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Hamburger Hafen und Speicherstadt


Der Hamburger Hafen ist mit Abstand der bedeutendste in Deutschland und einer der führenden Seegüterumschlagplätze der Welt. Er ist das Tor zu den Märkten in Nord-, Mittel- und Osteuropa, Brücke zwischen Kontinent und Übersee sowie der wichtigste Überseehafen für Skandinavien und Mittel-/Osteuropa für Containerverkehre. Nur rund 100 km vom Meer entfernt ist er auch für die größten unter den Containerriesen erreichbar, die bis zu 18 Containern nebeneinander stapeln können.Morgendliche Hafenstimmung Von allen sieben Weltmeeren kommend, laufen jährlich fast 13.000 Seeschiffe den Hamburger Hafen an. Die Abfertigungsterminals sorgen mit einer Umschlagleistung von über 2500 TEU in weniger als 24 Stunden dafür, daß sie den Hafen binnen eines Tages verlassen können. Über 36 Mio. Tonnen Massengut werden im Hamburger Hafen umgeschlagen: Öl, Kohle, Erze, Getreide, Ölsaaten, Futtermittel, Düngemittel, und vieles andere. Hamburg ist einer der bedeutendsten Papierumschlagplätze Europas, der größte Handelsplatz für Pharma-Rohstoffe und das größte Teppichhandels- und Lagerzentrum der Welt befindet sich im Hamburger Freihafen, um nur einige Superlative zu nennen. Und nicht zu vergessen: Hamburg ist der größte Importhafen für Kaffee und einer der führenden Gewürzumschlagplätze der Welt. Für Rohkakao ist Hamburg der Transithafen Nummer eins in Europa. Erstaunlich: Seit vielen Jahren ist der Hafen der Hauptumschlagsplatz für Tee in Europa, weit vor Rotterdam. USA, Kanada und selbst die Briten erhalten ihren Tee aus Hamburg!

Hafenrundfahrt mit dem RaddampferEinen Überblick über die imposanten Hafenanlagen bekommt man am besten bei einer Hafenrundfahrt, welche man täglich überall an den Landungsbrücken buchen kann. Zum einen gibt es die große Hafenrundfahrt (ca. 1 Std., 8.50 €), bei der Sie das Hafenbecken mit Ozeanriesen, Kanäle, Containerterminals und Werftanlagen sehen. Man fährt durch eine Schleuse und auch zur alten Speicherstadt. Ob Sommer oder Winter - bei einem Hamburg-Besuch darf die große Hafenrundfahrt einfach nicht fehlen. Im Sommer fahren die Boote als "Cabriolet" und im Winter gibt es die Tour mit beheizten Schiffen. Wer es ein wenig nostalgischer mag, der kann eine historische Fleetfahrt (1. April bis 31. Oktober, täglich 11.30 und 14.30 Uhr) machen. Lassen Sie sich in die Vergangenheit des Hamburger Hafens entführen und mit einer restaurierten Barkasse aus den 20er Jahren durch die Fleete und Kanäle der Speicherstadt sowie der Innenstadt fahren (ca. 2 Std., 13.50 €). Desweiteren kann man an den Landungsbrücken auch Hafen-Rundfahrten mit einem Raddampfer und kurze Rundflüge mit einem Wasserflugzeug buchen.

Unterwegs im ContainerhafenFür Frühaufsteher ist der Fischmarkt im Hamburger Hafen ein absolutes Highlight. Sonntags 5.00 - 9.30 Uhr (16.11. - 14.03. ab 7 Uhr) wird auf Hamburgs traditionsreichstem Markt (seit 1703) so ziemlich alles gehandelt, was nicht niet- und nagelfest ist. Von der angestaubten Porzellankanne bis zur quietschfidelen Entenfamilie ist hier im Schatten der 100 Jahre alten Fischauktionshalle alles zu haben. Nachtschwärmer von der Reeperbahn stehen hier mit Fischbrötchen und heißem Kaffee in den Händen an der Wasserkante und warten auf die Rückkehr der Lebensgeister. Besonders beliebt bei Frühaufstehern, Schnäppchenjägern und Touristen: Brunch in der historischen Fischauktionshalle zu Jazz-, Skiffle- oder Country- und Western-Musik.

Fleet in der SpeicherstadtZwischen Deichtorhallen und Baumwall liegt ca. 1 km südlich vom Hamburger Stadtkern im Freihafen die hundertjährige Speicherstadt, der weltgrößte zusammenhängende Lagerhauskomplex. Als sich in den Jahren 1881/82 die Hansestadt Hamburg an das deutsche Reich anschloß, verlor es seine Zollprivilegien. Der Freihafen entstand aus Teilen des Hafengebietes und wurde zu einer zollfreien Enklave erklärt. Um die unterschiedlichen Waren, die im Hafen ent- und beladen wurden, aufbewahren zu können, wurden ausreichend Lagerstätten benötigt. Die Speicherstadt wurde geplant und in die Tat umgesetzt. Zum Baubeginn im Jahre 1883 mussten in den Anfangsjahren ca. 20.000 Menschen in andere Stadtgebiete umgesiedelt werden. In den drei Bauabschnitten, die bis zum Jahre 1912 andauerten wurden insgesamt 22 Speicherblöcke gebaut und der Einfachheit halber mit Buchstaben benannt. Gebaut wurde auf massiven Eichenpfählen, die tief in den Elbuntergrund gerammt worden sind. Über Luken zum Absetzen und Aufnehmen der Ware und über Seilwinden waren die Speicher von der Wasserseite aus zugänglich.

