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Kurze Landesinformationen Ausführliche Beschreibungen von: Mahé, Viktoria, Praslin, La Digue, Curieuse, Cousin, Les Surs (Sister Island), Traumstrände, Tauchen Genaue Reiseberichte Einreise, Adressen, Gesundheit, Sicherheit, Feiertage, Hinweise Bildgalerie mit zahlreichen Fotos

Inseln des Überflusses


Honeymoon im Paradies
(16.05.2004 - 08.06.2004)


1. Teil: Mahé 1. Teil: Mahé 3. Teil: Praslin 3. Teil: Praslin

2. Teil: La Digue

5. Tag (Fr., 21.05.04):
Heute mussten wir sehr früh aufstehen, um die Fähre nach Praslin rechtzeitig zu erwischen. Zum Glück war das bestellte Taxi auch da und ruckzuck waren wir am Fährhafen.Überfahrt nach La Digue Dort wurde uns dann wieder einmal bewusst, wie klein die Insel doch ist, denn wir trafen schon wieder auf das deutsche Pärchen vom ersten Tag. Auch sie wollten heute nach La Digue übersetzen. Zu meiner großen Überraschung lag im Hafen die deutsche Fragatte 'Augsburg', was mein Marineherz natürlich wieder höher schlagen liess und Erinnerungen an alte Zeiten wachrüttelte. Um 7:30 Uhr ging es dann pünktlich mit dem Katamaran 'Cat Coco' Richtung Praslin los, wo wir ziemlich genau nach einer Stunde ankamen. Die ganze Fahrt über wurden wir dabei von fliegenden Fischen begleitet. Tina wären Delphine natürlich viel lieber gewesen :-) Eine halbe Stunde später ging es schließlich mit dem Motorsegler weiter zur Nachbarinsel La Digue. Die Tickets (10 €) für die 30minütige Fahrt konnten wir direkt an Bord kaufen. Kaum hatten wir einen Fuss an Land gesetzt wurden wir auch schon von den Fahrrad- und Ochsenkarrenanbietern regelrecht überfallen.Bungalow im La Calou Da hiess es dann Rucksack hoch und schnell durch die Meute, sollten sich doch die Tagestouristen mit denen rumschlagen. Zu Fuss wanderten wir zu unserem Hotel ('La Calou Guesthouse'), welches wir ja schon von Deutschland aus reserviert hatten und genossen dabei schon die ersten Eindrücke der kleinen Insel. Die wunderschöne Anlage mit Pool und ein paar wenigen Bungalows wird von Klaus - einem Deutschen Aussteiger - und seiner seychellischen Familie geführt. Die ganze Zeit über herrschte hier eine herrlich familäre und freundliche Atmosphäre, so dass ich dieses Guesthouse wirklich nur empfehelen kann. Wir nutzen die Zeit und wuschen kurz unsere dreckigen Sachen einmal durch, bevor wir unsere Bade- und Schnorchelsachen griffen und runter zur Westküste der Insel gingen. In der angegliederten Tauchschule der 'La Digue Islan Lodge' meldeten wir Tina schnell noch zum Grund- und mich zum Fortgeschrittenen-Kurs an. Als ich die Preise hörte (590 + 365 €, PADI) musste ich zwar erst einmal schlucken, wollte mir aber davon nicht den schönen Tag vermiesen lassen.Anse Union Wir folgten dem Strand Richtung Süden bis zur Anse Union (auf diesem Weg spart man übrigens den Eintritt der L'Union Estate) und genossen den Anblick der herrlichen Felsformationen (bekannt aus verschiedenen Werbespots). Hier verbrachten wir den ganzen Nachmittag mit Schnorcheln in der Bucht und am Riff. Die Arten- und Farbenvielfalt hier liess unsere Vorfreude auf den ersten Tauchgang natürlich noch weiter wachsen :-) Am frühen Abend machten wir uns auf den Weg zurück zur Tauchschule, wo wir unsere Ausrüstung lagerten und gleichzeitig unser Lernmaterial für die kommenden Tag mitnahmen. In das arbeiteten wir uns dann auch direkt bis zum Abendessen ein. Das Lernmaterial war zwar auf deutsch, der Unterricht wurde aber auf englisch abgehalten. Weil Tinas Sprachkenntnisse dafür nicht ausreichten, konnte ich in der Zeit von ihrem Unterricht also nicht irgendetwas anderes unternehmen, sondern fungierte als Dolmetscher. Na ja, so bekam ich wenigstens eine kostenlose Auffrischung des Basiswissens. Das Abendessen im 'La Calou' wurde als Buffet angerichtet und alle Gäste saßen gemeinsam an einem großen Tisch. Eine super Idee, denn so lernte man sich sehr schnell kennen und wir unterhielten uns lange mit einem älteren englischen Pärchen, welches vor 4 Jahren seine Flitterwochen ebenfalls auf den Seychellen verbrachte und nun jedes Jahr hierher kam. Während ich mich später ins Bett verkroch, machte Tina noch Hausaufgaben in Sachen Tauchhandbuch lesen.

