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Kurze Landesinformationen Ausführliche Beschreibungen von: Mahé, Viktoria, Praslin, La Digue, Curieuse, Cousin, Les Sťurs (Sister Island), Traumstrände, Tauchen Genaue Reiseberichte Einreise, Adressen, Gesundheit, Sicherheit, Feiertage, Hinweise Bildgalerie mit zahlreichen Fotos

Inseln des Überflusses


Honeymoon im Paradies
(16.05.2004 - 08.06.2004)


2. Teil: La Digue 2. Teil: La Digue

3. Teil: Praslin

13. Tag (Sa., 29.05.04):
Heute hiess es für uns Abschied nehmen von La Digue. Nach dem Frühstück packten wir wieder einmal unsere Sachen, beglichen bei einem Bier unsere Rechnung bei Klaus und verabschiedeten uns von ihm und seiner netten Familie. Mit dem Taxi ging es anschließend zum Hafen, wo wir mit dem Motorsegler (10 €) gegen 10 Uhr nach Praslin aufbrachen.Bungalow im Badamier Dort angekommen besorgte ich mir im Hafen erst einmal eine neue kostenlose Karte der Seychellen (meine alte war bereits total aufgeweicht) und danach ging es mit dem Taxi weiter zur Anse Marie Louise, Standort des Badamier (oder auch Bodamyen, 100 €), unserem Hotel für die nächsten Tage. Dort gab es erst ein paar Probleme mit unserer Reservierung, welche angeblich nicht über gekommen war (obwohl Klaus direkt mit der Hotelleitung telefoniert hatte). Es stellte sich zum Glück jedoch recht schnell heraus, dass die Angestellte die Reservierung nur nicht lesen konnte. Es handelte sich um eine sehr schöne Anlage mit gemütlichen Bungalows in einer ruhigen Bucht.Im Vallée de Mai Das Wetter war heute eher durchwachsen und so entschieden wir uns spontan zum Besuch des Vallée de Mai, wo das schlechtere Wetter wohl nicht so ins Gewicht fällt. Mit dem Bus (Bushaltestelle lag direkt um die Ecke des Hotels) fuhren wir also mit einmal Umsteigen zum Eingang des Nationalparks. Der Eintritt kostete 15 € (die hohen Preise waren wir ja mittlerweile gewöhnt; wer umsonst in den Park möchte, muss nur die Strasse ein klein wenig weiter nach Norden gehen und am Schild rechts in den Park abbiegen). Es gibt mehrere Routen durch das Schutzgebiet, von denen man alle zusammen bequem in 2 Stunden schafft. Trotz der breit angelegten Lehrpfade (mehrsprachige Tafeln erklären die Fauna) fühlte man sich die ganze Zeit wie im Urwald und durch die riesigen Blätter der Coco de Mer Palmen drang so gut wie kein Licht zum Boden. Dies erzeugte eine tolle Stimmung :-) Tiere bekamen wir leider keine zu Gesicht. Nach der ausgiebigen Erkundung des Nationalparks machten wir uns anschließend noch auf den Weg zum Wasserfall. Dafür musste wir der steilen Strasse etwa 600 Meter weiter bergab nach Norden folgen (Wasserfall auf der rechten Seite) und uns danach natürlich auch wieder hochschleppen. Nach einer scheinbar ewigen Wartzeit fuhren wir mit dem Bus zurück ins Hotel und spannten auf unserer Terasse bis zum Abendessen aus. Dies wurde wie üblich in Buffetform präsentiert und war ebenfalls ausgezeichnet. Bevor wir uns ins Bett verkrochen, buchten wir direkt im Hotel für Dienstag eine Bootstour zu den umliegenden Inseln.

