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Pizza, Päpste und Palazzi


Europas kniehoher Stiefel zählt zu einem der beliebtesten Urlaubsländer in Europa - kein Wunder, hat Italien doch fast alles zu bieten was das Urlauberherz begehrt. Während im Mittelalter meistens dem Adel oder Gelehrten das Reisen zu Pilgerstätten und Universitäten des Landes vorbehalten waren, so sind es heute ganz normale Touristen, die in dem geschichtsträchtigen Land auf der Suche nach Erholung und Kultur sind.
In Italien kann man römische Ruinen besuchen, Kunstwerken aller Epochen bewundern, an den langen Sandstränden der Adria relaxen, in kleinen mittelalterlichen Bergstädtchen verweilen, so grandiose Städte wie Venedig, Florenz oder Rom erkunden, in der prächtigen Bergwelt Ski fahren und so viele schöne Kirchen besichtigen wie in keinem anderen Land. Natürlich kann man sich auch einfach damit begnügen, gut zu essen und ausgezeichneten Wein zu trinken, sich neu einzukleiden und das "Dolce Vita" auszukosten.



Fläche: 301.277 km²
Einwohner: ca. 59 Millionen
Hauptstadt: Rom
Amtssprachen: Italienisch
Währung: Euro
Zeit: MEZ, MESZ (+1)


Karte von Italien

Italiens unverwechselbare Stiefelform wird vom Adriatischen, Ionischen, Tyrrhenischen und Ligurischen Meer umschlossen, die alle Teil des Mittelmeeres sind. Italien gliedert sich in die italienischen Alpen, die norditalienische Tiefebene, die eigentliche Apenninenhalbinsel und zahlreiche Inseln (z.B. Sizilien, Sardinien, Elba, Ischia und Capri). Von Genua im Westen bis Triest im Osten bilden die Alpen die natürliche Grenze zum landumschlossenen Teil Italiens, aber das Rückgrat Italiens sind die Apenninen, die eine Höhe bis zu 2910 m erreichen und sich von Genua bis nach Sizilien erstrecken. Das Tal des Po im Nordosten ist die größte Ebene. Sie ist dicht besiedelt und daher auch stark industrialisiert. Die drei aktiven Vulkane des Landes (Stromboli, Vesuv und Ätna) beweisen, dass es unter der Erde Italiens immer noch heftig rumort.

In Italien herrschen unterschiedliche klimatische Bedingungen, vom Gebirgsklima der Alpen und Apenninen bis hin zum mediterranen Klima in Süditalien. Die Winter in den Alpen sind lang und streng, wobei bereits Mitte September Schnee fällt. Die nördlichen Regionen erleben kalte Winter und heiße Sommer. Je weiter man nach Süden kommt, desto milder wird das Klima. Der Schirokko, der heiße, feuchte, von Afrika her kommende Wind, weht über die Regionen südlich von Rom und beschert diesen im Sommer einige stickig heiße Wochen. Auf der Adriaseite, derselben geographischen Breite, ist es aufgrund der vorherrschenden Nordostwinde etwas kühler. Die durchschnittlichen Jahrestemperaturen schwanken zwischen 11 und 19 °C. In der Poebene werden durchschnittlich 13 °C, in Sizilien etwa 18 °C und in der Küstenebene etwa 14 °C erreicht.Zum Seitenanfang

Mit den Etruskern kam im neunten Jahrhundert v. Chr. eine erste Hochkultur nach Italien und um 470 v. Chr. begann der Aufstieg Roms, das um 100 n. Chr. seine größte Ausdehnung als Weltreich hatte. Nach dem Zusammenbruch des Römischen Reiches entstanden germanische Nachfolgereiche. 381 wurde das Christentum zur Staatsreligion erhoben und seit dem fünften Jahrhundert ist der Bischof von Rom auch gleichzeitg der Papst. Die darauf folgenden Machtkämpfe zwischen Kaisern und Päpsten erreichten ihren Höhepunkt mit dem Investiturstreit. Im Wormser Konkordat von 1122 mussten die Kaiser das Recht, den Papst zu wählen, an ein Kollegium von Kardinälen abgeben. In der Folgezeit erlebten die Stadtstaaten wie etwa Venedig, Genua, Pisa, Mailand und Florenz einen erheblichen Aufschwung und Mitte des 15. Jahrhunderts hatte sich Italien einen großen Reichtum angeeignet. Als Pionier des Wiederauflebens der Gelehrsamkeit und der Künste, bekannt als "Renaissance", stand Italien in kultureller Hinsicht den anderen europäischen Nationen weit voran. Gegen Ende des 15. Jahrhunderts wurde Italien das Ziel mehrerer aggressiver Kriege durch Frankreich, Spanien und Österreich. 1796 marschierte Napoleon Bonaparte in Italien ein und gliederte bis 1810 sogar Rom ins Französische Großreich ein. Nach Bonapartes Niederlage gegen Österreich wurde im Wiener Kongress (1814-1815) die Restauration der österreichischen Herrschaft über die Halbinsel garantiert. Der italienische Widerstand gegen die Vorherrschaft Österreichs kennzeichnet sich durch eine wachsende Bewegung für nationale Einheit und Unabhängigkeit und 1861 wurde schließlich das Königreich Italien ausgerufen. Während des Ersten Weltkrieges blieb Italien zunächst neutral, schlug sich dann auf die Seite von Frankreich und Großbritannien. 1922 wurde Benito Mussolini zum Ministerpräsidenten ernannt und begründete in der Folgezeit seine faschistische Diktatur und verbündete sich mit Hitler. 1940, nach der Niederlage Frankreichs, griff Italien in den Zweiten Weltkrieg ein. 1943 landeten die Alliierten auf Sizilien und 1946 wurde schließlich durch ein Memorandum die Monarchie in Italien beendet. Innenpolitische Unruhen mit Regierungskrisen und Korruptionsskandalen erschüttern seitdem immer wieder das Land.