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6. Tag (Sa., 22.05.04):
Tina stand vor Aufregeung bereits sehr früh auf und lernte weiter für Ihre erste Tauchstunde :-) Nach einem leckeren Frühstück (endlich mal mit Cornflakes) ging es gegen 9:30 Uhr runter zur Tauchbasis, wo Tinas Enthusiasmus leider gebremst wurde, denn der Beginn des Unterrichtes wurde auf morgen verschoben. Für heute musste also eine Planänderung her.Blick vom Nid d'Aigle Wir entschieden uns für die Besteigung des Nid d'Aigles, dem mit 333m höchsten Berg der Insel und anschließendem Besuch der Grand Anse. Also nix wie zurück ins Hotel und Sachen gepackt. Gegen 10:30 Uhr brachen wir schließlich zum Gipfel auf, wo wir wegen der heißen Mittagszeit und fehlendem Schatten nach 1 Stunde klitschnass geschwitzt ankamen. Der traumhafte Rundblick über La Digue und die Nachbarinseln entschädigte jedoch für diese Anstrengung. Auf dem Weg hinunter legten wir einen kleinen Zwischenstopp mit kühlen Getränken in einem kleinen Restaurant unterhalb des Gipfels ein, bevor es runter ins Dorf und von da aus an der Strasse entlang Richtung Grand Anse ging. Auf halben Weg zum Strand hatten wir zufällig noch eine Begegnung mit einer freilaufenden Riesenschildkröte :-) Am Strand angekommen, mussten wir das erste mal in diesem Urlaub mit der Situation eines 'bevölkerten' Strandes zurechtkommen (meist Tagestoristen von Praslin). Na gut, über die 20 anderen Touristen konnte man dann doch schnell hinwegsehen, vor allem weil die Grand Anse recht lang ist und sich somit alles verteilt. Hier beeindruckt vor allem die tolle Brandung, die jedoch mit gewisser Vorsicht zu genießen ist.Fischerin an der Grand Anse Auf den Felsen am Südende hatten wir die tolle Gelegenheit zwei einheimischen Frauen beim Fischen ihres Abendessens zuschauen zu können. Die machten das hier jeden Tag und dementsprechend einfach sah das bei denen auch aus. Große Einsiedlerkrebse fangen, Schale aufbrechen, Krebs als Köder an die Angel binden, mit zerstossenen Schalenresten die Fische an einer Felskante anfüttern, Angel reinwerfen und nur noch den Fisch rausziehen. Wir trauten unseren Augn nicht, als die zwei wirklich im Minutentakt etliche große Fische an Land zogen. Tina durfte es dann auch einmal probieren und hatte sogar einen Fisch am Haken - der sprang jedoch leider wieder ab. Übung macht also doch den Meister. Am späteren Nachmittag machten wir uns schließlich auf den Rückweg zum Hotel, wobei ich unterwegs eine Schlange in einem Baum fand. Ich bin absoluter Schlangenfan und wolte es mir natürlich nicht nehmen lassen sie zu fangen. Dabei missachtete ich leider das erste Gebot der Tierfotografie: Erst ein Foto zur Sicherheit machen, danach nähern! Als ich die Schlange nämlich packen wollte, liess sich das Tier vom Baum ins Unterholz fallen und war ruckzuck verschwunden. Ein Foto gab es daher nicht und mir wurde bewusst, dass meine Fähigkeiten trotz aller Fernsehfolgen 'Crocodile Hunter' doch nicht zum Schlangen fangen ausreichen ;-) Im Hotel widmeten wir uns bis zum Abendessen (absolut köstlich) noch unseren Lehrbüchern und tranken anschließend mit Klaus noch einige Absacker bevor wir todmüde ins Bett fielen.

