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Reich der Schlösser und Burgen


Warum in die Ferne schweifen, wenn es doch auch zu Hause schön ist? Deutschland ist zu jeder Zeit ein Reiseziel. In den Sommermonaten zieht es Einheimische und Gäste an die Küsten, im Frühling und Herbst sind die bedeutenden Städte mit ihrem kulturellen Programm oder die kleineren Orte mit Dorf- und Winzerfesten ein lohnendes Ziel. Zahlreiche Grossveranstaltungen, wie z.B. das Oktoberfest oder die Berliner Filmfestspiele, sind weit über die Landesgrenzen hinaus berühmt. Im Winter locken hingegen die Mittel- und Hochgebirge mit zahlreichen Wintersportarten.



Fläche: 357.022 km²
Einwohner: 82 Millionen
Hauptstadt: Berlin
Amtssprachen: Deutsch
Währung: Euro
Zeit: MEZ; MESZ


Karte von Deutschland

Deutschland spiegelt die unterschiedlichsten Landschaften West-, Mittel- und Osteuropas wieder und grenzt an neun Nachbarländer. Es lässt sich in vier Gebiete unterteilen; das Norddeutsche Tiefland, die Mittelgebirge, Süddeutschland und das bayrische Alpenvorland. Deutschlands Küsten sind sehr unterschiedlich beschaffen. Die Ostseeküste ist im allgemeinen Flach mit langen weissen Sandstränden, an der Nordseeküste schützen Deiche das aus den Marschen gewonnene Ackerland und hinter dem ausgedehnten Wattenmeer liegen die Ostfriesischen Inseln. Eiszeitgletscher hinterliessen in der Norddeutschen Tiefeben Hügelketten und Senken, insbesondere in Mecklenburg-Vorpommern mit seinen zahlreichen Seen. Nordwestdeutschland ist ebener und die Landschaft wechselt zwischen Heidelandschaft und Sumpfland. Deutschlands Mittelgebirge gehören zu einem breiten Gebirgszug, der beginnend in Mittelfrankreich quer durch Europa bis zu den Karpaten im Osten verläuft und hier zu Lande selten eine Höhe von 1000 m erreicht. Fruchtbare Flußtäler gliedern die Mittelgebirge in einzelne Hauptzüge. Eine der reizvollsten Landschaften liegt im Süden, an der deutsch-österreichischen Grenze, wo das bayrische Alpenvorland in die Alpen übergeht. Dort erhebt sich auch Deutschlands größter Gipfel, die Zugspitze.

Vom Westen nach Osten wird das Klima zunehmend kontinentaler. Es herrschen kältere Winter und wärmere Sommer mit Regenfällen über das ganze Jahr verteilt und häufigem Schneefall im Winter. Die trockensten Gebiete liegen im nördlichen Flachland. Das Alpenvorland hat kalte Winter und einen zeitigen Frühjahrsbeginn, was auf den Fön, den warmen und trockeneren Wind aus den Alpen, zurückzuführen ist. Im geschützen Rheintal fallen die Sommer wesentlich wärmer aus und dazu verwöhnt die Natur diesen Landstrich mit vielen Sonnentagen.Zum Seitenanfang