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14. Tag (So., 30.05.04):
Nach einer ruhigen Nacht (kein Hundegebell und keine Fledermäuse) und einem ausgiebigen Frühstück schrieben wir uns noch schnell den Busfahrplan der zwei wichtigen Busrouten ab (Linie 61 + 62), um nicht wieder ewig lange irgendwo warten zu müssen bzw. den letzten Bus gänzlich zu verpassen. Mit dem Bus fuhren wir anschließend rüber nach Osten bis zur Anse La Blague, um uns die Tauchbasis 'Bleu Marine Dive Center' anzuschauen. Diese war am Sonntag natürlich geschlossen, aber allein der Anblick der Druckluft-Abfüllanlage reichte mir schon, um sagen zu können, dass ich mit dieser Basis keinen Tauchgang durchführen würde.Anse Volbert Zu Fuss machten wir uns nun auf den Rückweg über den Berg und trafen dabei zwei andere Deutsche, die uns die Tauchbasis 'Octopus-Diving' an der Anse Volbert empfahlen. Kurz vor der Hauptstrasse griff uns ein Einheimischer auf und brachte uns mit dem Wagen direkt bis zur Anse Volbert. Super, so brauchten wir wenigstens nicht auf den Bus warten :-) Er wollte uns zwar direkt einen Mietwagen andrehen, aber wir haben uns erst einmal mit seiner Karte zufrieden gegeben. Die Tauchbasis von 'Octopus-Diving' machte einen guten Eindruck und so buchten wir einen Tauchgang für den nächsten Vormittag. Das Wetter wurde nun auch endlich besser und lud zu einem gemütlichen Sonnenbad am Strand ein. Gegen 13 Uhr entschieden wir uns schließlich heute noch zu Fuss auf dem Salazie-Track die Insel von Osten nach Westen zu durchqueren. Der Weg führte zunächst von der Anse Volbert am Supermarkt vorbei und nach etwa 200 m rechts den Berg hinauf bis zum Wasserreservoir.Salazie-Track Von da an gab es nur noch einen schmalen Pfad immer weiter den Berg hinauf durch den Regenwald (an der kleinen Abzweigung weiter geradeaus gehen und nicht links rauf!). Der Weg ging bis zur Passhöhe immer weiter durch den Wald rauf und von da an mit freiem Blick auf die Westküste und die vorgelagerten Inseln direkt runter bis zur Grand Anse. Alles in allem eine sehr schöne Tour (ca. 1,5 Stunden), die scheinbar nur von sehr wenigen Leuten gemacht wird. Im Ort angekommen gönnten wir uns in einem kleinen Café ein schönes kühles Bier und fuhren anschließend mit dem Bus zurück zum Hotel. Es war immer wieder ein lustiges Erlebnis, wie sich der vollbeladene Bus die Berge im 1. Gang raufgequält hat. Wir rechneten eigentlich jeden Moment damit, aussteigen und schieben zu müssen. Im Hotel buchten wir erst einmal unser Zimmer bis zum Ende unseres Urlaubes und machten es uns bis zum Abendessen wieder auf der Terrasse bequem. Dort erfuhren wir dann von einem anderen Gast, dass heute in sein Zimmer eingebrochen und alles durchwühlt wurde. Nun hatten wir schon ein mulmiges Gefühl, auch wenn unsere Wertsachen und Papiere im Hotelsafe lagen. Nach dem Essen unterhielten wir uns noch lange mit der Hotelleiterin Petra, einer lustigen Tschechin. Sie erzählte uns, dass die Kriminalität seit ca. 1 Jahr auf den Seychellen deutlich zugenommen hatte. Grund dafür waren Streichungen im Sozialwesen, wodurch viele der Einheimschen verarmten. Auf Mahé und Praslin gab es sogar bereits bewaffnete Raubüberfälle auf einige Hotelanlagen. Bisher blieb nur La Digue von dieser Entwicklung verschont. Ein unbeschwerter Umgang mit Wertsachen (offene Zimmertüren, Rucksäcke am Strand, etc.) wie er vor einigen Jahren noch üblich war, ist mittlerweile auf den Seychellen undenkbar geworden. So verliert ein weiteres Paradies seine Unschuld :-( Desweiteren sagte sie uns, dass das Hotel von einem Südafrikaner aufgekauft wurde und bald umgebaut werden solle. Nun war aber erst einmal eine Mütze voll Schlaf angesagt.

