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Kurze Landesinformationen Ausführliche Beschreibungen von: Guangzhou (Kanton): Tempel, Parks, Lotus Hills, Die Große Mauer, Beijing (Peking): Tempel, Verbotene Stadt + Tian'anmen-Platz, Parks, Ming Gräber, Kleine Sehenswürdigkeiten Genaue Reiseberichte Einreise, Adressen, Gesundheit, Sicherheit, Feiertage, Hinweise Bildgalerie mit zahlreichen Fotos

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Guangzhou (Kanton): Sonstiges


Guangzhou hat seit der Öffnung Chinas seine seit jeher besondere Stellung immer weiter ausgebaut und wächst mit den Inselstaaten Hongkong und Macao zu einem einzigen großen Zentrum für den Binnenhandel und Export zusammen. Nicht ohne Grund findet daher zweimal im Jahr Chinas größte und wichtigste Exportmesse in Guangzhou statt. Um den Status eine florierenden Industriestadt weiter auszubauen wird dort als Prestigeobjekt in den nächsten Jahren der höchste Fernsehturm der Welt errichtet. Neben den zahlreichen Tempel der Stadt hat Guangzhou jedoch auch ansonsten einiges an Kultur und Natur zu bieten - sogar zuviel für einen Kurzbesuch, so dass man sich genau überlegen sollte, was man sich während des Aufenthaltes in dieser Stadt anschauen möchte.


Gedenkhalle für Sun Yat-Sen: Südlich vom Yuexiu Park liegt die Sun Yat-Sen Gedächtnishalle,Gedenkhalle von Sun Yat-Sen welche 1931 zu Ehren des großen demokratischen Revolutionärs Dr. Sun Yat-Sen mit finanzieller Unterstützung der Guangzhouer Bevölkerung und Überseechinesen gebaut wurde. Er ist der einzige chinesische Politiker, der sowohl in Taiwan als auch in der Volksrepublik China enorm großes Ansehen genießt. In Taiwan wird er als Vater der Republik China betrachtet und sein Bild ist in fast allen öffentlichen Räumen präsent. In der Volksrepublik China wird er als chinesischer Nationalist und Vorkämpfer des Sozialismus gesehen. Ein bronzene Statue von Sun Yat-Sen steht vor der Gedächtnishalle und in einer kleineren Nebenhalle informiert eine Ausstellung über sein Leben und Wirken. Die Gedenkhalle wurde nach 1949 bereits sieben mal unter hohem Kostenaufwand renoviert. Das heutige majestätische Gebäude mit seinen blauen Dächern ist ein Stahlbetonwerk und gilt als ein Meisterstück des Palastbaustils, denn die ganze Konstruktion weist keine einzige Tragsäule auf. So kann man ohne Sichtbehinderung von jedem Platz aus die gesamte Bühne einsehen ohne dabei auf eine gelungene Akustik verzichten zu müssen. Die Gedächtnishalle ist 49 m hoch, umfasst 3700 m² und dient jetzt als Theater, in dem 5000 Leute auf zwei Etagen Platz finden.


Museum des Nanyue-Königs: 1983 wurde das Steinkammergrab 20 Meter unter dem Elefantenhügel entdeckt und gilt in SüdchinaMuseum des Nanyue-Königs der Westlichen Han-Dynastie als das einzige seiner Art mit farbiger Malerei. Hier wurde vor mehr als 2000 Jahren Zhao Mo, der zweite König des Nanyue-Reiches mit mehr als 1.000 Grabbeigaben beerdigt, die sich in den sieben Kammern des ca. 11x12m großen Steingrabes befanden. Darunter befanden sich vor allem Siegel aus Gold und Jade, ein Streitwagen, Musikinstrumente, Opfergaben, Waffen und Gefäße aus Gold uns Silber. Die Gegenstände spiegeln die Kultur, Politik und Wirtschaft in Südchina vor 2000 Jahren wieder und zählen somit zu den wichtigsten archäologischen Fundstücken des 20. Jahrhunderts in China. Das bereits 1988 offiziell eröffnete "Museum des Nanyue-Königs der Westlichen Han-Dynastie" wurde um das Grab herum am Berghang gebaut und die Ausstellungsfläche von ca. 1400 m² ist in drei Abschnitte unterteilt. Im Mittelpunkt liegt natürlich das Originalgrab, im zweiten Teil findet man alle gefundenen Grabbeigaben und der dritte Teil beschäftigt sich mit den historischen Aufzeichnungen über das Nanyue-Königreich. In den vorgelagerten Hallen des Museums werden auch noch eine Sammlung von Keramikkissen und weitere Kunstobjekte aus der Region gezeigt. Bisher wurde das Grab außerhalb Asiens nur in Frankfurt in einer eigenen Ausstellung vorgestellt.
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Qingping-Markt: In den engen Gassen nördlich der Halbinsel Shamian befindet sich der Qingping-Markt,Auf dem Qingping-Markt der größte Gewürzmarkt Chinas. Er war nach der Wirtschaftsreform 1978 einer des ersten freien Märkte des Landes. Inzwischen beherbergt er ca. 2000 Marktstände und täglich kommen ungefähr 60.000 Chinesen zum Einkaufen her. Ein Besuch des Marktes bringt einen näher an den Puls des alltäglichen Lebens der Cantonesen als irgendein anderer Ort in Guangzhou. Ein großer Teil des ursprünglichen Marktes wurde abgerissen und wird gerade für ca. 150 Millionen US Dollar völlig um- bzw. ausgebaut (die Arbeiten sollen 2006 abgeschlossen sein). Der Quingping-Markt ist aber nicht nur für seine medizinischen Kräuterspezialisten, Gewürzverkäufer, Antiquitätenhändler sowie Obst- und Gemüsestände bekannt, sonder vielmehr auch für das riesige Angebot an Zutaten für die traditionelle chinesische Küche. Ein chinesischer Spruch besagt: ĄDie Kantonesen essen alles was schwimmt, fliegt oder vier Beine hat, außer U-Booten, Flugzeugen und Tischen." Es werden neben den typisch getrockneten Meeresfrüchten, Schlangenhäuten, Vogelnestern, Käfern, Fliegen und Pilzen vor allem auch lebendige Tiere zum Verkauf angeboten. In den Käfigen und Plastikeimern stehen Hühnchen, Hasen, Fische, Spatzen, Schlangen, Affen, Hunde, Katzen, Schildkröten und Skorpione zum Verzehr bereit. Der Anblick in diesem Teil des Marktes ist nicht unbedingt etwas für sensible Tierfreunde bzw. -schützer!


