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Die Große Mauer


Mit einer Gesamtlänge von 6.350 Kilometern (die Hauptmauer weist eine Länge von 2.400 km auf) ist die Chinesische Mauer (chinesischer Name "10.000 Li lange Mauer") auch in Hinblick auf Volumen und Masse das größte von Menschenhand geschaffene Bauwerk der Welt und erstreckt sich vom Shanhaiguan Pass an der Ostküste bis zum Jiayuguan Pass in der Wüste Gobi.Lageplan der Großen Mauer Sie ist eines der bedeutendsten Bauwerke der Volksrepublik China und besteht dabei aus verschiedenen, teilweise miteinander verbunden Abschnitten unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Bauweise. Wie ein riesiger Lindwurm windet sich die Große Mauer über Berge und Gipfel, immer dem Gelände angepaßt, und schwankt in der Höhe zwischen drei und acht Metern. Es kursiert übrigens immer noch hartnäckig das Gerücht, dass die Große Mauer von China angeblich das einzige menschengemachte Bauwerk sein soll, dass man vom Weltall aus sehen kann. Diese Behauptung ist jedoch nicht zutreffend, denn selbst der erste chinesische Taikonaut Yang Liwei musste feststellen, dass die Mauer nicht zu sehen ist. Das ist ja auch kein Wunder, denn die Große Mauer ist von oben gesehen nicht viel breiter als eine normale Straße und hat zudem eine ähnliche Farbe wie die umliegenden Felsen.

Beginnend mit der ersten Mauer zwischen dem 7. und 6. Jahrhundert v. Chr. enstand im Laufe von mehr als 2000 Jahren über mehrere Dynastien hinweg auf dem weiten Territorium in Nordchina eine riesige Verteidigungsanlage. Zahlreiche Fürstentümer kämpften damals miteinander um die Vorherrschaft und das Land war völlig zersplittert. Zum Schutz vor den Nachbarherrschern errichteten die Machthaber der einzelnen Dynastien innerhalb ihrer eigenen Territorien entweder neue Mauern oder ließen alte Mauern restaurieren bzw. miteinander verbinden. Vom 14. bis zum 17. Jahrhundert, also während der Ming-Dynastie (1368-1644), wurde dann schließlich zum Schutz vor den Nomadenvölker im nördlichen Steppenland und den Mongolen ein gigantisches Werk gebaut - die Große Mauer.Blick auf die Große Chinesische Mauer Was am Anfang noch eine einfache Schutzmauer war, wurde - bedingt durch die Weiterentwicklung der Kriegstaktiken, der Verbesserung der Waffen und der Bautechnik - durch den Bau von Festungen, Kampftürmen, Zinnenwänden, Sperrmauern und Schießscharten zu einem riesigen gut ausgerüsteten militärischen Verteidigungssystem ausgebaut. Die Alarmfeuertürme standen meist auf den Gipfeln oder an höher gelegenen Stellen mit etwas Abstand zur Großen Mauer. Kam es zu einem feindlichen Angriff, wurden auf den Alarmfeuertürmen Warnfeuer entzündet. Auf diese Weise konnte eine Meldung von Turm zu Turm bis zur Hauptstadt weitergeleitet werden. Die Mauer aus der Ming-Zeit ist durchschnittlich 7,8 m hoch und unten 6,5 m breit. Der obere Teil der Mauer ist so breit, dass man mit 5 bis 6 Pferden nebeneinander reiten konnte und dafür war sie in der Ming-Dynastie vor allem gedacht. Sie war keine Grenze, sondern einerseits ein veritables Hindernis im Gelände, mehr aber noch ein Kommunikationssystem, denn auf der Mauer bewegten sich die Reiter wesentlich schneller als im Gelände. Für die Bauarbeiten wurden die Armee, Leute aus dem Volk, aber auch Strafgefangene eingesetzt. Eine Million Menschen, d.h. fast ein Fünftel der Gesamtarbeitskraft des Landes, waren zur Zeit des Qin-Kaisers Shi Huang Di hier bei der Arbeit. Doch die Große Mauer war keineswegs unüberwindlich. So gigantisch die Qin-Mauer z.B. auch war, so dauerte die Qin-Dynastie doch nur 15 Jahre. Auch die solide Ming-Mauer wurde schließlich von den mandschurischen Truppen durchbrochen. Erst nach der Gründung der Qing-Dynastie im Jahr 1644 kam deren zweiter Kaiser Kangxi zu der Einsicht, dass eine weitere Befestigung bzw. ein weiterer Ausbau der Großen Mauer nichts anders als eine Vergeudung von Arbeitskraft und Geld bedeuten würde. Mit der Entwicklung der Schusswaffen hatte die Mauer ihre Funktion als Verteidigungsanlage sowieso weitestgehend verloren und so wurden die vorher umfangreichen Arbeiten an der Großen Mauer eingestellt.
