Startseite Zurück zur Kontinentauswahl Kleines Land - Ganz gross Der Schmetterling der Französischen Antillen Land der unbegrenzten Möglichkeiten
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Kurze Landesinformationen Ausführliche Beschreibungen von: Vulkan Arenal + Fortuna, Vulkane Poás + Irazú, Vulkan Rincon de la Vieja, Monteverde + Santa Elena, Nationalpark Manuel Antonio, Nationalpark Cano Negro, Nationalpark Tortuguero, Corcovado + Osa-Halbinsel, Nationalpark Cahuita, Wasserfälle, Kleine Sehenswürdigkeiten Genaue Reiseberichte Einreise, Adressen, Gesundheit, Sicherheit, Feiertage, Hinweise Bildgalerie mit zahlreichen Fotos

Kleines Land - Ganz gross


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Vulkane Poás + Irazú


Der 2708 m hohe Stratovulkan Poás ist einer der vier aktiven Vulkane von Costa Rica und der gleichnamige Nationalpark zählt zu den ältesten und beliebtesten des Landes. Der ca. 5600 ha große Nationalpark Poas (täglich geöffnet von 815.30 Uhr) wurde 1971 gegründet und umfasst neben dem Vulkan Poás auch einen artenreichen Nebelwald. Zudem ist er sehr einfach in etwa 1,5 Stunden mit dem Auto oder Bus von San Jose aus über eine gut geteerte Straße zu erreichen, die sich an idyllischen Kaffeeplantagen und einer abwechslungsreichen Vegetation vorbei zum Kraterrand hochwindet.

Je früher am Tag man am Vulkan ist (vor 9 Uhr!),Sonnenschirm der Armen desto größer ist die Chance diesen wolkenfrei zu Gesicht zu bekommen, denn im Laufe des Vormittags zieht sich dieser erfahrungsgemäß zu. Da der Park auch bei den Einheimischen sehr beliebt ist, sollte man wenn möglich die Wochenenden für einen Besuch meiden. Am großen Eingangstor sind zunächst die 10 USD Eintritt fällig bevor man der Straße weiter bis zum Parkplatz folgt (keine Wertsachen im Auto liegen lassen!). Vom Parkplatz aus führt der Weg zunächst zum Besucherzentrum, wo man allerlei Wissenswertes über den Vulkan Poás und Vulkane im allgemeinen erfahren kann. Bilder von früheren Eruptionen erinnern daran, daß der Vulkan nicht immer so zahm war wie heute (1952 noch stieß der Poás Asche- und Dampfmassen bis zu 8000 Meter in die Atmosphäre aus). Zudem findet man hier auch eine Cafeteria, einen Souveniershop, eine Insektenausstellung und die sanitären Anlagen. Vom Besucherzentrum aus sind es noch ca. 500 m den Weg weiter hinauf bis zum Hauptkrater.

Im Nationalpark selbst gibt es nur zwei kurze Wege.Aktiver Krater des Poás Der Hauptweg führt auf dem asphaltierten Weg entlang großblättriger Pflanzen ("Sonnenschirm der Armen") zum Hauptkrater mit seiner türkisblauen Lagune. Mit einem Durchmesser von beachtlichen 1500 m und einer Tiefe von 300 m ist der Krater des Poás einer der Weltgrößten und hat den Ruf den größten Geysir der Welt zu besitzen. In der Uferzone finden sich zahlreiche brodelnde Fumarolen aus den schwefelhaltige Dämpfe aufsteigen und kleinere Geysire, die den Vulkan wie aus einer anderen Welt erscheinen lassen und zum beliebten Fotomotiv machen. Den besten Blick hat man von der Aussichtsplattform am Kraterrand. Der Abstieg hinunter in den Krater ist übrigens verboten! Kurz vor dem Hauptkrater führt rechts ein 20minütiger Wanderweg zur ebenfalls reizvollen Laguna Botos, die inmitten einer urzeitlichen Vegetation im alten (seit 7500 Jahren nicht mehr aktiven) Krater liegt. Für den Rückweg zum Parkplazt nimmt man am Besten den kurzen "Lehrpfad" durch den verträumten Nebelwald.



