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Kurze Landesinformationen Ausführliche Beschreibungen von: Cerne Abbas Giant, Stonehenge, Dunnottar Castle, Eilean Donan Castle, Falls of Glomach Einreise, Adressen, Gesundheit, Sicherheit, Feiertage, Hinweise Bildgalerie mit zahlreichen Fotos

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Falls of Glomach


Selbst wenn man sich nicht als ernsthaften Wanderer bezeichnet, so sind die Falls of Glomach eine gute Ausrede, um doch einen etwas ausgedehnteren 'Spaziergang' zu machen. Mit 113 m ist dies einer der höchsten Wasserfälle Grossbritanniens und der Weg dorthin führt durch eine der beeindruckensten Landschaften der Highlands.

Falls of GlomachFür die Tour sollte man mit einem Paar guter Wanderschuhe und vernünftiger Kleidung (Regenkleidung bzw. warme Sachen im Rucksack gehören auch dazu) ausgestattet sein. Für den etwa 20 km langen Weg dorthin und zurück sollte man je nach körperlicher Verfassung zwischen 5-8 Stunden einplanen. Unterwegs hat man die Chance jede Menge Willdniss zu erleben, darunter auch Rotwild und mit etwas Glück bekommt man vielleicht sogar einen Goldenen Adler zu Gesicht. Das Gebiet ist auch hervorragend für mehrtägige Erkundungen der Highlands geeignet, wobei man aber immer genügend Proviant mitnehmen sollte, da das Wetter absolut unberechenbar ist. Mir selber ist es im Killilan Forest auch passiert, dass ich von dichtem Nebel überrascht wurde und ein Weiterkommen unmöglich war, wodurch sich die geplante Tour um einen Tag verlängert hat. Topographisches Kartenmatierial hierfür kann man sich in jedem Outdoor-Laden in Edinburgh besorgen und ist für eine mehrtägigge Exkursion absolut notwendig, da viele der Pfade in Sackgassen führen. Abhängig von der Jahreszeit herrscht in diesen Gebieten eine mehr oder weniger grosse Mitches-Plage, kleine schottische Mücken, die einem schon bald den letzten Nerv rauben. Sie kommen meist am Ende des Nachmittags hervor (gerade wenn man sein Zelt aufbauen will) und gehen erst wieder am späten Morgen. Man sollte sich für seinen Zelteingang extra feine Gaze besorgen, da die Mitches durch die Maschen der normalen Gaze durchschlüpfen können. Ich kenne übrigens kein wirksames Mückenmittel, das gegen Mitches hilft. Ein schottischer Wanderer, den ich in den Highlands getroffen habe, schwört ja auf Whiskey. Der hilft zwar nicht direkt gegen die Mücken, man kann sich jedoch selber so weit betäuben, dass man nichts mehr von ihnen merkt :-)

Der Startpunkt der ausgedehnten Wanderung zu den Falls of Glomach befindet sich in Morvich, östlich des Loch Duich direkt an der A87, wo man sein Auto auch bequem ein paar Tage stehen lassen kann. Erstaunlicherweise treten nicht viele Leute den langen Weg zu den Wasserfällen inmitten des Inverinate Forest an, so dass man meistens die Strecke und die Natur ganz für sich alleine hat. In der Karte ist der Verlauf der nun folgenden Tour rot gekennzeichnet.
Route zu den Falls of Glomach
Man verlässt das Zentrum von Morvich über die schmale Strasse in Richtung Osten und folgt dieser am Rand eines Campingplatzes entlang. Man passiert einen Outdoor-Shop (auch hier gibt es Karten) und eine kleine B&B-Pension, bevor man den Fluss Croe an einer Brücke überquert (1). Auf der anderen Seite des Flusses führt ein zu den Falls of Glomach ausgeschilderter kleiner Pfad durch die Wiesen. Der Weg wird ab hier nun immer schlammiger und rutschiger, weswegen man mit wasserdichten und profilreichen Schuhen unterwegs sein sollte.Blick über die Highlands Überall in diesem Tal gibt es schmale Wasserfälle, die auch über den Weg laufen und ihn dadurch noch schlüpfriger machen. Man folgt zwischendurch dem Lauf des Flusses, bevor der Pfad sanft ansteigend am Hügel entlang verläuft (2). Nach ca. 2 km weist einem ein grünes NTS-Schild an einer Abzweigung den Weg nach links, wo man wieder in die Vegetation des Flusses hinabsteigt und ihn an einer kleinen Brücke überquert (3). Von dort aus folgt man dem ausgeschilderten Weg rechts herum durch den Wald und nachdem man eine weitere Brücke passiert hat (4) steigt er nun langsam an. Der Weg verengt sich nach der letzten Brücke zu einem fußbreiten Pfad (5) und führt nun eine Zeit lang steil in die grasbewachsenen Highlands hinauf. Dieser Streckenabschnitt ist wirklich der härteste, da man nun mehrere Hundert Höhenmeter zu überwinden hat. Man sollte ihn deshalb langsamer angehen und zwischendurch die grandiose Aussicht geniessen, die vor allem von zahlreichen kleinen Wasserfällen geprägt wird. Bei Bealach na Sroine erreicht auf einer Hochebene den höchsten Punkt der Tour (6). Von nun geht es erst sanft bergab, doch je näher man den Falls of Glomach kommt, desto steiler wird der Abstieg. Von oben kann man nur ein kleinen Blick auf die sprudelnden Wassermassen erhaschen, doch der schmale Weg führt weiter zu einer Art Aussichtspunkt, von wo aus man einen Großteil des Wasserfalls zu Gesicht bekommt (7).Unten im Tal Auf den glatten und rutschigen Steinen sollte man extreme Vorsicht walten lassen, da es hier ohne Sicherung steil hinunter geht! Gerade Kinder und Hunde sollte man vom Rand fernhalten. Für Fotografen beginnt nun die wahre Herausforderung, einen geeigneten Standpunkt zu finden, von wo aus man den kompletten Wasserfall einsehen kann (weil dieser einen seitlichen Richtungswechsel hat, wird sich dies wohl als extrem schwierig gestalten).

Zurück kommt man am leichtesten auf demselben Weg. Wer aber noch über zu viel Energie verfügt und nicht auf dem gleichen Weg zurückgehen möchte, für den gibt es noch eine zweite Möglichkeit (blaue Route in der Karte). Für diese Strecke sollte man aber locker 2-3 Stunden mehr einplanen und sich wirklich fit fühlen. Man folgt erst dem schmalen Pfad am Wasserfall entlang bis ins Tal hinunter (Vorsicht, extrem glatt!), überquert den Fluss und geht ein Stück auf der asphaltierten Strasse. Bei der nächsten Möglichkeit nimmt man den Weg nach links zurück in die Highlands. Was nun kommt gleicht einer Tortur, denn der rutschige Pfad windet sich extrem steil bis hinauf auf das Hochplateau und raubt einem manchesmal den Atem. Von nun aus geht es zwar zum Glück nur noch bergab, aber auf Grund der matschigen und steilen Wege sollte man hier nochmals extrem vorsichtig sein.




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