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15. Tag (Mo., 31.05.04):
Nach dem Frühstück wurden wir mit einem Wagen vom Hotel abgeholt und direkt zur Tauchbasis gebracht (dieser Service der Tauchbasen ist überall auf Praslin üblich), wo alle Teilnehmer des Tauchganges ihre Ausrüstung ausgehändigt bekamen. Die anschließende ungemütliche Bootsfahrt (der Skipper ist gefahren wie eine S..!) führte uns hinaus zum Booby Rock, einem schönen Tauchspot mit vielen Schwarmfischen, Muränen, Kugelfischen, etc.Schwarmfische Nach der Rückkehr zur Anse Volbert entschieden wir uns allerdings dafür auch bei dieser Tauchbasis keinen weiteren Tauchgang durchzuführen, denn es wurden weder Tauchlizenzen noch medizinische Erklärungen kontrolliert und der einzige der einen Tiefenmesser bekam, war der Tauchguide! Es handelte sich um eine absolute Chaotentruppe, die mehr auf ihren eigenen Spass aus war, als auf die Sicherheit der Taucher. Wir würden uns also noch weiter umschauen müssen. Anschließend bekam Tina in einer kleinen Eisdiele an der Strasse endlich die schon lang ersehnte Riesenportion Eis :-) Nachdem wir uns in einigen Läden über die Preise der Meereskokosüsse informiert hatten (waren überall gleich, 1800 SR für eine unbehandelte und 2300 SR für eine polierte Nuss bei offiziellem Tauschkurs), verbrachten wir den Rest des Tages mit Relaxen und Sonnenbaden am Strand, bevor es mit dem letzten Bus zurück zum Hotel ging, wo wir die Pflicht des Postkartenschreibens erfüllten. Nach dem Abendessen informierte uns Petra darüber, dass die für morgen geplante Inseltour leider auf Freitag verschoben werden musste. Als wir dann unser Problem mit den Tauchbasen schilderten, empfahl sie uns 'Whitetipp Divers', eine weitere Tauchbasis an der Anse Volbert, bei der sie uns auch gleich telefonisch einen Tauchgang für Donnerstag buchte. Somit konnten wir uns beruhigt schlafen legen.

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16. Tag (Di., 01.06.04):
Heute schliefen wir erst einmal richtig aus und machten uns nach dem Frühstück an die Erkundung der Nordspitze von Praslin. Mit dem Bus fuhren wir Richtung Mont Paisir an der Westküste entlang bis zum Lemuria Resort, von wo aus es zu Fuss den steilen Weg weiter den Berg hinauf (ca. 15 min) bis zur Endstation der Busse ging (hätten wir das vorher gewusst, wären wir bis hierher gefahren).Blick auf die Anse Lazio und Curieuse Um zur Nordspitze der Insel zu gelangen, mussten wir nur dem breiten Pfad über den Berg folgen und konnten beim Abstieg auf der anderen Seite den tollen Ausblick auf Booby Rock, Aride, Curieuse und die Anse Lazio geniessen. Der Weg endete direkt im Garten von zwei Häusern, wo ein kleiner Pfad rechts weiter den Berg hinunter führt. Bei der folgenden Abzweigung entschieden wir uns für den Weg nach links Richtung Anse Georgette, gelangten allerdings nur bis zur Felsküste der westlichen Chevalier Bay, denn der weitere Weg Richtung Westen war total zugewachsen :-( Also nichts wie zurück zur Abzweigung und dem schmalen Weg nach rechts gefolgt. Dieser verwachsene Pfad führt direkt bis zur Anse Lazio den Berg hinunter. Da es sich um den bekanntesten Strand von Praslin handelt, tummelten sich hier dementsprechend viele Touristen. Hier ist wirklich deutlich mehr los, als an jedem anderen Strand der Seychellen, aber nichts desto trotz ist es ein wirklicher Traumstrand mit schöner Brandung. Den Rest des Nachmittages verbrachten wir bei Bilderbuchwetter also wieder einmal mit Sonnen und Baden, bevor wir zu Fuss der Strasse über den Berg zur Hauptstrasse folgten und mit dem Bus zurück zum Hotel fuhren, wo uns ein leckeres Abendessen erwartete. Tina und ich waren uns mittlerweile einig, dass 3 Wochen für die Seychellen einfach zu lang sind. Wir sind nun mal vom Typ her keine Strandhocker und totalen Sonnenanbeter und daher gab es für uns viel zu wenig zu tun bzw. zu erkunden. Die Äußeren Inseln sind zu schwer zu erreichen und nach einer gewissen Zeit sehen sogar die tollsten Strände alle gleich aus. Wir würden die Zeit aber schon irgendwie rumkriegen ;-)

