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Kurze Landesinformationen Ausführliche Beschreibungen von: Rocas, Hauptstadt Sao Tome, Traumstrände, Wasserfälle, Obo-Nationalpark, Cao Grande + Boca do Inferno, Ilheu das Rolas Genaue Reiseberichte Einreise, Adressen, Gesundheit, Sicherheit, Feiertage, Hinweise Bildgalerie mit zahlreichen Fotos

Das vergessene Paradies am Äquator


Auf Entdeckungstour im unbekannten Land
(19.03.2008 - 10.04.2008)


2. Teil 2. Teil

3. Teil

16. Tag (Do., 03.04.2008)
Heute brach also die letzte Woche meines etwas außer Plan verlaufendenDie Kathedrale von Sao Tome Urlaubs an, aber ich würde die Tage schon irgendwie rumkriegen. Nach dem Frühstück folgte mal wieder meine obligatorische Runde durch die Stadt. Wirklich witzig, denn inzwischen kannte man mich hier und ich wurde von vielen Leuten, die mir sonst auch immer mal wieder begegnet sind, gegrüßt und in Smalltalk verwickelt. Man merkte auch direkt, dass heute der Anreisetag der Europäer war, denn in der Stadt waren einige "neue" europäische Gesichter unterwegs. Selbst nach so vielen Stadtbummeln gab es auch für mich noch kleinere Überraschungen, denn in der Nähe des Marktes entdeckte ich doch tatsächlich einen kleinen Supermarkt, der Zigaretten verkaufte (Marlboro 45.000 STD) - und das auch noch etwas günstiger als die Straßenhändler. In der Kathedrale fand ich dann noch einen Aushang, auf dem eine Musikveranstaltung für jeweils kommenden Sonntag und Dienstag angekündigt wurde. Das wäre doch auch mal eine willkommene Abwechslung.Fischerboote am Strand der Hauptstadt Gegen 12 Uhr war ich zurück im Hotel und fragte telefonisch im Hotel "Miramar" wegen eines Zimmers für die kommende Woche nach. Das war kein Problem, ich müsste für die Reservierung jedoch persönlich vorbeikommen. Dies tat ich dann auch nach meiner üblichen Mittagspause und reservierte mir ab morgen ein normales Zimmer (142 € inkl. Frühstück) für die letzten Tage meines Urlaubs. Danach legte ich einen Snack-Stopp im "Papa Figo" gegenüber des UNO-Hauptquartiers ein, wo ich eine wirklich ordentliche Pizza für 100.000 STD bekam. Auch hier traf ich nochmals meinen jungen "Guide" von der Roca Monte Cafe. Ja, die Insel ist wirklich klein. Frisch gestärkt schlenderte ich auf dem Rückweg zum Hotel nochmals am Hafen entlang und hing ein wenig mit den Fischern an der Strandpromenade ab. Zurück im Hotel erfragte ich an der Rezeption dann schon mal den ungefähren Rechnungsbetrag, damit ich für morgen früh schon mal passend Bargeld raussuchen konnte. Noch kurz eine Erfrischung im "Bambu" und dann nichts wie ab ins Bett.

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17. Tag (Fr., 04.04.2008)
Nach dem Frühstück packte ich in aller Ruhe meine Sachen für den Hotelumzug, checkte anschließend im "Residencial Avenida" aus und nahm mir ein Taxi rüber zum Hotel "Miramar" - ist zwar nur ein paar Straßen weiter,Garten mit Pool im Hotel Miramar aber ich hatte keine Lust mich mit dem ganzen Gepäck abzuschleppen. Beim Check-In dort war eine Anzahlung für die ersten paar Tage fällig, ich habe aber lieber direkt alle 6 Nächte bezahlt um zu sehen, wieviel Bargeld ich noch zur freien Verfügung hatte (es wäre im Hotel aber auch Kreditkartenzahlung möglich gewesen). Auf jeden Fall hatte ich noch reichlich Geld zum Verprassen. Das Zimmer selber war kleiner als im vorherigen Hotel und dem Preis eigentlich nicht angemessen, aber dafür war dies das erste Hotel mit Moskitonetzen und vor allem gab es ein paar gute englischsprachige Fernsehsender zum Zeitvertreib während der heißen Mittagstunden. Anschließend erkundete ich mal die Außenanlage des 4-Sterne-Hotels mit seinem großen und gepflegten tropischen Garten, in den ein großer Süßwasserpool mit kleinem Wasserfall integriert war. Hier liess ich mich dann auch für die nächsten 2 Stunden zum Relaxen nieder und erst die heiße Mittagssonne trieb mich zurück ins klimatisierte Zimmer. Gegen 14 Uhr ging ich mal wieder auf einen Snack rüber zum "Papa