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Die Blumeninsel im Atlantik


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Sonstige Sehenswürdigkeiten


Auch wenn die vielen unterschiedlichen Wandermöglichkeiten und die beeindruckende Blütenpracht der Parks die eigentlichen Hauptattraktionen von Madeira sind, so hat die Insel aber auch noch ein paar andere sehenswerte Highlights zu bieten. Einige davon möchte ich nun vorstellen.


Cabo Girao: Eine Sehenswürdigkeit der besonderen Art findet man im Süden von Madeira, westlich vom Ort Camara de Lobos.Blick vom Cabo Girao in die Tiefe Hier befindet sich das imposante Cabo Girao (port. Kap der Umkehr), die mit 580 m Höhe zweithöchste Steilklippe der Welt (die höchste Steilklippe der Welt ist mit 604 m der Preikestolen in Norwegen). Auf der Spitze des Cabo Girao befindet sich eine Aussichtsplattform, welche man in ca. 10 Minuten von der Autobahnabfahrt aus mit dem Auto erreicht und wo einige Souvenierhändler um die Gunst der Touristen buhlen. In den Nebenräumen der Bar am Parkplatz werden historische Fotografien aus den Anfängen des Tourismus auf Madeira gezeigt. Vom Aussichtsbalkon aus hat man einen phantastischen Ausblick und wenn man sich ein klein wenig über das Geländer lehnt, dann kann man die ganzen 580 m senkrecht nach unten auf die Felder am Fuße der Klippe schauen - eine Tatsache die bei manchen Besuchern ein mulmiges Gefühl hervorruft. Die in der Tiefe befindlichen Felder waren früher ausschließlich mit dem Boot zu erreichen, seit 2003 gibt es jedoch zwei Seilbahnen, die steil an der Klippe entlang führen und urspünglich zur Arbeitserleichterung der Bauern errichtet wurden. Heute können aber auch Touristen ohne Höhenangst den modernen Panoramalift "O Teleferico" benutzen (5 € für Hin- und Rückfahrt), um hinunter zum kleinen idyllischen Ausflugsort Faja dos Padres am Fuss der Klippe zu gelangen, welcher ansonsten auch weiterhin nur mit dem Boot zu erreichen ist. Hier kann man entweder am Strand wandern oder in einem kleinen Restaurant mit guter Küche speisen.


Ponta do Pargo: Am westlichsten Punkt von Madeira liegt auf einer flachen Hochebene über der SteilküsteLeuchtturm an der Westspitze von Madeira der beschauliche Ort Ponta do Pargo. Der Name der 1560 gegründeten Gemeinde entstammt ihrer Lage am westlichsten Punkt der Insel (port. ‘ponta’) und von einem Fisch, dem ‘Pargo’ (Seebrasse), der in den hiesigen Gewässern besonders reichlich vorkam. Die flache Ebene ermöglicht den Bauern in diesem Teil der Insel sogar den Einsatz von landwirtschaftlichen Maschinen, einer absoluten Seltenheit auf Madeira. Direkt an der Westspitze, kurz nach dem Ort Ponta do Pargo, stößt man auf den 312 m über dem Meer liegenden Leuchtturm, welcher damit auch das höchstgelegende Signalfeuer von Portugal ist und dessen Licht eine Reichweite von ca. 28 Meilen hat. Im Innern des Gebäudes befindet sich eine Ausstellung über die Geschichte der portugiesischen Leuchttürme. Die grandiose Lage des Leuchtturms an der Westspitze der Insel lädt jedoch vor allem zu romantischen Sonnenuntergängen ein. Diese kann man am Besten von der Felsenplattform direkt unterhalb des Leuchtturms genießen, denn von dort aus hat man einen freien Blick über das Meer und auf die über 300 m hohen Steilküsten zu beiden Seiten, welche sich im Licht der untergehenden Sonne in sich immer ändernden Rotfärbungen präsentieren. Wem es auf dem Felsvorsprung jedoch zu windig oder ungemütlich ist, der kann den Sonnenuntergang auch vom ca. 1 km südlich gelegenden überdachten Aussichtspunkt Miradouro genießen. Das angrenzende Restaurant bietet übrigens köstliche und landestypische Speisen.