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17. Tag (Mi., 02.06.04):
Da wir heute nichts besonderes vorhatten, nutzten wir die Gelegenheit, um wieder einmal auszuschlafen. Nach dem späten Frühstück fuhren wir mit dem Bus zur Anse Kerlan im Nordwesten von Praslin und stockten in einem kleinen Laden unsere Vorräte an Obst und Getränken auf. Zu Fuss ging es nun vorbei am wirklich beeindruckenden Golfplatz des Lemuria Resort bis zum Hoteleingang. Obwohl uns die Einheimischen bstätigt hatten, dass es überhaupt kein Problem sei zum Besuch der Anse Georgette das Tor passieren zu dürfen, machte sich der Wachmann extrem wichtig und liess uns nicht durch, da wir nicht angemeldet waren :-( Hier sei einmal angemerkt, dass es auf den Seychellen ein Gesetz gibt, dass jedermann den freien Zugang zu den Stränden zusichert.Anse Lazio Dies muss aber leider nicht auf dem direktesten Weg geschehen. Wir wollten uns jedoch dadurch nicht entmutigen lassen und beschlossen unser Glück über den Weg direkt am Strand der Anse Kerlan entlang zu versuchen. Also wieder am Golfplatz entlang zurück bis zum Strand und dort weiter nach Norden. Über die Klippen war jedoch auch kein einfacher Weg zu finden und für den Marsch durchs tiefe Wasser hatten wir einfach zu viel Gepäck dabei. Also mussten wir wieder einmal umplanen. An der Anse Kerlan wollten wir jedoch nicht bleiben. An sich wäre es ja ein schöner Strand, aber zur Zeit lagen dort Unmengen von Seegras und damit wären wir von den Sandfliegen regelrecht zerfressen worden. Bevor nun richtig Frust aufkam entschieden wir uns mit dem Bus einmal um die ganze Insel herum zum Anse Lazio zu fahren. Das ist so ziemlich die längste Bustour, die man für 3 SR auf Praslin machen kann. Dort wollten wir nun den Rest des Tages geniessen und einfach nur faul herumliegen (was anderes gab es auf der Insel ja auch nicht mehr zu tun). Irgenwie sollte heute aber nicht unser Tag werden, denn schon nach kurzer Zeit zog sich der Himmel zu (also kein Sonnenbaden) und obendrein wurde die Brandung im Zusammenhang mit der kommenden Flut so stark, dass der Strand immer wieder komplett überspült wurde. Man hatte also nicht einmal die Gelegenheit, sich irgendwo hinzulegen :-( So nahmen wir wohl über übel gegen Nachmittag einen Bus zurück zum Hotel und zogen uns auf unsere Terrasse zurück. Da der letzte Bus auf dieser Strecke noch vor Sonnenuntergang fuhr, überlegten wir uns, ob wir uns für Samstag einen Mietwagen nehmen sollten. So hätten wir die Möglichkeit recht unkompliziert in mehreren Geschäften Preisvergleiche bezüglich einer Meereskokosnuss (Coco de Mer) einzuholen, uns in Ruhe den Sonnenuntergang an der Anse Lazio anzuschauen, abend auswärts Essen zu gehen und evtl. noch einen Disco-Besuch einzuschieben. Der Tag ging für uns nach dem Abendessen anschließend recht zügig zur Neige.