Figo" an der Ecke und machte danach im Zuge des üblichen Stadtbummels noch ein paar Einkäufe (Getränke, Obst etc.).Unterwegs in der Stadt Dabei hatte ich mal wieder eine äußerst lustige Begegnung, denn auf der Straße sprach mich ein mir bis dato unbekannter Mann an. Erst reagierte ich auch gar nicht auf ihn und als ich ihm dann sagte, dass ich ihn doch gar nicht kenne, war dieser arg erstaunt und sichtlich enttäuscht. Also fragte ich: "Wer bist Du denn überhaupt?" " Ich bin doch der Antonio!" antwortete er prompt. "Antonio?" "Ja, ich bin doch derjenige, der Dir vor 2 Wochen bei der Passkontrolle den Stempel in den Pass gemacht hat" erklärte er mir dann freudestrahlend. "Ach so, dann muss ich Dich natürlich kennen!" entschuldigte ich mich grinsend. So spielt sich das Leben nun mal auf Sao Tome ab (*grins*). Gegen 16 Uhr fing es wieder an etwas zu regnen und bevor es richtig schüttete, flüchtete ich schnell zurück ins Hotel. Zum Abendessen probierte ich dann später das hoteleigene Restaurant aus, wo es am heutigen Tag ein großes Buffet gab (25 €). Es war wirklich gut bestückt, aber den für Landesverhältnisse Preis nicht unbedingt wert. Ich war aber schon heilfroh darüber, dass mein alter Appetit Stück für Stück zurückgekehrt war. Nach einem kleinen Absacker an der Hotelbar erkundete ich anschließend ausführlich die Fernsehsender und schlief irgendwann ein.

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18. Tag (Sa., 05.04.2008)
Heute stand ich mal wieder gegen 8 Uhr auf und machte mich über das reichhaltige Frühstücksbuffet her. Es war wirklich extrem gut und liess keine Wünsche offen (u.a. Pfannkuchen, Bohnen, Ei, Speck, Würstchen etc.) - einfach vom Feinsten.Badende Kinder am Fort Sao Sebastiao Danach bummelte ich wie üblich mal wieder ein paar Stunden durch die Stadt und fragte bei dieser Gelegenheit bei den verschiedenen Touranbietern mal bzgl. eines Ausfluges nach Cabras Island und der Roca Bombaim nach. Die Preise waren aber vergleichbar hoch, wie ich sie auch bereits am Anfang meines Urlaubes in Erfahrung gebracht hatte und auf Grund der Tatsache, dass ich alleine unterwegs war, würden mich solche Ausflüge ca. 150 €/Tour kosten. Das war mir die Sache definitiv nicht wert und ich würde mal schauen, ob ich zumindest eine der Touren nicht irgendwie wesentlich günstiger organisieren könnte. Heute war es wieder leicht bewölkt und sofort waren die Temperaturen deutlich angenehmer, was den Stadtbummel wesentlich erträglicher machte. Nichts desto trotz kehrte ich für eine kleine Siesta gegen 13 Uhr ins Hotel zurück. Um 15 Uhr wandte ich mich dann schließlich noch mal dem Ostteil der Stadt zu und traf an dem kleinen Strand am Fort Sao Sebastiao auf viele Familien, Jugendliche und Kinder, die das angenehme Wetter für einen Badeausflug und zum Relaxen nutzten - Lebensfreude pur. Die Kinder tollten mit Styroporteilen im Wasser herum oder sprangen vom Steg mit waghalsigen Verrenkungen ins Wasser, während sich die meisten anderen Leute im Schatten der wenigen Bäume aufhielten.Junge am Fort Sao Sebastiao Hier war die typische "Touristen-Situation" dann auch mal andersrum und so wurde ich von einigen Jugendlichen gefragt, ob man von mir auch ein Foto machen dürfte :-) Von hier aus schlenderte ich wieder am Hafen vorbei zur Strandpromenade, wo die Greifvögel mal wieder auf der Jagd waren, was ich mir eine Zeit lang gespannt anschaute. Auf dem Rückweg zum Hotel nahm ich diesmal einen Weg abseits der Hauptstraßen und stiess so bei einem Viertel aus einfachen Blech- und Holzhütten auf einen kleinen einheimischen Grillstand, an dem es frisch gegrilltes Fleisch, Hühnchen, Fisch und auch Octopus gab. Auf so ein landestypisches Essen hatte ich mich wirklich schon lange gefreut und kaufte mir direkt einen kleinen gegrillten Octopus (30.000 STD). Einfach unbeschreiblich köstlich!! Nebenbei erfuhr ich auch, dass die meisten einheimischen Essensstände erst gegen 17-18 Uhr am Abend aufmachten (also zum Sonnenuntergang). Diese einfachen