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Beijing (Peking): Parks


Die Stadtbevölkerung sucht immer mal gerne einen Ort zur Entspannung, der körperlichen Aktivität oder aber einfach zur Unterhaltung auf und da bieten die Parks in Beijing eine Vielzahl von Möglichkeiten. Hier treffen sich alle Schichten der Bevölkerung, um ihren Hobbys und familiären Verpflichtungen nachzukommen - ein bunter Mix, der auch für außenstehende Besucher zu einem Erlebnis wird.

Tiantian-Park: Der Tiantian-Park (Himmelstempel-Park) liegt im Süden Beijings und ist der größte Tempelkomplex Chinas. Mit einer Fläche von ca. 270 ha ist seine Ausdehnung sogar dreimal so groß wie die des Kaiserpalastes und seine Bauzeit (Beginn 1420) betrug 14 Jahre. In der der Ming- und der Qing-Dynastie kamen die Kaiser in jedem Januar nach dem Mondkalender hierher und beteten für eine reiche Getreideernte zum Himmel.Übersicht Tiantian-Park Der Komplex des Himmelstempel ist von einer großen Mauer umgeben (Zugänge in allen Himmelsrichtungen) und wird durch eine weitere Mauer in einen inneren und äußeren Bereich unterteilt.Brettspiele sind in China sehr beliebt Am oberen Teil verlaufen beide Mauern in einer Rundung und am unteren Teil rechteckig, denn nach alter Vorstellung symbolisierte die Rundung den Himmel und das Quadrat die Erde. Mittlerweile ist der Himmelstempel-Park für die Öffentlichkeit zugänglich (nur äußerer Bereicht 15 RMB Eintritt, 35 RMB inkl. innerem Bereich) und vor allem der äußere Bereich wird sehr gerne von den Stadtbewohnern als Ausflugs- und Erholungsziel genutzt. Im Östlichen Teil, speziell am langen Wandelgang, sieht man in einem bunten Treiben die Leute vor allem tanzen, meditieren, Ball spielen, musizieren, Karten spielen und Geschichten erzählen - das pure Leben. Im westlichen Teil des äußeren Bereichs mit seinen vielen Blumen überwiegt mehr die Entspannung beim Picknick und einem Spaziergang. Hauptbesuchsziel der Touristen ist aber nach wie vor der innere Bereich mit dem eigentlichen Himmelstempel. Die Hauptgebäude des Tempels sind in zwei Gruppen eingeteilt. Zum einen sind das im nördlichen Teil die Qiniandian (Halle der Ernteopfer), das Qinianmen (Tor der Ernteopfer) und die Huangqiandian (Halle des Kaiserlichen Himmels) und zum anderen im südlichen Teil die Huangqiongyu (Halle des Himmelsgewölbes) und der Huanqui (Himmelsaltar). Verbunden werden all diese Gebäude durch eine 360 m lange und 28 m breite Terrasse. Die Qiniandian (Halle der Ernteopfer) ist eine 38 m hohe, runde Halle mit einem Durchmesser von 30 m. Ihr dreistufiges Dach aus dunkelblau glasierten Ziegeln ist von einer vergoldeten Spitze gekrönt.Körperliche Ertüchtigung beim Ballspiel Jede der drei Stufen des Unterbaus ist von einem Geländer aus weißem Marmor mit Basreliefs umgeben. In der Mitte eines jeden Treppenaufgangs rings um den Unterbau befindet sich ein großer Stein mit Drachen-, Phönix- und Wolkenmustern. Die ganze Halle wurde ohne Stahlgestell oder Beton gebaut und besteht ausschließlich aus Holz. Es gibt aber weder große Dachsparren noch lange Querbalken, denn das Dach wird nur von 28 riesigen