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Kurze Landesinformationen Ausführliche Beschreibungen von: Sumatra: Gunung Leuser-Nationalpark, Komodo-Nationalpark, Java: Borobudur + Prambanan, Bali: Tempel + Heiligtümer, Affenwälder, Wasserfälle, Tauchen, Vulkanbesteigung Gunung Batur Genaue Reiseberichte Einreise, Adressen, Gesundheit, Sicherheit, Feiertage, Hinweise Bildgalerie mit zahlreichen Fotos

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Bali: Tauchen


Indonesien hat sich in Taucherkreisen schon längst einen Namen gemacht und Bali mit seinem internationalen Flughafen ist ein beliebter Anlaufpunkt von Tauchurlaubern aus aller Welt. Nahezu alles was im warmen Wasser lebt, gibt es hier auch zu sehen, denn rund 13% aller Riffe liegen in indonesischen Gewässern. Die südlichen Philippinen, Bali und West-Neu Guinea bilden dabei ein Dreieck, welches das biologisch reichste Meeresgebiet der Erde ist, in dem ca. 80 Korallenarten und 2.500 Riff-Fischarten leben. Mantasichtungen, Steilwände voller Farben und Formen, sowie Wracks in einer biologisch intakten und artenreichen Unterwasserwelt sind hier an der Tagesordnung.

Zwei ideale Ausgangspunkte zur Erkundung der Unterwasserwelt von Bali sind Lovina Beach (z.B. Wisnu Dive Resort) im Norden und Padang Bai (z.B. OK Divers) im Süden der Insel. Von hier aus lassen sich eigentlich alle Tauchgebiete per Auto oder Boot einigermaßen schnell erreichen. Um zu den weiter entfernten Tauchgebieten zu gelangen, muss man dabei aber auch mal Autofahrten von ca. 2 Stunden in Kauf nehmen.

Prächtiger RotfeuerfischNusa Menjangan ist eine ca. 1.5 Kilometer lange und 500 Meter breite Insel im Nationalpark im äußersten Nordwesten von Bali. Die Insel ist eigentlich ein Vogelschutzgebiet, aber auch unter Wasser befindet sich ein Schutzpark (eine von Jacques-Yves Cousteau durchgeführte Korallenzählung hat 1963 ergeben, dass es um diese kleine Insel mehr Korallenarten gibt als in der gesamten Karibik). Die Unterwasserwelt rund um Menjangan gehört sicher zu den Toptauchplätzen der Welt. Durch das schön bewachsene Riffdach und die Lagune im Westen der Insel ist Menjangan auch ein hervorragendes Schnorchelrevier. Zu sehen gibt es Napoleonfische, Schildkröten, Büffelkopfpapageifische und Zackenbarsche. Im tieferen Wasser gibt es manchmal auch Schwarzspitzenriffhaie, Weißspitzenriffhaie, Graue Riffhaie und Barrakudas. Ganz selten und mit viel Glück kann man auch Adlerrochen, Mondfische und Walhaie beobachten. Um die Artenvielfalt hier zu bewahren, hat die indonesische Regierung die Anzahl der Taucher pro Tag begrenzt. Mit einer halbstündigen Bootsfahrt ist die Insel an so ziemlich jeder beliebigen Stelle betauchbar. Das Riffdach rund um die Insel ist zwischen 1 und 10 Meter tief und ab einem halben Meter Wassertiefe dicht mit Korallen bewachsen. An den Seiten der Insel fällt das Riff auf ca. 40 bis 45 Meter Tiefe ab. An der Westseite der Insel gibt es eine größere Lagune und einen Kanal zwischen Bali und Menjangan. Hier kann die Strömung etwas stärker werden. Im Allgemeinen gibt es jedoch keine bis leichte Strömungen, womit Menjangan auch für Tauchanfänger gut geeignet ist.