Wohnviertel unterschieden sich durch ihre Einfachheit komplett von den nur eine Straße entfernt liegenden nobleren Häusern. Etwas weiter entlang der Straße wurde ich bei einer T-Shirt-Bude anschließend von 3 portugiesischen Arbeitern angesprochen und spontan auf ein paar Bier eingeladen. Sie sprachen auch englisch und einer sogar etwas deutsch (er hatte mal 6 Monate in Leipzig gearbeitet). Wie sich herausstellte, arbeiteten sie für eine international tätige Vorhangfirma und statteten gerade das neue 5-Sterne-Hotel im Osten der Stadt aus, welches in den nächsten Wochen eröffnet werden sollte. Es waren wirklich ein paar witzige Typen, die obendrein viel von ihren Erlebnissen rund um den Globus zu erzählen hatten und wir lösten die lustige Runde erst etliche Bier später am Abend auf. Von ihnen bekam ich nebenbei auch noch einen Tipp für ein angeblich exzellentes und günstiges Krabbenrestaurant in Neves. So, nun wollte ich aber auch nur noch schlafen.

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19. Tag (So., 06.04.2008)
Heute fuhren meine beiden Süßen Tina und Luna für eine Woche Erholung nach Österreich. Ich hoffe, sie haben eine schöne Zeit und denken auch mal an mich ;-)Die Kathedrale von Innen Nach einem ausgiebigen Frühstück spannte ich bei angenehm bewölktem Wetter am Pool aus und nutzte anschließend die Gelegenheit des Sportsenders im TV, um mir in aller Ruhe das heutige Formel-1 Rennen anzuschauen. Da war es auch gerade passend, dass es ein klein wenig zu Regnen anfing. Nach dem Rennen trieb mich um 13:30 Uhr mein Hunger wieder mal rüber zu "Papa Figo", wo ich diesmal ein wirklich leckeres Omelett bestellte (60.000 STD). Heute Nachmittag sollte ja eine Musikveranstaltung in der Kathedrale stattfinden, welche ich mir unbedingt anschauen wollte. Scheinbar hatte ich aber irgendetwas falsch verstanden, denn als ich dort war musste ich feststellen, dass die Kirche geschlossen war. Komisch, denn auf dem Aushang standen ganz klar Datum und Uhrzeit drauf. Auch diesen Sonntag wirkte die ganze Stadt wieder wie ausgestorben, weshalb das herumspazieren doch etwas eintönig und langweilig war. Also nix wie zurück zum Hotel, wo mir ein Aushang der "Pestana-Hotelgruppe" - denen auch das "Miramar", das "Pestana Equador Island Resort" und das neu erbaute 5-Sterne-Hotel gehört - ins Auge fiel. Demnach wurde nicht nur das neue Luxushotel gebaut, sondern auch direkt gegenüber eine Luxuswohnsiedlung mit 52 zum Verkauf stehenden Privathäusern. Alle Häuser hatten einen eigenen Pool und die gesamte Wohnsiedlung wäre komplett abgeschottet und bewacht. Angeblich waren auch 40% der Häuser bereits verkauft. Ich konnte wirklich nur noch staunen, denn ich hatte nicht geglaubt, dass ein solches Interesse an Immobilien oder neuen Hotels auf der Insel bestand.Im einfachen Viertel von Sao Tome Da kann man nur hoffen, dass sich dies nicht alles zum Nachteil der Bevölkerung und vor allem der Natur entwickelt. Man sieht ja leider an anderen ehemals idyllischen und ursprünglichen Reisezielen auf der Welt wohin eine solche touristische Entwicklung geführt hat. Sehr Schade, denn ein Stück der liebenswerten Natürlichkeit wird Sao Tome durch solche Baumaßnahmen sicherlich verlieren. Da ich die letzten Tage auf der Insel unbedingt mobil sein wollte, versuchte ich Nunu telefonisch zu erreichen. Leider meldete er sich nicht (OK, ist ja auch Sonntag), aber ich würde es später trotzdem noch mal probieren. Eigentlich wollte ich gegen 17 Uhr nochmals den leckeren kleinen Straßengrill plündern, aber wie auch alle anderen Buden hatte er am Sonntag geschlossen. Na gut, dann ging ich halt weiter zur Kathedrale und war auch passend zur Abendandacht da. Die Kirche war fast komplett gefüllt, auf mich wirkte die ganze Messe aber etwas langatmig und nur alleine der schöne Chorgesang zwischendurch verhinderte, dass ich einschlief. Zurück im Hotel versuchte ich es noch einmal erfolglos bei Nunu, den ich dann halt morgen früh noch mal anrufen würde. Ab ins Bett.