zinnoberroten Holzsäulen und vielen miteinander verbundenen Querbalken und Bohlen getragen. Die reich verzierten vier mittleren und größten Säulen symbolisieren die vier Jahreszeiten. Im Kreis aufgestellt folgen zwölf Säulen, die die zwölf Monate symbolisieren, und weitere, ebenfalls im Kreis angeordnet, zwölf Säulen, die für die zwölf Tageszeiten stehenHalle der Ernteopfer - alle 24 Säulen zusammen stehen für die 24 Einschnitte des Solarjahres im traditionellen chinesischen Bauernkalenders. Das Qinianmen (Tor der Ernteopfer) steht südlich der Qiniandian, und die Huangqiandian (Halle des Kaiserlichen Himmels) befindet sich nördlich der Qiniandian. Das Hauptgebäude im südlichen Teil des Tempelkomplexes ist die Huangqiongyu (Halle des Himmelsgewölbes), eine knapp 20 m hohe runde Halle mit einem Dach aus dunkelblau glasierten Ziegeln. Zur Zeit der Ming- und der Qing-Dynastie wurde hier das Gedenktäfelchen des Himmelsgottes aufbewahrt, welches zur Wintersonnenwende vom Kaiser für die Zeremonie zum Himmelsaltar gebracht wurde. Die Halle ist von der berühmten Echomauer (Huiyinbi) umgeben, bei dem man ein leise zur Wand gesprochenes Wort an jeder anderen Stelle vor der Wand glasklar versteht. Dieser beeindruckende Effekt kommt durch die bogenförmige Mauer zustande, an der die Schallwellen entlanglaufen und viele Male zurückgeworfen werden. Vor den Stufen, die zur Huangqiongyu führen, befinden sich die berühmten Steinplatten Sanyinshi (Steine mit dreifachem Echo), auf denen man einen ebenfalls faszinierenden Schalleffekt beobachten kann. Stellt man sich auf die erste Platte vor den Stufen und gibt ein lautes Geräusch von sich, so ertönt ein einfaches Echo, auf der zweiten Platte hört man ein doppeltes Echo und auf der dritten ein dreifaches. Das kommt daher, dass die Steinplatten in unterschiedlicher Entfernung von der den Ton reflektierenden runden Mauer angebracht sind. Südlich der Huangqiongyu befindet sich der 1530 erbaute Huanqui, der eigentliche Himmelsaltar an dem der Kaiser zum Himmel betete. Es handelt sich um eine runde, in drei Stufen erbaute Terrasse aus schneeweißem Stein. In der Mitte der obersten Terrasse befindet sich eine runde, von 9 ringförmig angeordneten Platten umgebene Steinplatte. Ein zweiter solcher Ring besteht aus 18 (2x9), ein dritter aus 27 (3x9) usw. und der neunte schließlich aus 81 (9x9) - die Zahl 9 galt als heilige Zahl. Spricht man einige leise im Zentrum der obersten Terrasse, so hört man diese selber sehr laut, während die Leute daneben nicht diesen Eindruck haben - wieder ein bewusst herbeigeführter Echoeffekt.
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Beihai-Park: War er früher der Lustgarten des Kaiserhofes, so zählt der Beihai-Park (Nordsee-Park) heute zu einem der beliebtesten Parks (Eintritt 10 RMB) der Pekinger in der Innenstadt.