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Kurze Landesinformationen Ausführliche Beschreibungen von: Moskau Einreise, Adressen, Gesundheit, Sicherheit, Feiertage, Hinweise Bildgalerie mit zahlreichen Fotos

Das große Zarenreich


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Moskau


Moskau ist nicht nur die Hauptstadt Russlands, sondern mit mehr als 10 Millionen Einwohnern auch die größte. Sie liegt im Herzen des europäischen Teils der Russischen Föderation und hat sich seit dem 12. Jahrhundert zu einem der einflussreichsten Machtzentren der Erde entwickelt. Nachdem Zar Iwan der Schreckliche sich 1547 zum "Zar der ganzen Rus" krönte, machte er Moskau zur Hauptstadt des russischen Reiches. Dies änderte sich jedoch 1712, als Peter der Große das von ihm neu errichtete St. Petersburg zur Hauptstadt Russlands ernannte. Dadurch, dass der Zar sich voll auf den Ausbau seiner Stadt konzentrierte, wurde Moskau durch die westliche Kultur weniger beeinflusst und blieb für viele Russen das wahre Herz Russlands. Erst nach der Oktober-Revolution 1917 verlegten die Bolschewisten die Hauptstadt wieder nach zurück Moskau.

In den 90er Jahren hat sich schließlich auch in Moskau viel verändert. Es wurde vor allem in der Innenstadt viel renoviert bzw. neu gebaut. Der westliche Einfluss hat dabei viel mehr Spuren hinterlassen, als die Reformen von Peter des Großen und mittlerweile sind Nachtclubs, McDonalds, Pizza Hut und Läden von Top Designern in der Stadt fest etabliert. Sie ist heute gleichermaßen der Mittelpunkt des russischen Lebens für Politik, Wirtschaft und Kultur und auch die russisch-orthodoxe Kirche hat hier ihr Zentrum. Moskau ist inzwischen einer der schönsten, aber auch teuersten Städte der Welt, aber trotzdem spürt jeder Besucher, dass Moskau die russische Seele und den ganz besonderen Flair nicht verloren hat.


Roter Platz: Der Rote Platz ist der Mittelpunkt Moskaus und für viele Russen ein mythischer Ort. Sie kommen von überall aus dem Land hierher, nur um einmal über sein berühmtes Pflaster zu schlendern,Basilius-Kathedrale denn der Rote Platz ist wie kein anderer Ort ein Symbol für die Geschichte Russlands. Auf ihm fanden jahrelang die großen Militärparaden statt. Die bunten Zwiebeltürme der Basilius-Kathedrale am südlichen Ende des 500 Meter langen Platzes sind das Wahrzeichen der Stadt. Die Kathedrale, welche Zar Iwan IV. 1552 zum Zeichen seines Sieges über die Mongolen erbauen liess, ist ein einzigartiges Meisterwerk der altrussischen Baukunst von den russischen Meistern Barma und Postnikaus dem 16. Jahrhundert. Der Legende nach war Zar Iwan der Schreckliche von deren Schöpfung so beeindruckt, dass er die beiden Meister erblinden ließ, damit sie nichts Schöneres kreieren konnten. Den Spitznamen Basilius bekam die Kathedrale zu Ehren des verstorbenen Gottesnarren Basilius, der unter den Moskowitern und beim Zaren selbst sehr beliebt war. Auf der gegenüberliegenden Seite des Roten Platzes steht das 1871 aus Backstein erbaute Historische Museum, in dem mehr als 250.000 Exponate einen umfassenden Überblick über die Geschichte Russlands seit dem 10. Jahrhundert aufzeigen.Blick entlang der Kremlmauer auf das Lenin Mausoleum und die Baslilius-Kathedrale Direkt an das Museum grenzen das Woskresenskije Tor und die Iwerskaja Kapelle. Seit kurzem ist auch die Iberische Pforte wieder aufgebaut worden (wurde 1931 abgerissen), wo bis vor kurzem die Panzer zur Parade auf den Roten Platz fuhren. Auf der östlichen Längsseite des Platzes liegt das GUM, das größte und auch wohl das schönste Kaufhaus Russlands. Das um die Jahrhundertwende im Jugendstil errichtete Gebäude ist 250 m lang und über die gesamte Länge laufen 3 parallele Ladenpassagen auf 2 Etagen. Es wurde 1993 zum 100-jährigen Jubiläum renoviert und wurde zur ersten russischen Shopping-Mall. Im GUM sind wirklich alle namenhaften westlichen Markenhersteller (z.B. Dior, Calvin Klein, Benetton) vertreten, welche in den wohlhabenen Moskowiten ausgezeichnete Kunden gefunden haben. Auf der anderen Seite vor der Kremlmauer befindet sich das Lenin Mausoleum. Die monumentale Grabstätte aus Stein wurde 1931 für Wladimir Lenin erbaut und früher pilgerten Millionen von Sowjetbürgern zum Allerheiligsten des Sowjetkommunismus. Heute interessiert sich jedoch kaum noch jemand für Lenins Leiche. Auf dem Ehrenfriedhof zwischen der Kremlmauer und dem Lenin Mausoleum wurden früher wichtige Persönlichkeiten beigesetzt, darunter Josef Stalin, Leonid Breschnew, Juri Gagarin und Maxim Gorki (der Zugang zu den Gräbern erfolgt ausschließlich über das Lenin Mausoleum).