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20. Tag (Mo., 07.04.2008)
Schluss mit langem Ausschlafen, denn ich stand mal wieder um 7 Uhr auf. Von den Beschwerden der letzten Woche war zum Glück kaum noch etwas zu spüren.Wasserfall an der Westküste Direkt nach dem Frühstück versuchte ich noch einmal mein Glück bei Nunu und bekam ihn diesmal auch ans Telefon. Der Mietwagen für die nächsten Tage war schnell klar gemacht und um 8:30 Uhr brachte er ihn mir auch bereits am Hotel vorbei. Auf die Rückgabe des Wagens am Mittwoch Abend angesprochen sagte mir Nunu, dass ich den Wagen auch gerne einfach am Donnerstag morgen mit zum Flughafen nehmen könnte und er sich dort bei mir die Schlüssel abholen würde. Super, dann bräuchte ich schon mal keinen extra Transport zum Flughafen. Gegen 9 Uhr brach ich schließlich auf und fuhr nach einem kurzen Tankstopp bis nach Neves an der Westküste. Zwischendurch regnete es wieder mal kurz und heftig - ein typischer tropischer Regenguss. Die Straße hinter Neves weiter nach Süden bis nach Santa Catarina war erstaunlicherweise in fast perfektem Zustand, wahrscheinlich weil sie extrem selten benutzt wird. Auf jeden Fall waren außer mir so gut wie gar keine anderen Autos auf dieser Strecke unterwegs. Zusätzlich entpuppte sich die Fahrt nach Santa Catarina noch als die landschaftlich schönste Küstenstraße der Insel, vorbei an einem schwarzen Sandstrand, durch dichtes Grün und den einzigen Tunnel der Insel, entlang von Kokospalmen und etlichen kleineren Wasserfällen. Diese traumhafte Strecke ist ein absolutes Muss bei einem Besuch von Sao Tome! Unterwegs nahm ich noch einen Burschen ein Stückchen bis zur Abfahrt der Roca Monte Forte mit, woraufhin dieser mich auch direkt auf einen Besuch dort einlud. Ich vertröstete ihn jedoch und sagte ihm, dass ich eventuell auf dem Rückweg mal vorbeischauen würde.Santa Catarina Gegen 11 Uhr kam ich schließlich in dem urigen Ort Santa Catarina an, wo die Schweine noch über die Straßen und zwischen den sehr einfachen Holzhäusern umherliefen. Außer der ursprünglichen und einfachen Lebensweise der Bevölkerung gab es hier aber nichts zu sehen. Sehr zur Freude der Einheimischen kaufte ich mir in einem kleinen Lädchen noch ein paar Getränke und machte mich nach einem kurzen Rundgang wieder auf den Rückweg. Auf dem Weg nach Neves stattete ich dann doch noch schnell der Roca Monte Forte einen kurzen Besuch ab. Es handelte sich hierbei um eine sehr kleine Roca, auf der es im Grunde genommen nicht viel zu sehen gab - zumindest nichts, was ich nicht schon auf der Roca Monte Cafe oder der Roca Agostinho Neto gesehen hätte. Dafür war es hier aber wieder mal eine wahre Freude kleine Geschenke an die Kinder zu verteilen! Von Aggressivität oder Egoismus keine Spur, alles wurde friedlich untereinander aufgeteilt und jeder war froh, wenn er überhaupt eine Kleinigkeit bekommen hatte.Kinder auf der Roca Monte Forte Zum Glück hatte ich aber auch genug für alle Kinder dabei und gab obendrein die restlichen Kleinigkeiten an den Aufseher der Roca ab, damit