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Am besten gelangt man von Peking aus zu den touristisch erschlossenen Abschnitten der Chinesischen Mauer. Dabei kann man entweder einen der zahlreichen örtlichen Touranbieter in Anspruch nehmen, teilweise mit dem Zug fahren (z.B. Badaling), die günstigen Linienbusse benutzen (ca. 15 RMB) oder sich von einem Taxi dorthin bringen lassen. Die Taxipreise sind davon abhängig, zu welchem Mauerabschnitt man möchte (ca. 600 RMB für Badaling bzw. Muntianyu, ca. 900 RMB für Simatai), was sich auch an der Länge der Fahrtzeit äußert. Man sollte die Route daher immer vorher mit dem Fahrer abklären und einen Festpreis aushandeln. Man kann sowohl Kurztrips zu einem der Abschnitte machen, als auch ganze Tagestouren mit langen Wanderungen entlang der Mauer. Für einen Gang auf der Mauer sollte man auf jeden Fall festes und bequemes Schuhwerk tragen und eine Jacke im Gepäck haben, denn teilweise ist es dort oben sehr kühl und windig.


Mauerabschnitt bei Juyongguan: Der Juyongguan-Pass liegt ca. 60 Kilometer nordwestlich von Peking entfernt. Hier bilden zwei Bergketten eine ca. 15 Kilometer lange Schlucht, die ein wichtiger Weg zum mongolischen Hochplateau war, an deren Süd- und Nordende sich zwei Außenpässe befinden, die als Nankou (Südtor) und Beikou (Nordtor) bezeichnet werden.Die steile Mauer bei Juyongguan Bereits im 5. Jahrhundert während der Nördlichen Wei-Dynastie wurde eine Schutzmauer gebaut und während der Nördlichen Qi-Dynastie Mitte des 6. Jahrhunderts wurde die Große Mauer dann ostwärts bis hin zum Shanhaiguan-Pass verlängert.Übersicht über die Mauer bei Juyongguan und Badaling Im ersten Jahr nach der Gründung der Ming-Dynastie wies Kaiser Taizu seinen General Xu Da an, den Mauerabschnitt bei Juyongguan zu renovieren, um den neuen Staat vor einem Angriff der Yuan-Herrscher, die über die Große Mauer verjagt worden waren, zu schützen. Die Arbeiten zogen sich dann 200 Jahre hin. Die Mauer, die bis dahin nur aus Erde bestanden hatte, wurde mit großen Steinblöcken und Ziegeln verkleidet. Die eigentliche Festung Juyongguan am Südtor des Paßes wurde über einen Bach angelegt und war von einer Mauer mit Zinnenwänden umgeben. Die einstigen Anlagen dieses wichtigen Außenpasses sind jedoch mittlerweile verfallen und es stehen nur noch die originalen Alarmfeuertürme auf dem Gipfel, jedoch wurde der Rest der Anlage komplett restauriert und vermittelt nun ein sehr gute Vorstellung von der damaligen Festung.
Der Eintritt für die Festung von Juyongguan beträgt 45 RMB und es treiben sich hier sehr viele Touristen herum. Der Aufstieg entlang der Mauer ist hier extrem steil und ziemlich anstrengend, so dass viele Touristen bereits nach einigen Wachtürmen aufgeben. Den Blick hier auf die Mauer finde ich allerdings bei weitem nicht so schön wie z.B. bei Badaling oder Simatai.


