätigung nachfragte.Kinder mit selbstgebasteltem Spielzeug in der Hauptstadt Leider bekam ich hier keine ganz so erfreuliche Nachricht, denn der frühere Rückflug war bereits komplett ausgebucht und ich stand lediglich auf der Warteliste. Ich musste also hoffen, dass irgendwer seinen Flug stornieren oder sich nicht rückbestätigen lassen würde. Man empfahl mir einfach weiter jeden Tag nachzufragen. Boah, das wäre natürlich übel, wenn ich tatsächlich auch noch die nächste Woche untätig auf der Insel rumhängen müsste. Gegen Mittag erfüllte die Regenzeit dann doch endlich mal seine Pflicht und es prasselte für ca. 90 Minuten ziemlich heftig vom Himmel. Die Straßen waren auf einen Schlag wie leergefegt. Um 16 Uhr kaufte ich in der Stadt noch mal schnell ein paar Getränke und etwas Obst für meine morgige Rundfahrt ein und ging anschließend wieder ins Cafe "Miramar Passante", wo ich Jean-Louis mit ein paar Freunden antraf. Ich gesellte mich dazu, gönnte mir eine kühle Erfrischung, ass eine Kleinigkeit und bekam im Gespräch mit dem Franzosen wieder mal ein paar sehr nützliche Tipps. Wegen meiner Flugumbuchung sollte ich mal im TAP-Büro persönlich mit Alzira sprechen und mich als Freund von ihm ausgeben, denn evtl. könnte sie da irgendetwas regeln. Des Weiteren empfahl er mir die Flughafensteuer, welche man zur Ausreise bezahlen und mit einer Quittung belegen muss, bereits ein paar Tage vorher am Flughafen zu entrichten (die Quittung ist nämlich nicht nur an dem Ausstellungsdatum gültig sondern bis zum Abflug). Dadurch vermeidet man Stress und Schlange stehen am eigentlichen Abflugtag, an dem sich dann normalerweise die meisten Touristen und Reisenden vor dem Tax-Office drängeln. Auch auf meine Nachfrage bzgl. eines wirklich guten Fisch-Restaurants hatte Jean-Louis einen Tipp parat und empfahl mir sein eigenes Lieblingsrestaurant, den "Blue Container" kurz vor dem Flughafen. Kurz nach Sonnenuntergang löste sich die gesellige Runde auf und ich ging zurück ins Hotel und ab ins Bett.

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14. Tag (Di., 01.04.2008)
Mit dem Mietwagen sollte heute endlich mal wieder etwas Abwechslung in meinem Urlaub Einzug halten. Nach dem Frühstück brachte Nunu mir den Jeep direkt am Hotel vorbei und gegen 8 Uhr brach ich schließlich in Richtung Süden auf.Boca do Inferno Nach dem gestrigen Regen war es heute mal wieder sonnig und warm. Mein erstes Ziel für heute war das kurz hinter der Roca Agua Ize gelegene Naturschauspiel Boca do Inferno, ein natürlicher Felsenkanal, durch den das Meerwasser mit großer Wucht schießt und als Fontäne auf einem Felsplateau austritt. Von anderen Touristen war hier - genauso wie auch an den meisten anderen Orten der Insel - weit und breit nichts zu sehen. Vom Boca do Inferno aus fuhr ich zurück Richtung Norden und schließlich weiter nach Westen in Richtung Trindade, wobei die Straßen oftmals paradiesisch von Bananen- und Kokosplantagen gesäumt waren. Bei schönem Wetter spielte sich das Leben der Leute beinahe komplett auf der Straße ab. Vor den Häusern saßen die Handwerker bei der Arbeit, die Kinder spielten mit selbstgebasteltem Spielzeug, Hunde und Schweine liefen kreuz und quer herum, die Frauen trafen sich zum Tratschen unter den Bäumen und die Männer saßen mit einem Bier im Schatten. Irgendwie schien heute auch großer Waschtag zu sein, denn überall an den Flüssen waren die Frauen mit Bergen von Wäsche beschäftigt.Waschtag am Fluss Da ich bereits aus meinen ersten Tagen die Ablehnung der Waschfrauen bzgl. eines Fotos kannte, machte ich meine Aufnahmen diesmal unauffällig aus größerer Entfernung. Von Trindade aus folgte ich den Hauptstraßen zurück in die Hauptstadt, wo ich zwecks Begutachtung noch schnell einen kurzen Abstecher zum Restaurant "Blue Container" machte. Das Restaurant machte einen wirklich netten Eindruck und hier würde ich sicherlich auch mal Essen gehen. Anschließend stoppte ich noch kurz beim TAP-Büro und dem Tipp von Jean-Louis folgend wandte mich diesmal direkt persönlich an Alzira. Ich erklärte Ihr die ganze Situation bzgl. meiner körperlichen Verfassung und bat sie um Hilfe bei meinem früheren Rückflug. Da die Maschine aber tatsächlich komplett ausgebucht war, konnte sie mich nur ganz nach oben auf die Warteliste setzen. Na ja, immerhin schon mal etwas und ich müsste jetzt also einfach nur darauf hoffen, dass irgendeiner der regulären Passagiere abspringt. Draußen ist inzwischen wieder eine mörderisch drückende Hitze und daher zog ich mich gegen Mittag zum Abkühlen ins Hotelzimmer zurück.Sonnenuntergang an der Westküste Gegen 16 Uhr nutze ich dann die Gelegenheit, um mit dem Auto zum Sonnenuntergang zur Westküste der Insel zu fahren. Der vorher nötige kurze Tankstopp in der Hauptstadt entwickelte sich leider zum wahren Spießrutenlauf, denn die Bettler und Verkäufer waren diesmal extrem aufdringlich und nervig. So ging es dann also über die Landstraße nach Westen durch Guadaloupe (da war doch was *grins*), vorbei an der Lagoa Azul und dem rostigen Schiffswrack auf die Westseite von Sao Tome in der Hoffnung auf einen malerischen Sonnenuntergang. Der erhoffte Traumsonnenuntergang war jedoch leider nichts besonderes und so machte ich mich schließlich in der Dunkelheit auf den Weg zurück in die Hauptstadt. Die Fahrt im Dunkeln erwies sich als ziemlich anstrengend, denn ich musste mich ständig auf eventuelle Schlaglöcher und Fußgänger konzentrieren, weswegen ich auch deutlich langsamer unterwegs war. Gegen 19 Uhr war ich aber schließlich wohlbehalten zurück im Hotel, wo mir eine unerwartet hohe Arztrechnung präsentiert wurde (50 €). Das heutige Wetter hatte mir mal wieder auf den Kreislauf geschlagen und Hunger hatte ich leider auch keinen. Nach einer kühlen Dusche und einem kleinen Stoßgebet (Bitte lass mich morgen meine Flugbestätigung bekommen!) legte ich mich hin.