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7. Tag (So., 23.05.04):
Nach dem Frühstück starteten wir heute den zweiten Versuch in Sachen Tauchkursbeginn und diesmal klappte es auch. Den ganzen Vormittag über war Theorie angesagt, wobei sich der Tauchlehrer Desiré (ein 2m-Hühne) wirklich sehr viel Mühe gab, um Tina in seiner witzigen Art alles in einfachem Englisch zu erklären. Da Tina seine einzige Schülerin in dieser Woche war, konnte er sich voll auf sie konzentrieren und ich musste weniger übersetzen als ich ursprünglich dachte.Sonnenuntergang auf La Digue Nach der Mittagspause stand Tinas erster schriftlicher Test über das Gelernte an. Während sie über den Fragen brütete, besprach ich mit Desiré meine fortgeschrittenen Boots- und Naturalisten-Tauchgänge für den morgigen Tag. Tina hatte zum Glück keinerlei Probleme mit dem Test und verbrachte anschließend den Nachmittag mit den ersten Geräteübungen im Hotel-Pool. Sah wirklich lustig aus und wir hatten alle eine Menge Spass :-) Bevor wir uns auf den Weg zum Hotel machten, genossen wir noch einen schönen Sonnenuntergang mit Blick auf Praslin. Bei Klaus war es jeden Sonntag üblich, dass das Abendessen nicht im Guesthouse serviert wurde, sondern stattdessen ein typisch creolisches Barbecue in einem kleinen Restaurant direkt an der Grand Anse stattfand. Eine fantastische Idee, mit hervorragenden creolischen Speisen, die mir beim Gedanken daran auch jetzt noch das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen (vor allem das Octopus-Curry!). Dabei kamen wir mit einem netten jungen französischen Pärchen ins Gespräch und als sich auch noch herausstellte, dass er (spielte Fussball bei Liverpool in England) gebürtig aus Guadeloupe kam, hatten wir uns erst recht eine Menge zu erzählen ;-) Zurück im Hotel ließen wir den lustigen Abend noch an der Bar ausklingen, bis Klaus gegen 24 Uhr den Laden dichtmachte. Na ja, war wohl auch besser so, da wir morgen ja schließlich zwei Tauchgänge vor uns hatten.

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8. Tag (Mo., 24.05.04):
Wir mussten heute früh raus und bei Tina stellte sich schnell eine Katerstimmung ein. Nach dem Frühstück ging es wieder zur Tauchschule, wo wir die Ausrüstung einpackten und mit dem Wagen zum Hafen fuhren. Mit dem Boot ging es anschließend raus zum Ave-Maria-Felsen, wo der erste Tauchgang stattfand. Tina ging es leider gar nicht gut, denn zum leichten Kater gesellte sich schnell noch etwas Seekrankheit und ein klein wenig Angst vor dem Abtauchen.Meeresschildkröte Eigentlich ist der Felsen ein wunderschöner Tauchspot, doch hatten wir leider nicht allzu viel davon, denn während des Tauchganges fing Tina an zu frieren, so dass wir den ersten Versuch nach ca. einer halben Stunde abbrachen. Als wenn der Tag für Tina nicht schon bescheiden genug begonnen hätte, verletzte sie sich auch noch beim Ausstieg aus dem Wasser am Boot und musste im spärlichen Hospital auf La Digue kurz behandelt werden. Das liess sie jedoch mittlerweile völlig kalt, denn während des Tauchganges hatte Tina Gelegenheit eine Meeresschildkröte zu streicheln und somit war der Tag dann doch schon gerettet :-) Unsere Mittagspause nutzten wir zu einem erholsamen Schläfchen auf einer der Hotelliegen. Für den zweiten Tauchgang des Tages vor dem Hausriff erhielt Tina als Kälteschutz nun einen langen Anzug. Dieses mal ging es auch für Tina schon wesentlich besser und wir sahen etliche Schildkröten, Rochen und Muränen. Der Tag stand ganz im Zeichen der Tauchkurse, denn zurück an Land ging es zurück ins Hotel und direkt an die Bücher, denn auch ich musste mich für den Tief- und Navigationstauchgang vorbereiten. Nach dem Abendessen und ein paar Bier zogen Tina und ich uns recht früh ins Zimmer zurück, wo wir beim Lernen einschliefen.