Übersicht Beihai-Park Er ist eng mit der Entwicklung der Stadt Beijing eng verbunden, denn schon im 10. Jahrhundert wurde hier unter der Liao-Dynastie die kaiserliche Sommerresidenz Yaoyu (Palast auf der Jade-Insel) erbaut.Blick auf die Qionghuadao Nachdem Beijing zur Hauptstadt wurde, entstand im Bereich des heutigen Nordsees die Qionghuadao (Insel der Erlesenen Jade) und der Guanghandian (Mond-Palast). Für den künstlichen Berg auf der Insel wurden von weither dekorative Steine herangeschafft. Unter der Ming-Dynastie (1368-1644) wurden Bau- und Wiederherstellungsarbeiten ausgeführt, aber erst in der Qing-Zeit (1644-1911) wurde der Beihai-Park in großem Stil ausgebaut bzw. wieder instand gesetzt. In der Regierungsperiode Qianlong (1736-1795) wurden hier im Verlauf von 30 Jahren viele Lauben, Pavillons, Terrassen und kleine Paläste erbaut. Der damalige Grundriß des Beihai-Parks ist im großen und ganzen bis heute erhalten geblieben und Herz des Parks ist immer noch die Insel der Erlesenen Jade, auf der sich die Weiße Dagoba (Baita; 10 RMB Extra-Eintritt) erhebt und an dessen südlichem BerghangRuderboote auf dem See sich die buddhistischen Tempel Yongansi (Tempel der Ewigen Ruhe), Puandian (Halle des Allgemeinen Friedens) und Shanyindian (Halle der Herzensgüte) aufreihen. Am Fuß des Berges am Ufer des Beihai-Sees liegt das bekannte aber auch nicht ganz billige Fangshan-Restaurant (Tel. 64011879), das für seine ausgezeichneten Gerichte aus der kaiserlichen Küche der Qing-Dynastie geschätzt wird. Am Ufer vor dem Restaurant ist die Anlegestelle der Fähren, die Besucher über den See zu den Fünf-Drachen-Pavillons (Wulongting) bringen, von denen aus der Kaiser geangelt haben soll. Im Sommer herrscht auf dem See ein reges Treiben von Tret- und Ruderbooten, die ebenfalls am Ufer ausgeliehen werden können. Am nördlichen Beihai-Seeufer findet man die imposante Neun-Drachen-Mauer Jiulongbi (5 m hoch, 1,20 m dick und 27 m lang), die ganz aus bunt glasierten Ziegeln zusammengesetzt ist.Die Neun-Drachen-Mauer Auf ihr sind 9 sich in Wolken und Wellen windende, miteinander um einen Perlenball kämpfende Drachen dargestellt (zählt man auch die kleinsten Drachen mit, sind es insgesamt 635 Drachen). Im Gegensatz zum Pendant in der "Verbotenen Stadt" braucht man hier allerdings keinen Eintritt bezahlen und kann die Mauer von beiden Seiten bewundern. Ein Stück weiter auf dem Weg zum Nordtor liegt das Studio zur Beruhigung der Sinne (Jingxinzhai), ein von einer hohen Mauer umschlossener kunstvoller Garten. Ganz im Süden des Parks liegt, auf einer fünf Meter hohen Ringmauer, die Runde Stadt (Tuancheng), die über lange Zeit Kaserne für die Palastwachen war, jedoch auch einige Kleinodien aufbewahrt. Der Hügel für die 4500 qm große Stadt wurde mit dem Erdreich aus der Aushebung des Beihai-See aufgeschüttet. Das Hauptgebäude der Tuancheng ist die Chengguandian (Halle der Sonnenstrahlenaufnahme), in deren Halle sich sich eine 1,5 m große Buddhafigur befindet. Sie ist aus einem einzigen Block weißer Jade angefertigt und ihr Scheitel und die Falten ihrer Kleidung sind mit Smaragden und Rubinen geschmückt. Im Zentrum der Runden Stadt liegt der Yuwengting (Pavillon des Nephrit-Gefäßes), in dem sich ein Nephrit-Gefäß (Jade) mit einem Durchmesser von 1,5 m befindet. Das Weingefäß ist aus einem einzigen Block gearbeitet und außen mit Fischen, Drachen und mythischen Meeresungeheuern verziert.
