Startseite Zurück zur Kontinentauswahl Im Land der Pharaonen und Pyramiden Diesseits von Eden Die Insel der Vielfalt Der Diamant Afrikas Das vergessene Paradies am Äquator Inseln des Überflusses Willkommen im Regenbogenland
Gefällt mir
 
 
Kurze Landesinformationen Ausführliche Beschreibungen von: Rocas, Hauptstadt Sao Tome, Traumstrände, Wasserfälle, Obo-Nationalpark, Cao Grande + Boca do Inferno, Ilheu das Rolas Genaue Reiseberichte Einreise, Adressen, Gesundheit, Sicherheit, Feiertage, Hinweise Bildgalerie mit zahlreichen Fotos

Das vergessene Paradies am Äquator


Hauptstadt Sao Tome Vorheriger Tipp Highlight-Übersicht Nächster Tipp Wasserfälle


Traumstrände


Wer auf der Suche nach absoluten Traumstränden ist, der wird auf Sao Tome und Principe auf jeden Fall fündig. Hier findet man sie noch, die langen und einsamen Sandstrände, von Kokospalmen und türkisblauem Meer gesäumt und vor allem frei von jeglichem Liegestuhl. Dabei bieten die Inseln auch noch eine gewisse Farbauswahl, denn hier gibt es nicht nur weiße, sondern auch gelb-braune und sogar schwarze Sandstrände. Nur die wenigsten Touristen verirren sich an diese Strände, denn sie liegen teilweise sehr abgeschieden und sind - vor allem im Norden - nur mühsam zu erreichen. Glücklicherweise sind die unverdorbenen Strände bislang von großen Hotelanlagen verschont geblieben, aber das könnte sich in Zukunft eventuell ändern, denn die Zahl der Besucher (Urlauber + Geschäftsreisende) soll in den nächsten Jahren mit Hilfe einer Werbekampagne und neuer Hotelprojekte von durchschnittlich 6.000 pro Jahr auf über 25.000 angehoben werden. Man kann nur hoffen, dass die kleinen Inseln dies verkraften und durch den Massentourismus nicht den Charme ihrer Natürlichkeit und Unberührtheit verlieren.


Praia Lagarto Die Strände direkt in der Hauptstadt Sao Tome (z.B. am Fort oder an der Ostseite) sind nur bedingt zum Geniessen, denn sie sind oftmals sehr verdreckt, haben teilweise tückische Strömungen (Praia Perigosa an der Ostseite!) und sind vor allem am Wochenende natürlich von Einheimischen und Touristen bevölkert. Wer jedoch nicht ganz so weit fahren bzw. den mühsamen Weg zu weiter unten genannten Stränden auf sich nehmen möchte, der kann sich auch in Richung Flughafen wenden und trifft kurz nach dem Hügel auf den Praia Lagarto, einen langen Sandstrand direkt vor den Toren der Hauptstadt. Auch hier findet sich das klassische Bild eines von Palmen gesäumten Strandes, jedoch stört die Straße nur wenige Meter entfernt vom Strand irgendwie das Idyll. Gegenüber vom Strand befinden sich auch einige der hochpreisigeren Hotels und aus diesem Grund trifft man hier auch mehr Touristen als an jedem anderen Strand. Für einen kurzen Strandausflug ist Praia Lagarto aber allemal geeignet und macht Lust auf mehr.


Die mit Abstand schönsten und einsamsten Strände von Sao Tome findet man jedoch an der Nordküste, auf wenigen Kilometern zwischen den kleinen Dörfern Micolo und Morro Peixe.Praia Micolo Dieser ganze Landstrich ist das trockenste Gebiet der Insel und gleicht mit seiner Flora mehr einer Savanne, als einer tropischen Insel. Die Orte Micolo bzw. Morro Peixe selber sind mit dem Auto noch sehr einfach über asphaltierte Straßen von Conde bzw. Guadalupe aus zu erreichen, für den Weg dazwischen entlang der Küste - und damit zu den Traumstränden - braucht man aber unbedingt einen Geländewagen. Man sollte diese Strecke auch keinesfalls nach starken Regenfällen wagen, denn überall lauern tückische Sand- und Schlammpassagen, in denen ungeübte Fahrer sich sehr leicht festfahren können. Wer gut zu Fuss ist, der kann diesen Weg jedoch auch entlangwandern und an den Stränden erfrischende Badepausen einlegen. Für einen Weg sind jedoch 3-4 Stunden ohne Stopps einzuplanen und auch für einen Transport am Endpunkt sollte man sicherheitshalber vorher sorgen, denn Sammeltaxis sind hier rar gesät. In Micolo wendet man sich nach links und folgt der Sandpiste ein paar Hundert Meter weiter, um zum gelb-braunen Sandstrand Praia Micolo zu gelangen. Der breite und lange Sandstrand ist von unzähligen Kokospalmen gesäumt, in deren Schatten man auch einen richtigen Picknickplatz findet. Die Holztische und- hocker dort werden jedoch nur selten benutzt. Am Rand der Praia Micolo gibt es zudem ein kleines Schutzgehege für Schildkröten unter Leitung der ECOFAC. Es kommen in Sao Tome und Principe 5 verschiedene Arten von Meeresschildkröten vor und im Sand steckende Stöcke, eingerahmt von einem Netz, markieren zur Brutzeit (Oktober - Februar) ihre Eiablageplätze.