Wracktauchen bei TulambenDas Tulamben Wrack ist der wohl bekannteste Tauchplatz auf Bali, was man leider an der Anzahl der gleichzeitig im Wasser befindlichen Taucher schnell merkt. Hier liegt das Wrack der U.S.A.T Liberty, doch eigentlich weiß man sehr wenig über das Wrack. Es ist nicht einmal sicher, ob der Name stimmt. Es hat eine Länge von 134 Meter, eine Breite von 17,3 Meter und ca. 7300 BRT. Das Baujahr ist unbekannt, liegt aber vermutlich zwischen 1915 und 1919. Relativ sicher ist, dass das Schiff am 11. Januar 1942 in der Straße von Lombok von einem japanischen U-Boot, Name unbekannt, torpediert und schwer beschädigt wurde. Der amerikanische Zerstörer Paul Jones versuchte, es nach Singarja, damals Bali's Hauptstadt, in den Hafen zu schleppen, um die Militärgüter-Ladung zu löschen. Das Schiff hatte aber so viel Wasser gezogen, dass die Besatzung sich entschloss, das Schiff aufzugeben und es in Tulamben an den Strand zu setzen und zu entladen. Das Unternehmen gelang und wie durch ein Wunder waren weder Verletzte noch Tote zu beklagen. Das Schiff lag bis zum Ausbruch des Vulkans Gunung Agung im März 1963 halb im Wasser und verrottete sehr stark, dann wurde es von der Lava komplett ins Meer geschoben.

RiesenmuräneGili Selang ist eine kleine Insel im Nordosten Balis, zwischen Amed und Gili Biaha. Sie ist durch einen nur 10 Meter breiten und 5 Meter tiefen Kanal von Bali getrennt. Auf der Nordseite der Insel befindet sich eine flache Lagune mit Korallenboomies, die über und über mit Weichkorallen bewachsen sind, dazwischen wachsen aber auch immer wieder Peitschenkorallen in die Höhe. Obwohl die Lagune mit maximal 18 Metern sehr flach ist, kreuzen hier ab und zu Weisspitzenriffhaie auf. Bei günstigen Bedingungen kann man auch ausserhalb der Lagune an einem spektakulären Abhang tauchen, der in unerreichbare Tiefen abfällt, wo man mit etwas Glück in 30 Meter Tiefe auf Hammerhaie trifft. Aufgrund der dort herrschenden gefährlichen Auf- und Abwärtsströmungen ist das aber nur für erfahrene Taucher möglich. Auf der Südseite der Insel fällt das Riff mehr oder weniger kontinuierlich in die Tiefe ab. Auch hier besteht eine gute Chance Grossfischen zu begegnen. Etwas nördlich von Gili Selang liegt noch ein kleines unbekanntes Wrack. Es liegt zwischen 3 und 15 Meter aufrecht am Riff und ist sehr schön bewachsen. Das Wrack und die Lagune eignen sich auch hervorragend zum Schnorcheln.

WeißspitzenriffhaiUm zu den Tauchgebieten von Gili Biaha und Lipha zu gelangen, fährt man vom Fährhafen Padang Bai aus mit dem Boot in Richtung Candi Dasa. Nach ca. 45 Minuten Bootsfahrt erreicht man den traumhaften Sandstrand von Lipha, welcher von einem dichten Palmenwald umgeben ist und 3 Kilometer von der nächsten Straße entfernt liegt. Dem Strand ist ein Korallenriff vorgelagert, das in 2 Meter Tiefe beginnt und sanft auf 15 Meter abfällt. Es ist ein sehr gutes Tauch- und Schnorchelrevier das auch zum Schnuppertauchen geeignet ist. Etwa 1 Kilometer von der Küste entfernten liegt im offenen Meer der Felsen Gili Biaha. Die Felsseite zum offenen Meer hin fällt senkrecht ab und ist sehr schön mit Korallen bewachsen. Durch die mittlere bis starke Strömung bleiben die Korallen in diesem Gebiet klein und gedrungen. Durch die Lage des Felsens im offenen Meer besteht auch die Chance, auf Großfische zu treffen. Highlight dieses Tauchspots ist aber eine Höhle in 7 Meter Wassertiefe, in welcher man mit sehr großer Wahrscheinlichkeit auf schlafende Weißspitzenriffhaie trifft. Gili Biaha ist ein hervorragender Tauchplatz, der aber durch die auftretenden, teils starken Strömungen einige Erfahrung erfordert (teilweise ist noch auf 20 Meter der Wellengang zu spüren). Zum Schnorcheln ist der Felsen nicht geeignet.

