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Kurze Landesinformationen Ausführliche Beschreibungen von: The Peak, Tempel, Blumen-, Vogel- und Goldfischmarkt, Parks, Symphony of Lights, Jade Markt, Western District, Disneyland Hong Kong, Ocean Park, Fischerdorf Lei Yue Mun, Affenkolonie, Strände Einreise, Adressen, Gesundheit, Sicherheit, Feiertage, Hinweise Bildgalerie mit zahlreichen Fotos

Weltstadt der Begegnung


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Tempel


In Hong Kong herrscht eine sehr große religiöse Toleranz und deswegen werden hier auch so ziemlich alle Religionen praktiziert. Bei der chinesischen Bevölkerung dominieren dabei traditionell die buddhistische, taoistische und die konfuzianistische Weltanschauung, das Christentum ist aber auch schon bei mehr als 10% der Einwohner vertreten. Es ist bei den Einheimischen durchaus üblich, nicht nur einer Religion anzugehören, sondern eine Kombination aus mehreren zu leben. Kein Wunder also, dass es in Hong Kong auch eine große Anzahl an religiösen Stätten und Tempel aller verschiedenen Weltanschauungen gibt. Viele der Tempel sind jedoch oftmals nicht nur einer einzigen, sondern gleichzeitig mehreren Gottheiten gewidmet, wobei aber stets eine Gottheit dominiert. Ein paar sehenswerte Tempel möchte ich im folgenden vorstellen.


