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Kurze Landesinformationen Ausführliche Beschreibungen von: Vulkan Arenal + Fortuna, Vulkane Poás + Irazú, Vulkan Rincon de la Vieja, Monteverde + Santa Elena, Nationalpark Manuel Antonio, Nationalpark Cano Negro, Nationalpark Tortuguero, Corcovado + Osa-Halbinsel, Nationalpark Cahuita, Wasserfälle, Kleine Sehenswürdigkeiten Genaue Reiseberichte Einreise, Adressen, Gesundheit, Sicherheit, Feiertage, Hinweise Bildgalerie mit zahlreichen Fotos

Kleines Land - Ganz gross


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Vulkan Arenal + Fortuna


Mit einer Ausdehnung von 5208 ha umfasst der erst 1991 gegründete Nationalpark Arenal neben dem Vulkan auch den Arenalsee und den Nordsektor der Sierra de Tilarán. Er ist Heimat vieler verschiedener Tier- und Pflanzenarten und man kann hier unter Umständen auch Jaguare, Faultiere, Tapire, Quetzale und Boa Constrictors antreffen.Lavarichtungen am Vulkan Arenal Der Zutritt zum Nationapark (Eingang an der Westseite des Vulkans, ca. 16km von Fortuna) kostet 10 USD und er ist täglich von 8-22 Uhr geöffnet. Hier erstrecken sich mehrere leichte Wanderwege, auf denen man sich die abwechslungsreiche Natur des Sekundärwaldes anschauen kann und auch zum noch sehr jungen Lavafeld (von 1992) gelangt, wo sich die erkalteten Gesteinsbrocken zu skurrilen Formen auftürmen.

Wenn man heute die beständige Aktivität vor Augen hat, ist es kaum zu glauben, dass man den Arenal bei seiner Ertbesteigung im Jahre 1937 noch für einen ganz gewöhnlichen Berg und nicht für einen schlafenden Vulkan hielt. Beim letzten großem Ausbruch 1968 wurden die Menschen am Fuße des Berges daher völlig überrrascht, als sich der Vulkan nach 500 Jahren der Ruhe in einer gewaltigen Explosion vom aufgestauten Druck befreite. Bei dieser Eruption überflutete die ausströmende Lava mehrere Quadratkilometer des angrenzenden Landes und alles was dem flüssigen Gestein im Weg stand, wurde dabei vernichtet (darunter auch die beiden Ortschaften Tabacon und Pueblo Nuevo). Es kamen bei diesem Ausbruch 80 Menschen ums Leben und um eine solche Katastrophe in der Zukunft frühzeitig zu erkennen, wird der Vulkan seitdem aufmerksam von den Seismologen rund um die Uhr überwacht.

Der Vulkan Arenal ist nicht nur der aktivste Vulkan von Costa Rica, sondern gilt auch als einer der aktivsten auf der gesamten Welt.Nächtliches Lavaspektakel Der Arenal ist wahrlich ein Prototyp von einem Vulkan, denn er besticht nicht nur durch eine fast perfekte Kegelform, sondern durch seine beständige Aktivität schleudert er auch oft Rauch- und Aschewolken in den Himmel. Während man tagsüber nur kleinere Staubwolken - aufgewirbelt durch die ausgespuckten Felsbrocken - an den Flanken des Vulkans erkennen kann, ist der Vulkan vor allem bei Nacht ein besonderes Schauspiel (ein wolkenfreier Himmel vorausgesetzt), wenn er glühenden Lavabrocken und Lavaströme ausspuckt, die den gesamten Berghang hinunter rollen. Auf Grund dieser hohen Aktivität darf man auch nicht unmittelbar an den Vulkan heran, aber der Ausblick von den verschiedenen Beobachtungsstationen rund um den Berg ist vollkommen ausreichend. Kein Wunder also, dass der Vulkan Arenal eines der beliebtesten Reiseziele der Touristen in Costa Rica ist. Die Richtung der Lavaströme hat sich im Laufe der Zeit mehrfach geändert und ist auch jetzt noch ständig im Wandel. Die aktuelle Lavarichtung kann man hier auf dieser interaktiven Karte anschauen. Rund um den Vulkan gibt es für jeden Geldbeutel eine Menge Hotels und Lodges mit "Lavablick", wobei sich jedoch auch einige - abhängig von der aktuellen Lavaflussrichtung - diese Werbung zu Unrecht geben. Ich kann jedenfalls das "Erupciones Inn" mit ruhigem Gewissen empfehlen, denn der Blick von hier auf die aktive Seite (Stand Okt. 2006) des Arenal ist atemberaubend.