er diese später noch an irgendwelche Nachzügler verschenken konnte. Zurück in Neves probierte ich bei der örtlichen Bierbrauerei nochmals mein Glück und fragte nach, ob die Möglichkeit einer Besichtigung bestehen würde. Die Leute waren ein wenig erstaunt, dass jemand ihre Brauerei besichtigen wollte, sagten mir aber, dass dies nach Arbeitsende gegen 17 Uhr wohl irgendwie machbar wäre. Bis dahin war aber noch eine lange Zeit und ich hatte ehrlich gesagt keine große Lust nur deswegen heute Abend noch mal bis nach Neves zu fahren (und vor allem im Stockdunkeln wieder zurück), weshalb die Brauerei damit für mich gestorben war. Dem Tipp der portugiesischen Arbeiter folgend suchte ich in Neves schließlich die etwas versteckt liegende "Santola Bar" (in Richtung Süden vor der 1. Brücke rechts rein und dann nach kurzer Zeit auf der rechten Seite), wo ich mir für 75.000 STD eine richtig große Krabbe gönnte. Ich bekam die frisch gekochte Krabbe am Stück zusammen mit einem Holzbrett und einem Hammer serviert, worauf die Sauerei auch schon losgehen konnte.Auf der Roca Agostinho Neto Die ganze Tischdecke sah zwar hinterher aus wie Sau, aber die Krabbe war einfach genial lecker! Der bis dahin andauernde leichte Regen hörte schließlich auch irgendwann auf und auf dem weiteren Rückweg entlang der Küste stoppte ich noch an dem rostigen Schiffswrack, um am Steinstrand ein paar traumhaft schöne Muscheln für Tina zu sammeln. Anschließend ging die Fahrt weiter nach Guadalupe, wo ich mir eigentlich mal kurz die hölzerne Marienstatue in der dortigen Kirche anschauen wollte. Leider war die Kirche jedoch die verschlossen und es war auch niemand aufzutreiben, der den Schlüssel hatte. Egal, dann nutzte ich das inzwischen gute Wetter halt dazu, um der Roca Agostinho Neto trotz meiner schlechten Erfahrung dort einen erneuten Besuch abzustatten, schließlich wollte ich die imposanteste aller Rocas einfach mal bei schönem Wetter genießen. Leider waren auch diesmal wieder sofort die aufdringlichen und nervigen Kinder zur Stelle, so dass ich wirklich nur so schnell als möglich über die Roca hetzte. Zurück in der Hauptstadt frischte ich meinen Getränkevorrat nochmals im Supermarkt auf kehrte anschließend gegen 16 Uhr ins Hotel zurück. Zwecks Abendessen brach ich um 18 Uhr dann nochmals zum kleinen Straßengrill auf, der heute jedoch nur Hähnchen vorrätig hatte. Darauf hatte ich aber nicht wirklich Lust und so fuhr ich weiter zum "Paraiso dos Grelhados", einem einheimischen Straßenrestaurant in einem kleinen blauen Metallcontainer an der Strandpromenade in Richtung Flughafen. Hier wurden abends ebenfalls Fisch & Co. Frisch auf dem Grill zubereitet. Hier gab es heute zwar keinen Octopus, dafür aber einen echt großen Calmar der inkl. einem Teller voll gekochter Brotfrucht gerade mal 100.000 STD kostete. Da konnte ich natürlich nicht nein sagen :-) Er war absolut lecker und ich hatte wirklich Mühe das Riesenvieh überhaupt komplett aufzuessen. Mit vollem Bauch fuhr ich anschließend zurück ins Hotel und legte mich zufrieden aufs Ohr.