In der Speicherstadt erwartet den Hamburg-Besucher eine Idylle, die er wohl kaum in einem Welthafen vermutet hat. Anstelle eines alten von Fleeten durchzogenen Kaufmanns- und Wohnviertels wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts auf der Brookinsel südlich vom Zollkanal (Hafenmeile) ein neuer Speicherbereich für den 1888 eröffneten Freihafen (Hafen) gebaut. Die langgestreckten Speicherblöcke mit Straßen- und Fleetfront sind bis zu siebenstöckige Ziegelbauten von eindrucksvoller Geschlossenheit. Der strenge Gesamteindruck der rotbraunen Fassaden wird durch gotisierende Zierelemente wie Türmchen, Giebel, Erker oder Simse aufgelockert. Die Hamburger Speicherstadt ist von den Luftbombardements im Zweiten Weltkrieg zwar nicht verschont geblieben, hat jedoch in ihrer Gesamtheit keine unersetzlichen Schäden erlitten. In neuerer Zeit sind verschiedene Projekte im Hinblick auf eine Umnutzung der denkmalgeschützen Bauten zu Büro-, Wohn- und Veranstaltungszwecken diskutiert worden. 1992 öffnete an der Kornhausbrücke das Deutsche Zollmuseum seine Tore, 1993 zog das Hot Spice Gewürzmuseum am Sandtorkai (Nr. 32) ein und die alte Hamburger Kaffeebörse am Pickhuben wird nunmehr einen Freitag im Monat als Tanztempel genutzt. 2000 eröffnete im Kultur und Gewerbespeicher das Hamburg Dungon und 2001 wurde im gleichen Gebäude eine der größten Modelleisenbahnen der Welt eröffnet.

Alte Speicher in der SpeicherstadtDie Speicher dienen in erster Linie der Lagerung von hochwertigen Importgütern. Zum einen handelt es sich um Genußmittel wie Tabak, Kaffee, Kakao, Tee, Rum, Trockenfrüchte, Nüsse, Gewürze u.v.a., zum anderen um Konserven, optische und elektronische Geräte sowie Rohseide und orientalische Teppiche. Im größten Teppichspeicher der Erde sind rund 120000 m² handgeknüpfter Teppiche eingelagert. Hier, im Zollausschlußgebiet des Freihafens, werden die Waren von den sachkundigen Quartiersleuten auf den Böden genannten Etagen der Speicher angenommen, gelagert, abgegeben und gegebenenfalls auch veredelt bzw. weiterverarbeitet. Die Speicherstadt lässt sich zum einen zu Fuß erkunden, wobei man beim Verlassen des Gebietes auch mit einer Zollkontrolle rechnen muß. Sehr beliebt sind auch die Barkassenfahrten durch die Kanäle, die von den St. Pauli Landungsbrücken zur Hafenrundfahrt mit Speicherstadterkundung starten. Im Regelfall führen die Hafenrundfahrten auch durch den Brooktorhafen und den Magdeburger Hafen. Dann kommt man am Störtebeker-Denkmal vorüber, das am Brooktor (bei der Magdeburger Brücke) steht: Eine von Hansjörg Wagner geschaffene und hier 1982 aufgestellte Bronzefigur erinnert an den Seeräuber Klaus Störtebeker (Stadtgeschichte, 15. Jh.), der im Jahre 1400 auf dem Grasbrook enthauptet worden ist.

Seit dem 27. April 2001 fängt die Hamburger Speicherstadt obendrein mit Beginn der Dämmerung an zu leuchten - die Illumination der Speicherstadt ist endlich realisiert. Von 800 Scheinwerfern werden die roten Backsteingebäude und die Stahlbrücken in der Speicherstadt kunstvoll beleuchtet. Genießen Sie die märchenhafte Atrmosphäre von beleuchteten Fassaden, den Spiegelungen im Wasser und den würzigen Gerüchen von Waren aus aller Welt. Besucher können dieses Spektakel aus drei Perspektiven erleben: bei romantischen Barkassenfahrten auf der Elbe, direkt von der Straße aus oder aus einem der Speicherstadtgebäuden heraus.

