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Willkommen im Regenbogenland


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Basotho Cultural Village


Um mehr über die Lebensweise der Basotho (die südlichen Sotho) zu lernen, empfiehlt sich ein Besuch des Basotho Cultural Village an der R712 inmitten des QwaQwa National Park, etwa 20 km östlich des Golden Gate National Park an der Grenze zu Lesotho. Das Dorf demonstriert anschaulich die Geschichte, Kultur und den Lebensstil des aus Lesotho stammenden Bergvolkes.

Weg zum Basotho Cultural VillageDie Basotho sind ein Mischvolk, das im Laufe des 19. Jahrhunderts entstand. In den unruhigen Zeiten zwischen 1836 und 1848 schaffte es König Moshoeshoe I. versprengte Stämme in seine Nation zu integrieren und diese so von 25.000 auf 80.000 anwachsen zu lassen.

Am Eingang zum Basotho Cultural Village befindet sich ein kleines Museum (mit integriertem Souvenier-Shop), in welchem man sich ein kurzes Einführungsvideo anschauen kann. Hier startet auch die Führung, auf der dem Besucher traditionelle Hütten in den verschiedenen Baustilen seit dem 16. Jahrhundert und die dazugehörigen Lebensweisen gezeigt werden.

Joala als BegrüßungstrunkDie Regierung der Basotho stützt sich auf Authorität und um das Dorf besuchen zu dürfen, muss man sich zuerst beim Chief anmelden und um Erlaubnis bitten. Dazu spricht der Guide beim Headman vor und bittet um eine Audienz beim Chief. Wird dieser Bitte stattgegeben (was natürlich immer der Fall ist), erhält man die Gelegenheit den Chief kurz zu sprechen und ein Joala, ein selbstgebrautes Hirsebier nach Sotho-Art, mit ihm zu trinken. Es ist mit Sicherheit nicht jedermanns Geschmack, aber gestorben ist auch noch niemand davon. Die Rangfolge bei den Basotho ist sehr streng und bedient werden bei ihnen immer zuerst die Männer.

Als nächstes folgt ein Abstecher in die mythologische Welt der Basotho. Etwas abseits des Dorfes gelegen, umsäumt von Bäumen, befindet sich die Hütte des Sangoma, eines traditionellen Heilers. Er wird noch immer von vielen Einheimischen im Krankheitsfall konsultiert oder um etwas von der Zukunft zu erfahren. Die Kunst aus Knochen die Zukunft zu lesen, beherrscht der Sangoma nämlich angeblich perfekt.Der Sangoma bei der Arbeit Dies demonstriert er auch jederzeit bereitwillig an einem freiwilligen Besucher. Während man vor dem in traditionelle Fellbekleidung gehüllten Sangoma kniet, wirft dieser die Knochen und Münzen vor sich und fängt an sie zu deuten. Nun wird alles wieder eingepackt und der Freiwillige muss die Knochen werfen. Die anschließende Interpretation der Zukunft wird dem Betreffenden vom Guide übersetzt.

Ein paar Meter weiter befasst man sich wieder mit dem Alltag der Basotho. Im Basotho Cultural Village erfährt man viel über Kochen, Wohnen und Schlafen und erkennt an Hand der vielen Hütten aus verschiedenen Epochen, wie sich der Baustil und die Inneneinrichtung im Laufe der Zeit verfeinert hat. So weist die Hütte aus dem 18. Jahrhundert bereits Fenster aus Tierhäuten auf, es gibt richtige Haustüren, die nachts mit Scharnieren aus Leder geschlossen wurden und auch die Inneneinrichtung der Hütten hat ein echtes Regalsystem vorzuweisen.Traditionelle Hütte im Basotho Cultural Village Gekocht wird übrigens viel Maisbrei (Papa) und dazu überwiegend Gemüse. Fleisch in größeren Mengen gibt es eigentlich nur an besonderen Festtagen.

Der Besitz von ausreichend Vieh ist für die Basotho unheimlich wichtig, da dies von einem gewissen Status zeugt und den solzialen Status erhöht. Auch die relativ zierlichen, aber robusten Basotho-Ponys zählen dazu, ohne die eine Leben für die Basotho undenkbar wäre. Sie trotzen steilem Gelände ebenso wie den hier herrschenden Jahreszeiten und besitzen, ähnlich wie die Island-Ponys, den sogenannten 5. Gang, also eine Gangart mehr als normale Pferde.

Kurz vor dem Ende wird man noch von fröhlichen Musikanten mit selbstgebauten Instrumenten verabschiedet. Die etwa einstündige Führung durch das Basotho Cultural Village ist unheimlich informativ und macht wirklich großen Spaß, so dass ich sie eigentlich jedem nur empfehlen kann.




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