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Kurze Landesinformationen Ausführliche Beschreibungen von: Blyde River Canyon, Mkuzi Game Reserve, Hluhluwe-Umfolozi Park, Drakensberge, Basotho Cultural Village, Bloukrans Bungee + Abseiling, Cederberg Wilderness Area Einreise, Adressen, Gesundheit, Sicherheit, Feiertage, Hinweise Bildgalerie mit zahlreichen Fotos

Willkommen im Regenbogenland


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Hluhluwe-Umfolozi Park


Das warme, feuchte Klima und die üppige Vegetation, bestehend aus einer Vielzahl von Gräsern, Büschen und Bäumen, bietet einen idealen Lebensraum für eine große Tiervielfalt im KwaZulu-Natal. Zu den bekanntesten Reservaten gehört der Hluhluwe-Umfolozi Park.

Lage des Hluhluwe-Umfolozi ParksDer bereits 1895 etablierte Park gehört zu den ältesten Naturschutzgebieten Afrikas. Die zwei Gebiete waren einst durch einen viehfreien Korridor voneinander getrennt, um Seuchenübertragungen auf Vieh der damals dort noch lebenden Stämme zu vermeiden. 1989 wurde auch der Korridor selbst Schutzgebiet und die beiden Sektionen zusammengefügt. Der Park umfaßt 1000 Quadratkilometer und bildet damit das drittgrößte Naturschutzgebiet in der Republik Südafrika.

Als herrliches Baumsavannengebiet und große Überschwemmungsebene, das die längste Zeit des Jahres von den Flüssen White und Black Umfolozi beherrscht wird, ist der Park ein Paradies für die 'Großen Fünf' wie auch Gepard, Giraffe, Zebra, Streifengnu, Tüpfelhyäne und Wildhund. Die Nordränder des Hluhluwe-Umfolozi Park sind mit Feuchtwald, Grashügeln, Dickicht und schönen Flüssen bedeckt. Hluhluwe und Umfolozi unterscheiden sich deutlich durch ihre Atmosphäre. Hluhluwe wirkt tropisch mit dicht bewaldeten Hügeln und Galeriewäldern. Die dichte Vegetation erschwert im Sommer die Wildbeobachtung. Zum Ausgleich kann man Greifvögel wie Schrei-, Raub- und Steppenadler beobachten. Umfolozi ist doppelt so gross wie Hluhluwe.Blick auf den Black Umfolozi Hier lagen früher die Jagdgründe der Zuluherrschern und später wurde das Gebiet zum Tummelplatz europäischer Elfenbein- und Sportjäger. Das der weiße Umfolozi nicht mehr ganzjährig fließt, ist eine Folge starker Erosion in den dichtbesiedelten Gebieten außerhalb des Reservates und des Wirbelsturms Demonia, der den Galeriewald mit seinen monumentalen Sykomoren zerstörte. Immerhin bleiben auch in Trockenjahren Tümpel und Kolke für das Wild erreichbar. Hier sowie an natürlichen und angelegten Wasserstellen können die Tiere gut beobachtet werden.

Am Parkeingang erhält man mit der Zugangskarte ein Informationsblatt, in dem Fahrwege, Beobachtungs- und Picknickplätze verzeichnet sind. Ich empfehle allerdings den Kauf der illustrierten Kartenmappe. Diese gibt es übrigens für jedes Naturschutzgebiet in Südafrika und beinhalten detaillierte Gebietsübersichten, Angaben von Entfernungen und sehenswerten Beobachtungsplätzen, besondere Hinweise und vor allem farbige Abbildungen der dort vorkommenden Wildtiere und Vögel. Dadurch fällt ein identifizieren bei den Pirschfahrten erheblich einfacher.

Büffel in der AbenddämmerungDas Hilltop-Camp in der Hluhluwe-Sektion des Parks ist die derzeit wohl komfortabelste staatliche Lodge Südafrikas. Aber neben dieser exclusiven Lodge stehen noch weitere Rastparks mit Bungalows in afrikanischer Atmosphäre und tief im Schutzgebiet versteckte Bush Camps zur Verfügung, die man für einen Pauschalpreis tageweise mieten kann. Auch Koch und Wildwart stehen bei Bedarf exklusiv zur Verfügung, seine Vorräte muss man jedoch selber mitbringen.

