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Nippon - Land der aufgehenden Sonne


Das faszinierende Land im äußersten Osten Asiens ist nach Indonesien, Madagaskar und Papua-Neuguinea die viertgrößte Inselnation der Erde. Nur wenige Länder auf der Welt vereinen modernste Industrie, technischen Fortschritt, reichhaltige Kultur, Geschichte und tief verwurzelte Traditionen so geballt und herausfordernd wie das „Reich der aufgehenden Sonne.“ Hier stehen Vergangenheit und Zukunft dicht nebeneinander und machen das Land zu einer Erfahrung der widersprüchlichen Superlative. Das alles ist Japan, das ehemalige Kaiserreich, das aus 6.800 Inseln bestehen soll.
Wegen der hohen Lebenserhaltungskosten und der relativ langen Flugzeit aus Europa oder Nordamerika ist die Anzahl der ausländischen Touristen aus diesen Regionen allerdings relativ gering. Der Großteil der ausländischen Besucher Japans stammt aus umliegenden entwickelten asiatischen Ländern wie Südkorea oder der VR China. Die Japaner selbst sind begeisterte Ausflügler, die Bus- und Bahnnetze reichen bis in kleine Ortschaften. In jeder Stadt befindet sich in der Nähe des Bahnhofs eine Touristeninformation, die Stadtpläne und Informationsmaterial bereithält und vielerorts sind lokale Sehenswürdigkeiten wie Burgen und Tempel touristisch erschlossen. Traditionelle Handwerke und Speisen der jeweiligen Region werden sorgfältig gepflegt.



Fläche: 377.835 km²
Einwohner: ca. 127 Millionen
Hauptstadt: Tokio
Amtssprachen: Japanisch
Währung: Yen (JPY)
Zeit: MEZ +8 Std.; MESZ +7 Std.


Karte von Japan

Japan liegt 160 km vom asiatischen Festland entfernt und zu Japan gehört der größte Teil der Inselkette, die der asiatischen Ostküste vorgelagert ist. Der flächenmäßig viertgrößte Inselstaat der Welt besteht im Kern aus den vier Hauptinseln Hokkaido, Honshu, Shikoku und Kyushu. Japan ist sehr gebirgig, etwa drei Viertel des Landes bestehen aus Hügel- und Bergland. Mehrere Bergketten verlaufen von Hokkaido im Norden nach Kyushu im Süden. Die Japanischen Alpen verlaufen in nord-südlicher Richtung durch die Mitte der Insel Honshu. Der höchste Berg ist mit 3776 m der Vulkan Fuji-san (Fudschijama). Er ist einer von über 200 Vulkanen, von denen 36 in den letzten hundert Jahren noch aktiv waren. Die Tiefebenen liegen hauptsächlich in Küstennähe. Sie sind zumeist nur klein; die größte ist die Kanto-Ebene in der Bucht von Tokio. Die Küste ist im Verhältnis zur Landmasse sehr lang und die Küstenlandschaft ausgesprochen vielfältig. An den Ausläufern der Bergketten liegen tiefe Buchten mit natürlichen Häfen.

Das japanische Klima ist dem in Südeuropa herrschenden Klima sehr ähnlich, mit Ausnahme von Hokkaido und dem subtropischen Okinawa herrscht gemäßigtes Klima. Die Winter sind kühl und sonnig, sehr kalt kann es auf Hokkaido werden, wo bis zu vier Monaten Schnee liegen kann. Der Sommer, von Mitte Juni bis September, beginnt meist mit Regen, denn Juni ist der Monat des Jahres, in dem üblicherweise der meiste Niederschlag fällt. Die Monate Juli und August sind bei einer durchschnittlichen Temperatur von 23 bis 34°C die heißesten Monate des Jahres. Besonders in den Städten kommt es dann zu einer schwülen Hitze. Taifune treten meistens im September auf, dauern aber selten länger als einen Tag.
Der Herbst von Mitte September bis Ende November und der Frühling von Mitte März bis Mitte Mai sind die angenehmsten Reisemonate.Zum Seitenanfang

Tief in die japanische Geschichte einzutauchen würde sicherlich den Rahmen sprengen. Die japanische Geschichte geht ohne Zweifel schon sehr weit zurück und kann auch sehr lange in die Vergangenheit zurück verfolgt werden. Bereits um das 10. Jahrtausend vor Christus fand eine erste Einwanderung vieler Völker in das heutige Japan statt. Diese Einwanderung setzte sich bis ins 3. Jahrhundert vor Christus weiter fort. Vor allem Menschen aus Sibirien und Zentralasien reisten in das Land ein. Korea pflegte ein sehr enges Verhältnis zu Japan, was letztendlich dazu führte, dass immer mehr Koreaner nach Japan einwanderten und sich hier niederließen. Dies geschah etwa in der Zeit von 300 bis 700 nach Christus. Man spricht hierbei von der so genannten Kofun-Periode. Als Japan jedoch letztendlich einen Teil Koreas besetzte, kam es zu einer Auseinandersetzung. Auch der Buddhismus, der in Japan immer noch an erster Stelle steht, hielt zu dieser Zeit langsam aber sicher Einzug in das Land. In den Jahren 794 bis 1185 wurde es immer absehbarer, dass der Kaiser an Macht verlieren würde. Dies rief die ersten so genannten Kriegerfamilien auf. Das erste Shogunat wurde in dieser Zeit gegründet. Wenige Zeit später hingegen, verlor das so genannte Shogunat langsam wieder an Macht. Langezeit tobte in Japan ein erbitterter Bürgerkrieg. Dieser zog sich über 100 Jahre lang hin. In der Zeit von 1477 – 1568 hingegen traten drei so genannte Reichseiniger in das Land, die die Bevölkerung beruhigen konnten, so dass die Kriege nachließen. Ab dem Jahre 1868 gelang es dem Kaiserhaus, die Kriegerfamilien langsam zu entmachten. Hierdurch ging es mit dem Land wieder bergauf. Heute ist das Land zu einer konstitutionellen Monarchie geworden, die eine neue Verfassung hat. Im ersten Weltkrieg gelang es den Japanern, einige deutsche Gebiete zu besetzen. Zudem eroberte das Land große Teile des chinesischen Landes. Dies wiederum führte dazu, dass die USA Asien als gefärhdet ansahen uns sich langsam von Geschäften zurückzog. Die Japaner reagierten hierauf mit einem bis heute unvergessenen Angriff auf die US-Amerikaner, nämlich den Angriff auf Pearl Harbor. Der Kaiser bemühte sich darum, den Frieden wieder einzuleiten, allerdings schien es so, dass das Militär in diesem Moment mehr zu sagen hatte, so dass alle Bemühungen scheiterten. Kurz darauf führte es zu einer weiteren Katastrophe. Die USA warf eine Atombombe auf Hiroshima. Eine weitere zielte auf Nagasaki. Dies führte dazu, dass Japan offiziell aufgab. Nach dem zweiten Weltkrieg konnte Japans Wirtschaft sich sehr schnell erholen.

