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Kurze Landesinformationen Ausführliche Beschreibungen von: Guangzhou (Kanton): Tempel, Parks, Lotus Hills, Die Große Mauer, Beijing (Peking): Tempel, Verbotene Stadt + Tian'anmen-Platz, Parks, Ming Gräber, Kleine Sehenswürdigkeiten Genaue Reiseberichte Einreise, Adressen, Gesundheit, Sicherheit, Feiertage, Hinweise Bildgalerie mit zahlreichen Fotos

Im Reich der Mitte


Einst war die Volksrepublik China vom Tourismus völlig abgeschottet aber schon seit längerem hat das Land seine Pforten für Reisende aus aller Welt geöffnet. Dabei wird der Besucher vor allem in den Großstädten von einem faszinierenden Kontrast zwischen alter Tradition und beeindruckender Moderne überrascht, denn gerade dort stehen althergebrachte flache Hofgartenhäuser den imposanten Hochhausfassaden gegenüber.
Das Land ist so riesig, dass wohl den wenigsten Besuchern bei einem China Urlaub die Zeit für eine umfassende China-Erfahrung bleibt und die Schwerpunkte sind natürlich vor allem die Hauptstadt Peking und ein Abstecher zur Großen Mauer, der Besuch der Terrakotta-Armee in Xian, eine unvergessliche Flussfahrt oder aber auch der Besuch der Weltstadt Shanghai.



Fläche: ca. 9.596.960 km²
Einwohner: ca. 1.3 Milliarden
Hauptstadt: Beijing (Peking)
Amtssprachen: Mandarin
Währung: Renminbi Yuan
Zeit: MEZ +7 Std.; MESZ +6 Std.


Karte von China

China ist das drittgrößte Land der Welt und weist eine große landschaftliche Vielfalt auf. Das Hochland von Tibet in Südwestchina - auch das "Dach der Welt" genannt - ist das höchstgelegene Plateau der Erde. Am südlichen Ende bildet der Himalaja einen gewaltigen Schutzwall entlang der chinesischen Südwestgrenze. An der Ostseite des tibetanischen Hochlands entspringen der Mekongfluss und zwei der größten chinesischen Flüsse, der Yangtsekiang und der Hwangho. Die große Takla-Makan-Wüste und das Tarim-Becken in Xinjiang sind nahezu von allen Seiten von hohen Bergen umgeben. Unmittelbar im Nordosten des Tarim-Beckens liegt der niedrigste und heißeste Platz Chinas, die Turfan-Senke mit 154 m unter dem Meeresspiegel. Weiter nordöstlich stößt die Innermongolische Hochebene auf den Südwestrand der Wüste Gobi. Hinter der Wüste Gobi beginnt die Mandschurische Tiefebene - das fruchtbare, reiche Land im Nordosten Chinas. Südwestlich der Mandschurei umschließen die Schwemmlandgebiete der Nordchinesischen Ebene den inneren Golf von Chihili - eine große Bucht des Gelben Meeres. Chinas Hauptstadt Peking sowie Tientsin liegen in diesem dicht besiedelten Tiefland. Chinas Südküste ist zerklüftet und oft schroff. Die meisten Flüsse münden hier in das große Zhujiang-Delta (Perlfluss).

Das Klima ist schon alleine aufgrund der immensen Größe des Landes sehr unterschiedlich und reicht von tropisch im Süden bis zu subarktisch im Norden. Man unterteilt China insgesamt in sieben Klimazonen: 1. Der Nord-Osten Chinas mit kalten Wintern und warmen, regenreichen Sommern; 2. Zentral-China mit warmen, nassen Sommern, wobei die Küstenregionen gelegentlich von Wirbelstürmen und Taifunen heimgesucht werden; 3. Südchina, wo die Sommer heiß und nass sind; 4. Süd-West-China mit gemäßigten Sommern und milden, relativ trockenen Wintern; 5. das Hochplateau der Tibet-Region mit Schnee und Frost im Winter und warmen Sommern mit starken Regenfällen und extremen Temperaturabfällen in der Nacht; 6. das Landesinnere im Westen, wo ein trockenes Wüstenklima mit kalten Wintern herrscht (Niederschlag ganzjährig); 7. die Bergregionen und Halbwüsten der inneren Mongolei mit kontinentalem Klima, kalten Wintern und warmen Sommern.Zum Seitenanfang