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21. Tag (Di., 08.04.2008)
Nach dem leckeren Frühstück brach ich gegen 8:30 Uhr mit dem Wagen in Richtung Süden auf. Nach den doch recht angenehmen Temperaturen der letzten Tage war ein heute mal wieder extrem schwüles Wetter.Der Cao Grande Ich fuhr auf der Küstenstraße noch einmal die gesamte Strecke bis runter zum Cao Grande, der sich zum Lohn dann auch völlig wolkenfrei präsentierte. Eigentlich wollte ich die interessante Felsformation aber nicht nur von der Straße aus sehen, sondern noch wesentlich näher ran an den Fuss des Felsens. Eine sichtbare Straße dorthin gab es aber nicht, also probierte ich es zu Fuss über zwei beinahe unkenntliche Pfade, die allerdings nach ein paar hundert Metern an verlassenen Häusern endeten. Auf meiner Karte war zwar noch eine weitere Straße zur anderen Seite des Cao Grande eingezeichnet, jedoch handelte es sich dabei scheinbar um einen Versorgungsweg quer über eine Palmölplantage, der leider mit einem Tor abgesperrt war. Näher an den Felsen kommt man also scheinbar nur zu Fuss mit Hilfe eines einheimischen Führers. Auf dem Weg zurück nach Norden bog ich von der Hauptstraße nach rechts zum Ort Ribeira Peixe ab und folgte dem Sandweg bis zur Küste. In der Rechtskurve kurz vor dem Ufer zweigte eine weitere Piste links ab in Richtung Wasserfall, die jedoch beinahe nur aus riesigen und tiefen Schlammlöchern und großen Steinbrocken etc. bestand.Der Wasserfall bei Ribeira Peixe Zudem endete die Strecke direkt an einem Steinstrand und ließ eigentlich überhaupt keine Möglichkeit mehr zum Wenden des Wagens. Um das Problem würde ich mich aber später kümmern, jetzt ging ich erstmal rauf zum schönen und breiten Wasserfall, der von den Frauen zum Waschen genutzt wurde. Hier gab es auch sehr gute Möglichkeiten zum Baden und "Klippenspringen". Obwohl sich wohl so gut wie nie Touristen hierher verirren, kamen erstaunlicherweise aber auch hier schnell ein paar Kinder angelaufen und fragten nach Geld und anderen Dingen. Zum Glück waren sie aber nicht nervig und widmeten sich nach einem freundlichen "Nein" auch wieder ihrem Spieltrieb. Zurück am Wagen stand ich dann aber vor dem Problem wie ich den Weg zurückfahren sollte. Rückwärts war wegen der Schlammlöcher und Steine absolut keine Alternative und so mussten ich wohl oder übel irgendwie wenden, was mir auch mit zigmal Rangieren am Hang schließlich gelang. Ich schwitzte dabei aber wirklich Blut und Wasser und hatte Sorgen, dass mir der Wagen entweder am Hang umkippen oder direkt auf einen großen Stein aufsetzten würde - von einem Achsenbruch mal ganz zu schweigen.Kinder am Strand von Ribeira Alfonso Also, wer unbedingt zum Wasserfall möchte, der sollte den Wagen wirklich in besagter Rechtskurve stehen lassen und die letzten paar hundert Meter entlang des Pfades zu Fuss gehen. Auf dem weiteren Rückweg in Richtung Hauptstadt legte ich noch einen Stopp am Strand von Ribeira Alfonso ein. Kaum sahen die Kinder dort meine Kamera, kamen sie alle angelaufen und wollten mit auf Foto. Egal wohin ich die Kamera schwenkte, die Kinder liefen in windeseile wieder vor das Objektiv um ja im Bild zu sein. Das wurde irgendwie zu einem lustigen Spiel zwischen uns und so jagte ich die Kinder eine zeitlang hin und her. Aber erst als ich von der ganzen Rasselbande ein paar Fotos gemacht hatte und sie sich diese auch alle angeschaut hatten, konnte ich in etwas mehr Ruhe am Strand entlanglaufen. Die drückende Hitze hatte mittlerweile noch weiter zugenommen und so war ich froh, als ich gegen 14 Uhr zurück im Hotel war und mich im kühlen Zimmer für den Rest des Tages ausruhen konnte. Zwecks Abendessen fuhr ich heute gegen 18 Uhr raus zum "Blue Container" am Flughafen, einem netten einheimischen Restaurant bei dem man auch draußen sitzen konnte. Ich gönnte mir diesmal meinen geliebten gegrillten Octopus am Stück (100.000 STD inkl. Beilagen). Er war einfach nur genial lecker(!!) und diesmal musste ich bei der Portionsgröße echt kämpfen und stopfen. Satt und müde fuhr ich anschließend zurück ins Hotel und holte mir meinen wohlverdienten Schlaf.

