Startseite Zurück zur Kontinentauswahl Kleines Land - Ganz gross Der Schmetterling der Französischen Antillen Land der unbegrenzten Möglichkeiten
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Kurze Landesinformationen Ausführliche Beschreibungen von: Vulkan Arenal + Fortuna, Vulkane Poás + Irazú, Vulkan Rincon de la Vieja, Monteverde + Santa Elena, Nationalpark Manuel Antonio, Nationalpark Cano Negro, Nationalpark Tortuguero, Corcovado + Osa-Halbinsel, Nationalpark Cahuita, Wasserfälle, Kleine Sehenswürdigkeiten Genaue Reiseberichte Einreise, Adressen, Gesundheit, Sicherheit, Feiertage, Hinweise Bildgalerie mit zahlreichen Fotos

Kleines Land - Ganz gross


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Corcovado + Osa-Halbinsel


Die Osa-Halbinsel liegt im Südwesten des Landes und gehört zu den heißesten und gleichzeitig regenreichsten Gegenden Costa Ricas.Die Osa-Halbinsel Das 56.930 Hektar große Gebiet des Corcovado Nationalpark im südwestlichen Teil dieser Halbinsel steht seit 1975 unter Naturschutz und beherbergt den einzigen urprünglichen Tiefland-Regenwald des Landes. Dieser artenreichste Nationalpark Costa Ricas mit seinem immergrünen Regenwald, der menschenleere Pazifikküste, den Mangroven und dem Süßwassersumpfgebiet ist ein Juwel für Natur- und Tierliebhaber und wurde einmal von National Geographic als einer der "biologisch intensivsten Orte der Erde" bezeichnet. Der Regenwald dort gilt auch als einer der ursprünglichsten der ganzen Welt. Geöffnet ist der Nationalpark täglich von 8 Uhr bis 16 Uhr und der Eintritt beträgt 10 USD pro Person.

Ein Besuch des Corcovado Nationalparks ist absolut einmalig, denn in den dreizehn verschiedenen Ökosystemen beherbergt er eine atemberaubend Vielfalt an Flora und Fauna. Man findet hier ca. 500 Baumarten (z. B. bis zu 70m hohe Ceibas), 367 Vogelarten (darunter die größte Population von Roten Aras in Costa Rica), 140 SäugetierartenNasenbär im Corcovado (z.B. Jaguare, Tapire, Pumas und Ameisenbären), alle in Costa Rica bekannten Affenarten, 177 Amphibien und Reptilienarten (darunter Giftpfeilfrösche), ca. 6000 Insektenarten und dazu noch 40 Süßwasserfischarten. Zudem laden überall einsame Buchten und Wasserfälle zum Baden und Träumen ein.

Feste Wanderschuhe (oder Gummistiefel), Regenschutz, ein gutes Fernglas und mückenabweisende Mittel sollten bei einem Besuch in den Corcovado Nationalpark natürlich immer dabei sein. Wer den Nationalpark auf eigene Faust entdecken bzw. durchqueren will,Urwaldbaum im Primärwald dem steht ein gut ausgebautes Pfadsystem vom Örtchen Carate bis nach La Palma zur Verfügung, auf dem man problemlos die mehrtägige Wanderung in Angriff nehmen kann. Eine solche Tour benötigt jedoch eine sorgfältige Vorbereitung und vor allem die rechtzeitige Anmeldung und Genehmigung der Nationalparkverwaltung (Tel. 735-5036) in Puerto Jiménez und die Organisation der Fahrten (z.B. Taxi oder Bus) zum Ausgangspunkt der Wanderung und natürlich auch vom Zielpunkt zurück. Eine Unterkunftsmöglichkeit mit Betten gibt es nur in der Rangerstation Sirena (frühzeitige Reservierung notwendig!), an den übrigen Station (San Pedrillo, La Leona und Los Patos) kann hingegen nur gezeltet werden. Neuerdings kann man die Anmeldungen und Reservierungen auch sehr einfach Online machen (Reservación). Wer keine Lust hat sein eigenes Zelt aus Deutschland mitzuschleppen, der kann sich auch welche in Puerto Jiménez für den Aufenthalt im Nationalpark ausleihen (den ganz hartgesottenen reicht sogar nur ein Moskitonetz). Auch die Getränke und Verpflegung für den Aufenthalt im Schutzgebiet muss man selber mitbringen, denn nur die Station Sirena bietet die Möglichkeit auf drei Mahlzeiten täglich - und das auch nur bei erfolgter Bestätigung. Eine typische Wanderoute ist Carate-Sirena (19 km), Sirena-Los Patos (17 km) und Los Patos-La Palma (13 km). Die extrem lange Strecke (25 km!) Sirena-San Pedrillo ist sehr anstrengend und nur geübten Wanderen zu empfehlen. Man kann diese Touren jedoch auch über einen Veranstalter buchen und mit einem Guide durchführen.

