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Kurze Landesinformationen Ausführliche Beschreibungen von: Rocas, Hauptstadt Sao Tome, Traumstrände, Wasserfälle, Obo-Nationalpark, Cao Grande + Boca do Inferno, Ilheu das Rolas Genaue Reiseberichte Einreise, Adressen, Gesundheit, Sicherheit, Feiertage, Hinweise Bildgalerie mit zahlreichen Fotos

Das vergessene Paradies am Äquator


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Cao Grande + Boca do Inferno


Ein Fahrt von der Hauptstadt Sao Tome aus entlang der Küstenstrasse nach Süden führt vorbei an schönen Landschaften, ursprünglichen Dörfern, durch grüne Dickichte und durch die Ausläufer der Berge im Inland. Dabei passiert man auch zwei wirkliche Natursehenswürdigkeiten des kleinen Inselstaates, auf die man unbedingt einen Blick werfen sollte.


Boca do InfernoBoca do Inferno: Nachdem die Küstenstrasse auf einer langen Geraden die Roca Agua Ize passiert hat, zweigt kurz nach einer Linkskurve ein breiter palmengesäumter Schotterweg nach links ab. An dessen Ende liegt ein Park- und Picknickplatz, zu deren Füssen unterhalb der Klippe das Naturschauspiel Boca do Inferno ("Tor zur Hölle") liegt. Es handelt sich hierbei wahrscheinlich um die älteste Touristenattraktion der Insel,Das Tor zur Hölle denn schon zu Kolonialzeiten kamen Besucher zu diesem Ort, dem magische Kräfte zugesagt wurden. Wenn er zurück nach Portugal gelangen wollte, dann bräuchte einer Legende nach der Gründer der Roca Agua Ize nur mit seinem Pferd in die Boca do Inferno reiten und würde durch diese direkt in die Heimat geschleudert. Die Boca do Inferno ist ein natürliches Phänomen, bei dem die Brandung die Wellen bzw. das Meerwasser durch einen engen Felsenkanal und unter einer natürlichen Brücke hindurch in ein Loch drückt, aus dem es anschließend in einer bis zu 30 m hohen Fontäne hinausspritzt. Das schwarze Vulkangestein mit seinen bizarren Formen ist hier auch an vielen weiteren Stellen vom Wasser unterhöhlt. Es ist ein imposanter Anblick, mit welcher Kraft die Wassermassen sich durch den Felsenkanal zwängen. Wer hier schwimmen möchte, der kann nur lebensmüde sein. Davon war vor einigen Jahren ein Italiener wohl nicht überzeugt und wagte sich tatsächlich zum Baden ins "Tor zur Hölle", was er dann auch prompt mit seinem Leben bezahlte.


Cao GrandeCao Grande: Südlich des größeren Ortes Sao Joao dos Angolares stösst man auf eine der bizarrsten und eindrucksvollsten Felsformation der ganzen Insel - dem Cao Grande (Grosser Hund). Wenn man diesen Felsen zum ersten Mal sieht, dann glaubt man seinen Augen nicht zu trauen, ragt doch auf einmal eine 663 m hohe Felsnadel einfach so senkrecht aus der Landschaft hervor. Es handelt sich bei dieser Attraktion um einen bewachsenen Vulkanschlot (sog. Phonolithschlote). Der ehemals normal geformte Vulkankegel wurde im Laufe der Zeit durch Erosion immer weiter abgetragen bis nur noch der innere Schlot stehen geblieben ist. 2001 wurde er übrigens zum ersten mal von Bergsteigern erklommen, es dürften seitdem aber auch nicht mehr viele Nachahmer gefolgt sein. Es führt leider keine Strasse oder Piste zum Fusse des Cao Grande und wer näher an die Felsnadel heran möchte,Bizarre Felsnadel in der Landschaft der muss dies zu Fuss mit Hilfe eines einheimischen Guides auf unkenntlichen Pfaden tun. Vorsicht, alleine findet man keinesfalls durch das Dickicht hin und viele Wege müssen erst noch mit der Machete frei gelegt werden. Der Cao Grande hüllt sich die meiste Zeit gern in Dunst und Wolken aber wenn mal schönes Wetter ist, dann gibt es drei schöne Aussichtspunkte direkt an der Hauptstrasse, von denen aus man einen guten Blick auf den Felsen hat. Der erste Aussichtspunkt liegt ca. 2 km hinter Sao Joao dos Angolares direkt in einer Spitzkehre (Linkskurve) oben in den Bergen, von wo aus man den Vulkanschlot allerdings nur aus der Entferung sieht. Wenn man der Hauptstrasse weiter nach Süden folgt, dann gelangt man direkt hinter der Abzweigung nach Ribeira Peixe zum wohl schönsten Ausblick auf den Cao Grande, denn die Strasse verläuft hier auf einem langen Stück geradeaus und führt dabei genau auf die Felsnadel zu. Die links und rechts der Strasse befindlichen Palmölplantagen vervollständigen das malerische Bild. Dem Felsen am nächsten kommt man ca. 3-4 km weiter die Strasse entlang, an einer Stelle wo man mit dem Wagen einen Fluss überqueren muss. Direkt davor hat man einen tollen Blick auf den Cao Grande, der zwischen den Palmen und Bäumen hervorragt.




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