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Kurze Landesinformationen Ausführliche Beschreibungen von: Pamukkale + Hierapolis, Selge, Seleukia Einreise, Adressen, Gesundheit, Sicherheit, Feiertage, Hinweise Bildgalerie mit zahlreichen Fotos

Zwischen Orient und Küstentrubel


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Seleukia


Eine ebenfalls schöne Tour ins Hinterland führt zu den Ruinen der antiken Stadt Seleukia, deren Agora als die besterhaltene Gesamtanlage Kleinasiens gilt und inmitten eines Kiefernwaldes liegt. Sie liegt etwa 13 km nordöstlich von Manavgat in der Nähe des Dorfes Sihlar.

Von Side aus folgt man der Küstenstraße nach Manavgat, wo vor allem am Montag ein Besuch lohnt, wenn der große Wochenmarkt östlich vom Fluss stattfindet. Auch wenn hier die Uhren im Gegensatz zu Side wieder ein wenig türkischer schlagen, sind die Preise auf dem Markt schon meist in Euro angegeben (was bei dem starken Kursverfall der Türkischen Lira allerdings auch kein Wunder ist). Trotz der schon günstig erscheinenden Preise, sollte man dennoch feilschen, um einen wirklich fairen Kauf zu erreichen. Unterhalb der Brücke hat man die Möglichkeit Bootstouren den Manavgat Cayi flussaufwärts bis zu den Wasserfällen zu unternehmen.Der 'große' Manavgat-Wasserfall Mit dem Auto folgt man der Landstrasse Richtung Wasserfälle ins Landesinnere. Der Manavgat Selale ist als schattig-kühles Plätzchen ein beliebtes Ausflugsziel, mit einer Höhe von gerade mal 2 m aber nicht wirklich als Wasserfall zu bezeichnen. Nichts desto trotz kann man sich hier durch ein kurzes Bad herrlich erfrischen.

Die Fahrt führt weiter über den Weiler Bucakseyhler und an einem verwitterten Schild (wirklich kaum zu sehen) links ab zu den Ruinen von Seleukia. Wer mit einem normalen Wagen unterwegs ist, sollte unten am Hügel parken und zu Fuss weitergehen. Mit dem Jeep hingegen kann man noch eine abenteuerliche Fahrt durch ein altes Flussbett bis hinauf zum Rand der Anlage machen (doch Vorsicht, hier ist schon so manche Achse gebrochen).

Zweistöckige Markthalle in SeleukiaDie Stadt wurde wahrscheinlich 300 v. Chr. als Schutz der Küstenstädte vor Räubern aus dem Landesinneren gebaut. Die Lage auf dem Hügel war gut gewählt, denn er bot einst durch drei steile Flanken optimale Sicherheit. Man weiss von den Funden, dass Seleukia besonders mit Side eine gute wirtschaftliche Beziehung hatte und in der Römerzeit künstlerisch und kulturell sehr stark von dort beeinflusst wurde. Ihre Bedeutung kann man auch anhand der hohen Stadtmauern, der großen Markthalle und dem guten Kanalisationssystem erahnen. Seleukia wurde im 7. Jahrhundert von arabischen Rittern zerstört und diente später Nomaden als Wohnsitz.

Blick über die AgoraDas erste, was man von der Ruinenanlage sieht, ist die zum Teil bis zu 9 m hohe Stadtmauer und das große Stadttor, durch das man Seleukia betritt. Dahinter liegt unter hohen Kiefern die Agora, die zu einer der schönsten Anlagen Kleinasiens zählt. Bei Ausgrabungen in den 70'er Jahren wurden hier zwei gut erhaltene Mosaiken gefunden, die sich nun im Museum von Antalya befinden. Datiert wurden sie auf die hellenistische Zeit. Der künstlich eingeebnete Platz ruhte im Westen auf Unterbauten, die wohl als Lagerräume dienten. Flankiert wird er an der Ostseite durch eine langgestreckte, zweistöckige Markthalle mit angebautem Odeion. In der nordwestlichen Ecke der Agora, auf der überall noch Säulen verstreut sind, befinden sich die Reste einer Basilika aus byzantinischer Zeit. Im Wald nördlich des Platzes steht ein Podium-Tempel, der vermutlich Apollon gewidmet war, dem Hauptgott der damaligen Stadt. Hier wurde zumindest eine bronzene Statue des Gottes gefunden, die heute im Museum von Antalya ausgestellt ist.




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