Straßenkarte von La FortunaDer nächtgelegene Ort ist La Fortuna,Grüne Seite des Vulkan Arenal welcher wegen der nahen Lage zum Vulkan Arenal in der Hauptsaison oft mit Touristen überfüllt ist, was natürlich auch von der guten Verkehrsanbindung der Busse gefördert wird. Von Fortuna aus hat man allerdings absolut keine Chance, die Lavaaktivität des Vulkans bei Nacht zu sehen, denn man schaut direkt auf die inaktive "grüne" Flanke. Der Ort hat sich immer mehr zum Touristenzentrum im Reißbrettmuster entwickelt, weswegen man hier auch kein landestypisches Kleinstadtidyll erwarten darf. Dafür findet man hier alles, was der Tourist erwartet: Restaurants, Supermärkte, Pulperias, Bars, Internetcafés, Souvenierläden, eine Bank, Apotheken und natürlich zahlreiche Hotels und Cabinas in jeder Preisklasse. Bei den vielen örtlichen Tourveranstaltern kann man viele verschiedene Aktivitäten buchen, wie z.B. Ganztagestouren zum Cano Negro Reservat, Ausflüge in den Monteverde Nationalpark per Pferd oder Jeep, River-Rafting, Reittouren zum Wasserfall La Fortuna (s. Highlight Wasserfälle) oder Ausflüge zur Tropfsteinhöhle von Venado. Es wird hier soviel angeboten, dass die Auswahl schon ziemlich schwer fällt. Das Leben der einheimischen Ticos spielt sich in Fortuna übrigens vor allem am Abend rund um den kleinen Dorfpark nahe der Kirche ab, wobei der Ort dann ein klein wenig vom landestypischen Flair bekommt.

Westlich vom Vulkan liegt der gleichnamige Stausee, der seit 1978 auch zur Energiegewinnung genutzt wird.Blick auf den Arenalsee Der Arenalsee ist bei den Touristen aber vor allem wegen der hervorragenden Surf- und Angelbedingungen beliebt. Der frischgefangene Fisch aus dem See ist eine wahre Delikatesse, wovon man sich in einer kleinen Ortschaft direkt am See (wegen einige Flußdurchquerungen nur mit Allradwagen erreichbar!) überzeugen kann. Direkt nach der Stauseemauer liegt auf der rechten Seite eine weitere Attraktion der Region, die Arenal Hanging Bridges, eines der neuesten Hängebrückensysteme in Costa Rica mit mehreren Brücken in bis zu 60 Meter Höhe. Der Eintritt ist mit 20 USD aber recht happig (eine kleine Ermäßigung bekommt man aber meistens über die Hotels angeboten), jedoch stellen die Arenal Hanging Bridges trotzdem eine Alternative zu den Sky-Walks in Monteverde dar. Wer nach einem anstrengenden Tag eine kleine Entspannung benötigt, der ist in einer der Thermalquellen bestens aufgehoben, denn dort kann man seine müden Muskeln in mehreren Becken, gefüllt mit dem warmen bis heißem Wasser des Rio Tabacón, regenerieren. Dieses Angebot kann man auf der Straße von Fortuna zum Stausee in den Thermalbädern Baldi Thermae (ca. 15 USD) und Balneario Tabacon Resort (ca. 30 USD) wahrnehmen (auch hier im Hotel nach einer Ermäßigung fragen!). In beiden Thermen kann man bei entsprechendem Wetter auch während einem Abendessen die nächtliche Vulkanaktivität genießen.




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