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Reich der Schlösser und Burgen


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Moseltal


Das Moseltal zählt zweifelsohne zu einer der schönsten und beliebtesten LandschaftenDas Moseltal in Deutschland und bietet sowohl für einen kurzen Wochenendtrip als auch für einen ausgedehnten Urlaub eine Vielzahl an Ausflugsmöglichkeiten, bei denen besonders historisch interessierte Urlauber und Weinkenner auf ihre Kosten kommen. Die 544 km lange Mosel fließ durch Frankreich, Luxemburg und Deutschland (Bundesländer Saarland und Rheinland-Pfalz), ist der längste deutsche Nebenfluss des Rheins und zudem auch die zweitwichtigste Schifffahrtsstrasse in Deutschland. Sie entspringt am Col de Bussang in den Vogesen und mündet schließlich am Deutschen Eck bei Koblenz in den Rhein. Dabei windet sich die Mosel vor allem im landschaftlich schönsten Abschnitt zwischen Trier und Koblenz in engen Kurven durch ein enges, tief eingeschnittenes Tal und bildet dabei die natürliche Grenze des Hunsrücks gen Norden. Einen besonders schönen Blick auf einer dieser landschaftlich eindrucksvollen Moselschleifen hat man oberhalb der Ortschaft Trittenheim.

Entlang des Flusses verlaufen im Moseltal die bekanten und landschafltlich reizvollen Moselweinstraße und der beliebte Mosel-Radweg, der von Metz in Frankreich über Trier bis nach Koblenz am Rhein auf 311 Kilometer befahrbar ist (alljährlich am Sonntag nach Pfingsten ist dies auf den 140 Kilometern zwischen Schweich und Cochem auch autofrei im Rahmen des Happy Mosel-Tages möglich). Wer die Gegend zu Fuss erkunden möchte, der kann dies z.B. auf dem seit 1910 bestehenden Moselhöhen-Wanderweg tun. Auch eine Mosel-Besichtigungstour mit dem Schiff ist mit einer Reihe von verschiedenen Anbietern möglich. Im Moseltal wird zwischen Fastnacht und Weinlese eigentlich auch immer irgendwo etwas gefeiert, von kleinen Winzerfesten und großen Weinmärkte bis hin zu historischen Brauchtumsfesten, Umzügen un dder Kirchweih.

Moselschleife bei TrittenheimEin Dekret des römischen Kaisers Probus (278-280 n. Chr.) erlaubte den Anbau von Wein in großem Stil und dies war im Grunde genommen der Beginn für die Entwicklung des Moseltals zu einem großen Weinanbaugebiet. An den Hängen links und rechts der Mosel liegt heute eines der wichtigsten Weinanbaugebiete Deutschlands mit einer Anbaufläche von ca. 9.000 Hektar. Dementsprechend ist natürlich auch das Landschaftsbild des Moseltals geprägt von an Steilhängen liegenden Weinbergen und kleinen Ortschaften mit Weingütern. Der Weinbau an der Mosel befindet sich zur Zeit in einer Phase des Umbruchs, denn die jüngere Winzergeneration nimmt mittlerweile Abstand von der Massenproduktion vergangener Zeit und konzentriert sich lieber auf die Herstellung individueller Spitzengewächse des Rieslings, der hier ein weltweit einzigartiges Qualitätspotential besitzt. Heute ist der Moselriesling verknüpft mit den weltbekannten Namen von Trittenheim, Bernkastel, Traben-Trarbach, Zell, Cochem sowie vielen weiteren Weinorten an der Mosel. Von der Qualität der einzelnen Moselweine kann man sich im Rahmen von Weinproben in nahezu jedem Ort entlang der Mosel überzeugen.
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Porta Nigra in TrierMit Trier findet man an der Mosel die vielleicht älteste Städt Deutschlands und jährlich zieht es Besucher aus der ganzen Welt in diese geschichtsträchtige Bischofs- und Universitätsstadt, die vor mehr als 2000 Jahren gegründet wurde. Die Stadtgeschichte reicht bis in die Latène-Zeit (475-20 v. Chr.) zurück. Zu dieser Zeit war hier das keltische Volk der Treverer ansässig, welches von Julius Cäsar in den Gallischen Kriegen (58-51 v. Chr.) unterworfen und romanisiert wurde. Trier ("Augusta Treverorum" = Kaiserstadt der Treverer) wurde im Laufe der Zeit neben Rom, Alexandria und Byzanz zu einer der bedeutesten Städte des Römischen Reiches - hier residierten immerhin 6 verschiedene römische Kaiser - und im Zuge dessen wurden natürlich auch eine Reihe prächtiger Bauten errichtet. Das wohl bekannteste Bauwerk unter ihnen ist die weltweit bekannte Porta Nigra aus dem Jahr 180 n. Chr., eines der mächtigen Stadttore der Stadtbefestigungsanlage und gleichzeitig das imposanteste römische Bauwerk nördlich der Alpen. Daneben stößt man in Trier aber auch noch auf weitere Relikte dieser glanzvollen Zeit, wie z.B. auf die Ruinen einer der größten Bäderanlage des römischen Reiches (Kaiserthermen), die Konstantinsbasilika, das große Amphitheater und die Römerbrücke. Man kann nebenbei auch das Geburtshaus von Karl Marx besichtigen und etliche Gebäuden aus der Zeit des Mittelalters einen Besuch abstatten wie z.B. der frühromanische Dom (älteste deutsche Bischofskirche) oder der Turm Jerusalem, welcher der älteste noch erhaltene Wehrturm in Trier ist (von ehemals 9 Wehrtürmen).