BreitmaulnashörnerDas Breitmaulnashorn (white rino) galt einst als das am stärksten gefährdete Tier der Welt. Seine Rettung zählt zu den größten Erfolgsstories im südafrikanischen Naturschutz. Als Umfolozi 1895 zum Schutzgebiet für Wild deklariert wurde, stand das Breitmaulnashorn kurz vor dem Aussterben. Weltweit gab es nicht mehr als 50 Stück. Durch den Schutz in Umfolozi wuchs ihr dortiger Bestand auf 120 im Jahre 1929 und 1960 lebten bereits 700 Stück im Park. Um eine Überpopulation zu verhindern, mußten einige Tier umgesiedelt werden. Operation Rhino wurde 1961 ins Leben gerufen, als das allererste Nashorn umgesiedelt wurde, das allerdings dem damit verbundenen Stress erlag. Unbeeindruckt von ersten Mißerfolgen verbesserten die Ranger ihre Fangtechniken und bis heute wanderten über 4000 Nashörner in andere Schutzgebiete im südlichen und östlichen Afrika (und einige sogar in andere Teile der Welt). Im Hluhluwe-Umfolozi Park leben derzeit zwischen 1500 und 2000 Breitmaulnashörner.

ElefantenbulleDer Park ist Heimat für 84 Säugetierarten, darunter Schwergewichte wie Elefanten und Flußpferde, Giraffen, Büffel und zahlreiche Antilopenarten, vom kleinen Ducker, über Impala, Nyala bis zum großen Kudu und dem Streifengnu. Raubwild bekommt man seltener zu sehen, doch kann man jederzeit unvermutet auf Löwe, Leopard, Gepard oder Tüpfelhyäne treffen. Das gemütlich wirkende Breitmaulnashorn kann man leicht beobachten und fotografieren, besonders, wenn man das Frühaufstehen nicht scheut. Bullengruppen, aber auch manche Familien lassen Fahrzeuge dicht an sich herankommen. Für die Begegnung mit Spitzmaulnashörnern braucht man vor allem Glück, da die reinen Blatt- und Zweigfresser meistens im unzugänglichsten Dickicht stecken. Sie sind mit einer Anzahl von 340 Tieren auch bei weitem nicht so zahlreich vertreten, wie die Breitmaulnashörner. Es ist schon erstaunlich, wie beweglich und schnell die Kolosse auf ihren kurzen Säulenbeinen durch die Savanne sausen können. Besonders wenn sie Junge mit sich führen ist deswegen auch besondere Vorsicht geboten. Mit 425 Arten, etwa so viele wie in Europa vorkommen, ist das Vogelleben auf so engem Raum ungewöhnlich reich. Vier der sieben Geierarten des südlichen Afrikas kommen im Hluhluwe-Umfolozi Park vor, drei Arten brüten hier sogar.Neugierige Giraffe Brutkolonien des Kapgeiers findet man in den Steilwänden der nördlich gelegenen Lebombo-Berge und die unauffälligen Einzelhorste der am häufigsten vorkommenden Weißrückengeier sieht man vorwiegend im Uferwald entlang der Flüsse und Bäche. Der Ohrengeier, die größte Geierart, baut hingegen riesige Plattformnester in den Kronen großer Bäume der offenen Savanne.

Bei den Pischfahrten mit dem Auto sollte man sich vor allem früh morgens und am späten Nachmittag auf den Weg machen. Dann ist die Wahrscheinlichkeit am größten viele Tiere zu sehen (vor allem an den Wasserstellen). Im Park werden auch mehrstündige Nachtfahrten unter kundiger Führung angeboten. Sie sind sehr beliebt und man sollte sie deshalb frühzeitig im Reservatbüro buchen. Von den erhöhten Sitzen aus beobachtet man Leoparden, Hyänen, Erdferkel und viele Eulenarten. Aber auch anderes Wild taucht immer wieder mal im Licht der Suchscheinwerfer auf. Desweiteren hat man auch die Möglichkeit mit einem bewaffneten Wildhüter am Tag querfeldein durch das Reservat zu streifen. Auf solchen mehrstündigen Game-Walks bekommt man vom Ranger eine Menge über die Flora und Fauna vermittelt und steht oftmals Auge in Auge mit einem Nashorn. Wem eine paar Stunden im freien Gelände nicht reichen, der kann auch eine der 3 möglichen mehrtägigen Wanderungen buchen (dies muss jedoch schon Monate im voraus geschehen).




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