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Die Blumeninsel im Atlantik


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Funchal + Umgebung


Funchal ist die Inselhauptstadt und hier leben mit 125.000 Einwohnern auch fast die Hälfte der Inselbevölkerung. Da ist dann natürlich klar, dass hier das Leben pulsiert und sich hier auch die meisten der Hotels von Madeira befinden. Der tiefe Naturhafen, an dessen schöner Uferpromende heute Kreuzfahrtschiffe anlegen, und vor allem das hervorragende Klima in Verbindung mit einer privilegierten geographischen Lage waren die Hauptgründe für den schnellen Bevölkerungszuwachs in Funchal in den ersten Jahrhunderten nach der Entdeckung der Insel. Der Charme und die Schönheiten der Stadt lassen sich am Besten zu Fuss erkunden, denn die engen Gassen und manchmal irritierende Straßenführung lassen einen als Autofahrer bei der Parkplatzsuche auch schnell mal verzweifeln. Aus der Zeit der florierenden "Zuckerstadt" (15. und 16. Jahrhundert) haben bis heute auch viele geschichtlich bedeutende Gebäude die Zeit überdauert und die meisten davon findet man im historischen Kern von Funchal.


Parks: Um die vielseitige Blütenpracht, für die Madeira nunmal weltweit bekannt ist, in vollem Umfang genießen zu können, lohnt sich der Besuch von einem oder mehreren der prächtigen Gartenanlagen und Parks in und um die Inselhauptstadt Funchal.Im Jardim Municipal Nicht umsonst hat Madeira im Jahr 2000, vertreten durch die Stadt Funchal, verdient die Goldmedaille im europäischen Wettbewerb "Blühende Städte und Dörfer" erhalten, welche auch von vielen anderen europäischen Städten begehrt wird. Im Zentrum von Funchal liegt gegenüber dem Stadtheater auf dem 8300 qm großen Gelände eines ehemaligen Franziskanerklosters der Jardim Municipal (Stadtgarten), der im Andenken an die Königin auch "Dona Amelia" Garten genannt wird. In dem gepflegten Garten mit seinen zahlreichen Beeten findet man neben der heimischen Flora auch eine exotische Auswahl an Pflanzen und Blumen aus der ganzen Welt, sowie einer Wasserlandschaft mit einem kleinen Teich und ein Amphitheater, in dem vor allem im Sommer kulturelle Veranstaltungen und Konzerte stattfinden. Die zentrale Lage macht den Park vor allem auch bei den Einheimischen sehr beliebt, die sich hier einer Verschnaufpause gönnen und in Ruhe Zeitung lesen oder die Vögel füttern. Am Hang hinter der Uferpromenade erhebt sich über dem Hafen der prächtige Santa Catarina Park, Im Botanischen Gartender seine Besucher mit ausgedehnten Grünflächen, Spazierwegen, Springbrunnen, Vogelvolieren und exotischen Blüten anlockt und zum Verweilen einlädt. Er erstreckt sich auf ca. 36.000 qm und bietet neben den schön angelegte Blumenbeete, vielen Schatten spendenden Bäume und einer phantastische Aussicht auf die Bucht von Funchal auch einen Spielplatz zum Austoben für die Kinder und im hinteren Bereich ein nettes Cafe. 1960 wurde in ca. 3 km Entfernung vom Zentrum Funchals der Jardim Botanico (Botanischer Garten) auf dem ehemaligen Gelände der schottischen Hotelierfamilie Reid eröffnet und bietet dem Besucher täglich von 9-18 Uhr (Eintritt 3 €) ca. 2000 farbenprächtige Pflanzen, welche harmonisch in verschiedenen Themenbeeten angelegt sind. Das Naturgeschichtliche Museum befindet sich im alten Herrenhaus der Familie Reid und auch die drei Aussichtsterrassen und die alten Baumbestände wurden bereits im 19. Jahrhundert von der Familie Reid angelegt. Der Botanische Garten untersteht der Regionalregierung und ist vor allem auch für die Einheimischen ein beliebter Ort zur Erholung, denn man kann hier wunderbar Entspannen und den Rufen der Pfauen lauschen.Der Stadtpark von Monte Der Park ist in mehrere Hauptbereiche aufgeteilt (u.a. Endemische Pflanzen, Baumgarten, Sukkulentengarten, Nutzpflanzen und Papageienpark) und alle Pflanzen sind mit Schildern versehen, auf denen der interessierte Botaniker z.B. Angaben über das Herkunftsland oder die botanische bzw. ortsübliche Bezeichnung findet. Im Papageienpark werden in Vogelvolieren einige der exotischsten und seltensten Vögel aus der ganzen Welt gezeigt. Unterhalb vom Botanischen Garten findet man den Jardim Orquidea (Orchideengarten, täglich 9-18 Uhr), einem privaten Garten, in dem sich bislang schon vier Generationen einer österreichischen Familie der Forschung und Züchtung von neuen Orchideenspezies gewidmet haben. Die Pflanzen werden dabei in einer möglichst natürlichen Umgebung präsentieren und die Artenvielfalt lässt das Herz eines jeden Orchideen-Fan höher schlagen. Unterhalb der Kirche "Nossa Senhora do Monte" befindet sich der öffentliche Stadtpark Monte, welcher in Anlehnung an europäische Bauerngärten aus dem 19. Jahrhundert entstanden ist. Hier findet man mit den kunstvoll gestutzten Hecken und Büschen, dem schmalen Pfaden aus Kopfsteinpflaster, den sorgsam angelegten Blumenbeeten, dem kleinen Bach und dem Teich mit Grotten wahrlich ein kleines Paradies abseits des ganzen Trubels. Die moosbewachsene Brücke, welche charmant in die Parkanlage integriert wurde, erinnert noch an die Zeit der alten Zahnradbahn, welche um 1930 herum stillgelegt wurde.