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22. Tag (Mi., 09.04.2008)
Heute war also mein letzter Tag auf Sao Tome und trotz der Handicap-Woche war es eigentlich eine sehr schöne Zeit gewesen. Obwohl im deutschen Reiseführer der Weg dorthin als sehr schwierig bis unmöglich zu finden beschrieben war,Wasserfall in der Nähe der Roca Bombaim wollte ich zum Abschluss mal mein Glück versuchen und schauen, ob ich irgendwie zur Roca Bombaim im Inselinnern finden würde, denn wenn ich schon keine Trekkingtour dorthin machen konnte, dann würde ich es doch wohl hoffentlich mit dem Wagen schaffen. Als ich zu meinem Auto vor dem Hotel kam, war dieser zu meiner Verwunderung etwas sauber gemacht. Sofort kam ein Mann auf mich zu gerannt und sagte mir, dass er den Wagen geputzt hätte. Ich bedankte mich freundlich und gab ihm 20.000 STD. Damit war er aber absolut nicht zufrieden und verlangte 50.000 STD. Nun ja, das war nun wirklich nicht mein Problem, denn ich hatte ihn schließlich nicht darum gebeten meinen Wagen zu putzen und auf solche Verhandlungen lass ich mich dann auch gar nicht ein. So fuhr ich also über Trindade bis zur Roca Milagrosa, von wo aus eine Schotterstraße in Richtung Roca Bombaim abzweigte. Ich machte mich nun auf stundenlanges Suchen bzw. etliche Irrfahrten gefasst und war umso überraschter, dass der Weg bis zur Roca Bombaim - entgegen den Angaben im Reiseführer - absolut problemlos zu finden und vor allem auch problemlos zu befahren war.Wasserfall in der Nähe der Roca Bombaim Die ganze Strecke ab der Abzweigung an der Roca Milagrosa war eine gute Schotterstraße (auch ohne 4WD befahrbar) und selbst wenn ich den Weg nicht alleine gefunden hätte, so waren hier sehr viele Einheimische unterwegs, die ich nach dem Weg hätte fragen können. Die ca. 30minütige Fahrt führte dabei mitten durch den Urwald und gab immer wieder schöne Blicke in die bewaldeten Täler frei. Kurz vor der Roca machte ich noch einen kleinen Abstecher zu zwei dicht beieinander liegenden Wasserfällen mitten im grünen Dickicht. Es war eine traumhafte Kulisse und für mich waren es mit Abstand die schönsten Wasserfälle die ich auf der Insel gesehen hatte. Auch hier hatte man die Möglichkeit für ein erfrischendes Bad in einem kleinen Naturpool unterhalb der Wasserfälle. Von dort aus ging es die letzten Meter bis zur Roca Bombaim, die auf einer grünen Hochebene mitten zwischen den bewaldeten Bergen liegt. Aber kaum dort angekommen, fing es heftig an zu Regnen und aus der Erkundung der Umgebung wurde leider nichts. Ich nutze die Gelegenheit, um im Herrenhaus, welches nun als kleines Hotel für Wanderer als Start- und Zielpunkt dient, etwas zu trinken. Aber auch eine halbe Stunde später sah es nicht danach aus, als wenn der Regen bald aufhören würde und so entschied ich mich wieder zurückzufahren. Ein Angestellter vom Hotel fragte, ob ich seine Frau und sein Kind ein Stückchen mitnehmen könnte.Auf der Roca Bombaim Diesen Wunsch erfüllte ich ihm natürlich gerne, denn wer will schon bei so einem Wetter den ganzen Weg bis zum nächsten Ort laufen. Zusammen mit meinen zwei Passagieren fuhr ich zurück bis in die Hauptstadt, setzte die beiden ab und kam schließlich gegen Mittag wieder am Hotel an. Diesmal verlegte ich meine Siesta vom Zimmer zum Pool im Garten. Gegen 14 Uhr schaute ich zum Abschluss auch noch mal auf ein Omelett bei "Papa Figo" vorbei und fuhr danach zum Flughafen, wo ich an einem kleinen Schalter meine Airport Tax bezahlte (15 €, Reisepass notwendig!). Zumindest darum bräuchte ich mich morgen nicht mehr kümmern. Auch beim TAP-Büro machte ich noch einen kurzen Stopp und fragte nach, ob meine Emailbestätigung zum morgigen Check-In ausreichen würde. Das tat sie natürlich nicht, aber ich bekam direkt die richtigen Papiertickets ausgedruckt. Auch mit der Reservierung von einem Platz am Notausgang schien alles glatt zu gehen (Danke Alzira!!). Noch schnell im Supermarkt mit ein paar Getränken und etwas Knabberzeug für die morgige Wartezeit eingedeckt und den Rest des Tages spannte ich im Hotel aus. Gegen 19 Uhr gönnte ich mir das letzte einheimische Abendessen auch heute wieder im "Blue Container" und wieder musste ein ganzer Octopus dran glauben. Er war aber auch einfach zu lecker! Zurück im Hotel bezahlte ich noch die restliche Rechnung (Restaurant, Bar etc.), packte meine Sachen zusammen und schlief irgendwann vorm Fernseher ein.