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9. Tag (Di., 25.05.04):
Ausser der Fortführung unserer Tauchkurse stand heute nichts aufregendes auf dem Programm. Wir standen beide bereits um 6 Uhr auf und warfen vor dem Frühstück noch einen Blick in die Lehrbücher. Tina hatte heute neben weiterer Theorie und einige Übungen im Pool auch den theoretischen Abschlusstest vor sich und für mich stand der Navigationstauchgang an. Nachdem wir uns gestärkt hatten ging es wieder zur Tauschule, wo wir am Vormittag Tinas Theorie und den obligatorische Kurztest erledigten. In der Mittagspause beschäftigte sich Tina dann weiter mit Ihren Unterlagen (ihr war doch etwas mulmig wegen dem Abschlusstest zumute), während ich mich in der Sonne entspannte. Gegen 14 Uhr wurden wir beide am Strand in die Benutzung des Unterwasser-Kompass eingewiesen und während ich anschließend meinen Tauchgang am Hausriff absolvierte, meisterte Tina problemlos ihre Abschlussprüfung :-) Danach erfolgten für sie noch ein paar Poolübungen, bevor wir uns wieder zum Ausspannen ins Hotel zurückzogen. Dieser insgesamt unspektakuläre Tag ging dann auch relativ schnell nach dem Abendessen zu Ende.

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10. Tag (Mi., 26.05.04):
Wie schon an den vergangenen Tagen ging es direkt nach dem Fühstück hinunter zur Tauchbasis, denn heute standen unsere letzten beiden Tauchgänge an. Nach einer kurzen Theorieeinweisung für meinen Tieftauchgang fuhren wir zum Hafen und von dort aus mit dem Boot nach Félicité. Hier trennten sich Tinas und mein Weg, da wir aufgrund meiner Praxisübung mit unterschiedlichen Tauchlehrern unterwegs waren. Tina ist mittlerweile unter Wasser richtig entspannt und hat immer mehr Spass am Tauchen.Ja, das bin ich Nach dem Unterwassertrip ging es zur Mittagspause zurück zur Basis. Im Anschluss daran fand schließlich unser letzter Tauchausflug von La Digue aus statt, bei dem sich die Unterwasserwelt der Seychellen mit ihrer Artenvielfalt mal wieder von ihrer besten Seite zeigte. Zurück in der Basis musste Tina noch zwei letzte Übungen im Pool absolvierten, bevor wir beide offiziell unsere Tauchkurse mit Erfolg abschlossen. Nun hat auch Tina endlich die Lizenz zum Abtauchen und Schildkröten streicheln :-) Mit schwerem Herzen packten wir unsere Ausrüstung zusammen und machten uns auf den Weg zurück zum Hotel. Klaus empfahl mir für Praslin ein nettes Hotel und machte auch gleich die Buchung für die ersten 4 Nächte per Telefon klar. Auf unsere Anfrage hin organisierte er uns für Freitag auch noch einen Tagesausflug zu den benachbarten Inseln (Coco Island und Sister Island). Die Zeit bis zum Abendessen überbrückten wir mit Abkühlungen im Pool und augiebigem Faulenzen in der Hängematte. Dieses war wie immer ausgezeichnet und zur Abwechslung machten Tina und ich im Anschluss daran einen Spaziergang im Dunkeln (mit Taschenlampen bewaffnet) hinunter zum Hafen, wo jedoch absolut gar nichts los war. Also gingen wir gemütlich zurück und ruhten uns für den kommenden Tag aus.