Bereits an den Anfang der Geschichte setzte die Überlieferung schon die Kaiser und Dynastien. Als historisch gelten von diesen jedoch nur die Dynastien der Xia (2205 - 1766 v. Chr.) und der Shang (etwa 1700 - 1025 v. Chr.). In der Zeit der Han-Dynastie (206 - 220 n. Chr.) fiel die Erfindung des Papiers, während in der Tang-Dynastie (618 - 907) die Kontakte des Reiches schon bis nach Indien und Persien reichten. Zwischen 1279 und 1368 herrschten 10 Mongolen-Kaiser, die das Reich erobert und vereint hatten und Peking zur Hauptstadt machten. Aber auch die Mongolenherrschaft wurde irgendwann gestürzt und von da regierten die Kaiser der Ming-Dynastie (1368 - 1644, 20 Kaiser) und bis 1912 die Kaiser der Quing-Dynastie (Mandschu, 11 Kaiser). Im Opiumkrieg erzwang Großbritannien 1842 die Öffnung der Häfen und vereinnahmte Hong Kong. Nach der Niederlage im Krieg gegen Japan (1894 - 1895) erkannte China die Unabhängigkeit Koreas an und überließ Japan die Insel Taiwan. Bereits vorher musste China schon einen Teil seiner Gebiete an Russland, Frankreich und Großbritannien abtreten. Gegen den Einfluss der europäischen Mächte richtete sich 1900 der Boxeraufstand, der von einer internationalen Truppe niedergeschlagen wurde. Die revolutionäre Bewegung erzwang schließlich 1912 die Abdankung des Kaisers. 1931 nutzte Japan die Wirren eines Bürgerkrieges zwischen Warlords und besetzte die Mandschurei. Die Kommunisten schlugen sich unter Mao Ts-Tung im "Langen Marsch" (1934/35) nach Shaanxi durch und 1937 kam es dann zum offenen Krieg mit Japan, der die Nationalregierung zum Rückzug in die Provinz zwang. Nach der Kapitulation Japans 1945 brach ein Bürgerkrieg aus und mit sowjetischer Unterstützung eroberte die kommunistische "Volksbefreiungsarmee" im Bürgerkrieg ab 1947 zunächst Nordchina und bis 1949 das ganze Land. Die Regierung Tschiang floh nach Taiwan und am 1. Oktober 1949 wurde in Peking die Volksrepublik unter Mao ausgerufen, der dem Land bis zu seinem Tod 1976 seinen Stempel aufdrückte. Die aufkeimende Demokratiebewegung 1989 führte zu Dauerkundgebungen von Studenten und Arbeiter auf Pekings Platz des Himmlischen Friedens, worauf die Parteiführung mit der Verhängung des Kriegsrechtes reagierte und die Demonstrationen mit Soldaten in einem blutigen Massaker beendeten, bei dem mehr 1000 Menschen ums Leben kamen.

China entwickelt sich seit der Beendigung der Kulturrevolution mit einer beeindruckenden ökonomischen Dynamik. Trotzdem leben weiterhin große Teile der Bevölkerung in Armut. Seit 1985 hat China das weltweit größte Wirtschaftswachstum aufzuweisen. Im Durchschnitt sind es jährlich an die 10 Prozent. China besitzt alle für die Industrie nötigen Bodenschätze - vor allem Eisenerz, Steinkohle und Erdöl. Die chinesischen Vorkommen an Phosphat, Wolfram und Titan sind die größten der Welt. Die wichtigsten Zweige der chinesischen Industrie sind der Maschinen- und Fahrzeugbau, die elektrotechnische Industrie, die Textil- und Bekleidungsindustrie, die Metallerzeugung und -bearbeitung, sowie die Lebensmittelindustrie und die Baustoffindustrie und chemische Industrie. Die Landwirtschaft produziert hauptsächlich für den eigenen Markt (nur 10 Prozent des Staatsgebiets werden landwirtschaftlich genutzt) Man baut vor allem Getreide, aber auch Baumwolle, Jute, Hanf, Zuckerrüben, Tee, Tabak, Obst und Gemüse an. In manchen Gegenden sind jedes Jahr bis zu drei Ernten möglich. Der Tourismus in China nimmt zu, hat aber Schwierigkeiten, da in China größtenteils problematische Verkehrsbedingungen herrschen.

China ist mit mehr als einer Milliarden Menschen - fast einem Fünftel der Weltbevölkerung - das bevölkerungsreichste Land der Erde. In den fünfziger und siebziger Jahren erließ die chinesische Regierung drastische Verordnungen zur Kontrolle der Geburten. Die Bevölkerung hielt sich an die Vorgaben und so sank das Bevölkerungswachstum im Verlauf der letzten 25 Jahre von 1,4% auf 0,9% jährlich. Man trifft auf verschiedene Religionen und Lehren, unter denen Konfuzianismus (Ahnen-Kult), Taoismus und Buddhismus grundlegend sind. Die Glaubensfreiheit ist in China in der Verfassung garantiert, was auch für das Christentum gilt. Große Bedeutung kommt in China den Symbolen zu. Die Vier steht bei den Chinesen für den Tod und sollte möglichst vermieden werden. Positiv dagegen ist die zwei, somit heißt es bei Gast- und Werbegeschenken gerne "chinese give double". Bei Präsenten sollte daher auf eine gerade Zahl geachtet werden.

Der Nordosten, der Süden und die Ostseite des Hochlands von Tibet sind bedeckt von dichten Wälder. Südlich des Yangtsekiang weicht der Mischwald immergrünen Laubbäumen und später sogar tropischem Regenwald und einigen Mangroven an der Südküste. Nördlich des Yangtsekiang werden breitblättrige Bäume durch gemischte nördliche Laubbaumarten und schließlich durch Nadelbäume abgelöst. In den Wüstenbecken des Nordwestens weicht ein Übergangsstreifen von offenem Baum- und Grasland an den Rändern der Steppe salzharten Sträuchern, bis das "tote Herz" der Wüste, wo nichts mehr wächst, erreicht wird. Ebenso vielfältig ist die Tierwelt Chinas. Viele Arten leben nur in Tibet und seiner unmittelbaren Umgebung, so das Yak (ein Wildrind) und das Takin, ein "Verwandter" des Moschusochsen. Die Wälder von Südtibet und Sichuan sind die einzige Heimstatt der Kleinen Pandas. Die Großen Pandas leben nur noch in den Bambuswäldern von Sichuan und gehören zu den seltensten und gefährdetsten Arten überhaupt. Im Norden und Westen sind unter anderem Wildesel, Gazellen, Wölfe und Wildkamele vertreten. Im Südosten gibt es regionaltypische Säugetiere wie Leoparden, Tiger, Büffel, Zibetkatzen und Affen.

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