Guangzhou Ocean World: Der 1958 gebaute Zoo in der Innenstadt von Guangzhou gehört mit seinen 420.000 m² zu einem der größten in China und ist als solcher zwar ganz nett gemachtMeerjungfrauen im Guangzhou Ocean World und mit - für chinesische Verhältnisse - einigermaßen ordentlichen Gehegen, gehört jedoch mit Sicherheit nicht zum Pflichtprogramm eines Stadtbesuchs, auch wenn man dort den beliebten Pandabären antrifft. Auf seinem Gelände findet man jedoch mit dem 1998 eröffneten relativ neuen Guangzhou Ocean World (Eintritt 100 RMB inkl. Zoo, 50 RMB für Kinder) eine kleine Perle, denn das von 9-17 Uhr geöffnete Aquarium lohnt durchaus einen Abstecher, zählt es doch zu einer der größten Aquarienanlagen in Asien. Der Bau der High-Tech-Anlage auf 15.000 m² verschlang ca. 50 Millionen USD und dient neben der Unterhaltung der Besucher vor allem auch der Forschung (Guangdong Educational Base for Popular Marine Science). Das Aquarium ist wie bei solchen Anlagen üblich in mehrere Bereiche der maritimen Welt unterteilt und hat neben mehreren riesigen Wasserbecken (u.a. Riff-, Hai- und Kelpbecken) auch einen durchsichtigen Tunnel und "Streichelpools" zu bieten. Das Tiefsee-Becken ist mit seinen 10 m Tiefe und den 1.100 Kubikmetern Wasser das größte seiner Art in China und beherbergt eine Vielzahl von Korallen und Fischen. Es ist zwar nicht ganz so gut wie das vergleichbare Aquarium in Peking oder Hong Kong, bietet aber mit der Meerjungfrauen-Show im riesigen Bassin, den eindrucksvollen Haifütterungen und der Delphin-Show inkl. Seelöwen und 2 Belugawalen eine gute Mischung, mit der man sich bequem die Zeit vertreiben kann. Seit Februar 2007 soll das Aquarium angeblich auch einen 5 m langen und 3 Jahre alten Walhai beherbergen, wovon jedoch bei meinem Besuch im April 2007 nichts zu sehen war. Der Zugang zum Ocean World erfolgt nur durch den Zoo direkt, um dessen inklusiven Eintritt man also nicht herum kommt.


Xiangjiang Safari Park: Der Xiangjiang Safari Park (120 RMB, Kinder 60 RMB)Weisse Tiger liegt südlich von Guangzhou in Daishi, Panyu und beherbergt ca. 15.000 Tiere von 400 verschiedenen Arten aus aller Welt. Das besondere an diesem Park sind aber vor allem seine vielen "weißen Tiere". Neben weißen Löwen und weißen Kanguruhs leben im Xiangjiang Safari Park auch ca. 60 weiße Tiger (die größte Gruppe auf der Welt!). Der ca. 130 Hektar große Park wurde erst 1997 offiziell für die Öffentlichkeit freigegeben und ist der größte seiner Art in China und der einzige, der von einer privaten Firma (Panyu Xiangjiang Industrial Co. Ltd.) betrieben wird. Das Konzept - das dem Betreiber 48 Millionen USD wert war - vereint die Aspekte von Tierschutz, Forschung, Aufzucht, wissenschaftlicher Erziehung und Erlebniszoo in einem. Das Gelände des Safari Parks ist in zwei Teile unterteilt, der "Safari auf Rädern" und der "Safari zu Fuss". Im ersten Teil kann man mit einem speziellen Zug oder auch mit dem privaten Auto durch die Landschaften des Asia Field, Africa Field und Predator Territory fahren und dabei eine Vielzahl an Tieren (Kamele, Gnus, Giraffen, Nashörner, Zebras, Löwen, etc.) vom Fahrzeug aus anschauen. Der parkeigene Zug hält bei seiner Fahrt durch das Gelände leider nicht an besonders schönen Foto-Spots an. Der größere zweite Teil ist der eigentliche Zoo mit seinen teilweise sehr schönen Tiergehegen, den Rast- und Spielplätzen und natürlich den verschiedenen Bühnen, auf denen täglich die Tiershows (White Tiger Show, Elephant Show, Monkey Show, Birg Show) aufgeführt werden. Ein besonderes Highlight ist auch die Aufzuchtstation, bei der man durch Glasscheiben die Arbeit mit den Neugeborenen Tieren beobachten kann.Zum Seitenanfang




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