Praia dos Tamarindos Die Praia Micolo ist eigentlich noch recht einfach zu erreichen, aber um zu den weiteren Traumstränden dieser Gegend zu gelangen muss man nun der Piste weiter durch die Kokosplantagen in Richtung Westen folgen. Nach einiger Zeit überquert man den Rio Douro und gelangt kurz darauf zur Roca Fernao Dias. Zu dieser alten Roca wurden zur Blütezeit die Erzeugnisse der Roca Agostinho Neto aus den Bergen auf Schienen transportiert und an der alten Landungsbrücke auf Schiffe verladen. Heute zeugen leider nur noch ein paar Ruinen und überwucherte Schienenstränge von dieser glanzvollen Zeit und die hier lebenden Menschen müssen ohne Wasser- und Stromanschluss auskommen. Nach Fernao Dias schlängelt sich die Piste nahe am Ufer entlang vorbei an kleineren Stränden und nach ca. 2 km kommt man schliesslich zur Praia dos Tamarindos, einem ca. 300 Meter langen weißen Sandstrand mit kristallklarem Wasser. Namensgebend sind die vielen Tamarindenbäume, die neben den Palmen am Strand stehen. Dieses Stück Paradies muss man nur höchst selten mit jemand anderem teilen und die Mühen einer eventuellen Wanderungen lassen sich hier problemlos vergessen.


Praia Morro Peixe Ein gutes Stück weiter entlang des Weges in Richtung Westen stösst man schließlich auf einen weiteren schönen Sandstrand, der der Praia dos Tamarindos in fast nichts nachsteht. Die Praia Morro Peixe befindet sich ganz in der Nähe des gleichnamigen Ortes und daher trifft man hier auch ab und zu ein paar einheimische Fischer und Ausflügler aus dem Dorf an - Touristen machen sich aber nur sehr selten auf den Weg hierher. Die Palmen und Bäume direkt am Strand bieten schattige Plätze und das türkisblaue Wasser lädt geradezu zum Baden ein. Die Piste trifft schliesslich bei Morro Peixe wieder auf eine asphaltierte Strasse, welche linker Hand nach Guadalupe und damit zurück zur Hauptstrasse führt.


Lagao Azul Wendet man sich an der Kreuzung in Guadalupe nach Westen und folgt der Hauptstrasse weiter durch die Savannenlandschaft mit ihren Baobab-Bäumen, so gelangt man sehr bald zu einer der Touristenattraktionen von Sao Tome - der Lagao Azul (Blaue Lagune). Von der Strasse aus kann man bereits den kleinen Leuchtturm der Lagune erkennen und kurz darauf führt auf einer bergab Passage am Ende einer langezogenen Linkskurve eine steinige Abzweigung rechts herunter zur Lagao Azul. Da nirgendwo ein Hinweisschild steht, kann man diesen Zugang aber leicht verpassen - also Augen auf. Wenn die Strasse direkt am Wasser verläuft, dann ist man bereits zu weit gefahren. Die Taxi- und Busfahrer hingegen wissen natürlich Bescheid und setzten einen schon an der richtigen Stelle ab. Die Lagao Azul ist eigentlich gar kein Traumstrand, sondern besteht nur aus groben Kieseln. Den Reiz hier machen aber die imposanten Affenbrotbäume, das kristallklare Wasser und vor allem die idealen Schnorchelbedingungen aus.Schwarzer Sandstrand Vom Ufer aus sind sehr einfach die bewachsenen Felswände zu erreichen, an denen sich neben Korallen vor allem unzählige Fischarten und -schwärme tummeln. Kein Wunder, dass hier viele Einbäume am Ufer liegen, mit denen die Fischer in die kleine Bucht hinaus fahren und sich ihr Essen fangen.