Als einer der traditionell größten Wirtschaftsfaktoren stellt der Tourismus mit 2 Millionen Angestellten einen wichtigen Arbeitgeber der italienischen Wirtschaft dar und generierte 2003 einen Umsatz von fast 7% des Bruttoinlandprodukts. Italien hat keine Bodenschätze und kein Erdöl, und die meisten Rohstoffe müssen importiert werden. Zu 75% wird die Energieversorgung über Importe gewährleistet. Die Wirtschaft ist daher stark auf den Export angewiesen, um die Importgüter bezahlen zu können. Die wichtigsten Handelspartner Italiens sind Deutschland, Frankreich, die USA und Großbritannien. Fast 60 Prozent der Landesfläche Italiens werden als Ernte- und Weideland genutzt, die Landwirtschaft trägt in Italien allerdings nur mit 2% zum Bruttoinlandsprodukt bei. Zu den Hauptanbauprodukten Italiens zählen Zucker, Weizen, Mais, Tomaten und Weintrauben. Italien zählt weltweit zu den führenden Weinproduzenten und auch in der Herstellung von Oliven und Olivenöl rangiert Italien international ganz vorn. Ein anhaltendes Problem der italienischen Wirtschaft stellt das enorme Nord-Süd-Gefälle dar. Viele Süditaliener arbeiten in Norditalien oder im benachbarten Ausland. Derzeit leidet die italienische Wirtschaft vor allem an der Schuldenlast der öffentlichen Hand, obwohl die Regierung die im Rahmen der Europäischen Währungsunion gebotenen Bemühungen um die Sanierung und Konsolidierung der öffentlichen Finanzen weiterhin fortsetzt.

Die römisch-katholische Kirche spielt in Italien auch heute noch eine wichtige Rolle und übt einen starken Einfluss auf die Sozialstruktur aus. Der Familienzusammenhalt ist bedeutend stärker als in den meisten anderen europäischen Ländern. Freizeitkleidung ist weit verbreitet, Badeanzüge gehören jedoch ganz klar nur an den Strand. Korrekte Kleidung wird vor allem beim Betreten von Kirchen und in kleinen, traditionellen Gemeinden erwartet. In Italien ist in allen öffentlichen Gebäuden und Verkehrsmitteln sowie in Kinos, Restaurants, Bars und Kneipen Rauchen verboten. Gastbetriebe können aber Raucherzonen haben, die durch Mauern und Türen abgeschlossen und mit Luftabzugs-Einrichtungen ausgestattet sind.

Über Jahrhunderte betriebene Jagd und dichte Besiedlung führten zu einem enormen Rückgang der Tierwelt. Die Alpen bieten jedoch noch heute Hermelin, Alpen-Hasen und Rebhühnern eine sichere Zuflucht. Zu den größeren Säugetieren gehören Steinböcke, die immer seltener werdenden Braunbären, Gämsen und Rotwild. Im Süden des Landes leben Füchse und in den Appeninen auch Wölfe. Die Umweltverschmutzung der Gewässer stellt ein ernstes Problem dar. Sowohl an der Mittelmeer- als auch an der Adriaküste führte ein verstärktes Algenwachstum zum Absterben vieler Lebensformen im Meer. Dieses Wachstumsphänomen wurde durch chemische Rückstände aus der Industrie und Landwirtschaft, die ins Meer gespült wurden, extrem begünstigt. Mit dem Bau neuer Kläranlagen in den 90er-Jahren begann sich die Situation zu bessern. Nutzpflanzen beherrschen die Landschaft Italiens und selbst die Pappeln an den Flussufern wurden angepflanzt. Weiter im Süden überwucherte dichtes Strauchwerk aromatischer Pflanzen brachliegendes Ackerland oder aus steinigen gebieten wurden Heidelandschaften mit niedrigem Buschwerk und blühenden einjährigen Pflanzen. In einigen Gebieten, z.B. in Kalabrien, entstand eine wüstenähnliche Landschaft.

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