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11. Tag (Do., 27.05.04):
Uns stand heute ein anstrengender Tag bevor, denn wir hatten eine komplette Inselumrundung zu Fuss geplant. So hiess es bereits um 5:30 Uhr aufstehen und um kurz nach 6 Aufbruch zur L'Union Estate und Südspitze von La Digue.Piratenfriedhof Um diese Uhrzeit muss man ebenfalls keinen Eintritt für den Parkbereich zahlen (ansonsten 4 €). Wir erkundeten ungestört den Piratenfriedhof und den Rest der Anlage mit seinen Schildkrötengehegen und zogen im Anschluss daran immer am Strand entlang weiter bis zur Südspitze der Insel, vorbei an den vielen eindrucksvollen Granitfelsen. Am Pointe Jacques war aber erst einmal kein weiterkommen, da die Flut bereits eingesetzt hatte und eine Umrundung der Felsen durch das Wasser damit nicht mehr möglich war. Ich versuchte über eine Stunde lang einen Weg durch das Dickicht oberhalb der Grand Cap an der Südspitze zu finden, musste mich dann aber doch der Natur geschlagen geben. Tina hatte inzwischen eine Begegnung mit einer besonders frechen Eidechse, die an ihr hoch bis auf die Schulter kletterte. Uns blieb also nichts anderes übrig, als die Strecke bis zur Grand Anse auf dem normalen Landweg hinter uns zu bringen. Also zurück zur L'Union Estate und von da aus über eine Abkürzung zur Strasse und per Anhalter auf einem Schuttlaster bis zur Grand Anse.Blick auf die Grand Anse Dort gönnten wir uns erst einmal eine kleine Pause in dem kleinen Restaurant, das wir ja bereits vom Sonntag Abend kannten. Es war so heiss, dass ich bereits jetzt schon keine trockene Stelle mehr am Körper hatte. An der Grand Anse nahmen wir den schmalen Pfad weiter Richtung Norden über die Anhöhe (von dort hat man einen tollen Blick auf die Grand Anse) und auf der anderen Seite hinunter zur Petite Anse. Unser eigentliches Zwischenziel war jedoch die Anse Cocos und so folgten wir dem Pfad abseits des Strandes weiter nach Nordosten über zwei kleine Brücken, einen weiteren Hügel hinweg und durch den Wald hinunter bis zur Anse Cocos, wo wir gegen Mittag unsere wohlverdiente Badepause einlegten. Da sich die meisten Touristen an der Grand Anse aufhalten, einige wenige vielleicht noch den Weg bis zur Petite Anse auf sich nehmen, hat man die Anse Cocos in den meisten Fällen ganz für sich alleine.Anse Cocos Einen einsamen Traumstrand am Ende der Welt - was will man mehr für seine Flitterwochen :-) Nach zwei Stunden traten wir den weiteren Weg der Inselumrundung an und folgten am Nordende des Strandes dem Pfad über den Berg bis zur Anse Caiman auf der anderen Seite. Da diese Tour wohl äußerst selten von irgendjemandem gemacht wird, standen wir nun wieder vor dem Problem der zugewachsenen Pfade. Mit einigem Suchen und kraxeln konnten wir (teilweise durch Raten) einem Pfad durch das Dickicht über die Felsen parallel zum Wasser bis zur Anse Fourmis folgen. Obwohl diese Srecke nicht gerade lang ist, brauchten wir dennoch über eine Stunde dafür. Zur Not kann man aber auch einfach zum Meer runter klettern und den Weg durch das Wasser nehmen. Am Ende der Anse Fourmis führte ab jetzt eine Strasse entlang der gesamten Ostküste bis hinauf zur Nordspitze von La Digue mit der schönen Anse Patates und weiter bis zum Hafen zurück. Von der Anse Cocos bis zurück zum Hafen brauchten wir etwa 2,5 Stunden. Alles in allem waren wir bis dahin ca. 11 Stunden unterwegs! Nach einem kurzen Abstecher zur Tauchbasis (wo wir unsere Rechnung bezahlten) krönte noch ein traumhafter Sonnenuntergang diesen einmaligen Tag. Zurück im Hotel gönnten wir uns eine erfrischende Dusche und ruhten uns die kurze Zeit bis zum Abendessen aus. Das frühe Aufstehen und die Tagestour forderten jedoch ihren Tribut und so flüchteten wir uns direkt im Anschluss daran zurück ins Bett.