Ein weiteres gutes Schnorchelrevier findet sich ein paar Kurven weiter in Richtung Süden, wo ein total verrostetes Schiffswrack in Ufernähe im Wasser liegt. Die komplette Westküste von Sao Tome ist hauptsächlich geprägt durch graue Kieselstrände. Wer jedoch die Geduld aufbringt und der zumeist einsamen Straße immer weiter Richtung Süden folgt, der wird mit einer absoluten Besonderheit von Sao Tome belohnt - einem schwarzen Sandstrand. Dieser befindet sich ca. 3-4 km südlich von der größeren Ortschaft Neves, kurz nach der Abzweigung zur Roca Monte Forte (führt links den Berg hinauf). Auch dieser Strand ist von Palmen gesäumt und ein paar dunkle Lavabrocken vervollständigen das malerische Bild. Touristen sucht man in diesem Teil der Insel erfreulicherweise vergeblich.


Die Strasse entlang der Ostküste von Sao Tome führt durch wunderschöne grüne Landschaften und es gibt auch einige Strände, jedoch würde ich diese nicht unbedingt als Traumstrände bezeichen,Strand an der Ostküste kommen sie doch nicht an die Güte derer an der Nordküste heran. Erwähnenswert ist hier höchstens die Praia das Sete Ondas (Strand der Sieben Wellen), ein breiter Sandstrand in der Bucht vor dem Ort Ribeiro Afonso. Auch hier wachsen Kokospalmen am Rand und durch das flach abfallende Ufer ist an dieser Stelle zumindest sicheres Baden möglich. Die Praia das Sete Ondas ist aber auf jeden Fall dem Strand direkt im Ort Ribeiro Alfonso vorzuziehen, denn dort wird man sofort von Kindern belagert und hat dann keinen Moment Ruhe mehr. Auf dem weiteren Weg nach Süden sollen sich zwischen all dem Dickicht zwar noch einge nette Strände verbergen, jedoch habe ich keinen wirklichen Zugang dorthin gefunden. Lange, einsame und gelbe Sandstrände wie aus dem Paradies gibt es dann aber wieder an der Südspitze kurz hinter dem Ort Porto Alegre mit der Praia Jale und Praia Piscina. Wenn man mit dem Boot zur Ilheu das Rolas übersetzt, dann kann man diese sehr gut sehen. Entweder läuft man zu diesen Stränden zu Fuss von Porto Alegre aus oder man lässt sich von einem Fischer mit dem Boot dort absetzten. Man kann sich ziemlich sicher sein, dass man seine Zeit hier völlig alleine verbringt - es sei denn die Kinder aus dem nahegelegenen Ort kommen aus Neugier oder zum Betteln angelaufen.


Hotelstrand auf Ilheu das RolasDen einzigen wirklich schönen Sandstrand direkt an einem Hotel findet man schließlich auf der Ilheu das Rolas direkt am "Pestana Equador Island Resort". Wer eine Übernachtung in diesem Luxusresort gebucht hat,Praia Escuda der wird mit dem Motorboot von Ponta Baleia aus übergesetzt, man kann jedoch auch mit einem Fischer von Porto Alegre aus hierher kommen. Leider werden zu manchen Zeiten immer wieder Braunalgen hier am Strand angespült, wodurch der Strand dann natürlich seinen Reiz verliert. Allerdings gibt es auf der kleinen Insel noch weitere Traumstrände, wie z.B. Praia Cafe im Westen, die man bequem zu Fuss erreichen kann. Vom Bootsanleger wendet man sich einfach nur nach Westen und folgt dem kleinen Pfad um die Insel herum bis zur Südspitze. Dabei stösst man nacheinander auf verschiedene kleine, aber schöne Sandstrände (Praia Pesqueira, Praia Cafe, Praia Pombo, Praia Marinho, Praia Bate Ria und Praia Escuda), an denen man sich ungestört seine Zeit vertreiben kann. Die Ostküste von Ilheu das Rolas besteht fast ausschließlich aus schwarzem Lavagestein und schöne Strände sucht man auf dieser Inselseite vergebens - dafür sind hier aber ideale Schnorchelreviere.




Hauptstadt Sao Tome Vorheriger Tipp Highlight-Übersicht Nächster Tipp Wasserfälle