Oberhalb der Stadt Carthago liegt der mächtige Vulkan Irazú (abgeleitet vom indianischen Namen Iztarú = "zitternder und donnernder Berg"), der mit seinen 3432 m der höchste Vulkan von Costa Rica ist. Der rund um den Vulkan angelegte 2300 ha große Nationalpark wurde bereits 1955 gegründet und ist damit der älteste des Landes. Wie auch schon der Poás ist dieser Vulkan auch bei den Einheimischen ein sehr beliebtes Ausflugsziel und daher sollte man ihn nicht unbedingt am Wochenende besuchen. Seit dem ersten dokumentierten Ausbruch des Irazú im Jahr 1723 war der Vulkan mehrfach aktiv. Nach einer starken Eruption 1963 (die 2 Jahre andauerte), während der damalige US-Präsident John F. Kennedy die Hauptstadt besuchte, ging über Cartago und San José ein Ascheregen nieder. Der letzte Ausbruch fand 1994 an der Nordwand des Kraters statt und noch heute zeugen Fumarolen, kleinere Lavaströme und leichte Beben von der erhöhten Aktivität des Vulkans.

Die ca. 34 km lange StrasseÜberblick auf die Krater am Vulkan Irazú von Carthago aus führt bis wenige hundert Meter an die Lagune des Hauptkraters heranreicht und macht den Vulkan Irazú ebenso wie den Poás sehr gut erreichbar. Auf dem Weg hinauf bieten sich traumhafte Ausblicke auf das Tal. Ein gutes Stück vor dem Gipfel sind die 10 USD Eintritt für den Nationalpark (täglich geöffnet von 8-15.30 Uhr) am Eingangstor zu bezahlen. Für einen Besuch des Irazú Nationalparks sollte man sich unbedingt wetterfest ausrüsten, denn durch den starken Wind in dieser Höhe können plötzliche Temperaturschwankungen von -3°C bis +17°C auftreten. Bei sonnigem Wetter ist obendrein ein guter Sonnenschutz von Vorteil.

Nicht ohne Grund hat der amerikanische Astronaut Neil Armstrong einmal vom Vulkan Irazú gesagt, dass dies der Ort auf der Erde sei, der ihn am meisten an die Mondoberfläche erinnere.Farbenprächtiger Kratersee des Irazú Es gibt insgesamt vier Krater, von denen drei leicht zugänglich sind. Der Hauptkrater (cráter principal) mit seinen steilen 300 m hohen Wänden hat einen Durchmesser von knapp 1 Kilometer und auf seinem Grund leuchtet ein grün-gelber Schwefelsee, der zu den beliebtesten Fotomotiven Costa Ricas zählt. In seinem ausgetrockneten Kraternachbarn "Diego de la Haya" mit einem Durchmesser von 700 m und einer Tiefe von 100 m bildet sich bei Regen gelegentlich auch noch ein kleiner See. Süd- und nordöstlich vom Hauptkrater liegen noch zwei weitere kleine Krater und daneben befindet sich ein mehrere Fußballfelder großes flaches Gebiet aus Lavagestein. Vielfältige Vegetation und Tiere sucht man in dieser kargen Landschaft jedoch vergeblich, denn die vielen Eruptionen haben den Lebensraum hier oben nachhältig verändert.

Den beste Überblick über diese Landschaft hat man übrigens vom Aussichtspunkt am Gipfel Cerro Alto Grande, von wo aus man bei gutem Wetter sogar den Atlantischen und Pazifischen Ozean gleichzeitig sehen kann. Die größten Chancen hierzu hat man während der Trockenzeit von Dezember bis April und auf jeden Fall sollte man so früh wie möglich oben sein, denn in den Morgenstunden kann man der hereinziehenden Bewölkung zuvorzukommen und die beste Sicht genießen. Aber auch wenn die Hänge des Vulkans in den Wolken liegen, kann es sein, dass der Gipfel über den Wolken liegt.




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