Mauerabschnitt bei Badaling: Der Nordausgang des Passes Juyongguan (Beikou) ist das jetzige Tor zur Festung Badaling und es ist die höchste Stelle des Paßtals. Der Höhenunterschied zwischen dem Nord- und dem Südende beträgt ca. 500 Meter und von diesem hochgelegenen Punkt kontrollierte die Festung Badaling (der Name Badaling bedeutet "In acht Richtungen führende Bergketten") praktisch das ganze Paßtal.Der Mauerabschnitt bei Badaling In einen Felsen sind zwei Schriftzeichen eingemeißelt: "Tianxian", das heißt "Natürliche Schranke". Die Berge sind hier nämlich sehr steil und unzugänglich. Ende des 16. Jahrhunderts waren dann auch die Festung Badaling und die Badaling-Mauer nördlich der Festungsstadt Juyongguan fertig. Die Festung ist in der Form eines unregelmäßigen Vierecks angelegt, umfasst eine Fläche von etwa 5000 Quadratmetern und ist im Osten und Westen mit je einem Tor versehen. Die Große Mauer an diesem Abschnitt ist im Durchschnitt 7,8 Meter hoch, hat eine Fundamentbreite von 6,5 Metern und eine obere Breite von 5,8 Metern. Mit ihren Zinnenwänden, Schießscharten, Wachtürmen, Kampftürmen, Wasserrinnen, Wasserablaufrohren usw. gehört die Badaling-Mauer zu dem am besten erhaltenen Mauerabschnitt.
Dies ist mit Abstand das bekannteste bzw. beliebteste Mauerstück (tgl. von 8-20 Uhr) und dementsprechend viele (vor allem chinesische) Touristen tummeln sich hier auch herum - zeitweise sieht man die Mauer vor lauter Leuten nicht. Der Abschnitt wurde 1957 perfekt restauriert und ist nun der touristisch am besten erschlossene Bereich der Großen Mauer. Also am besten sehr früh am Morgen hierher fahren, denn ansonsten kann es ziemlich eng auf der Mauer werden. Ebenso wie bei Juyongguan liegt der Eintrittspreis bei 45 RMB. Der Ausblick an diesem Mauerabschnitt ist jedoch atemberaubend und der Spaziergang auf der imposanten Mauer wesenlich einfacher als bei Juyongguan und Simatai.
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Mauerabschnitt bei Simatai: Der Mauerabschnitt bei Simatai liegt in der Gemeinde DongzhuanghePlan der Großen Mauer bei Simatai im Kreis Miyun ungefähr 120 Kilometer von Peking entfernt und dieser Teil war die östliche Verteidigungsanlage des Passes Gubeikou. Die jetzige Simatai-Mauer wurde in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts unter Leitung des berühmten Generals Qi Jiguang gebaut. Da die noch heute relativ gut erhaltene Simatai-Mauer auf sehr steilen Bergkämmen angelegt wurde, wirkt sie mit ihren zahlreichen Wachtürmen äußerst imposant. Während die Mauerabschnitte in der Ebene normalerweise dicke Wände mit Zinnen haben, sind die Mauerwände hier nur 40 cm stark und mit Schießscharten versehen. An sehr abschüssigen Stellen, z.B. östlich des Jingwanglou-Turms, sind aufragende Felsen mit in die Mauer einbezogen.Die Simatai-Mauer auf dem Bergkamm Die Kampftürme der Simatai-Mauer sind besonders bemerkenswert. Einer befindet sich auf einem Berggipfel knapp 1000 m über dem Meeresspiegel. Von hier aus kann man bei klarem Wetter die Weiße Pagode im Beihai-Park erblicken und abends sogar die Lichter der Stadt Beijing wahrnehmen. Daher nannte man diesen Turm Jingwanglou-Turm (Beijing erblickender Turm). In der Nähe des Jingwanglou-Turms gibt es noch zwei andere Kampftürme. Einer ist sehr schlank und hoch aufragend - er sieht wie eine Waschkeule aus und heißt daher Bangzhuilou (Waschkeulen-Turm). Der andere heißt Xiannülou (Feen-Turm), da sich einer Legende nach einst eine Antilope in eine Fee verwandelte und häufig bei diesem Turm erschien. Die drei Türme stehen auf einem abschüssigen Berghang, so dass es einiger Anstrengung bedarf, bis zu ihnen hochzusteigen. Am Fuß der Simatai-Mauer liegt der Simatai-Stausee mit einem Volumen von 50000 Kubikmetern, der vor allem von zwei Quellen gespeist, von denen die westliche eine Thermalquelle ist (Wassertemperatur von 38 Grad) und die östliche Quelle dagegen eiskalt ist. Da sich die Simatai-Mauer auf dem Berg und am Wasser befindet, nennt man sie auch "Bergwasser-Mauer".