Vulkantunnel (Grutas): Wer sich einmal näher mit dem vulkanischen Ursprung von Madeira befassen möchte, Im Innern der Vulkantunnelder ist in dem Ort Sao Vicente an der Nordküste genau richtig, denn hier befinden sich die "Grutas e Centro do Vulcanismo" (täglich von 10.00 - 19.00 Uhr, 8 € Eintritt), ein Lavatunnelsystem, welches auf einer Länge von ca. 700 m vom Plateau Paul da Serra Richtung Meer verläuft und auf einem beleuchteten Rundweg für Besucher erschlossen wurde (ca. 30 minütige Führung in englisch). Das System von Lavatunnel bildete sich während einer Eruption vor mehr als 400 Tausend Jahren und ist bis heute das größte dieser Art auf der Insel Madeira. Der obere Teil der Lavaströme erkaltete an der Luft sehr rasch und bildete damit die Höhlendecke, während im Innern das heiße Gestein weiter unter der festen Decke zum Meer floss und dadurch die heute existierenden röhrenförmigen Tunnel bildete. Früher schoss hier auch das Grundwasser ungehindert durch, welches mittlweile jedoch kanalisiert und in Becken augestaut wird, wodurch die Begehung der Lavatunnel erst möglich wird. Im Innern des Tunnelsystems gibt es Stalaktiten aus Vulkanstein, Lavaanhäufungen, und den sog. "Wanderfelsen" zu bestaunen, welcher vom Lavastrom getragen wurde, bis er wegen seines Umfanges in einem der Lavatunnel steckenblieb. Angeschlossen an die Grutas ist ein modernes Vulkanzentrum, in dem man auf unterhaltsame Art und Weise zahlreiche Informationen zur Geologie von Madeira bekommt und in einer audiovisuellen Vorführung einen Vulkanausbruch und die Geburt der Insel erleben kann.


Casas de Colmo: Die kleinen strohgedeckten Bauernhäuser sind typisch für Madeira.Strohgedecktes bauernhaus in Santana Diese "Casas de Colmo" aus Naturstein mit einem bis zum Erdboden hinunter reichenden Strohdach dienten über Jahrhunderte als Ställe und Wohnhäuser, und einige wenige von ihnen werden sogar heute noch bewohnt, die anderen stehen leer oder dienen als Schuppen. Mehr als 100 solcher traditionellen Bauernhäuser, welche alle unter Denkmalschutz stehen, findet man in Santana, dem größten Ort an der Nordküste. Neben dem Rathaus, direkt an der Durchgangsstraße, wurden für die Touristen einige Strohhäuser im traditionellen Stil neu erbaut und in eine sehenswerte Parkanlage eingebettet. Die übrigen "alten" Häuser verteilen sich weitläufig über den ganzen Ort. Obwohl diese kleinen Häuschen wie ein Kunstwerk aussehen, entstanden sie mehr oder weniger aus der Not der früher von der Außenwelt völlig abgeschnittenen Dorfbewohner, denn gebaut wurde mit den wenigen zur Verfügung stehenden Rohstoffen - Holz und Stroh. Im Obergeschoss, welches nur durch eine Leiter zu erreichen war, befand sich die Vorratskammer oder der Schlafraum der Kinder, während im Untergeschoss der Wohn- und Schlafraum der Eltern zu finden war. Gekocht wurde wegen der Feuergefahr nur außerhalb des Hauses. Die Tatsache, dass sämtliche dieser traditionellen Bauernhäuser unter Denkmalschutz stehen, wirft für die Besitzer ein kostspieliges Problem auf, denn die Strohdächer müssen regelmäßig erneuert werden und der Zuschuss der Regierung reicht dafür nicht aus. Da auch das Handwerk des speziellen Dachdeckers auszusterben droht, werden in Santana mittlerweile spezielle Lehrkurse für junge Männer angeboten, die in dieser Kunst unterrichtet werden.




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