Wong Tai Sin Tempel: Wong gehört zu Hong Kongs beliebtesten Heiligen. Der Hirtenjunge soll einst im Alter von 15 Jahren von einem Unsterblichen in der Kunst unterrichtet worden sein, das Mineral Zinnober in ein Heilmittel zu verwandeln, das alle Krankheiten heilen konnte. So ganz nebenbei konnte Wong auch noch in die Zukunft sehen. Sein Vornam Tai Sin bedeutet 'Allmächtiger Gott'. Wong Tai Sin Tempel1915 wurde eine kleine Wong-Tai Sin-Statue von Einwanderen aus der Provinz Guangdong, genauer gesagt vom ersten Wong Tai Sin Tempel in Guangzhou, mitgebracht und in einem kleinen Tempel auf der Insel aufgestellt. Einige Jahre später erwarben die Wong-Tai-Sin-Anhänger auf der Halbinsel Kowloon ein Stück Land und erbauten dort einen neuen Tempel.Frau beim Schütteln der chim Dieser wurde jedoch 1968 abgerissen und durch den heutigen Tempel ersetzt, der erst 1973 auch für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. Der täglich von 7-17 Uhr geöffnete Wong Tai Sin Tempel (Metrostation Wong Tai Sin, Ausgang E) ist eigentlich das ganze Jahr über sehr belebt (jährlich über drei Millionen Gläubige!), doch zum Chinesischen Neujahrsfest und am Wong-Tai-Sin-Ehrentag versammeln sich hier Tausenden von Chinesen und man bekommt keinen Fuss auf den Boden. Der Eintritt ist übrigens frei, jedoch wird eine kleine Spende erwartet. Da Wong Tai Sin als hervorragender Wahrsager galt, suchen hier viele Chinesen Rat für alle Lebenslagen. In einem speziellen Ritual hoffen sie so auf gute Nachrichten. Dazu wird sich zuerst eine konkrete Frage überlegt und anschließend werden die chim (99 numerierte Bambusstäbchen in einem Rohr) solange geschüttelt, bis eines der Stäbchen herausfällt. Die Nummer auf dem chim entspricht einer poetischen Umschreibung der Wahrsagung, welche in einem Buch nachgeschlagen werden kann. Bevor man sich jedoch die Wahrsagung anschauen darf, müssen die Fragesteller noch die sing pui (halbmondförmige Holzstückchen) befragen, ob die Frage überhaupt zulässig ist. Sie werden auf den Boden fallen gelassen und nur wenn eine gewölbte Seite nach oben und die andere nach unten zeigt, wurde die Frage vom Heiligen akzeptiert. Andernfalls muss man ein neues Stäbchen schütteln :-) Was für uns Europäer belustigend wirkt, ist in der Chinesischen Religion ein fest verankerter Glauben und das selbstverständlichste der Welt. Man kann im Wong Tai Sin Tempel nicht nur alte Leute sondern Chinesen jeder Altersschicht bei diesem Ritual beobachten und auf ihren Gesichtern zeichnet sich förmlich der Wunsch nach einer positiven Deutung ihrer Fragen ab. In dem ein zweigeschossiger Bau befinden sich über 100 Wahrsagerpraxen.
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Man Mo Tempel: Der von außen unscheinbare taoistische Tempel zwischenRäucherspiralen im Man Mo Tempel den Hochhäusern auf der Hollywood Road (Hong Kong Island) wurde während der britischen Kolonialzeit Mitte des 19. Jahrhunderts erbaut und ist damit einer der ältesten Tempel in Hong Kong. Er gehört zu den berühmtesten Tempel der Stadt, ist täglich von 8-18 Uhr geöffnet und der Eintritt ist frei. Er ist den beiden Göttern Man und Mo geweiht, was wörtlich für „Zivil und Militär“ steht. Man Cheong (mit der Schreibfeder in der Hand) ist der Gott der Literatur und wird besonders von Beamten und Staatsmännern verehrt. Zum Frühlingsfest kommen deswegen auch besonders viele Eltern in den Man Mo Tempel, um für den schulischen Erfolg ihrer Kinder zu bitten. Mo Kwan Kung (der Kriegsgott mit dem Schwert) gilt wegen seiner Tapferkeit als der Beschützer von Soldaten, Polizei, Pfandleihern, Antiquitätenhändlern und sogar als Schutzpatron von Geheimbünden wie den Triaden. Vielleicht befinden sich ja auch deswegen so viele Antiquitätengeschäfte in der näheren Umgebung. Im Innenraum des Tempels fallen natürlich sofort die großen, unzähligen glimmenden Weihrauchspiralen an der Decke auf, in dessen Mitte die Gebete der Gläubigen hängen welche mit dem Rauch zu den Göttern getragen sollen. Alleine schon dieser Anblick zusammen mit dem Duft des Weihrauches macht den ganz besonderen Flair dieses Tempels aus und ist einen Besuch wert. Im gleichen Gebäudekomplex befindet sich auch der vielen unterschiedlichen Gottheiten geweihte Tempel Lit Shing Kung. Hier lässt man sich wie auch im Wong Tai Sin Tempel die Zukunft aus dem Bambusorakel (chim) bestimmen.


