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Rothenburg ob der Tauber


Die Stadt Rothenburg ob der Tauber ist ein Bilderbuch von einer romantischen bzw. mittelalterlichen Stadt (Stadtrechte seit 1172) und Anziehungspunkt für viele in- und ausländischen Touristen,Rödertor in Rothenburg ob der Tauber denn hier ist wirklich noch ein "Spaziergang in die Vergangenheit" möglich. Der Name "ob der Tauber" ergibt sich auf Grund der Lage der Stadt 60 m oberhalb des Flusses Tauber (ob = auf). So klein die alte fränkische Reichsstadt auch sein mag, so bekannt ist sie doch in der ganzen Welt und die Stadt ist eigentlich fester Bestandteil jeder Deutschlandtour für ausländische Besucher. Vor allem für amerikanische und japanische Touristen ist sie wie ein Magnet, was sogar schon dazu geführt hat, dass viele Geschäfte Ihre Waren mit Hilfe von japanischen Schriftzeichen anpreisen.

Noch heute besitzt die kleine von einer alten Stadtmauer umgebenen Stadt einen vollkommen erhaltenen Kern aus dem Mittelalter. Die altertümliche Stadtmauer ist fast vollständig begehbar und Touristen aus aller Welt nutzen die Chance, um hier auf den alten Wehrgängen spazieren zu gehen und sich die Plätze und engen Gassen der Stadt aus einer völlig anderen Perspektive anschauen zu können. Wie schon im Mittelalter bilden auch in der jetzigen Zeit die alten Stadttore die einzigen Zugänge zur Innenstadt. Wer hier spazieren gehen möchte, der sollte auf geeignetes Schuhwerk achten (keine Stöckelschuhe!), denn die Straßen und Gassen bestehen allesamt aus hoplrigen Pflastersteinen. Übrigens stehen hier nicht etwa nur einzelne Gebäude unter Denkmalschutz, sondern gleich die ganze Stadt, weshalb das seit dem 30jährigen Krieg (1618-1648) bestehende Stadtbild auch in keinster Weise verändert werden darf. Moderne Gebäude findet man daher nur außerhalb der Stadtmauern.

Georgsbrunnen auf dem MarktplatzEs gibt übrigens eine kleine Legende, warum Rothenburg ob der Tauber den 30jährigen Krieg im Gegensatz zu anderen Städten so unbeschadet überstanden hatte, denn üblicherweise wurden die eroberten Städte niedergebrannt und alle wehrfähigen Männer hingerichtet. Um den siegreiche Feldherrn Tilly 1631 milde zu stimmen, begrüßten die Einwohner von Rothenburg ihn mit einem großen Pokal Wein als Willkommenstrunk. Der Feldherr und alle seine Offiziere tranken aus dem Pokal, ohne daß der dabei geleert wurde. Da machte der Feldherr den Bürgern von Rothenburg ein Angebot: Wenn ein Rothenburger es fertig brächte, den Pokal mit 3,25 l Fassungsvermögen in einem Zug zu leeren, dann sollte die Stadt mit ihren Bürgern von der Strafe verschont bleiben. Und tatsächlich: der Altbürgermeister Nusch wagte die Prüfung und trank den Pokal leer, ohne einmal abzusetzen und dadurch war die Stadt und deren Einwohner gerettet. Der Pokal, aus dem der Bürgermeister getrunken hatte, ist übrigens heute noch zu besichtigen und der "Meistertrunk" ist auch Bestandteil des Glockenspiels der Kunstuhr an der Ratstrinkstube. Am »Roten Hahn«, dem Wohnhaus des Nusch in der Oberen Schmiedgasse, mahnt eine (lateinische) Inschrift den Leser: »Du, des Nusch hier gedenkend, wiederhole, was er gelehrt hat!«
Die GerlachschmiedeUm ein Haar wäre das malerische Städtchen dann aber im 2. Weltkrieg komplett zerstört worden, als 1945 ein amerikanisches Geschwader Bomben abwarf, wobei das Rathaus zusammen mit über 300 Häusern und 9 Türme in Flammen aufgingen sowie 750 m Stadtmauer zerstört wurden. Nur dem beherzten Eingreifen des späteren Hohen Kommissars Mc Cloy ist es zu verdanken, daß die Stadt keinen zweiten Angriff erlebte. Erfreulicherweise ist der anschließend erfolgte Wiederaufbau perfekt gelungen.
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Rothenburg ob der Tauber ist für viele der Inbegriff einer mittelalterlichen Stadt. Zentrale Anlaufstelle ist der schöne Marktplatz, der rundum von alten Fachwerkhäusern mit spitzen Giebeln umgeben ist und an dem auch das Rathaus mit seinem hohen Turm steht. Auch der Besuch der Jakobskirche lohnt einen Besuch, denn in ihr steht ein alter gotischer Altar des berühmten Holzbildhauers Tilman Riemenschneider. Man findet in der Stadt mit dem Kriminalmuseum auch das einzigen Rechtskundemuseum in Europa, in dem man alle Aspekte des Strafprozessverfahrens vom Mittelalter bis ins 18. Jahrhundert verfolgen kann. Ein Rundgang durch Rothenburg führt meist auch ins Puppen- und Spielzeugmuseum. Eine kuriose Sehenswürdigkeit der Stadt an der Tauber ist das stets gut besuchte Weihnachtsdorf, wo man das ganze Jahr über weihnachtliches Kunsthandwerk, Musik und Advents-Dekorationen kaufen kann. Wer gemütlich durch die engen Gassen streift, der entdeckt immer wieder liebevolle Details, tolle Aussichtspunkte und urige Cafes.




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