Der etwas abgelegenere Mauerabschnitt bei Simatai ist besondern empfehlenswert, da hierher die wenigsten Touristen kommen und man ein sehr langes und ungewöhnliches Stück Mauer erkunden kann. Landschaftlich halte ich es persönlich für das schönste Mauerstück! Wer entlang dieser steilen Bergkämme eine Mauer gebaut hat, der ist nur als verrückt einzustufen. Der Eintritt beläuft sich auf 40 RMB und man kann sich hier bequem einen ganzen Tag aufhalten um entlang der teilweise restaurierten und teilweise verfallenen Mauer entlangzulaufen. Vorsicht, der exrem steile östliche Teil ist NICHT zum Wandern freigegeben! Wer nicht bis hinauf laufen möchte (ca. 30-45 Minuten Fussweg), der kann sich auch eines Sesselliftes bedienen (30 RMB einfache Fahrt; 50 RMB Hin- und Rückfahrt).


Mauerabschnitt bei Gubeikou und Jinshanling: Der Gubeikou-Pass liegt im Kreis Miyun im Yanshan-Gebirge,Verlauf der Großen Mauer von Badaling nach Simatai etwa 135 Kilometer von Peking entfernt und wie auch die Pässe Shanhaiguan und Juyongguan, so war auch der Gubeikou-Pass ein wichtiger Zugang von Peking zur mongolischen Steppe und nach Nordostchina. Im Gegensatz zu diesen beiden Engpässen liegt der Paß Gubeikou jedoch in einer weit geöffneten Ebene. Um den Pass dennoch für Feinde unpassierbar zu machen, ließ der Ming-General Qi Jiguang hier die Große Mauer besonders fest bauen und streng bewachen. Die Festungsstadt Gubeikou wurde 1378 erbaut. Sie befand sich am Ostufer des Flusses Chao und hatte einen Umfang von etwa 2500 Metern. Der Fluß Chao westlich der Festungsstadt sowie die massiven Mauern und zahlreiche Wachtürme und Alarmfeuertürme machten die Festungsstadt Gubeikou nahezu uneinnehmbar, heute sind davon jedoch nur noch Ruinen vorhanden.Die Chinesische Mauer zwischen Jinshanling und Simatai Dasselbe galt für die Jinshanling-Mauer und die Simatai-Mauer, die beide unter der Verwaltung Gubeikou standen. Die Jinshanling-Mauer befindet sich im Kreis Luanping in der Provinz Hebei, etwa zehn Kilometer vom Pass Gubeikou entfernt. Sie wurde unter Leitung des Generals Qi Jiguang von Soldaten und Bauern errichtet. Die Jinshanling-Mauer weist einige Besonderheiten auf, zum Beispiel Sperrwände an steilen Stellen, die man anderswo selten findet. Sie stehen quer, sind etwa 2,5 Meter hoch und riegeln die Mauer oben zu etwa 2/3 ab. Die Sperrwände boten den Wachsoldaten den Schutz vor seitlichem Angriff. Auch die Wachtürme sind bei der Jinshanling-Mauer besonders zahlreich und stehen in Abständen von 100 Metern, an manchen strategisch wichtigen Stellen sogar von 50 Metern. Dann gibt es hier noch einen außergewöhnlich großen Wachturm mit Hofmauern und einem angebauten Lagerhaus. Vermutlich handelte es sich dabei um die Kommandostelle dieses Mauerabschnitts. Wie auch die Mauer bei Badaling, so schlängelt sie sich auch die einzigartige Jinshanling-Mauer in imposanter Art und Weise über Berge.
