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Kurze Landesinformationen Ausführliche Beschreibungen von: Périnet-Naturrerservat, Buschhaus, Montagne d'Ambre, Tsingy, Nosy Be Einreise, Adressen, Gesundheit, Sicherheit, Feiertage, Hinweise Bildgalerie mit zahlreichen Fotos

Die Insel der Vielfalt


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Montagne d'Ambre


Im heissen und trockenen Norden von Madagaskar findet man am Montagne d'Ambre ein für diese Gegend eigentlich untypisches Gebiet mit eigenem Mikroklima und einem tropischen Regenwald. Von Antsiranana aus hält man sich auf der Strasse Richtung Süden bis nach Joffreville. Die Franzosen errichteten während der Kolonialzeit diesen Ferienort am Rande des kühlen Montagne d'Ambre, der für Madegassen Tabu ist und daher nicht bewohnt werden durfte. Das feuchte und kühle Klima war eine Erholung im Vergleich zur trockenen Hitze, die fast das ganze Jahr auf Antsiranana lastet. Seit die Franzosen 1974 die Fremdenlegion abziehen mussten, ist Joffreville allerdings ausgestorben und die Hotels sind zerfallen. Wenige Kilometer südlich von Joffreville gelangt man zum Eingang des Montagne d'Ambre-Nationalparks.

Der 300.000 ha große Park umfasst die Bergregion eines vulkanisch entstandenen Gebirges in einer Höhe von 1000-1500 m. Der Vulkan ist seit langem erloschen und die Krater sind zu kreisrunden Seen geworden. Das Klima hier oben ist tropisch und regnerisch. So entstand ein Mikroklima, dass sich vollkommen von dem des übrigen Nordens unterscheidet.

Der große Roussettes-WasserfallAuch diesen Park sollte man unbedingt mit einem kundigen Führer besuchen, um die noch intakte und artenreiche Natur richtig geniessen zu können. Die Vegetation ähnelt der der Ostküste mit Palmen, Orchideen, Schlingpflanzen und Baumfarnen. Die Roussettes-Wasserfälle gehören ebenfalls zu den beeindruckenden landschaftlichen Schönheiten dieses Parks. Auf Nachtexkursionen kann man hier den kleinsten aller Lemuren, den Mausmaki, finden, der auf einer Handfläche Platz findet und gerade mal 50 g wiegt. Dazu gehört allerdings eine gehörige Portion Glück.Nichts für Spinnenhasser Aber auch Aye-Ayes, Fossas, die igelartigen Tenreks und winzige Chamäleons kommen hier vor. Eine Tageswanderung führt vom Parkeingang zum großen Wasserfall, am Lac de la Coupe Verte entlang und über einen besonders artenreichen botanischen Weg zum kleinen Wasserfall. Laufmuffel können allerings auch mit dem Wagen weit in den Park hineinfahren und mit kleineren Fussmärschen die Natur erkunden.

Gewarnt seien jedoch alle mit einer Abneigung gegenüber Spinnen. Davon gibt es hier nämlich reichlich. Ich spreche hier nicht von kleinen oder mittelgrossen Spinnen, sondern von richtig großen Exemplaren, die ihre Netze über breite Wege und sogar über ganze Flüsse spannen. Netze dieser Art habe ich bisher noch nirgendwo anders gesehen. Die Aussenseile sind dabei so stabil wie Gitarrenseiten. Der Innenteil ist hingegen mit einem Netz unserer Spinnen vergleichbar, nur um ein vielfaches größer. Das Zentrum wird deutlich dicker gesponnen und ist dadurch deutlich sichtbar. Insekten die diesem Zentrum - in der Hoffnung davonzukommen - ausweichen, verfangen sich jedoch in dem kaum sichtbaren äusseren Teil. In der Tat findet man die in den Netzen gefangenen Insekten fast ausschließlich ausserhalb des Zentrums.




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