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18. Tag (Do., 03.06.04):
Heute stand für uns zur Abwechslung mal wieder ein Tauchgang an. Wir waren schon gespannt darauf, ob sich 'Whitetipp Divers' ebenfalls als Flop herausstellen würde. Wir wurden pünktlich von Arno, dem Leiter der Tauchbasis, am Hotel abgeholt und fuhren zur Basis am Nordende der Anse Volbert. Arno und sein Tem waren deutlich professioneller als die Truppe von Octopus-Diving. Sie waren allesamt witzig drauf, achteten sehr auf Sicherheit und gaben eine gute Einweisung in das Tauchgebiet.Tauch-Tina Ich kann sie also nur empfehlen! Bei der Auswahl des Tauchspots schafften wir es mit der Überredungskunst von 11 Tauchern trotz des wechselhaften Wetters Arno davon zu überzeugen, mit uns den langen Weg bis nach Marianne zu machen. Dieser Platz gilt als einer der schönsten Tauchspots der Welt und dort herrscht eine fast 100%ige Haigarantie. Dies kann ich nur bestätigen, denn es war mit Abstand der bisher schönste Tauchgang auf den Seychellen. Wir hatten Gelegenheit massenweise Riffhaie (kamen bis auf 1 Meter heran), Schildkröten, Barracudas, Napoleons usw. zu sehen. Ein unvergessliches Erlebnis, bei dem auch Tina (trotz der Haie) voll auf ihre Kosten kam. Auf der langen Rückfahrt entschieden wir uns dazu, nach der guten Erfahrung mit dem Team heute Nachmittag gleich noch einen Tauchgang zu machen. Bis dahin genossen wir das schöne Wetter auf den Strandliegen des 'Paradise Sun Hotels', welches direkt neben der Tauchbasis liegt. Unser zweiter Tauchgang des Tages führte uns zum Ave-Maria-Felsen, wo Tina vor mehr als einer Woche ihre ersten Versuche gestartet hatte. Dieses mal konnte sie aber die schöne Tour rund um den Felsen und quer durch die engen Felsschluchten richtig genießen :-) Nach der Rückkehr zur Basis machten wir bei Arno für Sonntag morgen unseren letzten Tauchgang klar, tranken erst noch zusammen mit ihm gemütlich ein Bier an der Bar und anschließend noch eines bei ihm zu Hause, wobei er uns stolz seine süße 5 Wochen alte Tochter präsentierte. Passend zum Abendessen brachte er uns schließlich zurück ins Hotel, wo wir im Anschluss daran total kaputt ins Bett fielen.

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19. Tag (Fr., 04.06.04):
Für den heutigen Tag war mal wieder ein wenig Abwechslung angesagt, denn pünktlich nach dem Frühstück wurden wir zur 3-Inseltour (105 €) abgeholt. Am Hafen sammelten sich alle Teilnehmer und dann brachen wir mit einem Motor-Katamaran nach St. Pierre auf, einer winzigen Insel vor der Ostküste von Praslin.Auf Curieuse Eigentlich wäre dort ein ideales Schnorchelrevier, aber am heutigen Tag waren leider extrem viele kleine Quallen im Wasser, wodurch wir das Schnorcheln recht schnell abbrechen mussten. Wir brachen also viel früher als geplant zur Westküste von Curieuse auf und wurden mit einem Schlauchboot an der Anse St. Jose abgesetzt. Der Katamaran nahm nun Kurs auf die Laraie Bay an der Ostküste, wo wir wieder auf die Crew treffen sollten. Beim Betreten der ehemaligen Lepra-Insel wurde natürlich wieder einmal eine Gebühr fällig (10 €), aber das waren wir ja mittlerweile schon gewohnt. Nach einer kurzen Besichtigung des recht unspektakulären Doctors House wollten wir zur Erkundung der Insel aufbrechen, wurden jedoch sofort von einem Guide gebremst. Die Insel darf nämlich nur auf einem einzigen kurzen Pfad überquert werden. Dieser führt von der Westküste über einen Hügel und durch einen Mangrovenwald bis zum Turtle Pound an der Südostküste der Insel. Von diesem Pfad aus kann man aber leider nicht viel spannendes sehen und erst recht keine Coco de Mer Palmen, die - neben dem Vallée de Mai auf Praslin - nur noch hier vorkommen.Feenseeschwalbe auf Cousin Am Grillplatz in der Laraie Bay trafen wir wieder auf unsere Crew, die dabei war unser Mittagessen zuzubereiten. Hier liefen etliche freilebende Riesenschildkröten herum - von denen einige über 200 Jahre alt waren - und am Strand waren wieder einmal bizarre Felsformationen zu finden. Bisher war dies die einzig nette Überraschung des Tages, denn das anschließende Mittagessen konnte leider auch überhaupt nicht überzeugen. Von hier aus ging es schließlich mit dem Katamaran weiter um Praslin herum nach Cousin vor der Nordwestküste von Praslin. Während der Fahrt hatten wir dabei ausreichend Gelegenheit das schöne Wetter an Deck zu genießen. Zum Besuch der einzigartigen Vogelinsel war natürlich schon wieder eine Gebühr fällig (25 €). Für das Geld wurde dafür allerdings einiges geboten.Brütende Rußseeschwalbe Den Anfang machte bereits das Betreten der Insel. Da sich keine fremden Boote Cousin nähern dürfen, wurden wir von den Guides mit einem Schlauchboot abgeholt. Die anschließende abenteuerliche Landung erfolgte nach bester Art der Navy Seals, nämlich mit voller Fahrt auf einem Wellenkamm reitend bis weit auf den Strand :-) Eine absoluter Spass, den wir gerne ein paar mal wiederholt hätten. Auf der Insel fühlte man sich direkt wie in dem bekannten Hitchcock-Klassiker, denn um einen herum saßen, brüteten und flogen Hunderte von Vögeln und uns wurde schnell klar, warum eine Kopfbedeckung hier das wichtigste Utensil war. Bei der folgenden etwa 90minütigen Tour über die ganze Insel gab sich der Guide die größte Mühe, alles genau zu erklären und zu zeigen. Er fing sogar einige Vögel, um die Besonderheiten besser zeigen zu können. Es war nie langweilig und diese Insel war das absolute Highlight des Tages. Einen Besuch von Cousin kann ich auf jeden Fall nur empfehelen (villeicht aber ohne die Kombination mit Curieuse). Nach der Rückkehr an Bord unseres Bootes ging es um die Südspitze Praslins herum zurück zum Hafen und von dort aus zurück ins Hotel, wo wir uns bis zum Abendessen noch ein wenig ausruhten. Kurz vorher reservierten wir uns noch telefonisch einen Mietwagen für den morgigen Tag bei dem Kerl, der uns vor ein paar Tagen mitgenommen hatte. Er war mit 40 € nämlich deutlich billiger als die Agenturen, die wir vom Hotel bekommen hatten (70 €). Nach dem Essen zogen wir uns recht zügig ins Bett zurück.