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Jingshan-Park: Direkt gegenüber des nördlichen Einganges des KaiserpalastesÜbersicht Jingshan-Park liegt der Jingshan-Park (2 RMB Eintritt), den man dort durch das Südtor betritt. Den Hauptteil des Parks nimmt der mit Kiefern und Zypressen versehene Jingshan (Kohlenhügel) ein. Zu Beginn der Yuan-Dynastie war an dieser Stelle nur ein kleiner grasbewachsener Hügel, weshalb er Qingshan (Grüner Hügel) genannt wurde. Mit der Aushebung des Wallgrabens um die "Verbotene Stadt" während der Ming-Dynastie, wurde jedoch mit der Erde der Hügel im Norden immer weiter aufgeschüttet, wodurch ein Berg mit fünf Gipfeln entstand. Da am Fuß dieses Berges Kohle gelagert wurde, erhielt er den Namen Meishan (Kohlenhügel).Blick auf den Kohlenhügel Später wurden auf den fünf Gipfeln die heutigen fünf Pavillons errichtet: Jifangting (Pavillon der Blumenpracht), Fulanting (Pavillon der Mannigfaltigen Natur), Wanchunting (Pavillon des Ewigen Frühlings), Zhoushangting (Pavillon des Bewundernden Ausblicks) und Guanmiaoting (Pavillon der Besichtigung der Schönen Landschaft). Der Pavillon des Ewigen Frühlings war damals auch der höchste Punkt Beijings. Ursprünglich gehörte der Jingshan-Park zum Kaiserpalast und war damit ein "Verbotener Park". Erst 1928 wurde er für die Öffentlichkeit zugänglich und erhielt 1949 durch die Stadtregierung eine Sanierung der Gebäude und eine neue Befplanzung mit Blumen und Obstbäume. Betritt man den Jingshan-Park durch das Südtor, so sieht man sofort das Qiwanglou (Schloß des Prächtigen Rundblicks) am Fuß des Berges. Die Halle, die in der Qing-Dynastie als kaiserliche Schule mit einer Gedenktafel für Konfuzius gegründet wurde, dient jetzt als Ausstellungspavillon. Am östlichen Berghang, unterhalb des Guanmiaoting, steht ein alter Akazienbaum, an dem sich einer Überlieferung zufolge der letzte Ming-Kaiser Chongzhen 1644 erhängt haben soll. Hinter dem Kohlenhügel befindet sich die Shouhuangdian (Halle des Bejahrten Kaisers), in der die Kaiser ihre Ahnen verehrten. Heute befindet sich in dieser Halle der Beijinger Kinderpalast.


Sommerpalast: Der Sommerpalast (Yiheyuan) liegt im Nordwesten von Beijing und besteht hauptsächlich aus dem Wanshoushan (Berg der Langlebigkeit) und dem Kunming-See. Die Gesamtfläche beträgt 290 ha, davon entfallen aber drei Viertel auf den See. Von den Chinesen wird er jedoch gar nicht Sommerpalast, sondern "Garten des Friedens und der Harmonie im Alter" genannt. Den im Westen bekannten Namen erhielt die Anlage von westlichen Diplomaten, die zum Ende der Qing-Dynastie immer häufiger und den ganzen Sommer über in den Nordwesten der Stadt pilgern mußten, wenn sie eine offizielle Angelegenheit mit dem Hof zu klären hatten.Der Wandelgang entlang des Ufers Die künstlich angelegte Landschaft des Yiheyuan weist mit Wasser, Felsen und Pflanzen alle Elemente der chinesischen Gartenarchitektur auf, durch deren Komposition der Besucher auf Wegen und Stegen geleitet wird.Übersicht Sommerpalast Der weitläufige Kunming-See macht dabei das yin-Element und der Berg das yang-Element aus. Der Sommerpalast diente in der Vergangenheit als Rückzugsgebiet der Kaiserfamilie in den heißen Sommermonaten und hat im Laufe der Geschichte eine Menge an Zerstörungen und Erneuerungen hinter sich. Erst 1924 wurde er als öffentlicher Park freigegeben, hatte aber auf Grund von hohen Eintrittspreisen kaum Besucher - er verwilderte und viele der Gebäude zerfielen. Nach 1949 wurde der Sommerpalast schließlich wieder instand gesetzt und die verschiedenen Gärten angelegt. Mittlerweile zieht der Sommerpalast mehr als vier Millionen Besucher im Jahr