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Der Daumen Arabiens


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Inlandsee Khor Al Udaid


Auch wenn Qatar ein Wüstenstaat ist, so ist der überwiegende Teil der Landschaft doch mehr durch Geröll- und Steinwüsten geprägt. Nur in einzelnen kleineren Landesteilen kommen hier die landschaftlich besonders eindrucksvollen Sandwüsten vor. Eine besondere Attraktion unter diesen Sandwüsten stellt das ca. 3.000 km2 Gebiet um den berühmten Inlandsee (Khor Al Udaid) im Südosten von Qatar.In der südlichen Sandwüste Der riesige Salzwassersee erstreckt sich an der Grenze zu Saudi-Arabien mitten in der Wüste und ist durch einen 7 km langen Kanal direkt mit dem Meer verbunden. Khor Al Udaid gilt als eine der aufregendsten Dünenlandschaften Arabiens und je nach Tageszeit und Sonnenstand glänzen die Sandverwerfungen in Weiß, Gelb und Rot bis Orange. Die Sanddünen sind teilweise bis zu 40m hoch und bilden ein weit verästeltes Labyrinth zum Dune-Bashing oder Sandboarden.

Schon alleine aus Gründen der mangelnden Fahrpraxis in Sanddünen und auch wegen der schwierigen Orientierung im Gebiet des Inlandsee sollte man für einen Ausflug nach Khor Al Udaid lieber im Rahmen einer Wüsten-Tour auf einen örtlichen Touranbieter zurückgreifen. Davon gibt es wirklich zahlreiche in Doha und man hat die freie Auswahl. Wenn man die Tour zum Inlandsee aber auf eigene Faust macht, dann sollte man hier immer die Augen offen halten! Die Einheimischen nutzen nämlich gerne die freien Tage, um sich in den Sandünen der südlichen Wüste hemmungslos mit ihren Fahrzeugen auszutoben. Das Verkehrsaufkommen in den Dünen, vor allem im Randgebiet der Wüste, ist dann extrem hoch und nicht selten kommt es sogar zu Verkehrsunfällen (Zusammenstöße, Überschläge etc.). Es ist teilweise wirklich schon erschreckend, wieviele Fahrzeuge in diesem kleinen Gebiet gleichzeitig unterwegs sind. Alleine ist man dort jedenfalls nie. Aber vorsicht bei einer Tour mit dem eigenen Mietwagen, denn viele Mietwagenfirmen schließen eine Fahrt durch die Sandwüste bei den Versicherungsansprüchen aus!! Wer anstatt mit einem Geländewagen lieber mit einem Quad den Sand durchpflügen möchte, der findet am Rand der Wüste ebenfalls zahlreiche Anbieter, die nur auf Kundschaft warten.
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Die trocjkenen Salzebenen dienen als AutobahnVon Doha aus fährt man zunächst auf asphaltierten Straßen gen Süden bis zum "Sealine Beach Resort". Es ist kaum zu übersehen, dass hier die eigentliche Sandwüste beginnt, denn überall am Straßenrand werden Quads angeboten und massenweise einheimische Geländewagen rasen über die Dünenhänge. Wer schon immer mal einen kurzen Ritt auf einem Kamel machen wollte, der hat hier ebenfalls die Chance dazu (ca. 20 QR). Bevor man nun in die eigentlichen Sanddünen fährt, wird an einem großen Sammelplatz etwas Luft aus den Reifen gelassen, damit die Räder sich nicht so leicht im lockeren Sand eingraben (Stationen zum Luftauffüllen nach der Rückkehr aus der Wüste gibt es übrigens erst wieder in Messaieed). Es gibt von hier aus keine klare Route bis zum Inlandsee, sonder es bleibt dem Tourguide bzw. einem selber überlassen, über welche Dünen bzw. Salzebenen man fahren möchte - die grobe Richtung ist halt immer Süden.Blick auf den Inlandsee Die meisten Dünen in diesem Gebiet verändern kaum ihre Lage und die Tourguides, die die Gegend wie ihre Westentasche kennen, können sich problemlos an ihren orientieren. Einem Touristen wird dies jedoch nicht gelingen! Während der Fahrt durch die südliche Wüste wechseln sich ständig hohe Sanddünen mit weiten trockenen Salzebenen ab. Diese Salzebenen (Sabkha) bilden einen harten Untergrund und können von Fahrzeugen aller Art wie eine Autobahn benutzt werden. Wer sich auskennt, der kann theoretisch mit einem ganz normalen Auto nur über diese Ebenen (ohne durch Sanddünen fahren zu müssen) bis fast an den Inlandsee herankommen.

Die sich inzwischen eingeprägte Bezeichnung "Inlandsee" ist jedoch etwas irreführend, handelt es sich doch eigentlich nur um eine ungewöhnlich geformte Bucht des Arabischen Golfes, welche sich tief in das Land erstreckt. Das Gebiet stellt aber trotzdem eine auf der Welt einzigartige Kombination aus geologischen und geomorphologischen Eigenheiten dar. Mächtige Barchan-Dünen, Kalk- und Dolomit-Gesteins-Formationen, mit dichtem Pflanzenwuchs bestandene Wadis und die vielfach bis an den Horizont reichenden Salztonebenen bilden einen einzigartigen Kontrast zu den von zahlreichen Felsinseln gegliederten, tief-blauen Seeflächen des arabischen Golfes.

Typisches Beduinenzelt im CampDer eigentliche Inlandsee ist unter anderem Heimat von seltenen Seekühen (Dugongs), Meeresschildkröten, Delfinen, Flamingos und zahlreichen anderen Vogelarten. Man kann sich am Salzwassersee von ein paar Stunden (übliche Tagestour) bis hin zu mehreren Tagen aufhalten. Wer direkt am See übernachten möchte, der muss sein eigenes Zelt mitbringen. Den Tourveranstaltern ist es nicht gestattet, ein großes Zeltlager direkt am See zu errichten und daher befinden sich diese "Touristen-Beduinenlager" meist zwischen den Sanddünen in der Nähe des Sealine Beach Resorts (jeder Tourveranstalter darf übrigens nur ein einziges dauerhaftes Zeltlager errichten). Nur den Einheimischen Qataris ist es erlaubt, ein Lager dauerhaft am See zu errichten und daher sind die Lager die man dort vorfindet auch alle im Privatbesitz. Es fällt jedoch leider negativ auf, dass in der Wüstenregion Khor Al Udaid sehr viel Müll zu finden ist - sowohl an den Küsten des Inlandsees als auch entlang der Wege in den Sanddünen. Dieser wird teilweise arglos weggeworfen oder fällt einfach mal von den vollbeladenen Autos der Einheimischen.

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