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Kurze Landesinformationen Ausführliche Beschreibungen von: Chutes de Moreau, Soufrière - Die Vulkantour, Chutes du Carbet, Pointe des Châteaux Einreise, Adressen, Gesundheit, Sicherheit, Feiertage, Hinweise Bildgalerie mit zahlreichen Fotos

Der Schmetterling der Französischen Antillen


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Soufrière - Die Vulkantour


Ein ebenfalls lohnenswertes Ziel auf Basse-Terre ist die 'Alte Dame'. Sie ist der einzige aktive Vulkan der Insel. Man brauch jedoch keine Angst zu haben, denn eine seismographische Station registriert sorgsam bereits das kleinste Vorbeben und warnt rechtzeitig vor jeder vulkanischen Tätigkeit. Zuletzt mussten 1976 73.000 Personen nach Grande-Terre evakuiert werden, bis sich der feuerspeiende Berg nach fünf Monaten wieder beruhigt hatte. Der La Soufrière (1467 m) bildet den Mittelpunkt eines ganz aus vulkanischen Gesteinen aufgebauten Massivs.

Von Saint-Claude im Südwesten der Insel aus führt die D11 sehr nahe an die Soufrière heran. Die Bergstrasse passiert am Parkplatz der Bains Jaunes das Museum Maison du Volcan, das auf Schaubildern die tektonischen Verhältnisse, die Methoden der Überwachung und verschiedene Formen des Vulkanismus erklärt. Die D11 windet sich durch zunehmend karge Vegetation immer höher bis zur Savane à Mulets, der Endstation für das Auto. Schon hier am Parkplatz breitet sich der typische Schwefelgeruch aus, dem der Vulkan seinen Namen verdankt (soufrière = Schwefelgrube). Von hier aus geht es zu Fuss weiter. Laut Info eines Reisenden im Februar 2005 ist sowohl die Zufahrt zum oberen Parkplatz, als auch der Weg zum Chemin des Dames durch Erdrutsche weggespült worden.

Vulkanisches GesteinUm einen guten und freien Blick vom Gipfel aus zu haben, sollte man sich bereits früh morgens auf den Weg machen. Zum Mittag hin hüllt sich der Vulkan nämlich meistens schon in Nebel, der vom Regenwald aufsteigt und für nasskaltes Wetter dort oben sorgt. Mir selber ist es in zwei Anläufen jedoch nicht gelungen passendes Wetter zu erwischen. Vom Parkplatz aus folgt man links dem Damenweg (Chemin des Dames), der in einfachen Kehren über die getrockneten Schlammschichten der letzten Eruption führt. Diese hat die ursprüngliche Vegetation (Flechten, Bergananas) in diesem Bereich völlig zerstört. Überall auf dem Weg findet man wie zum Beweis auch reichlich Gesteinsbrocken vulkanischem Ursprungs. An der Nordflanke des Vulkans passiert man die zwei tiefen Vulkanspalten Eboulement Faujas und Grande Faille, an denen man die eigentliche Vegetation der Gegend noch bewundern kann. Man sollte keinesfalls den Weg verlassen, denn die Spalten sind recht tückisch. Kurz hinter der zweiten Spalte führt dann rechts ein steiler Weg direkt zum Gipfel des La Soufrière (1467 m) hoch.

Eine der VulkanspaltenEr ist eine einzige Mondlandschaft, ein ausgedehntes Hügelgelände aus Kratern und bizarren Felsformationen. Auch hier sollte man nur den grün-weißen Markierungspfählen folgen (vor allem im Nebel), denn gerade der Pfad über die Naturbrücke zwischen dem Gouffre Dupuy und dem Gouffre Tarissan ist nicht ungefährlich (die Namen stammen von zwei Verunglückten). Ein paar Meter weiter befindet sich der dampfende Südkrater. Der Abstieg erfolgt wieder über den steilen Weg, den man auch hinauf zum Gipfel gekommen ist. Zurück an der Nordspalte Grand Faille kann man die Umrandung des Vulkans nach rechts fortsetzen oder links auf dem bereits bekannten Wegt zurück zum Parkplatz laufen. Wer eine Umrundung vorzieht kreuzt nach etwa 100 m auf dem sumpfigen Plateau der Grande Savane den Grande Randonnée. Dieser grandiose Weitwanderweg führt in Nord-Süd-Richtung in mehreren Tagen von Vieux-Fort immer den Grat entlang durch ganz Basse-Terre bis zum Plage de Clugny. Wer längerer Zeit auf Guadeloupe ist, sollte sich diese Trekkingtour auf keinen Fall entgehen lassen (zur eigenen Sicherheit aber nur mit Führer). Aber zurück zur Vulkanumrundung. Man folgt dem Grand Randonnée rechts entlang Richtung Col de l'Echelle. Der Weg führt durch das Quellgebiet des Carbet, passiert die Abzweigung zu den Chutes de Carbet und stösst auf dem Pass auf einen eindrucksvollen Felsbrocken. Er ist in zwei Teile zerbrochen, deren Abbruchkanten noch exakt zusammenpassen. Von hier aus verlässt man den Weitwanderweg und folgt am Vulkanhang entlang rechts herum dem Pfad zurück zum Parkplatz Savane à Mulets.




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