Das deutsche Volk war das Ergebnis eines Zusammenschlusses der westgermanischen Großstämme der Alemannen, Thüringer, Bayern, Friesen und Sachsen mit den rechtsrheinischen Franken unter Karl dem Großen (768-814). Mit der Krönung Ottos I. (963) durch den Papst entstand bis zu seiner Auflösung 1806 das Heilige Römische Reich Deutscher Nation. Martin Luthers (1483-1546) reformatorische Wendung gegen die alte Kirche bewirkte die Auflösung der mittelalterlichen Ordnung in Mitteleuropa mit Folgen für die ganze Welt. Die Gegenreformation wurde durch den Augsburger Religionsfrieden (1555) zunächst gestoppt, doch die konfessionellen Gegensätze endeten schließlich im Dreißigjährigen Krieg (1618-1648), der fast die Hälfte der Deutschen das Leben kostete. Der nationalen Katastrophe folgten der Aufstieg und die Rivalität der aufgeklärten absolutistischen Länder Österreich und Preußen, welches nach dem siebenjährigen Krieg (1756-1763) endgültig zur europäischen Großmacht aufstieg. Unter dem Ansturm der französischen Revolutionsheere brachen jedoch sowohl das Reich als auch Preußen zusammen und Kaiser Franz II. legte 1806 auf Verlangen Napoleons die deutsche Kaiserkrone nieder. Durch einen weiteren Krieg mit Frankreich (1870) schlossen sich dann die süddeutschen Länder mit dem Norddeutschen Bund zum Deutschen Reich zusammen. Vor allem ökonomische Motive waren für die Entfesselung des Ersten Weltkrieges (1914-1918) verantwortlich. Am 9.11.1918 dankte der Kaiser ab und die erste Deutsche Republik wurde ausgerufen. Die Vielzahl der im Reichstag vertretenden Parteien verhinderte jedoch eine normale Regierungsarbeit. Die folgende Wirtschaftskrise und das Verlangen nach Ordnung förderten die extremistischen Massenbewegungen und brachten schließlich 1933 Adolf Hitler an die Macht, der mit Konzentrationslagern und Geheimpolizei jeglichen Widerstand erstickte. Von Beginn an richtete sich der programmatische Antisemitesmus der NSDAP auf die Ausschaltung der Juden. Mit dem Angriff auf Polen 1939 begann der Zweite Weltkrieg und die Eroberung von ganz Europa. Der Überfall auf die Sowjetunion 1941 leitete jedoch das Ende des Krieges ein, denn der Koalition der USA, Großbritannien und der Sowjets war Hitler nicht gewachsen und beging am 30.4.1945 Selbstmord. Mit der ersten Bundestagswahl 1949 war die zweite demokratische Republik Deutschlands etabliert (und damit auch die DDR). Da der Wiederaufbau in den einzelnen Zonen unterschiedlichen Konzepten folgte, traten zwischen Ost- und Westzonen Tendenzen einer politischen Spaltung auf, was 1961 zum Bau der Berliner Mauer führte. Die Lockerung der Reisebestimmungen und zahlreiche massive Demonstrationen in der DDR führten 1989 zum Fall der Mauer und 1990 schließlich zur Wiedervereinigung der beiden Länder.

Deutschland ist der viertgrößte Industriestaat der Erde. Bergbau, Energiewirtschaft, verarbeitende Industrie und Baugewerbe erbrachten 1998 40,6% des Bruttoinlandsproduktes, während die Land- und Forstwirtschaft sowie die Fischerei nur noch zu 1,5% beigetragen haben (unter den EG-Staaten steht Deutschland bei der Fleischerzeugung und Milchproduktion jedoch an 2. Selle). Traditionelle Bedeutung besitzen die Glas- (Jena), Keramik- (Meißen), Spielwaren- (Erzgebirge) und Rauchwaren-Industrie (Leipzig). Wichtigste Exportprodukte sind nichtelektrische Maschinen, Fahrzeuge, chemische Erzeugnisse, elektrische Maschinen, Eisen und Stahl, Textilwaren, Kunststoffe und Kunstharze.

Der Lebensstandard in Deutschland gehört zu den höchsten in Europa. Der Ausländeranteil ist mit knapp 9% geringer als viele vielleicht angenommen haben. Katholiken (42,9%) und Reformierte und traditionelle Lutheraner (41,6%) machen den Großteil der Glaubenszugehörigen aus. Deutsche Kunst, Literatur und Musik entspringen der gemeinsamen Tradition des deutschsprachigen Raumes, der neben Deutschland vor allem Österreich und die Schweiz umfasst. Die Anfänge liegen in der Ottonenzeit ab dem 10. Jahrhundert und sind eine Weiterentwicklung karolingischer Kunst.

Obwohl weite Teile des Flachlandes für die landwirtschaftliche Nutzung gerodet wurden, finden sich noch große Gebiete mit Eichen- und Buchenwäldern. Die ursprunglichen Mischwälder mussten den schnell wachsenden Kiefern und Fichten weichen, die auch in sandigen Böden gut gedeihen. Wälder bedecken auch den größten Teil der Gebirge und erreichen beinahe die Gipfel des Schwarzwaldes und die 1500-Meter-Grenze in den Alpen. Deutschland zählt zu den Ländern Europas, die versuchen, die Waldschäden durch Verringerung des Schadstoffausstoßes einzudämmen. Die Tierwelt ist typisch für Kontinentaleuropa und wandelt sich mit der Kultivierung der Landschaft. Zahlreiche Waldtiere starben aus und überall im Land wurden Naturparks und Schutzgebiete (insgesamt 25% der Landesfläche) errichtet, um die Artenvielfalt und die Umwelt zu erhalten.

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