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Kurze Landesinformationen Ausführliche Beschreibungen von: Sumatra: Gunung Leuser-Nationalpark, Komodo-Nationalpark, Java: Borobudur + Prambanan, Bali: Tempel + Heiligtümer, Affenwälder, Wasserfälle, Tauchen, Vulkanbesteigung Gunung Batur Genaue Reiseberichte Einreise, Adressen, Gesundheit, Sicherheit, Feiertage, Hinweise Bildgalerie mit zahlreichen Fotos

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Bali: Vulkanbesteigung Gunung Batur


Der Batur-See liegt im Krater des Gunung Batur, eines immer noch aktiven Vulkans der bisweilen Asche und Feuer speit und den jährlich Tausende von Besuchern erklimmen, denn eine Besteigung des Gunung Batur gilt nach wie vor als einer der Höhepunkte einer Balireise. Viele balinesische Mythen haben hier übrigens ihren Ursprung. Bei einer großen Eruption im Jahre 1917 wurden 65.000 Häuser zerstört und Tausende Menschen kamen dabei um. Zur Sicherheit wurden danach 2.500 Tempel und das komplette Dorf Batur auf die andere, die sicherere Seite des Berges verlegt.

Gunung BaturDer Gunung Batur war ursprünglich einmal wesentlich grösser. Bei einem mächtigen Ausbruch vor ca. 30.000 Jahren wurde jedoch das komplette obere Drittel des Vulkankegels weggesprengt, worauf sich in dem entstandenen Kessel Regenwasser zum sichelförmigen Batur-See sammelte und in der Mitte eine neue Bergspitze entstand (er ist sozusagen ein Vulkan im Vulkan). Die riesige Caldera zählt mit Ausdehnung von rund 10 x 14 km zu einer der größten der Welt und lässt die ehemaligen Ausmasse des Vulkans und die Stärke der Eruption noch grob erahnen. Der Batur-Vulkan ist mit seinen 1.717 m bei weitem nicht der höchste Berg Balis, aber mit Sicherheit einer der am schönsten gelegenen. Die Abhänge des noch aktiven Vulkans sind bedeckt von dunklen und zerklüffteten Lavafeldern, die sich weit in die riesige Caldera hinunterziehen. Kleinere Rauchwolken und Schwefeldämpfe künden noch vereinzelt von der Aktivität des Berges und der damit verbundenen Gefahr (die letzten Lavafelder stammen aus den Jahren 1965 und 1974).

Fischer auf dem Batur-SeeWie der Gunung Agung im Osten, so zählt nach dem Glauben der Balinesen auch der Batur zu den vier Kardinalpunkten. Obwohl bergsteigerisch kaum eine Herausforderung, ist die Besteigung des Batur dennoch außerordentlich lohnend, da man vom Gipfel einen einzigartigen Rundumblickt hat. In dem gebildeten Einbruchskessel liegen der Gunung Batur und der gleichnamige See oft etwas im Dunst und leider hat man nur ganz selten einen wirklich klaren Panoramablick. Am Südostufer des Sees erhebt sich der Gunung Abang (2153 m), der höchste Punkt am Rand der Caldera, welcher nur vom ca. 10 km dahinter liegenden imposanten Gunung Agung (3100 m) überragt wird.

Sonnenaufgang am Batur-SeeDer heilige Batur-See, der als Heim der Göttin Ida Batara Dewi Ulun Danu gilt, ist drei km breit und fast dreimal so lang und zeigt sich beinahe aus jeder Perspektive als besondere Sehenswürdigkeit. Direkt am Westufer liegt das kleine Dorf Toya Bungkah, welches der ideale Ausgangspunkt für die Bergtour auf den Gipfel ist und in dem man einige einfache Unterkünfte und Restaurants findet. Die etwas mehr als 600 Höhenmeter hinauf zum Gipfel sind eigentlich recht leicht zu bewältigen.Blick in den Krater Am besten ist es, den ca. 2stündigen Aufstigeg um 4 Uhr in der Fühe zu beginnen, da man dann einen traumhaften Sonnenaufgang von der Spitze aus genießen kann (voraussgesetzt die Sicht spielt mit). Wer jedoch so früh aufbricht, der sollte auf jeden Fall einen Führer nehmen (ca. 15 USD), denn nur mit Taschenlampen ausgerüstet ist im Dunkeln der Weg durch den Wald und die teilweise recht steilen Lavafelder ohne Ortskenntnis wohl kaum zu finden. Während des Tages kann man jedoch beruhigt auf einen Bergführer verzichten, da die Pfade leicht erkennbar und problemlos zu begehen sind. Man sollte aber nicht vergessen, dass der überwiegende Teil des Aufstieges über freies Gelände ohne Schatten erfolgt und man in der Mittagshitze ordentlich ins Schwitzen kommt. Oben angekommen vermittelt eine Teestube zunächst den trügerischen Eindruck von Normalität, bis man die aus Gesteinsritzen austretenden Dampfschwaden entdeckt, die daran erinnern, daß der Vulkan immer noch aktiv ist. Ein netter Gag der Bergführer ist es,die mitgebrachte Eier zum Frühstück in einer der Vulkanspalten vom heißen Dampf kochen zu lassen. Beim Abstieg kann man dann noch einmal - je nach Wetterlage - die einmalige Sicht über den See und die zwei Vulkane im Hintergrund genießen.




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