Tempel der 10.000 Buddhas: Der berühmte buddhistische Tempel (täglich 9-17 Uhr, Eintritt frei) an einem Berghang in den New Territories wurde erst im Jahre 1950 von dem aus Peking stammende Mönch Yuet Kai gründet und sein Bau 1957 fertiggestellt.Unzählige Buddhastatuen Yuet Kai starb 1965 und seine Anhänger überzogen den Körper des Mönches mit Gold und stellten ihn in der großen Tempelhalle auf. Den Name hat der Tempel natürlich auch nicht völlig grundlos, finden sich doch an seinen Wänden ca. 13.000 unterschiedliche Buddhastatuen. Zudem ist die Zahl 10.000 die größte chinesische Zähleinheit und gleichbedeutend mit "sehr viel" oder "unendlich viel".Gedenktafeln in den Ahnenhallen Von der KCR-Station Sha Tin (KCR East Rail) aus ist es ein Spaziergang von ca. 500m bis zum Tempel. Am Ausgang (Exit B) der Station hält man sich links, folgt der Strasse in einem Rechtsbogen bis zur Pai Tau Street, in welche man links einbiegt. Der Tempel der 10.000 Buddhas ist hier aber bereits schon ausgeschildert und die hohe Pagode ist schon aus der Ferne sichtbar. Eigentlich handelt es sich ja nicht nur um einen einzigen Tempel, sondern um eine große Klosteranlage, welche zusammen 5 Tempel, 4 Pavillions und eine Pagode beinhaltet - der Tempel der 10.000 Buddhas ist lediglich das Hauptgebäude des Klosters. Wahrsager bieten auch hier ihre Dienste an und die Klosterküche serviert bei Bedarf ein günstiges, vegetarisches Essen. Eine Atraktion des Tempels ist natürlich auch die große neunstöckige Pagode, von deren Spitze man einen guten Ausblick über Sha Tin und das umliegende Tal hat. Auf einer Terrasse zwischen Halle und Pagode findet man die bunt angemalte Betonfiguren der 18 Luohan, der wichtigsten Schüler Buddhas, sowie eines weißen Elefanten der Pu Xian (dem Herrscher über das Feuer) und eines blaue Löwe der dem Weisen Wen Shu dient. Auf den oberen Ebenen des Tempels findet man die Ahnenhallen, in deren Wandnischen Urnen steht und die mit einer Kachel abgedeckt sind, auf der der Name des Toten und ein Photo angebracht sind. Zu deren Gedenken werden vor den Hallen in kleinen Öfen Opfergaben verbrannt. Hier oben befinden sich auch die weiteren 4 kleinen Tempel (Temple of The God of Heaven, Candi Buddha Temple, Kwun Yam Temple, Temple of the Nei Tor Buddha), welche jedoch bei einem Erdrutsch im Jahre 1997 teilweise stark beschädigt und bislang nur stückweise restauriert wurden.
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Po Lin Kloster + Big Buddha: Das Po Lin Kloster (geöffnet täglich von 9-18 Uhr, Eintritt frei) auf Lantau Island zählt zu den wichtigsten Klöstern des Buddhismus und heisst wörtlich übersetzt "Kostbarer Lotus".Im Innern des Po Lin Klosters Es wurde 1924 gegründet, besteht in seiner heutigen Anordnung jedoch erst seit den 70er Jahren. Das Kloster setzt sich aus mehreren einzelnen Hallen und Tempel zusammen, die klassisch hintereinander auf einer Achse liegen. In der ersten Tempelhalle sitzt Milefo, der dicke lachende Buddha, um ihn herum stehen die Wächter der vier Himmelsrichtungen und in seinem Rücken weilt Weito, der Wächter und buddhistische Herold. Im großen Haupttempel findet man die auch aus anderen buddhistischen Tempeln bekannten drei Buddha-Statuen, welche die Buddhas der Vergangenheit, der Gegenwart und der die Zukunft repräsentieren. Die hinteren Gebäude dienen den privaten Meditationen der Mönche und Nonnen, die dort auch eine wertvolle burmesische Buddhastatue aus weißer Jade aufbewahren.Der Big Buddha auf Lantau Island Für Freunde des kulinarischen Genusses bietet das Po Lin Kloster von 11:30-17 Uhr seinen Besuchern die Möglichkeit zu einem vegetarischen Essen an. Direkt vor dem Kloster befindet sich der Aufgang zum schon von weitem sichtbaren Big Buddha (Tian Tan Buddha). Dieser 34 m hohe und 250 Tonnen schwere Bronze-Buddha ist einer der fünf größten Buddha-Statuen in China. Er wurde zwischen 1983 und 1993 im Auftrag des Po Lin Klosters zu rein touristischen Zwecken errichtet. Die Rechnung ging auf, denn seitdem bescherte der Big Buddha dem bis dahin entlegenen Po Lin Kloster einen wahren Besucheransturm. Der große Buddha sitzt frei auf einem Lotusthron, umgeben von acht kleineren Bronzestatuen. In seinem Innern befindet sich ein religiöses Heiligtum. Wer die 268 Stufen erklimmet, der kann bei schönem Wetter einen tollen Panoramablick vom 520 Meter hohen Ngong Ping Plateau geniessen. Es gibt mehrere verschiedene Möglichkeiten um zum Kloster bzw. Big Buddha zu kommen. Wer mit der Fähre anreisen möchte, der nimmt vom Central Pier 6 die Fähre nach Mui Wo auf Lantau Island (ca. 50 Min) und anschließend den Bus 2 nach Ngong Ping (ebenfalls ca. 50 Min). Schneller geht es natürlich mit der MTR (Metrostation Tung Chung, Ausgang B). Hier angekommen hat man dann wieder die Qual der Wahl, ob man mit dem Bus (Linie 23 nach Ngong Ping, ca. 50 Minuten), der Seilbahn "Ngong Ping 360" (ca. 25 Minuten mit herrlicher Aussicht) oder sogar zu Fuss auf die Spitze des Berges gelangen möchte (ca. 2 Stunden). Egal welche Anreise man auswählt, man kommt immer am Eingang des Touristendorfes auf der Bergspitze an und muss sich erst durch die Strasse mit den unzähligen Souvenierläden und Restaurants durcharbeiten.