Kreml: Ein russisches Sprichwort besagt: "Über der Stadt ist der Kreml, über dem Kreml ist nur Gott". Das russische Wort "Kreml" bedeutet übersetzt "Burg".Die Krönungskirche der Zaren Die vor über 800 Jahren vom Fürsten Juri Dolgoruki erbaute Holzfestung ist seit jeher der Mittelpunkt von Moskau und entwickelte sich als Zarenburg, Verwaltungssitz der Sowjetunion und jetzt Residenz des Präsidenten zum wichtigsten Machtzentrum Russlands. Der Kreml wurde dabei im Laufe der Jahrhunderte mehrmals umgebaut und bekam seine jetzige Gestalt beim Wiederaufbau nach der Zerstörung durch Napoleon 1812. Die 28 Hektar große Anlage wird von einer mehr als 2 Kilometer langen und bis zu 19 Meter hohen Mauer umgeben. Dabei wurden 20 Türme integriert, von denen die Spitzen der 5 höchsten mit prachtvollen Rubinsternen geschmückt wurden. Der bekannteste Turm ist sicherlich der Spasski Turm am Roten Patz mit seiner über 6 Meter großen Uhr. Das Innere des Kreml mit seinen zahlreichen Kirchen und der Rüstkammer darf erst seit Perestroika von der Öffentlichkeit besichtigt werden. Der 1990 zum UNESCO Weltkulturerbe erklärte Kreml zählt heute zu den größten Museen der Welt. Die größte Kirche auf dem Gelände ist die Maria-Himmelfahrt-Kathedrale mit ihren 5 goldenen Kuppeln, in der sich alle russischen Zaren krönen ließen.Zar Puschka Mit einem Kuppelhöhe von 42 Metern ist sie übrigens auch eine der größten Kuppelbauten Russlands. Im Innern der Kathedrale steht noch immer der Thron von Iwan dem Schrecklichen, auf dem er den Messen beiwohnte. Die benachbarte Erzengel-Kathedrale ist hingegen die Grabstätte der Zaren, in der 46 steinerne Sarkophage nebeneinander liegen. Die meisten der Kirchen sind mit prunkvollen Fresken und Ikonen ausgestattet. In der Rüstkammer liegen die Schätze der Zaren, darunter auch der mit Diamanten bestzte Thron der Romanows und eine Sammlung von Fabergé-Eiern. Im Diamantenfond können zusätzlich noch Diamanten und Edelsteiner aller Größen besichtigt werden, welche zu den kostbarsten der Welt gehören (z.B. der Orlow-Diamant mit 189,62 Karat!). Auf dem Kremlgelände stehen auch die 40 t schwere Kanone Zar Puschka (aus der übrigens nie ein Schuss abgegeben wurde) und die 210 t schwere und 6,14 m hohe Zar-Kolokol-Glocke (welche nie geläutet wurde, da sie nach einem Brand Risse bekam und ein 12 Tonnen schweres Stück herausbrach).


Neujungfrauenkloster: Das Neujungfrauenkloster am Südwestrand der Moskauer Innenstadt wurde 1524 vom Großfürsten Wassilij III.Kuppeln der Smolensker Kathedrale zu Ehren der Eroberung von Smolensk von den Litauern gegründet und gehörte zu einem Ring (Goldener Ring) von Wehrklostern um Moskau (die heutigen Türme und Mauern stammen allerdings aus den Jahren 1685-87). Es ist mit seinen rot-weißen Mauern und den Kuppeln seiner Kirchen wohl das schönste Kloster der Stadt. Innerhalb seiner Mauen findet man unter anderem die Smolensker Kathedrale (Sobor Smolensk Bogomateri) mit ihrem charakteristischen Glockenturm aus dem Jahr 1690. Die Kathedrale ist mit Fresken aus dem 16. Jahrhundert geschmückt und einer herrlichen Ikonostase aus dem späten 17. Jahrhundert. Den seltsamen Namen erhielt das Neujungfrauenkloster angeblich von einem Marktplatz, auf dem im Mittelalter russische Mädchen an die Harems der Tataren verkauft worden sein sollen. Das Kloster war ein Exil für adlige Frauen, die entweder verwitwet oder in Ungnade gefallen waren. Unter anderem lebte hier auch Sofija (die Schwester von Peter dem Großen) in Verbannung, die 1698 vom Kloster aus eine Verschwörung gegen ihn anzettelte. Berühmt ist das Neujungfrauenkloster aber auch wegen seinem, direkt hinter der Klostermauer gelegen Nowodewitschij Friedhof, auf dem bedeutende Persönlichkeiten des Sowjetkommunismus begraben sind (u.a. Chruschtow, der nicht an der Kremlmauer bestattet werden durfte nachdem er in Ungnade gefallen war). Als Prominentenfriedhof war er jahrelang für die Öffentlichkeit geschlossen, darf heute aber wieder von jedem betreten werden.


