Startseite Zurück zur Kontinentauswahl Im Reich der Mitte Weltstadt der Begegnung Im Land der scharfen Gewürze Reich der 1000 Inseln Nippon - Land der aufgehenden Sonne Spielerparadies mit kolonialem Flair Das Wahre Asien Das große Zarenreich Land der goldenen Tempel
Gefällt mir
 
 
Kurze Landesinformationen Ausführliche Beschreibungen von: Guangzhou (Kanton): Tempel, Parks, Lotus Hills, Die Große Mauer, Beijing (Peking): Tempel, Verbotene Stadt + Tian'anmen-Platz, Parks, Ming Gräber, Kleine Sehenswürdigkeiten Genaue Reiseberichte Einreise, Adressen, Gesundheit, Sicherheit, Feiertage, Hinweise Bildgalerie mit zahlreichen Fotos

Im Reich der Mitte


Highlight-Übersicht Nächster Tipp Guangzhou (Kanton): Parks


Guangzhou (Kanton): Tempel


Die Hauptstadt der südöstlichen Provinz Guangdong liegt direkt im Delta des Perlflusses und ist mit über 5 Millionen Einwohnern die größte Stadt Südchinas. Bereits seit der Tang-Dynastie (vor rund 1.300 Jahren) ist Guangzhou eine der größten Hafenstädte Chinas und gilt als eine Weltmetropole mit Herz. In China wird Guangzhou oftmals "Stadt der Blumen" oder auch "Stadt der Ziegen" genannt. Das Wahrzeichen der Stadt sind fünf Ziegenböcke mit Ähren im Maul, was sich in einer 3.000 Jahre alten Legende begründet. Dort heißt es, dass fünf Götter auf ihrem langen Weg vom Meer ins Landesinnere auf Ziegenböcken ritten, bis sie schließlich einen Ort am Perlfluss erreichten. Die Götter beschlossen, dass dieser Ort niemals Not leiden sollte und warfen fünf Ähren auf das Land, um seine Bewohner zu segnen und ihnen ein glückliches Leben zu wünschen.

Tempel der Sechs Banyanbäume: Der Tempel der Sechs Banyanbäume (oder auch Liurong-Tempel) ist ein antikes buddhistisches Kloster und mittlerweile der Sitz der Buddhistischen Gesellschaft Guangzhous.Blumenpagode Er wurde wurde bereits im Jahr 537 gegründet und hiess ursprünglich einmal Baozhuangyan-Tempel, wurde aber während der Ming-Dynastie in Gedenken an den bekannten Dichter Su Dongpo umbenannt. Dieser kam nämlich 1099 in diesen Tempel, entdeckte sechs herrliche Banyanbäume im Tempelhof und verfasste voller Bewunderung eine Kalligraphie mit den Zeichen “Liu Rong” (Sechs Banyanbäume). Von den Banyan-Bäumen ist heute aber leider nichts mehr zu sehen. Die ca. 7000 m² große Tempelanlage (Eintritt 10 RMB, geöffnet 8:30-17 Uhr) wurde in verschiedenen Kriegen mehrfach zerstört und immer wieder aufgebaut. Die Mönche des Tempels begannen im 11. Jahrhundert mit dem Bau einer 57 m hohen Pagode, welche zu einem der Wahrzeichen der Stadt Guangzhou wurde. Ihr offizieller Name lautet zwar Pagode der 1000 Buddhas, sie wird jedoch aufgrund ihrer farbenfrohen Verzierungen meistens Blumenpagode (Hua Ta) genannt. Sie besteht außen aus 9 Stockwerken, weist innen jedoch 17 Ebenen auf, die man über schmale Treppen erklimmen kann. Der Weg hinauf lohnt sich, denn wenn es nicht allzu diesig ist, hat man von dort oben einen schönen Ausblick über die Stadt und das umliegende ehemalige Tartarenviertel. Das Dach der Blumenpagode wird schließlich von einem Bronzestab gekrönt, den tausend Buddha-Statuetten zieren. In der großen Mahavira-Halle des Tempels findet man drei gewaltige, 6 m hohe Buddha-Statuen, welche 1663 in der nahe gelegenen Stadt Foshan in Bronze gegossen wurden und von denen jede ca. 10 t wiegt. Die linke Statue stellt den Buddha Amithaba dar (dessen Handgeste die Pilger einlädt), in der Mitte steht Buddha Shakyamuni (dessen Handgesten für die Predigt und Unterdrückung von Dämonen steht) und die rechte Skulptur stellt den Buddha der Zukunft Maitreza in Meditationshaltung dar. Ein weiteres wichtiges Ziel für die Gläubigen im Tempel der Sechs Banyanbäume ist die 1,8 m hohe Bronzestatue des buddhistischen Mönches Huineng in der Halle des Sechsten Patriarchen, denn der Mönch Huineng gilt als der 6. Nachfolger der Bodhidharma, dem mutmaßlichen Gründer des Chan(Zen) Buddhismus. Im südlichen Teil der Tempelanlage findet man schließlich noch eine Galerie, in der die Geschichte des Tempels in Steintafeln niedergeschrieben wurde. Hier befindet sich auch ein Bildnis des Dichters Su Dongpo, dem der Tempel seinen heutigen Namen verdankt.