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20. Tag (Sa., 05.06.04):
Heute war Feiertag auf den Seychllen (Befreiungstag)! Nach dem Frühstück wurde uns unser Jeep für den heutigen Tag übergeben, den wir erst im Laufe des morgigen Vormittags am Paradise Sun Hotel abstellen brauchten. Das traf sich gut, denn morgen früh wollten wir ja eh zur Tauchbasis. Unser Ziel war zunächst die Westküste, wo wir in der Nähe des Flughafens (kurz vor Beginn der Landebahn) ein kleines Aquarium entdeckten (25 SR).Langusten im Aquarium In mehreren großen Becken wurden dort einige einheimische Fische vorgestellt und wir hatten die Gelegenheit einen Hai anfassen zu können. Die Leute waren unheimlich nett und gaben sich wirklich die größte Mühe alles zu erklären. Nebenbei werden dort auch verschiedene Arten von Venus-Muscheln für Aquarien auf der ganzen Welt gezüchtet und zusätzlich wird eine Aufzuchtstation für Meeresschildkröten betrieben. Für uns ging es anschließend weiter Richtung Anse Kerlan. Kurz nach dem Flughafen hielten wir an einem kleinen Souveniershop auf der linken Seite, um uns auch hier über den Preis einer Meereskokosnuss zu informieren. Wie aber bereits in den übrigen Shops, die wir in den letzten Tagen immer mal abgeklappert hatten, waren die Preise hier identisch (1800 SR + 2300 SR). Im Gegensatz zu den anderen Läden war man hier aber dazu bereit, bei Zahlung in Euro einen absoluten Spitzenkurs zu machen (1:10,2). Somit kostete ein unbehandelte Nuss anstatt 290 € 'nur' noch 175 €. Da wir so ein Ding unbedingt für unseren Kamin haben wollten, schlugen wir zu. Selbstverständlich gab es auch ein Ausfuhrzertifikat (ist bei der Ausreise immer vorzuzeigen!). Wer also eine günstigere Meereskokosnuss sucht, der sollte entwerde zu einem sehr guten Kurs Geld tauschen oder direkt zu diesem Laden fahren. Da wir heute Abend auswärts essen wollten, schauten wir uns die Restaurants unserer engeren Auswahl genauer an und entschieden uns schließlich für das Restaurant im Hotel Maison des Palmes im Norden der Grand Anse. Es sollte eines der besten creolischen Buffets der Insel anbieten und preislich lagen alle Restaurants ziemlich gleich (30 €). Nun brachten wir schnell unsere Souvenirs zurück zum Hotel und brachen zur Anse Volbert auf.Anse Lazio Bei der Durchfahrt durch Baie St. Anne sahen wir, dass die Vorbereitungen für ein Fest am heutigen Abend voll im Gange waren. Nun wussten wir also auch schon, wo später noch was los war. Nach einem leckeren Eis in unserer Stammeisdiele an der Anse Volbert fuhren wir zur Anse Lazio, wo wir den Rest des Nachmittages mit Baden und Sonnen verbrachten. Mit ein paar wenigen anderen Touristen warteten wir anschließend auf den Sonnenuntergang, der leider nicht ganz so schön war wie gehofft. Dafür konnten wir aber einige Delphine bei ihrem munteren Treiben in der Bucht beobachten :-) Nun ging es fix zurück zum Hotel, unter die Dusche und rein in frische Klamotten, bevor wir im Dunkeln (auch sehr abenteuerlich) zum Restaurant Maison des Palmes fuhren. Das Restaurant ist absolut empfehlenswert, denn die Location, der Service und vor allem das Buffet waren wirklich spitzenklasse. Wir futterten uns an den creolischen Köstlichkeiten kugelrund. Nebenbei gab es obendrein noch tollen Live-Gesang (mit bekannten Liedern) von einem Gitarrenspieler. Da heute ein Nationalfeiertag war, hatte sich jeder der Anwesenden (es waren auch etliche Seychellois da) dem Anlass entsprechend in ordentlicher Abendgarderobe gekleidet. Da waren die sechs albernen und unverschämten Franzosen in Strandklamotten (offenes Hawaiihemd, blanker Bauch und Badelatschen!) leider ein absoluter Störfaktor in dieser perfekten Atmosphäre. Mich hatte wirklich erstaunt, dass man die überhaupt ins Restaurant gelassen hatte, aber scheinbar waren es Gäste des dazugehörigen Hotels. Nichts desto trotz war es ein großartiger Abend. Nach dem Essen fuhren wir an der Disco 'Jungle' vorbei, die jedoch schon geschlossen zu sein schien, da alle Leute bereits herauskamen. Aslo machten wir uns weiter auf den Weg quer durch das Vallée de Mai nach Baie St. Anne, wo das Fest noch im vollen Gange war. Stimmung kam dort jedoch leider nicht auf. Zwischen den 2 Losbuden, dem Stand fürs Ringewerfen und der Karaokebühne standen die meisten Einheimischen nur teilnahmslos rum und widmeten sich ihrem Bier. Schade, wir hatten auf ein ausgelassenes Volksfest gehofft (vielleicht waren wir aber auch nur zu spät da gewesen). Also fuhren wir nach einiger Zeit zurück ins Hotel und legten uns Schlafen.