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15. Tag (Mi., 02.04.2008)
Heute war der Tag der Wahrheit, was meinen früheren Rückflug anging. Entweder ich bekam eine Bestätigung oder ich müsste noch eine weitere Woche mit Kreislaufproblemen auf der Insel bleiben.Buntes Treiben in der Markthalle Ich schlief wieder mal etwas länger aus und machte nach dem Frühstück meinen üblichen Stadtrundgang inkl. Besuch der quirligen Markthallen. Im Schatten der Strandpromenade nutze ich mal wieder eine ausgedehnte Pause zur Beobachtung der Leute und der Greifvögel bei der Jagd. Hier hatte ich dann auch eine der skurrilsten Begegnungen während meiner gesamten Reise. Während ich so auf der Mauer der Strandpromenade sass, fuhr auf einem Motorrad ein Saotomese vorbei, der ein grünes T-Shirt mit der deutschen Aufschrift "Drogenfahnder" trug. Nicht nur dass es extrem erstaunlich war hier jemanden mit einem deutsch bedruckten T-Shirt anzutreffen, nein, ich hatte an diesem Tag auch wirklich haargenau das gleiche T-Shirt an! Leider reagierte ich nicht schnell genug, um den Typen anzuhalten und ein Bild von uns beiden zusammen machen zu lassen. Gegen Mittag schaute ich auf dem Rückweg zum Hotel noch mal bei Alzira im TAP-Büro vorbei, wurde aber auf heute Nachmittag vertröstet.Greifvogel au der Jagd an Ufernähe Nach der gewohnten Mittagssiesta probierte ich es also gegen 15 Uhr letztmalig bei TAP. Aber Fehlanzeige, denn leider hatten sich alle Passagiere den Rückflug bestätigen lassen und es war somit absolut kein freier Platz in der morgigen Maschine. Mist, aber als kleine Entschädigung wollte Alzira versuchen mir einen Platz am Notausgang zu reservieren, so dass ich auf dem Rückflug wenigstens mehr Beinfreiheit hätte. OK, damit musste ich mich nun mal abfinden und mir für die kommende Woche etwas überlegen. Da mir hier auf Sao Tome aber die Decke auf den Kopf fiel und ich den Stadtplan schon mit geschlossenen Augen zeichnen konnte, entschied ich mich nun doch noch einen Abstecher nach Principe zu machen und dort wenigstens ein paar Tage im Luxus-Resort "Bom Bom" die Seele baumeln zu lassen um den ganzen Ärger zu vergessen.Fischer auf dem Weg zum Markt Dafür müsste ich mir nun aber schleunigst einen Hinflug für morgen (und einen Rückflug für Sonntag) zur Nachbarinsel organisieren. Aber wie der Teufel so will, bekam ich da auch schon wieder den nächsten Dämpfer, denn der Flug von SCD Aviation war bereits komplett ausgebucht und die andere Fluggesellschaft (buchbar über "Mistral Voyages") flog aus irgendwelchen unerfindlichen Gründen morgen nicht. Es war wirklich zum Heulen! Ein wenig gefrustet schrieb ich zurück im Hotel Tina die schlechte Nachricht per Email, denn auch sie hatte bis zuletzt gehofft, dass ich früher nach Hause kommen und dann mit ihr und Luna zusammen eine Woche in Österreich entspannen würde. Einziger Lichtblick am heutigen Tag war die Tatsache, dass ich für meinen bisherigen langen Aufenthalt im Hotel "Residencial Avenida" beim Manager einen Rabatt von 10% aushandeln konnte. Ich sagte ihm aber auch gleich, dass ich wahrscheinlich am Freitag das Hotel wechseln und ins (wesentlich teurere) "Miramar" umziehen würde, was aber nicht an dem Service hier liegen würde, sondern einzig und allein auf die Tatsache beruht, dass ich im "Miramar" zusätzlich noch einen großen Garten und einen Pool hätte und ich so während der heißen Mittagszeit oder Schwächephasen nicht nur auf dem Zimmer rumgammeln müsste. Das mit dem deutlichen Mehrpreis war mir nun auch wirklich völlig egal, denn wenn ich schon auf dieser Insel fest sass, dann wollte ich mich die restliche Zeit auch wenigstens etwas erholen. Eigentlich wollte ich gegen 19 Uhr zum Abendessen mal ins "Hotel Phenicia" gehen, aber ein heftiger Regenschauer machte mir auch da einen Strich durch die Rechnung und somit blieb ich zum Essen hier im Hotel und ging direkt danach schlafen.


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