Buddha-StatueGuangxiao-Tempel: Nicht weit entfernt vom Liurong-Tempel steht der älteste Tempel der Stadt, der Guangxiao-Tempel (Eintritt 6 RMB, geöffnet 6-18 Uhr). Das buddhistische Kloster enstand im 3. Jahrhundert aus dem Umbau des Wohnsitzes eines Beamten und erhielt den heutigen Namen erst im Jahre 1151 - vorher hiess es Jinzhi Si (Verbotener Tempel), später Wanguan Chaotin (Tempel des Kaiserlichen Hofes) oder Xiyun Daogong (Tempel der Wolken aus dem Westen). Im Laufe der Zeit wurde die Anlage jedoch bereits mehrere Male umgebaut und restauriert. Der Guangxiao-Tempel ist besonders wichtig für die Buddhisten, da sich hier der berühmte Mönch Huineng (s.o.) aufgehalten und 976 seine Mönchsweihe erhalten haben soll. Unter der heutigen "Pagode des Begrabenen Haares" (Yifata) sollen sogar - wie der Name schon sagt - die Haare dieses Mönches vergraben sein. Von besonderem Interesse in diesem Tempel sind zwei mehr als tausend Jahre alte Eisenpagoden. Die "Östliche Eisenpagode" (Dongtie Ta) stammt aus dem Jahre 967, ist 6 m hoch und enthält über 900 Nischen mit kleinen Buddha-Skulpturen. Die "Westliche Eisenpagode" (Xitie Ta) aus dem Jahre 963 sah der östlichen ursprünglich einmal sehr ähnlich, besteht heute aber nur noch aus drei Etagen. Diese beiden Pagoden gehören zu den ältesten Eisenpagoden des ganzen Landes. Ferner kann man hier auch eine große Glocke, eine Halle mit einer liegenden Buddhastatue und eine große Buddhastatue aus Bronze bewundern. Auch wer sich für die chinesische Kalligraphie interessiert ist im Guangxiao-Tempel richtig, denn hier findet man in die Steinstelen gemeißelten Schriftzeichen, welche als Vorbilder der klassischen chinesischen Kalligraphie gelten.
Zum Seitenanfang

Wuxianguan-Tempel: Der "Tempel der 5 Unsterblichen" bzw. "Five Celestials Shrine" (wie er auch genannt wird) befindet sich etwas südlichFive Celestials Shrine von den anderen beiden Tempeln und geht auf die oben beschrieben Legende der 5 Götter zurück, die auf Ziegenböcken angeritten kamen und das Land segneten. Ihnen zu Ehren wurde dieser Tempel gegründet, der jedoch mehrmals im Laufe der Geschichte den Standort innerhalb der Stadt wechselte. Seit 1377 befindet sich der taoistische Tempel am heutigen Platz und steht mittlerweile unter staatlichem Denkmalschutz. In ihm findet man neben einer Statue der 5 Götter auch ihre Fußabdrücke, welche sie in einem Stein zurückgelassen haben sollen, als sie sich wieder in den Himmel erhoben haben. Heute werden die Fußabdrücke von unzähligen Wasserschildkröten bevölkert. Hinter der Haupthalle befindet sich der knapp 18 Meter hohe "Erste Turm von Lin Nan", dessen rote Mauern wie ein Bollwerk wirken. Unter dessen Dach findet man eine verzierte 5 Tonnen schwere Bronzeglocke, welches die größter der gesamten Guangdong Provinz ist. Hinter dem Lin Nan Turm steht eine schwarze Granitplatte, auf der eine Bambuspflanze eingraviert ist. Das besondere daran ist, dass die Blätter des Bambus aus chinesischen Schriftzeichen gefertigt sind, wie sie auch in Guan Yu's Gedich über den Bambus stehen. Diese Platte stand auch ursprünglich einmal im Guan Yu Tempel.