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21. Tag (So., 06.06.04):
Heute meinte es das Wetter gar nicht gut mit uns, denn es war ziemlich stark am Stürmen. Es sollte eigentlich unser letzter Tauchgang des Urlaubes stattfinden, aber bei dem Wetter war ich mir gar nicht sicher, ob das Boot überhaupt rausfahren würde. Zudem hatte Tina beim Aufstehen ein leichtes Brennen in der Lunge, für sie hatte sich das Tauchen damit sowieso schon erledigt. Mit unserem Mietwagen fuhren wir nach dem Frühstück zur Tauchbasis und ließen den Jeep wie verabredet auf dem Parkplatz des Paradise Sun Hotels stehen. Den Schlüssel konnten wir beruhigt stecken lassen, denn niemand wäre so dumm und würde auf einer kleinen Insel einen Mietwagen stehlen. Trotz des hohen Wellenganges fuhr ich mit Arno und ein paar anderen Tauchern raus zum Coral Garden vor Curieuse. Tina blieb unterdessen an Land zurück und widmete sich einem Buch. Der Tauchgang selber war ein gelungener Abschluss, denn es war wieder eine Menge von der vielfältigen Unterwasserwelt der Seychellen zu sehen - unter anderem auch ein gigantische Steinfisch, der aber trotz intensivster Bemühungen leider nicht aus seiner Höhle zu bekommen war. Anschließend ging es mit dem Boot zurück zur Basis. Das Wetter war leider immer noch nicht besser, doch zumindest hatte der Wind ein wenig nachgelssen. Na ja, so würde uns der Abschied morgen vielleicht nicht so schwer fallen. Wir tranken zusammen mit Arno noch ein paar Bierchen, bevor er uns zu unserem Hotel zurückfuhr. Ich kann an dieser Stelle seine Tauchbasis 'Whitetipp Divers' nur noch einmal wärmststens empfehlen! Bei dem miesen Wetter hatte wir irgendwie zu gar nichts Lust und gammelten bis zum Abendessen einfach nur so rum. Dort erzählten wir einem frisch angereisten Pärchen von unseren Erfahrungen und gaben einige Tipps. Den Abend ließen wir schließlich ganz gemütlich bei ein paar Drinks ausklingen.

