Startseite Zurück zur Kontinentauswahl Kleines Land - Ganz gross Der Schmetterling der Französischen Antillen Land der unbegrenzten Möglichkeiten
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Kurze Landesinformationen Ausführliche Beschreibungen von: Vulkan Arenal + Fortuna, Vulkane Poás + Irazú, Vulkan Rincon de la Vieja, Monteverde + Santa Elena, Nationalpark Manuel Antonio, Nationalpark Cano Negro, Nationalpark Tortuguero, Corcovado + Osa-Halbinsel, Nationalpark Cahuita, Wasserfälle, Kleine Sehenswürdigkeiten Genaue Reiseberichte Einreise, Adressen, Gesundheit, Sicherheit, Feiertage, Hinweise Bildgalerie mit zahlreichen Fotos

Kleines Land - Ganz gross


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Kleine Sehenswürdigkeiten


Neben der Vielzahl an Nationalparks, den Vulkanen und den dementsprechenden Naturschönheiten hat Costa Rica aber auch noch einige andere kleine Sehenswürdigkeiten zu bieten. Diese liegen manchmal mehr oder weniger versteckt am Wegesrand und finden oftmals - völlig zu Unrecht - keine Beachtung bei den Besuchern des Landes. Daher möchte ich hier mal einige solcher spezieller Sehenswürdigkeiten etwas näher bringen.


Leguan-Baum: Eine Attraktion der ganz besonderen Art Am Leguan-Baumfindet man in dem kleinen Örtchen Muelle de San Carlos westlich von Fortuna. Folgt man im Ort an der großen Kreuzung (die mit der Tankstelle) der Straße nach Norden in Richtung Los Chiles, dann kommt man direkt nach eine scharfen Rechtskurve an eine Brücke über den Rio San Carlos. Von dieser Brücke aus hat man die einmalige Gelegenheit, unzählige Leguane in sämtlichen Größen und Farben bequem beobachten und fotografieren zu können. Diese tummeln und sonnen sich nämlich in Augenhöhe zu hunderten faul und träge in den Wipfeln der Bäume direkt neben der Brücke. Auf manche Leute wirken Leguane wegen dem Rückenkamm auf den ersten Blick etwas bedrohlich, sie sind aber vollkommen friedlich und ungefährlich. Die meiste Zeit des Tages halten sich die Tiere auf den Bäumen auf und verbringen dort meist regungslos den ganzen Tag in der Sonne. Wenn man sich die Proportionen der Tiere anschaut, dann weiss man natürlich sofort, warum sich diese hier so vermehrt aufhalten: Sie werden nämlich vom Besitzer des direkt daneben liegenden Restaurants gefüttert. Eigentlich eine clevere Idee, denn das früher kaum besuchte Restaurant ist durch die Iguanas zu einer kleinen Touristenattraktion geworden und hat nun auch reichlich Besucher. Vorsicht, beim Beobachten der Tiere sollte man aber auch immer ein wachsames Auge auf den vorbeirauschenden Straßenverkehr haben!


Zarcero: Zarcero ist ein kleiner idyllischer Ort, Die Kirche in Zarceroder am höchsten Punkt der Straße von Naranjo über die Cordillera Central nach Ciudad Quesada liegt. Das Klima ist auf Grund der Lage auf 1735 Metern Höhe angenehm kühl und auch die umliegende Landschaft ist abwechslungsreich und lohnt auf der Fahrt hierher immer mal wieder einen Seitenblick. Die Einwohner Zarceros widmen sich vor allem der Herstellung von Käse und dem Anbau von Pfirsichen, aber wirklich berühmt geworden ist der kleine Ort durch den außergewöhnlichen und kuriosen Stadtpark vor der Kirche. Ein doppelter Bogengang aus Zypressen führt zum Haupteingang der Kirche, die mit ihren Pastellfarben auch in einem Disneyland hätte stehen können - ein tolles Fotomotiv. Links und rechts vom Bogengang findet man zahlreiche natürliche Skulpturen, welche das Handwerk des städtischen Gärtners Evangelista Blanco sind, den angeblich sogar schon einmal Walt Disney versucht hat abzuwerben. Er arbeitet nun aber bereits seit über 30 Jahren an diesen Figuren und hält sie stets in Form. Manche der Figuren greifen typische costaricanische Themen und Motive auf, bei anderen ließ Evangelista Blanco seiner Phantasie freien Lauf. Man findet hier (mit viel Phantasie) auf dem Vorplatz der Kirche ein tanzendes Paar, ein Ochsengespann, ein Riesenkaninchen, ein Elefant oder auch einen Affen auf einem Motorrad. Ein Abstecher nach Zarcero lohnt sich auf jeden Fall!