Burg EltzEine Reihe bemerkenswerter Burgen und Ruinen zieren besonders zwischen Bernkastel-Kues und Cochem die Höhen über dem Moseltal bzw. die kleinen Seitentäler. Weil der Flusslauf hier so gewunden und das Tal so eng ist, konnten sich erst gar keine größeren Städte entwickelen und somit findet man auch heute noch ausschließlich idyllische und malerische kleinere Ortschaften. Etwas abseits der Mosel findet man in einem kleinen Nebental (in der Nähe von Mayen) auch eine der schönsten und märchenhaftesten Burgen Deutschlands - die Burg Eltz (Eintritt 8 €). Sie ist ein wahres Märchenschloss und besticht vor allem durch ihre zahlreichen Erker, Türmchen und Giebel und ist erfreulicherweise inkl. der reichhaltigen Schatzkammer für die Öffentlichkeit im Rahmen von Führungen zugänglich. Die Grafen von Eltz haben hier seit dem Jahre 1157 ihren Sitz und mehr als 500 Jahre wurde an der steilen Burg immer wieder gebaut, wobei mittelalterliche- und Renaissance-Elemente harmonisch kombiniert wurden.Reichsburg in Cochem Besonders eindrucksvoll ist immer wieder der von 8 Türmen gesäumte Innenhof und auch die kunstvolle Inneneinrichtung, die einen Einblick in über 800 Jahre Adelsleben gibt. Einen Besuch dieser traumhaft schönen Burganlage, welche immer noch im Besitz der Familie Eltz ist, sollte man sich keinesfalls entgehen lassen! Eine weitere beliebte Burg ist die um das Jahr 1000 erbaute Reichsburg in Cochem, welche als größte Höhenburg an der Mosel hoch über dem Ufer thront. Sie wurde zwar im pfälzischen Erbfolgekrieg grötenteils zerstört, aber im Zuge der Burgenromantik im 19. Jahrhundert wieder im neugotischen Stil aufgebaut. Von hier oben hat man einen schönen Blick auf die Stadt Cochem und die Mosel. Die Besichtigung der Burg ist in Rahmen von Führungen (Eintritt 4,50 €) möglich, wobei man Blicke auf Räume wie den Rittersaal, die Schloßkapelle, den Speisesaal, das Jagdzimmer und die Kemenate werfen kann. Weitere Sehenswerte Burgen an der Mosel sind u.a. Burg Arras, Burgruine Coraidelstein, Burg Treis, Burg Bischofsstein, Ehrenburg, Burg Thurant, und die Burgruine Landshut.Blick auf das Deutsche Eck
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Bei Koblenz mündet die Mosel schließlich in den Rhein und von der Landspitze an der Mündung aus, welche unter dem Namen „Deutsches Eck“ weltbekannt ist, hat man einen wunderbaren Blick auf die Stadt und die hoch über dem Rheinufer liegende Festung Ehrenbreitstein. Wechselt man den Standort und schaut oben von der Festung aus auf das "Deutsche Eck", so sieht man eindrucksvoll die farblich vollkommen unterschiedlichen Flüsse ineinanderfließen. Die Festung Ehrenbreitstein ist auch jedes Jahr Kulisse für farbenprächtige Ritterspiele, bei denen man sich als Zuschauer in die Zeit der Ritter und Gaukler des Mittelalters zurückgesetzt fühlt.




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