Mercado dos Lavradores: In der zweistöckigen MarkthalleFrüchte auf dem Mercado dos Lavradores "Mercado dos Lavradores" (Markt der Arbeiter) von Funchal findet man bis auf Sonntag an jedem Tag (Mo.-Fr. 7 - 20 Uhr; Sa. 7 - 14 Uhr)In der Fischhalle ein reichhaltiges und kaum überschaubares Angebot an frischen exotischen Früchten, Gemüse, Gewürzen, Fisch, Blumen, Korbwaren und sonstigem Allerlei, welches für das Auge an den Ständen ansprechend arrangiert wird. In der erst 1941 erbauten Markthalle mit dem offenen Innenhof und den oberen Gallerien trifft man neben den Einheimischen beim täglichen Einkauf natürlich auf sehr viele Touristen, die sich dieses Flair nicht entgehen lassen wollen. Kein Wunder also, dass man vor allem an den Obstständen auch auf Deutsch oder Englisch zum Probieren eingeladen wird - einem Wunsch dem man zwecks unvergesslichem Gaumengenuss auch ruhig mal nachkommen sollte. Man sollte aber durchaus mal die Preise an den verschiedenen Ständen vergleichen bzw. Handeln, denn die Händler ziehen die Touristen gerne mal mit überhöhten Preisen über den Tisch. Die Blumenvielfalt der Insel wird hier von traditionell gekleideten Verkäuferinnen angebnoten und dem Touristen auch gerne reisefertig verpackt. Neben den ganzen Pflanzen und Blumen findet man hier auch die Samen für die eigene Zucht. Während wochentags nicht alle Verkaufsstände besetzt sind, lohnt sich ein Besuch vor allem am Freitag und Samstag, wenn die Landbevölkerung von überall her ihre frischen Erzeugnisse anbietet und auch die Fischhalle reich mit skurillem Degenfisch und riesigem Thunfischen gefüllt ist, welche von den Verkäufern geschickt portioniert werden. An diesen beiden Tagen herrscht in der gesamten Markthalle dann ein besonders dichtes Gedränge und lebhaftes Treiben.


Korbschlitten-Fahrt: In Monte, oberhalb von Funchal,Schlittenlenker in Monte befindet sich am Fusse der Treppe zur barocken Wallfahrtskirche "Nossa Senhora do Monte" die Abfahrtsstation der legendären Korbschlitten. Was heute nur noch eine Attraktion für Tausende von Touristen ist (12,50 € pro Person), diente vor mehr als 100 Jahren noch als schnelles Transportmittel dazu, um die in Monte wohnenden reichen Kaufleute zu ihren Kontoren in Funchal fahren. Noch heute tragen die Schlittenlenker (Carreiros) die traditionelle weiße Kleidung und Strohhüte. Die zweisitzigen Korbschlitten (Carro do Cesto) mit ihren Holzkufen, die über keine eigene Lenkung oder BRemsen verfügen, werden von zwei Schlittenlenkern mit hoher Geschwindigkeit (ca. 30 km/h) auf den teilweise sehr steilen, engen und kurvigen Straßen hinunter bis zum oberen Stadtrand von Funchal gesteuert. Zum Bremsen der 70 kg schweren Schlitten benutzen die Steuermänner Gummisohlen aus Autoreifen, welche unter ihren Stiefeln befestigt sind. Die ehemals 4 km lange Strecke wird heute nur noch auf den ersten 2 km für diese Touristenattraktion benutzt und die Fahrt dauert ca. 10 Minuten. Die Carreiros sind genossenschaftlich organisiert und sie werden zusammen mit ihren Korbschlitten anschließend mit Bussen und Transporten wieder zurück den Weg hinauf nach Monte gebracht.




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