Details im Miniatur Wunderland HamburgDie Speicherstadt beherbergt auch das Miniatur Wunderland Hamburg, eine der größten Modelleisenbahnen der Welt. An 365 Tagen im Jahr kann man dort täglich von 9:30 bis 18 Uhr (Dienstags und Wochenende bis 21 Uhr) für 10 € (Kinder 5 €) wieder Kind sein und die zahlreichen verspielten Details der Landschaften geniessen. 6.400 m² Raumfläche teilen sich in 7 Abschnitte (Stand November 2007) auf, die durch großzügige Wanddurchbrüche optisch verbunden wurden. Es ist kaum möglich, diese Modelleisenbahn kurz und knapp zu beschreiben. Über 700 Züge mit über 10.000 Waggons fahren auf dieser komplett digital gesteuerten Anlage. Ca. 165.000 Bäume, 160.000 Figuren, 4.000 Autos, 9.000 Meter Gleis, 2.800 Häuser und Brücken, 900 Signale, 1.900 Weichen und eine traumhafte Modellbaulandschaft sorgen für eine Modelleisenbahn der Superlative. 250.000 Lämpchen beleuchten Häuser, Laternen, Autos (Scheinwerfer und Rücklicht) etc.! Alle 15 Minuten wird ein kompletter Tagesablauf simuliert. Es dämmert, wird Nacht und wieder Tag. Aber nicht wie auf den üblichen Modellanlagen. Die Lichter gehen bei der Dämmerung einzeln per Computer gesteuert an und die Übergänge zwischen Tag und Nacht sind computergesteuert fliessend. Es gibt Schalter, mit denen große und kleine Kinder viele Dinge auf der Anlage bewirken können: Z.B. ein Bergwerkzug startet, Windräder drehen sich, aus dem Fußballstadion kommt ein Torschrei etc. Der Besucher wird voll in das Geschehen mit eingebunden. Die Gesamtkosten der Anlage liegen bislang bei über 8,5 Millionen Euro und es stecken über 450.000 Arbeitsstunden in diesem Wunderland.

Im Hamburg Dungeon erwartet Sie täglich von 11 bis 18 Uhr 100% grauenhafte Unterhaltung, denn dort erleben Sie live die dunklen Seiten der Geschichte der Hansestadt. In den alten Gemäuern der Speicherstadt erwarten Sie 2000 Jahre Geschichte. Schauspieler entführen Sie in die Abgründe der Vergangenheit - angefangen bei dem großen Feuer von Hamburg, über die Schrecken von Pest und Folter bis hin zum Piraten Störtebeker. Weitere zehn Minuten Angst und Schrecken verspricht die neueste Attraktion des Hamburg Dungeon: Eine spektakuläre Wasserfahrt, die der schrecklichen Sturmflut von 1717 nachempfunden wurde. 500 Quadratmeter eines denkmalgeschützten Speichers wurden eigens dafür mit einem 24 000 Liter Wasser fassenden Kanal ausgebaut.

Das Spicy´s Gewürzmuseum, gibt es in dieser Form kein zweites Mal auf der Welt! Nachdem das Museum 1991 in der Nähe der Mundsburg gegründet wurde, konnte es 1993 hier in die Speicherstadt in optimale Räumlichkeiten umziehen. Das Gewürzmuseum betrachtet es als seine Aufgabe, den Verbraucher über Anwendung, Vorratshaltung und Qualität von Gewürzen zu beraten. Auf ca. 350 qm werden weit über 800 Exponate aus den letzten fünf Jahrhunderten gezeigt. Man kann hier vom Anbau bis zum Fertigprodukt den gesamten Bearbeitungsprozeß, anhand von antiken Geräten und Maschinen verfolgen. Die hier gezeigten etwa 50 Original-Gewürze - teilweise in Gebinden, wie sie aus dem Ausland kommen - können alle angefaßt, gerochen und probiert werden.

Etwas abseits der Speicherstadt (HafenCity, Baakenhafen, hinter Schuppen 23, Öffnungszeiten: täglich von 10 bis 19 Uhr) kann U-434, das größte nicht-nukleare U-Boot der Welt besucht werden. Nutzen Sie die einmalige Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen des kalten Krieges zu werfen und in die geheime Welt der russischen Marine einzutauchen . U-434 gehörte bis April 2002 zur russischen Nordmeerflotte und unterlag höchster Geheimhaltung. Das Boot stand 30 Jahre im Dienst der russischen Marine. Als Spionage U-Boot wurde U-434 für besondere Einsätze genutzt, wie z.B. geheime Spionagemissionen vor der Ostküste der USA oder lange Patrouillenfahrten in den Hoheitsgewässern der Sowjetunion. Seine spezielle Gummibeschichtung machte es den Sonargeräten der westlichen Geheimdienste nahezu unmöglich, U-434 zu orten. Drei Dieselmotoren mit insgesamt 18.000 PS bildeten das Herzstück des Maschinenraums. Im Extremfall konnte das Boot bis zu 400 Meter tief zu tauchen. Während der Schleichfahrt sorgten vier Elektromotoren für den nötigen Antrieb. Der Rundgang durch U-434 führt den Besucher in die Welt der Spionage und der spartanischen Lebensverhältnisse unter Wasser. Tafeln erklären die komplizierte Technik des U-Bootes einfach und verständlich.




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