Startseite Zurück zur Kontinentauswahl Kleines Land - Ganz gross Der Schmetterling der Französischen Antillen Land der unbegrenzten Möglichkeiten
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Kurze Landesinformationen Ausführliche Beschreibungen von: Chutes de Moreau, Soufrière - Die Vulkantour, Chutes du Carbet, Pointe des Châteaux Einreise, Adressen, Gesundheit, Sicherheit, Feiertage, Hinweise Bildgalerie mit zahlreichen Fotos

Der Schmetterling der Französischen Antillen


Guadeloupe - die Schmetterlings-Insel der Kleinen Antillen - ist ein Juwel, dass in der Karibik seinesgleichen sucht. Wer karibischen Flair und eine unglaublich abwechslungsreiche Landschaft sucht, ist hier genau richtig.
Guadeloupe hat einfach alles zu bieten. Von weiten menschenleeren Sandstränden, dicht verwucherten Mangrovenwäldern, bunten Korallenriffen und undurchdringlichen Regenwäldern mit klaren Wasserfällen, bis zu von Wolken eingehüllten Vulkanen kann man hier auf wenigen Kilometern alles finden, was das Herz eines Abenteurers höher schlagen läßt.



Fläche: ca. 1.520 km²
Einwohner: ca. 400 Tausend
Hauptstadt: Pointe-à-Pitre (Paris)
Amtssprachen: Französisch
Währung: Euro
Zeit: MEZ -5 Std.; MESZ -6 Std.


Karte von Guadeloupe

Guadeloupe liegt zentral in einem Inselbogen, der die venezolanische Küste mit den Großen Antillen verbindet und von Trinidad bis zu den Virgin Islands reicht. Diese Kleinen Antillen enstanden über eine Nahtstelle der Erdkruste und sind vulkanischen Ursprungs. In vielen Millionen Jahren wuchsen die submarinen Vulkanbauten aus dem Wasser, stürzten wieder in sich zusammen und bildeten neue Kegel. Die höchsten Erhebungen der Inseln sind jüngsten Datums (150.000 Jahre), dagegen zeugen die hügeligen und flachen Landschaftszonen von früheren Phasen vulkanischer Aktivität (ca. 24 Mio. Jahre).

Die Antillen liegen zwischen den Wendekreisen und warten deshalb mit einem feucht-heißen Tropenklima auf. Sobald man aus dem Flugzeug steigt, spürt man die schwüle Luft. Jahreszeiten in unserem Sinn gibt es nicht. Es ist lediglich zwischen der vergleichsweise trockenen Saison (Dez.-März) mit gemäßigten Temperaturen und der schwülen Regenzeit (Juli-Okt.), in der 75% der Jahresniederschläge fallen und welche die Hauptsaison der Zyklone ist, zu unterscheiden.

Die ersten Menschen erreichten 4000 v. Ch. den Antillenbogen über Venezuela und Trinidad. Kolumbus entdeckte die Inselgruppe von Guadeloupe auf seiner zweiten Amerikareise (1493). Für die Spanier erwiesen sich die Kleinen Antillen mangels Bodenschätzen jedoch als uninteressant, sie nutzten die Inseln jedoch als Versorgungsstation auf ihrer Amerikaroute. Im 17. und 18. Jh. folgte die Kolonialisierung durch die Franzosen (die einher ging mit der Ausrottung der Kariben) und einem Krieg mit den Engländern um die Vormachtstellung in der Karibik. Nach Abschaffung der Sklaverei und der Zuckerkrise im 19. Jh. wurde Guadeloupe 1946 ein Überseedepartement und als Verwaltungsbezirk den Departements Frankreich gleichgestellt, d. h. es gelten alle Gesetze der Republik, sofern nicht explizit Einschränkungen gemacht werden.Zum Seitenanfang

Im französischen Staatshaushalt sind jährlich Hunderte von Millionen Francs ausgewiesen, die den Überseedepartements zugutekommen, ihre Entwicklung fördern und den Lebensstandard europäischem Niveau annähern. Der kaum ins Gewicht fallende Export (20% des Imports) entstammt fast ausschließlich dem Agrarsektor, allen voran die Banane, gefolgt von Zucker und Rum. In den letzten Jahren hat sich daher der Tourismus zur Hauptdevisenquelle von Guadeloupe entwickelt, große Hotelketten sind eingestiegen und Fluggesellschaften und Reiseveranstalter beteiligen sich am Geschäft.

Das republikanische Gesetz kennt keine Rassen, nur Franzosen. Trotzdem gibt es nach wie vor rassistische Ressentiments, denn der Gleichheitsgrundsatz hat nichts an den sozialen Unterschieden geändert, die immer noch was mit der Hautfarbe zu tun haben. Während der Großgrundbesitz in weißer Hand geblieben ist, müssen sich die Schwarzen mit Parzellen begnügen und während die Festlandsfranzosen die besten Verwaltungsposten besetzen, müssen die arbeitslosen Schwarzen nach Frankreich emigrieren. Die Insulaner sind größtenteils Katholiken, bleiben aber von indischen und afrikanischen Einflüssen nicht unberührt. Zwar hat sich auf den Französischen Antillen keine synkretische Religion von der Art des Voodoo ausgebildet, aber an Dämonen und magischen Praktiken herrscht kein Mangel

Auf Guadeloupe gibt es eine erstaunliche Artenvielfalt. Auf dem vulkanisch entstandenem Sockel der Insel haben sich ausgedehnte Korallenriffe gebildet, die geradezu zum Schnorcheln einladen. Die Küsten werden von großen Mangrovengebieten gesäumt, in deren Wurzelgewirr man Langusten, Reiher und evtl. den Racoon, das größte wildlebende Säugetier auf Guadeloupe, beobachten kann. Die Höhenlagen der gebirgigen Hauptinsel Basse-Terre sind mit einem üppig wuchernden Regenwald überzogen, in dem atemberaubende Wasserfälle verborgen sind und auf den Plantagen und in den Gärten kann man, neben einem Farbenmeer an Pflanzen, den Kolibri bestaunen.