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12. Tag (Fr., 28.05.04):
Heute konnten wir zum Glück etwas länger schlafen und so machten wir uns nach dem Frühstück ausgeruht auf den Weg zum Hafen, wo wir gegen 10 Uhr zusammen mit ein paar anderen leuten mit dem Boot zur Inseltour aufbrachen. Das erste Ziel waren die Siser Islands (Petite Sur und Grande Sure).Sister Island Mit dem kleinen Beiboot wurden wir an der Westküste von Grande Sure an Land abgesetzt. Da diese Inseln Privatbesitz sind, mussten wir für den Besuch 20 € bezahlen. Diese Insel ist ein beliebtes Ausflugsziel von viele Touisten und so nutzen wir die Gelegenheit der frühen Ankunft für den Besuch des Strandes an der Ostküste der Insel. Der Weg dorthin führte vorbei an Felsformationen durch eine traumhaft schöne Kokosplantage bis zum absoluten Traumstrand! Dieser Strand ist in meinen Augen der perfekte Strand: weißer Pulversand, türkisblaues Wasser, herrliche Brandung, tolle Felsformtionen und Kokospalmen. Allein wegen diesem Srand sollte man die Insel einmal besuchen! Während wir beinahe alleine den Strand genossen, wurde auf der anderen Seite das Essen frisch aus dem Meer gefangen und für das Mttags-Barbecue vorbereitet.Traumstrand So nach und nach kamen immer mehr Touristen an den Srand und so beschlossen wir lieber den Rest der Insel mit seinen schwarzen Felsen zu erkunden. Es war hier wirklich wie im Paradies, denn selbst die strandnahen Fische ließen sich mit der Hand füttern. Na ja, sie waren halt schon die zahlreichen Touristen gewohnt. Spass gemacht hat es trotzdem :-) Gegen Mittag wurde dann das Barbecue direkt am Strand serviert (ein wahrer Hochgenuss). Anschließend ging es für uns weiter zum Schnorcheln vor Coco Island. Da es sich hierbei um ein Naturschutzgebiet handelt, ließen die Guards auch nicht lange auf sich warten und kassierten von jedem 10 € ab :-( Es ist zwar totale Abzocke, aber man muss sich einfach sagen, dass dieses Geld in die Erhaltung dieser Gebiete gesteckt wird.Meeresschildkröte Nichts desto trotz lohnt sich die Erkundung der Unterwasserwelt rund um Coco Island, denn hier gibt es eine Menge Korallen, Schwarmfische, Rochen, etc. zu sehen. Ein Fisch hatte sich scheinbar so in Tina verliebt, dass er ihr über eine Stunde nicht mehr von der Seite wich. Zum Abschluss fuhren wir noch weiter bis nach Félicité, wo wir beim Schnorcheln einige Schildkröten antrafen. Ich möchte hier einmal etwas loswerden, was mich persönlich doch sehr erschrocken und enttäuscht hat. Von einigen Ausnahmen einmal abgesehen, sind wir auf unserer Seychellen-Reise bisher nur auf arrogante Deutsche ohne Benehmen gestossen (hatten auch auf diesem Boot mal wieder ein Paradebeispiel mit dabei). Es scheint scheinbar die Annahme vorzuherrschen, dass sie nur weil sie auf die Seychellen fahren etwas besseres seien. Lasst euch mal gesagt sein, dass dem nicht so ist! Die Franzosen, Italiener, etc. sind da mit Abstand viel sympathischer und umgänglicher. Gegen Abend ging es schließlich zurück nach la Digue, wo wir zum letzten mal das köstliche Abendessen im La Calou einnahmen. Zum Abschluss haben wir noch bei ein paar Bierchen lange mit Klaus und seiner Familie über Gott und die Welt gequatscht bevor wir gegen 23 Uhr müde ins Bett fielen.


1. Teil: Mahé 1. Teil: Mahé 3. Teil: Praslin 3. Teil: Praslin