Der komplette Mauerabschnitt von Gubeikou bis Simatai zählt zu den großartigsten Strecken der Großen Mauer und wird verhältnismäßig wenig von Touristen besucht - was durchaus ein Vorteil ist. Die Mauer ist hier im Originalzustand aus der Zeit der Ming- Dynastie erhalten, was ihr einen ganz besonderen Reiz verleiht. Wenn man einen ganzen Tag Zeit zur Mauererkundung hat, dann empfiehlt sich eine Wanderung von Jinshanling bis nach Simatai, wo man sich wieder vom Fahrer abholen lässt. Diese Strecke ist bequem und ohne größere Anstrengung zu schaffen, jedoch sollte man ausreichend Wasser mitnehmen!
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Mauerabschnitt bei Mutianyu: Der Pass Mutianyu befindet sich im Süden des Kreises HuarouPlan der Großen Mauer bei Mutianyu etwa 70 Kilometer von Peking entfernt und die hier verlaufende Mauer verbindet sich im Osten mit der Gubeikou-Mauer und führt im Westen zu den Festungen Huanghuacheng und Juyongguan. Früher war der Pass Mutianyu ein strategisch wichtiger Stützpunkt zur Verteidigung von Beijing und als "uneinnehmbarer Pass" bekannt. Die Mutianyu-Mauer wurde ursprünglich Mitte des 6. Jahrhunderts während der Nördlichen Qi-Dynastie gebaut, was man jedoch heute sieht, stammt aus der späteren Ming-Zeit.Spaziergang auf der Großen Mauer Die für ihre einzigartige Baukonstruktion bekannte Festung Mutianyu befindet sich im Osten der Mutianyu-Mauer in einem engen Tal. Sie ist von keiner Mauer umgeben, sondern besteht nur aus drei miteinander verbundenen Wachtürmen und einem Festungstor. Während sich die Wachtürme im Tal befinden, klettert die Mauer zu beiden Seiten steil die Berge hinauf. Solche Festungsbauten wie in Mutianyu sind selten entlang der Großen Mauer. Auch die Mauer selbst weist im Vergleich zu anderen Mauerabschnitten Besonderheiten auf, denn sie ist beiderseits mit Zinnen und Schießscharten versehen, so dass man Feinde innerhalb und außerhalb der Mauer angreifen konnte. Weil viele Strecken auf dem Gebirge im nordwestlichen Teil nach den Geländeverhältnissen gebaut wurden, geben ihre Formen der Phantasie viel Raum - so wird zum Beispiel ein bestimmter Abschnitt „Fliegender Adler“ genannt. Die Gegend um Mutianyu ist reich an vielfältiger Vegetation. Im Frühling blühen hier Pfirsich- und Birnbäume, im Sommer präsentiert sich die Landschaft in sattem Grün, im Herbst ist alles voller bunter Blätter, und im Winter ragen Kiefern und Zypressen aus dem Schnee. Mutianyu wird deshalb auch "Garten auf hohen Bergen" genannt.
Die große Mauer in Mutianyu überwindet sehr steile Abhänge bis zu einem Gipfel ca. 1000 m über dem Meeresspiegel. Wegen der großen Steigung wurde die Mauer stufenweise auf herausragende Felsen gebaut und diesen Mauerabschnitt zu besteigen kostet einiges an Anstrengung. Ähnlich wie in Simatai wurde hier vor einigen Jahren eine Seilbahn gebaut, so dass man anstatt des steilen Anstieges nun auch den bequemen Sessellift wählen kann.




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