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23. Tag (Do., 10.04.2008)
Heute ging also mein Flug nach Hause und ich musste bereits um 3:30 Uhr aufstehen. Zu meiner Freude gab es aber im Hotel extra wegen dem Abreisetag bereits ab 4 Uhr Frühstück, wo ich mich für die kommenden Stunden noch mal richtig stärken konnte. Anschließend fuhr ich mit dem Mietwagen zum Flughafen, wo bereits ein totales Chaos herrschte. Nur gut, dass ich schon gestern meine Airport Tax bezahlt hatte. Erst nach Kontrolle der Quittung wurde der Zugang zur Abfertigungshalle gewährt, wo das Gepäck der Passagiere per Hand kontrolliert wurde, denn Geräte zum Durchleuchten gab es nicht. Beim Anblick meines Rucksackes und der Tauchtasche hatte der Beamte aber scheinbar keine Lust mehr und liess mich ohne Gepäckkontrolle passieren. Auch der Check-In war noch sehr altmodisch, denn die Gepäcklabels mit den Ziel- und Transitflughäfen wurden per Hand geschrieben. Anschließend hatte ich Zeit, mich wegen dem Autoschlüssel nach Nunu umzuschauen, aber von dem war auch nach geraumer Wartezeit weit und breit nichts zu sehen. Ich sprach Alzira von TAP mal auf mein kleines Problem an und da hier jeder jeden kennt hatte sie auch dafür eine Lösung parat. Sollte Nunu nicht bis zum Boarden auftauchen, dann könnte ich ihr den Schlüssel geben und sie würde ihn Nunu aushändigen. Noch schnell durch die Pass- und Handgepäckkontrolle und schon war ich im eigentlichen Wartebereich, wo man auch noch mal Kleinigkeiten kaufen konnte. Kurz vorm Boarden kam Nunu dann doch noch vorbei und ich konnte ihm den Autoschlüssel direkt übergeben. Der Rückflug wurde natürlich wieder mit der unbequemen Fluggesellschaft "White" durchgeführt, aber zum Glück hatte ich diesmal einen Platz am Notausgang und konnte meine Beine komplett ausstrecken - so würde ich die kommenden Stunden wohl ganz gut überstehen. Mit 50 Minuten Verspätung hob die Maschine schließlich um kurz vor 8 Uhr ab und ich nutze sofort die Chance auf ein Nickerchen. Das Mittagessen an Bord war mal wieder grausig und ich war froh, als wir nach knapp 6 Stunden Flugzeit gegen 14:30 Uhr über den Dächern von Lissabon einflogen. Bei der Landung herrschten einige Luftturbulenzen und ein paar Reihen vor mir musste sich doch auch tatsächlich einige Passagiere übergeben. Raus aus dem Flieger, durch die Pass- und Sicherheitskontrolle (bin mal wieder auf die Tauchlampe angesprochen worden) und anschließend die überflüssige Ticket-Prozedur in Lissabon, die ich ja schon vom Rückflug aus Madeira kannte. Denn da die TAP angeblich keine Bordkarten für Lufthansaflüge am Transfer-Desk ausstellen kann, musste ich komplett den Transferbereich verlassen und wieder ganz von vorne direkt bei LH einchecken - allerdings ohne Koffer, denn die waren bereits in Sao Tome durchgecheckt worden. Die Leute von Lufthansa verstehen das Problem von TAP aber auch nicht wirklich, denn angeblich könnten die auch die Bordkarten am Transfer-Schalter ausstellen. Was soll's, ich bekam als kleine Entschädigung aber wieder einen Platz am Notausgang. Anschließend also noch mal durch eine Sicherheitskontrolle (ja, es ist immer noch eine Tauchlampe!), Warten am Gate und mit ca. 45 Minuten Verspätung ging es endlich weiter in Richtung Frankfurt. Der Service und das Essen bei LH war übrigens deutlich besser als auf dem Hinflug mit TAP. Knapp 2,5 h später war ich endlich in Frankfurt, holte mein Gepäck und rief den Parkplatz-Shuttle per Handy an. Die schickten mich zu einem bestimmten Ausgang, holten mich dort 15 Minuten später ab und brachten mich direkt zu meinem Auto. Jetzt hiess es nur noch ab auf die Autobahn und schnell nach Hause, wo ich total müde ins Bett fiel. Auch wenn der Urlaub mit einigen Problemen und Schwierigkeiten behaftet war, so hatte ich die Zeit in einem der vielleicht letzten Paradiese doch genossen!


2. Teil 2. Teil