Riesiger Mola-Mola (Mondfisch)Gili Mimpang bezeichnet drei kleine Felsnadeln in der Höhe von Candi Dasa im offenen Meer und ist bequem von Padang Bai aus zu erreichen. Der Tauchplatz ist nicht nur für seine Weißspitzenriffhaie bekannt, die sich auf einer Sandfläche zwischen 25 und 35 Meter aufhalten, sondern auch für Schildkröten, Flughähne und vor allem für Mola-Molas (Mondfisch). Der größte Knochenfisch der Welt hält sich dort bevorzugt an den Steilhängen auf. Die Unterwasserlandschaft ist vielgestaltig und reicht von der schon erwähnten Sandfläche über ein schräg abfallendes Korallenriff bis hin zu einem imposanten Dropoff. Wegen der Strömungsverhältnisse sollte hier aber unbedingt nur mit einem erfahrenen Divemaster getaucht werden, denn gegen Ende des Tauchgangs gibt es eine Passage mit zunächst leichter Strömung, welche die Taucher zum Riffdach hinaufträgt, einen dann aber abrupt bis auf 40 m hinabziehen kann. Diese Passage ist tunlichst zu meiden und daher ist eine gute Ortkenntnis unabdingbare Vorraussetzung für einen gefahrlosen Tauchgang. Sollte am Tauchplatz bereits eine starke Oberflächenströmung zu erkennen sein, wird der Tauchgang meistens gar nicht erst angetreten und es wird auf einen anderen Platz ausgewichen.

KarettschildkröteDie im Süden Balis vorgelagerte größere Insel Nusa Penida hat einige schöne Tauchplätze zu bieten. Nusa Penida S.D. erreicht man mit dem Boot in etwa 50 Minuten von Padang Bai aus. Durch die Überquerung der Badung-Straße kann die Überfahrt bei Wind schon etwas rauher werden. Die Insel hat ein flaches Riffdach und fällt ab 10 Meter Wassertiefe langsam ab. Das Meer ist hier sehr klar und die Sichtweiten liegen fast immer über 30 Meter und man hat hier mit etwas Glück die Möglichkeit auf Großfische, wie Mantas, Adlerrochen, Mondfische, Drescherhaie und Karettschildkröten zu treffen. Deshalb sollte der Blick auch öfters mal in Richtung offenes Meer gehen. Die Strömung kann hier jedoch auch sehr stark werden und dabei auch nach oben und unten gehen, weshalb dieser Tauchplatz eine gewisse Erfahrung voraussetzt. Der Nusa Penida Manta Point liegt auf der Ostseite von Nusa Penida und ist neben den Malediven einer der wenigen Tauchplätze der Welt, an dem man relativ sicher auf Mantas trifft. Die Überfahrt mit dem Boot dauert ca. 2 Stunden und wird von den Tauchbasen normalerweise nur an bestimmten Tagen durchgeführt. Normalerweise sieht man hier zwischen 10 und 20 Mantas während eines Tauchganges, wobei die größeren bis zu 5 Meter Spannweite aufweisen können. Der Tauchplatz ist sehr leicht zu betauchen, denn es gibt hier praktisch keine Strömung. Wenn man die Möglichkeit zu diesem Tauchgang hat, sollte man es sich keinesfalls entgehen lassen.




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