Moskauer Metro: "Unterirdische Paläste für die proletarischen Massen." Unter diesem Motto weihte Stalin 1935 - nur vier Jahre nach dem Baubeginn - die erste Strecke der Moskauer Metro ein, an der sogar während des Zweiten Weltkriegs weitergebaut wurde. Zur Zeit umfaßt die Metro 12 Linien. Auf den ca. 280 Kilometer Schienen sind insgesamt mehr als 4000 Waggons unterwegs und täglichPrachtvolle Metrostation fahren knapp 8700 Züge die 170 Stationen an (von denen 22 über der Erde liegen und 56 als Umsteigestationen ausgebaut sind). Jeden Tag benutzen mehr als 8 Millionen Menschen die Metro und damit herrscht dort mehr Betrieb als in der New Yorker und Londoner U-Bahn zusammen (zusätzlich ist sie auch einer der zuverlässigsten und pünktlichsten). Die Moskauer Metro ist ganz nebenbei aber auch wohl die prachtvollste Untergrundbahn der Welt, denn Palastartige Bahnhöfe, weitläufige Säle mit verzierten Kronleuchtern und mosaikgeschmückte, riesige Hallen machen die Metro zum steingewordenen Triumph sozialistischer Utopie. In der Prawda hieß es 1935: "Bahnsteig ist hier ein zu bescheidenes Wort. Es sind Bahnhöfe, verkleidet mit Marmor, Granit, Kupfer und bunten Kacheln ... Höhe, Sauberkeit, der Glanz der zart grauen, rosa-farbenen, rotgeäderten Säulen, gleichmäßiges Licht aus formstrengen Kronleuchtern, polierte Wände.." Alleine für die erste Linie von der Station Park Kultury bis nach Sokolniki wurden 70.000 Quadratmeter verschiedenfarbigen Marmors, edle Metalle, Bronze, Mosaike, Gold, Glasschmuck und vieles mehr verbraucht. Fast jede Station ist eine Attraktion für sich und sie bieten interessante Einblicke in die Entwicklung der sowjetischen Kunst und Architektur durch ein halbes Jahrhundert. Besonders interessant sind vor allem folgende Stationen: Majakowskaja, Komsomolskaja, Smolenskaja, Ploschtschad Rewoljuzii und Park Pobedy (sie liegt 80 Meter unter der Erde und man muss 126,8 Meter auf einer Rolltreppe fahren). Gerüchten nach gibt es unter den Strassen von Moskau sogar noch eine geheime zweite Metro (mit 3 Linien), die jedoch nur dem Militär zugänglich sein soll.


Arbat: Der Arbat westlich des Kremls war zu Zeiten von Glasnost und Perestroika die erste Fußgängerzone der Sowjetunion mit einer Reihe von Straßenlaternen,'Walk of Fame' im Arbat Hausfassaden mit frischen Farben und vielen kleinen Läden und Cafés. Hier spielten die Straßenmusiker vor Publikum, Künstler zeichneten Portraits und die Jugendlichen tranken Bier. Die neue Toleranz wurden von allen genossen und der Arbat war das Sinnbild einer neuen Zeit. Von diesem Flair ist auch heute noch viel zu spüren, denn es ist nach wie vor die beliebteste Flanier-Meile Moskaus, auf der die Maler, Musiker und Straßenkünstler für ein abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm sorgen. Auf den ersten Blick wirkt der Arbat zwar sehr touristisch, doch wer Moskau besser spüren und verstehen möchte, sollte sich auf jeden Fall die Zeit für einen Straßenbummel nehmen. Für eine entspannte Pause findet man überall kleine Cafés und Restaurants (z.B. das Mu-Mu). Neuerdings macht man den Arbat zum russischen "Walk of Fame", wo sich nicht nur ausgewählte Künstler und Politiker, sondern alle Menschen (die sich diesen Spass leisten können) über eine eigene Platte in der Sternenalle vom Arbat freuen können. Am äußeren Ende des Arbats liegt der Smolensky Platz mit dem Gebäude des Außenministeriums, das als erstes der sieben Stalin-Hochhäusern fertig gestellt wurde. Diese so genannten "sieben Schwestern" ließ Stalin in Moskau als Symbol der Macht und des Wirtschaftswachstums bauen.




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