an (Eintritt 30 RMB nur für den Park, 60 RMB inkl. aller kostenpflichtiger Gebäude). Der Sommerpalast ist im Grunde genommen in drei Bereiche aufgeteilt: Das Geschäfts-, das Wohn- und das Vergnügungsviertel. Wenn man die Anlage durch den östlichen Haupteingang (Donggongmen) betritt, kommt man in das Geschäftsviertel, wo stets die Staatsgeschäfte erledigt und Audienzen abgehalten wurden.Blick hinauf zum Pavillon des Göttlichen Wohlgeruchs Als Hauptgebäude findet sich hier die noch im Originalzustand erhaltene Renshoudian (Halle des Wohlwollens und der Langlebigkeit), welche aus sieben Räumlichkeiten und einem Innenhof mit Kiefern und Zypressen besteht. Vor den Treppen der Renshoudian stehen aus Bronze gegossene Dreifüße, Drachen, Phönixe und ein Qilin (ein mythologisches Tier mit einem Drachenkopf, einem Löwenschwanz, einem Hirschgeweih, den Hufen eines Ochsen und Schuppen). Die umliegenden Hallen und Gebäude, die alle entlang einer Zentralachse vom Ost-Tor bis zur Renshoudian symmetrisch angelegt sind, dienten als Dienststellen der sechs Ministerien und der neun zentralregierungsunmittelbaren Behörden. Direkt dahinter liegt das Wohnviertel, wo die Kaiserinwitwe Cixi, der Kaiser Guangxu und seine Konkubinen wohnten und besteht aus drei großen von Wohnhäusern umschlossenen Höfen. Im Hauptgebäude, der Leshoutang (Halle der Freude und der Langlebigkeit), wohnte die Kaiserinwitwe Cixi. Es liegt am Ufer des Kunming-Sees am Fuß des Wanshou-Berges. Ein Pfad verbindet die südliche Seite der Renshoudian mit der Yulantang (Halle der Jadewogen), die Kaiser Guangxu bewohnte und dahinter liegt der Hof, der zur Yiyunguan (Halle des Aromas) gehört. Hier lebte die Gemahlin von Guangxu. Die Leshoutang und die Yulantang sind noch im Originalzustand erhalten.Das Marmorschiff Folgt man dem Weg nördlich so kommt man zum Dheyuan, zu dem die Yiledian (Halle der Erheiterung) und die Theaterbühne gehören. In der Yiledian, die ebenfalls noch im Originalzustand erhalten ist, sind 200 Kulturgegenstände zu sehen, darunter ein vierteiliger großer Wandschirm mit Einlegearbeiten aus Halbedelsteinen. Die Theaterbühne ist ein imposantes Gebäude mit einem mehrstufigen Dach, zinnoberroten Geländern und grünen Säulen mit Goldeinlegearbeiten. Sie wurde zur Feier des 60. Geburtstages der Kaiserinwitwe Cixi gebaut und stand ihr zur Verfügung. Von der Yiledian aus verfolgte sie die Theateraufführungen, während eingeladene Fürsten und hohe Beamte nur von den rechts und links gelegenen Korridoren aus zuschauen durften, was bereits als große Gnade galt. Weiter westlich vom Wohnviertel liegt das Vergnügungsviertel, bestehend aus dem Wanshoushan, dem Kunming-See, dem Houshan (Hinterer Abhang des Wanshoushan) und dem Houhu (Hinterer See). Die interessanteren Gebäude findet man am Vorderhang des Wanshoushan. Steigt man von dem direkt am Seeufer gelegenen Torbogen "Jade-Palast über den Wolken" empor, so kommt man zum Zhihuihai (Tempel des Weisheitsmeeres) auf dem Berggipfel. Auf dieser Linie liegen auch das Paiyunmen (das Wolkenzerstreuende Tor), das Ergongmen (das zweite Tor des Palastes), die Paiyundian (Wolkenzerstreuende Halle), die Dehuidian (Halle der Glänzenden Tugend) und der Foxiangge (Pavillon des Göttlichen Wohlgeruchs).Die Siebzehn-Bogen-Brücke Östlich der Hauptbaukomplexe auf dem Wanshou-Berg steht das Zhuanlunzang (Archiv der buddhistischen Sutras) sowie ein fast 10 m hoher Gedenkstein, und westlich davon der Wufangge (der Fünfeckige Pavillon) und der Baoyunge (Pavillon der Wertvollen Wolken). Der Baoyunge steht auf einem Sockel aus Marmor und sieht wie ein Holzbau aus, tatsächlich besteht der ganze Pavillon jedoch aus