Man darf auf der Tour durch den Corcovado Nationalpark niemals vergessen, dass man sich in einer natürlichen aber auch gefährlichen Umgebung befindet. Von daher sollte man sich auch einiger Gefahren bewusst sein (die jedoch keine Angst machen sollen):
Krokodil an einer Flussmündung 1. Es müssen unterwegs auf den Wegen am Strand entlang immer mal wieder Flüsse durchquert werden. Diese Flussmündungen sind ein beliebter Tummelplatz für Haie und Krokodile und sollten daher nur bei Ebbe durchquert werden! Aber auch dann muss man stets ein wachsames Auge auf getarnte Krokodile haben. Gerade auf der Route Sirena-San Pedrillo empfiehlt sich besondere Vorsicht und evtl. sogar ein erfahrener Guide.
2. Es gibt überall im Nationalpark Schlangen. Die meisten von ihnen fliehen zwar bei Annäherung, aber gerade die höchst giftigen Palmvipern und Lanzenottern verharren oftmals gut getarnt auf der Stelle. Fühlen sie sich bedroht, dann beißen sie gnadenlos zu und die dann notwendige Hilfe ist leider weit entfernt. Daher sollte man immer darauf achten wo man hintritt und sich abstützt!
3. Weit verbreitet sind auch die Wildschweine (Peccaries), die meist in größeren Gruppen auftreten. Bei Bedrohung kann es durchaus zu Angriffen kommen. Hier hilft nur eine schnelle Flucht auf den nächsten Baum und abwarten bis die Gruppe weiterzieht.

Wer eine solche Durchquerung nicht auf sich nehmen möchte, der kann von fast allen Lodges am Rande des Nationalparks - z.B. an der Bahia Drake - Tagesausflüge unternehmen. Dafür ist auch keine eigenständige und vorzeitige Anmeldung in Puerto Jiménez erforderlich. Ausgangspunkt für die Anreise zur Drake Bay ist beinahe immer der kleine Ort Sierpe am gleichnamigen Fluss, in dem es auch einen bewachten Parkplatz (6 USD/Tag) für Leute mit eigenem Wagen gibt.Delfine in der Nähe der Isla de Cano Hier wird man von Mitarbeitern der Hotels mit einem Boot abgeholt (ca. 20 USD) und nach einer abenteuerlichen Fahrt durch die Mangrovenlandschaft direkt am entsprechenden Hotel abgesetzt. Die weitgeschwungene, sichelförmige Bucht an der Westseite der Osa–Halbinsel verdankt ihren Namen übrigens einer seemännischen Fehlleistung des berühmten englischen Piraten, der hier an der Playa Colorada 1579 sein Schiff mutwillig auf Grund setzte. Für den kleinen Geldbeutel ist diese Gegend jedoch nichts, denn die Hotelpreise an der Drake Bay sind leider ziemlich happig und stehen in keiner Relation zu den restlichen Preisen in Costa Rica, jedoch sind die Sandstrände mit den zahlreichen Palmen hervorragend zum Relaxen geeignet. Viele der Hotels (z.B. Pirate Cove Lodge) bieten ein umfangreiches (und teures) Erkundungsprogramm für die Gäste an, wie z.B. Nachttouren, Tagesausflüge in den Corcovado, Pfeilgiftfrosch-Touren, Wasserfall-Touren und Botanik-Touren. Ein weiteres Highlight sind auch die ganztägigen Delphin/Wal-Touren zur Isla de Cano (unbedingt auf ausreichenden Sonnenschutz achten!), wo man mit sehr großer Wahrscheinlichkeit auf große Delphinschulen mit mehreren hundert Tieren und auch auf Buckelwale trifft.




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