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22. Tag (Mo., 07.06.04):
Abreisetag! Nachdem wir ausgeschlafen und gefrühstückt hatten, räumten wir den Safe im Hotel und beglichen unsere Rechnung. Sicherheitshalber ließen wir auch gleich unsere Flüge von Praslin nach Mahé bestätigen und erfuhren so, dass wir nicht wie geplant um 18:30 Uhr sondern bereits um 16:30 Uhr fliegen würden. Dementsprechend bestellten wir uns für heute nachmittag ein Taxi.Fischer an der Anse Volbert Zurück im Zimmer packten wir in aller Ruhe unsere Rucksäcke und da das Wetter noch einmal zum Baden einlud, machten wir uns zu Fuss auf den Weg zum Hafen und nahmen von dort aus den Bus zur Anse Volbert. Dort konnten wir ein letztes Mal die Sonne genießen, die Fischer beobachten und zum Abschluss noch ein Eis in unserem Lieblingsladen essen, bevor wir gegen Mittag mit dem Bus zurück zum Hotel fuhren (auch das wird uns fehlen *snief*). Die verbliebene Zeit nutzten wir zum Packen der restlichen Sachen, zum Duschen und umziehen, bevor es mit dem Taxi zum Flughafen von Praslin ging, wo wir unsere Tickets abholten und eincheckten. Bei der Kontrolle wurde dann schließlich noch die Lizenz zur Ausfuhr der Meereskokosnuss sorgfältig geprüft und schon flogen wir mit einem kleinen Inselhüpfer rüber nach Mahé. Mit an Bord war auch ein anderes deutsches Pärchen, das wir bereits beim Tauchen kennengelernt hatten. Da wir noch Zeit bis zum Abflug nach Deutschland hatten, lagerten wir unser Gepäck am Flughafen von Mahé ein und machten uns zusammen mit den anderen zwei im Bus auf den Weg nach Viktoria, wo wir im Pirates Arms unser letztes Geld ausgaben. Anschließend fuhren wir mit dem Bus (der rappelvoll war) zurück zum Flughafen. Den Rest unseres Seychellenurlaubes kann man sich ja denken: Einchecken, auf den Abflug wartn, im Flieger Filme gucken und schlafen ...

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Ankunftstag (Di., 08.06.04):
... und irgendwann wieder landen. Wir hatten danach noch einen Anschlussflug nach Münster vor uns, wo uns mein Vater vom Flughafen abholte und erst einmal zu einem riesigen Frühstück einlud. Wieder zu Hause steckte Tina natürlich sofort die erste Ladung dreckiger und müffelner Wäsche in die Maschine, während ich unsere Filme im Fotolabor abgab. Ansonsten erholten wir uns nur von dem Flug und schwelgten in den schönen Erinnerungen an diesen tollen Urlaub :-)


2. Teil: La Digue 2. Teil: La Digue