Bronze und wiegt 200 t. Ein besonderes Prunkstück ist auch der überdachte 728 m lange Wandelgang, welcher entlang dem Südhang des Wanshoushan von Ost nach West verläuft. Sämtliche Deckenbalken sind über und über mit geschichtlichen oder mythologischen Szenen sowie Landschaftsmotiven bunt bemalt. Am Westhang des Wanshoushan, unmittelbar am Ufer des Kunming-Sees findet man das bekannte Marmorschiff (Qingyanfang) mit dem steinernen Rumpf und einer hölzernen zweistöckigen Kajüte. Von hier aus kann man mit den Drachenbootfähren (10 RMB) über den See ans östliche Ufer fahren und unterwegs einen schönen Blick auf den Wanshou-Berg mit den am Hang befindlichen Gebäuden genießen. Weiter nordwärts gelangt man zum Houshan und zum Houhu. Mit der "Jadegürtel-Brücke" aus Marmor und der imposanten 150 m langen "Siebzehn-Bogen-Brücke" überspannen zwei Brücken den Kunming-See. Östlich des Houhu befinden sich das Tiaoyuanzhai (Studio des Weiten Ausblicks) und der Xiequyuan (Garten der Geselligkeit). Wie der Name schon sagt ist das Tiaoyuanzhai hoch gelegen und von dort aus kann man die Straße außerhalb der Palastmauer überblicken. Der Xiequyuan, der während der Herrschaft von Kaiser Qianlong nach dem Muster des Gartens der Ergötzung (Jichangyuan) auf dem Huishan nahe der Stadt Wuxi erbaut wurde, hat einen Lotosteich, einen Wasserpavillon und eine gewundene Galerie mit dreizehn Lauben.
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Xiangshan-Park: Ca. 20 km vor der Stadt liegt in den westlichen Bergen der Xiangshan-Park (Duftender Berg).Übersicht Xiangshan-Park Oben auf dem Berggipfel erheben sich zwei riesige Felsen (Rufengshi), welche zwei Räucherstäbchen in einem Gefäß ähneln, denn wenn die Wolken über die Gipfel ziehen, scheint Weihrauch aus ihnen aufzusteigen. Daher auch der Name des Berges: Xianglushan (Duftender Weihrauchgefäß Berg) - Xiangshan ist nur eine Abkürzung dieses Namens. Auf Befehl des Kaisers wurden hier bereits vor 700 Jahren ein großer Tempel (Xiangshansi) und eine Villa erbaut. Durch spätere Neubauten, vor allem für einsame Eremiten und die Bewohner der Hauptstadt,Brücke im Xiangshan-Park entstand nach und nach ein Park, der den Namen Jingyiyuan (Garten der Wohltuenden Stille) trug. 1860 und 1900 aber wurde der Park durch verschiedne Interventionsarmeen zerstört und von den meisten Bauten blieben nur noch Ruinen übrig. Erst nach der Befreiung wurde der Park (Eintritt 10 RMB) wieder in großem Ausmaß restauriert und erhielt seinen heutigen Namen. Im Norden des Parks steht der 1780 für den Panchen aus Tibet erbaute Zhaomiao (Tempel der Einsicht), ein Lamatempel tibetischen Stils. Vor dem Tempel steht ein Torbogen mit glasierten Ziegeln und westlich des Tempels befindet sich eine siebenstöckige achteckige Pagode (Liulita) aus glasierten Ziegeln. An jedem der Stockwerk und an jeder Ecke hängt eine kleine kupferne Glocke, die beim kleinsten Windhauch ein melodisches Läuten durch den Wald klinen lassen. Der Park ist bei den zahlreichen Ausflüglern vor allem im Herbst sehr beliebt, wenn die Blätter der Ahornbäume an den Abhängen in einem satten Rot stehen. Auch viele Hochzeitspaare nutzen die Umgebung des Parks für Fotoshootings. Er eignet sich hervorragend, um den Großstadtgetümmnel zu entfliehen und lädt für Spaziergänge und Wanderungen ein. Nahe des Nordtores liegt etwas außerhalb des Xiangshan-Park das Kloster der Azurblauen Wolken (Biyunsi), welches aber nur durch den Park erreicht werden kann. Anreise: Bus Nr. 360 vom Zoo, Bus Nr. 333 vom Sommerpalast, Endhaltestelle für beide im Dorf unterhalb des Parks.Zum Seitenanfang




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