Las Pumas: Hierbei handelt es sich um eine Tukan in der AuffangstationTier-Auffangstation ca. 5 km nördlich von Canas an der Schnellstraße nach Liberia, welche sich dem Schutz bedrohter Katzenarten in Costa Rica widmet. Las Pumas wurde vor mehr als 40 Jahren von der Schweizerin Lilly Hagnauer (im Jahr 2001 verstorben) während der großen Kahlschläge der Trockenwälder in Guanacaste gegründet. Dadurch wurden natürlich die Lebensgewohnheiten vieler Wildtiere gestört und viele von ihnen erleideten das Schicksal gefangen und als Haustier gehalten zu werden. Lilly Hagnauer nahm sich solcher Tiere an - teilweise wurden sie von Nachbarn gebracht, teilweise abgekauft - und gab ihnen die Chance in einer naturgetreuen Umgebung zu leben. Man sieht sich hier aber auch als Zentrum der Umwelterziehung und unterstützt zudem die Bemühungen des örtlichen Umwelt- und Tierschutzes. Die Station beherbergt zur Zeit mehr als 80 Tiere (22 Arten) aus der Gegend Guanacaste, von denen die meisten vom Aussterben bedroht sind. Zu sehen sind Pumas, Jaguare, Ozelots und Jaguarundis die aus Beschlagnahmungen von Wilderern stammen oder verletzt gefunden wurden, aber auch Papageien, Tukane, Affen und Waschbären. Der Eintritt ist kostenlos, kleine Geldspenden zur Finanzierung der Station können aber in einer Box am Eingang deponiert werden.


Sarchi: Die Kleinstadt Sarchí (ca. 20 km westlich von Alajuela) ist Ochsenkarren in Sarchi Heimat der buntbemalten Ochsenkarren und nennt sich selber gerne "Wiege des nationalen Kunsthandwerks". Die Ochsenkarren (carretas) sind in Costa Rica im Laufe des 19. Jahrhunderts fast schon so etwas wie ein nationales Symbol geworden und werden heute noch in mehreren Fabriken gebaut und bemalt. Auf dem Platz vor der Kirche steht ein besonders großes und prunkvolles Exemplar zur Schau. Solche Ochsenkarren bekommt man auf den Straßen des Landes so gut wie nie zu Gesicht, denn mit Preisen um die 1000 USD sind die bemalten Fuhrwerke nur noch eine reine Zierde für die Vorgärten reicher Leute. Lediglich auf der Nicoya-Halbinsel werden noch ab und zu schmucklose Ochsenkarren zum Tranport benutzt. Einzige Ausnahme hierzu ist jedoch der große Ochsenkarren-Umzug Mitte März in Escazu, wo viele der prachtvoll bemalten Karren den Zuschauern präsentiert werden. In Sarchí reihen sich ansonsten leider nur ein Souvenirladen an den anderen, in denen vorwiegend kitschige Schnitzarbeiten anbeboten werden, wovon viele leider auch noch aus tropischen Edelhölzern angefertigt wurden. Daneben gibt es auch eine ganze Reihe von Möbelgeschäften, deren Kundschaft vorwiegend aus San José und Umgebung kommt.




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