Tin Hau Tempel: Tin Hau ist die Göttin des Meeres und damit die Schutzpatronin für Seefahrer und Fischer.Tin Hau Tempel in Yau Ma Tai Da Hong Kong komplett am Meer liegt ist sie verständlicherweise auch die bekannteste Gottheit der Stadt. Es gibt ca. 60 verschiedene Tempel (u.a. in Yau Ma Tai, Lei Yue Mun und Causeway Bay) welche in irgendeiner Form Tin Hau gewidmet sind - diese alle aufzuzählen würde den Rahmen an Informationen sprengen. Tin Hau war eine reale Frau, welche 960 als Tochter eines Fischers geboren wurde und bereits im Alter von 28 Jahren starb. Der Legende nach konnte sie aufkommende Taifune und schwere Stürme genau vorherzusehen und dadurch unzählige Fischer und Boote vor dem Ertrinken bewahren.Tin Hau Tempel in Lei Yue Mun Zudem rettete sie während eines schweren Sturms mit ihren übernatürlichen Kräften ihre Familie von einer sinkenden Dschunke. Er wird ihr auch nachgesagt, dass sie auf Wasser laufen konnte. In Gedenken an die Göttin Tin Hau findet jedes Jahr das große "Tin Hau Fest" statt, welches zu den wichtigsten traditionellen Festen im chinesischen Mondkalender zählt. Am 23. Tag des dritten Mondes (April/Mai) wird es leidenschaftlich in ganz Hong Kong gefeiert. Der älteste Tin Hau Tempel von Hong Kong wurde ursprünglich im Jahr 1266 erbaut und befindet sich in der Joss House Bucht auf der Insel Tap Mun Chau. Der bekannteste bzw. beliebteste aller Tin Hau Tempel ist aber wahrscheinlich jener in Yau Ma Tai auf der Kowloon-Seite. Der dortige Tempel wurde ursprünglich 1870 an einer anderen Stelle erbaut, zog jedoch 1876 zum jetzigen Standort um und wurde 1972 komplett renoviert. Auf seinem kleinen Vorplatz finden sich täglich viele Einheimischen zum Schachspielen ein und natürlich dürfen auch hier die üblichen Wahrsager nicht fehlen. Dieser Tempel nahe des Jade Markts dient auch immer mal wieder bei Gangsterfilmen in Hong Kong als Kulisse. Der Tin Hau Tempel in Causeway Bay ist bereits über 200 Jahre alt und verantwortlicher Namensgeber für die dortige MTR-Station und den gesamten Stadtbezirk.Zum Seitenanfang




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