Huangdaxian-Tempel: Dieser Tempel (Eintritt 5 RMB) im Südwesten von Guangzhou im Fangcun District ist auch besser bekannt als Wong Tai Sin Tempel. Wong Tai Sin, dessen ursprünglicher Name Wong Chuping war, wurde in der Provinz Zhejiang im Jahre 328 geboren.Wong Tai Sin Tempel Der Hirtenjunge folgte im Alter von 15 Jahren dem Taoismus und wurde der Legende nach 40 Jahre später unsterblich, wodurch sein Name im ganzen Perlflussdelta bekannt wurde. Auch wenn der von einem Anhänger erbaute Wong Tai Sin Tempel in Hong Kong mittlerweile viel bekannter und wesentlich stärker besucht ist, so war es doch hier in Guangzhou, wo Wong Tai Sin chinesischen Boden betrat und berühmt wurde. 1899 wurde der erste Wong Tai Sin Tempel zur Anbetung des Tao-Heiligen in Guangzhou erbaut und fand in Guangzhou und der Provinz Guangdong dadurch mehr und mehr Anhänger. Im Verlaufe der Unabhängigkeitskriege gegen Japan wurde dieser Tempel jedoch um 1940 herum zerstört. Erst 1997 begann mit Hilfe der örtlichen Regierung und Investitionen von Auslands-Chinesen nach zwei Jahren Planungsphase der Wiederaufbau des Tempels in zwei Phasen und war 2004 schließlich abgeschlossen. Dieser neue Tempel mit seinen 13.000m² weicht absichtlich etwas von den alten Traditionen mit den üblichen 3 Reihen von Hallen auf einer Achse ab, denn die Haupthalle (Wong Tai Sin Halle) liegt nun auf einer "unsichtbaren" Zentralachse, gesäumt von den Nebengebäuden außerhalb dieser Achse. Diese modernere Variante solle den Gläubigen mehr Raum geben. Insgesamt ist der Tempelkomplex größer als sein Gegenstück in Hong Kong. Die Hallen in dieser sehr schönen Anlage mit ihren Gärten und Teichen enthalten viele verschiedene Statuen und viele der Gebäude, Gärten und Statuen werden sogar mit Tafeln auf englisch erklärt - Touristen sieht man hier trotzdem eher selten. Die meisten Leute kommen zur Ahnenverehrung hierher, denn in den Nebengebäuden hängen Tausende von kleinen Tafeln mit Bildern von Verstorbenen, vor denen gebetet wird und wo mit Blumen und Obst Opfer dargebracht werden. Die komplette Tempelanlage besteht aus mehreren Hallen (unter anderem Wong Tai Sin Halle, Kuanyin Halle, Master Lu Halle, Konfuzius Halle) in denen unterschiedliche Statuen gezeigt sind, mehreren Gärten, Pagoden und einem Lotsteich mit "Wunschschildkröte", auf die man Geldmünzen werfen kann um sich einen Wunsch erfüllen zu lassen.


Ahnentempel der Familie Chen: Der 1894 fertig gestellte Ahnentempel der Familie Chen (Chenjia Ci) ist ein weiteres wichtiges kulturelles Denkmal der Provinz Guangdong und stellt eine absolute Besonderheit unter den Tempelanlagen dar,Im Innenhof des Ahnentempels denn er ist weder Buddha noch einem Gott des daoistischen Pantheons geweiht, sondern diente ausschließlich dem Chen-Clan zur Verehrung seiner Ahnen, als Versammlungsort und vor allem als Privatakademie, in der die talentierten Angehörigen des Clans auf die kaiserlichen Beamtenexamina vorbereitet werden sollten. Aus dem Chen-Clan gingen zahlreiche bedeutende Persönlichkeiten hervor, so der spätere Warlord Chen Jiongming und sein Nachfolger Chen Jitang. Der Tempel des Chen-Clans ist einer der größten Ahnentempel Chinas (Eintritt 15 RMB, geöffnet 8:30-17 Uhr). Der Bau der Anlage mit seinen neun Hallen und sechs Höfen wurde aus Geldern der 72 Familienzweige der Chen-Sippe in Guangdong finanziert und beherbergt auf den knapp 13.000 m² insgesamt 19 prachtvolle Gebäude, die allesamt kunstvoll verziert wurden. Sämtliche Hallen, Höfe, Korridore, Türen, Fenster und Geländer sind reichlich mit Steinhauereien, Holzschnitzereien und Backsteinbrennereien ausgeschmückt. Besonders beeindruckend sind dabei die vielen mit bunt glasierten Keramikfiguren dekorierten Dachfirste, auf denen nicht nur historische Sagen und Geschichten, sondern auch Bergdörfer, Pavillions, Wolkenmotive und andere schöne Landschaften dargestellt sind. In der hinteren zentralen Halle der Akademie sind einige Ahnentafeln des Chen-Clans zu sehen, vor denen früher den verstorbenen Vorfahren geopfert wurde. Das Portrait des legendären Kaisers Shennong weist darauf hin, dass der Chen-Clan ihn als Begründer seiner Ahnenreihe betrachtet. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts waren im Ahnentempel bereits verschiedene Schulen und Behörden untergebracht, heute steht er jedoch unter staatlichen Denkmalschutz und beherbergt seit 1959 das Museum für Volkskunsthandwerk der Provinz Guangdong.Zum Seitenanfang




Highlight-Übersicht Nächster Tipp Guangzhou (Kanton): Parks