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Kurze Landesinformationen Ausführliche Beschreibungen von: Périnet-Naturrerservat, Buschhaus, Montagne d'Ambre, Tsingy, Nosy Be Einreise, Adressen, Gesundheit, Sicherheit, Feiertage, Hinweise Bildgalerie mit zahlreichen Fotos

Die Insel der Vielfalt


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Das Buschhaus


An einem der vielen Seen am Canal des Pangalanes findet man ein kleines, aber besonders gemütliches Gästehaus - das Buschhaus. Wer es nicht besonders eilig hat (und das sollte man auf Madagaskar eigentlich nie) kann hier ein paar unglaublich schöne und entspannte Tage zum Relaxen geniessen. Bei Lust und Laune kann man in Ruhe die absolut sehenswerte Umgebung erkunden.

Transport auf dem Canal des PangalanesVon Antananarivo bzw. Moramanga aus folgt man der gut ausgebauten Strasse weiter Richtung Osten bis nach Ampasimanolotra. 10 km nördlich davon zweigt eine ca. 15 km lange und schlechte Sandpiste (bei Regen ist diese Piste kaum befahrbar) zum Badeort Manambato ab, wo es einige kleinere Strandhotels gibt. Für das Auto ist hier Endstation. Von nun an geht es mit dem Boot weiter über den Canal des Pangalanes, einem natürlich enstandenen Süsswasserkanal, der nur 50-100 m vom indischen Ozean entfernt beinahe die gesamte Ostküste entlangführt. Er ist für die Küstenbewohner noch immer die wichtigste Verkehrs- und Transportverbindung. Man sollte sich bereits in Tana ein Motorboot bestellt haben, dass einen zu einem festgelegten Zeitpunkt abholt (dieser Service ist beim Buschhaus inklusive). Ohne Vorbestellung braucht man entweder Glück oder viel Zeit.

Ausblick aus dem BuschhausMit dem Boot geht es nun den Canal hinauf, wo er sich bei Ankanin'ny Nofy zu einem weiten See mit hellen, feinen Sandstränden weitet. Im Norden des Sees liegt an einem bewaldeten Hügel das Buschhaus. Es war ursprünglich das Wochenendhaus eines deutschen Auswanderers, der es später seiner Tochter Sonja schenkte. Sie baute es mit Hilfe ihres madegassischen Ehemanns zu einem kleinen, urgemütlichen Hotel um. Seit 1987 gibt es das Buschhaus nun schon und es hat nicht nur die Träume seiner Besitzer, sondern auch die vieler Gäste aus aller Welt erfüllt. Die wenigen Bungalows bieten das Maximum an Charme und die Lage ist unbeschreiblich schön. Neben den zwei Hunden lebt hier vor allem noch "Sugar-Baby", ein seltener Bambuslemur, von dem eigentlich niemand weiss, wie er hierher gelangt ist. Seine Art lebt normalerweise ganz woanders auf Madagaskar und es ist bisher noch nicht gelungen, ihm eine Partnerin zu beschaffen. "Sugar-Baby" kommt regelmässig zu Stippvisiten in den Zimmern vorbei und freut sich über Zuwendungen jeder Art (vor allem Bananen).

Ein KronenmakiTagsüber bieten sich vor allem Erkundungen der nähere Umgebung an. Wer will, kann sich dabei von einem Jungen aus dem Hotel führen lassen. Vorsicht ist hier nur an den kleinen Seen geboten, da in ihnen zahlreiche Krokodile leben, denen selbst Einheimische manchmal zum Opfer fallen. Ein muss ist aber ein Besuch des kleinen Naturreservats, dass Sonjas Vater auf einer benachbarten Halbinsel eingerichtet hat. Man kann sich vom Hotel aus mit dem Boot hinfahren lassen. In gepflegten Gehegen am Eingang kann man neben Reptilien, Orchideen und Pachypodien weitere Flora und Fauna aus dem ganzen Land bestaunen. Der Wald rundum wurde so wild wie möglich gehalten, damit sich seine Lemuren und Schmetterlinge wohl fühlen und keinen Grund haben auszuwandern. Das es davon reichlich und in einer unglaublichen Artenvielfalt gibt, kann man sich bei einer Fütterung der Lemuren durch einen Führer überzeugen. Die freilebenden! Lemuren werden mit einem speziellen Schrei (Maki Maki Makiiii) angelockt und anschließend mit Bananen belohnt (das ist auch der Grund, warum es im gesamten Reservat keinen wilden Bananenpflanzen gibt).Besuch im Nachbardorf Wer glaubt, dabei schon viel gesehen zu haben, wird durch den Guide während eines langen Rundganges durch den Wald eines Besseren belehrt. Mit etwas Glück bekommt man auch einige Krokodile zu Gesicht.

Ein weiteres Ausflugsziel bietet ein nahegelegendes Dorf, dessen Schulprojekt von Sonja unterstützt wird. Hier hat man eine gute Möglichkeit sich einen Einblick in den Alltag von typischen Madegassen zu verschaffen. Da hier nicht allzu viele Touristen vorbei kommen, wird man um so stürmischer von den Kindern begrüsst. Mit kleinen Mitbringseln wie Stiften, Heften oder Süssigkeiten kann man ein freudiges Strahlen in ihre Augen zaubern. Die Dorfbewohner lassen sich gerne bei ihren täglichen Arbeiten über die Schulter schauen. Ich hatte so mal die Möglichkeit zu sehen, wie das ganze Dorf zusammen an einer neuen Hütte baut.




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