Japan gehört zu den höchstentwickelten Ländern der Welt und gilt als eines der Wirtschaftswunder des 20. Jahrhunderts. In einem beispiellosen Aufstieg hat sich Japan nach dem 2. Weltkrieg zur zweitgrößten Wirtschaftsmacht der Welt entwickelt. Heute ist Japan nach den USA und China (VR) die drittgrößte Wirtschaft der Welt. Da die Finanzwirtschaft Japans nur teilweise den US-amerikanischen Sub-Prime-Krediten ausgesetzt war, überstand das Land die Anfangsphase der weltweiten Wirtschaftskrise relativ gut. Seit dem Einbruch des Außenhandels wegen fehlender Nachfrage und den stark verringerten ausländischen Investitionen in die japanische Wirtschaft erlebt das Land seit Ende 2008 aber doch eine Rezession. Industrieprodukte, allen voran Autos, Unterhaltungselektronik, Computertechnologie und die Erzeugung von Pharmazeutika sind die wichtigsten Stützpfeiler der Wirtschaft, obwohl traditionelle Industriezweige wie der Kohlebergbau, Schiffbau und die Stahlverarbeitung ebenfalls mit Gewinn arbeiten. Den mit Abstand größten Anteil am BIP hat der Dienstleistungssektor mit 72,3 %. Der jüngste und sehr schnell wachsende Sektor der japanischen Wirtschaft sind die Finanzdienstleistungen, die Tokyoer Börse ist inzwischen die größte der Welt.

Die Japaner finden nichts dabei, sich aus dem Angebot der Religionen und Weltanschauungen das herauszuholen, was den jeweiligen Bedürfnissen entspricht, selbst wenn dies zum Ergebnis führt, daß man gleich mehreren Religionen zugerechnet wird. Die meisten Japaner heiraten nach schintoistischem Ritual und lassen sich buddhistisch beerdigen, gelten also als Schintoisten und Buddhisten zugleich. Die Höflichkeitsregeln, die von der Mehrheit der Japaner beachtet werden, weichen zwar in vieler Hinsicht von den europäischen ab, Japaner sind sich jedoch des Unterschiedes bewusst und akzeptieren, dass Ausländer nicht alle Sitten und Gebräuche kennen. Höfliches und korrektes Benehmen wird erwartet. Es ist unhöflich, nein zu sagen. Ein vages ja bedeutet aber nicht unbedingt eine Bejahung. Viele Dinge des Privatlebens spielen sich in Japan in der Öffentlichkeit ab. Auf Grund des Platzmangels kann man sich oftmals den Luxus eines Privatlebens nicht leisten. So braucht es einen nicht zu wundern, wenn am Sonntagmorgen der Familienvater auf der Straße vor seinem Haus steht und gedankenversunken mit seinem Golf- oder Tennisschläger in der Hand noch einmal irgendwelche Bewegungsabläufe durchgeht.Zum Seitenanfang

Japan bietet eine einzigartige Pflanzenwelt und wegen der unterschiedlichen Wetterlagen und Temperaturen ist die Vegetation opulent und abwechslungsreich. Aufgrund der verschiedenen Klimazonen, gibt es auch in den unterschiedlichen Landesteilen mehrere Arten von Wäldern, die zwei Drittel der Staatsfläche ausmachen. Sogar tropische Flora, in Form von einem immergrünen Regenwald ist hier zu finden, besonders häufig kommen jedoch Nadelbäume vor. In Japan sind mehr als 17.000 Pflanzenarten beheimatet und viele dieser Arten werden auf der ganzen Welt als Zierpflanzen gezüchtet, z.B. die japanische Nationalblume, die Chrysantheme, aber auch Pfingstrosen. Auch die Tierwelt ist sehr groß. Es gibt über 450 Vogel- und 140 Säugetierarten, die das Land besiedeln. Auf Honshu findet man die seltene Affenart des Rotgesichtsmakakas, der eine Vorliebe für winterliche Bäder in heißen Quellen hat. Ein sehr erstaunliches Tier ist auch der Riesensalamander, der in Bergbächen lebt und über einen Meter lang werden kann. Desweiteren sind im ganzen Land Mauswiesel, Dachse, Rotfüchse, Fischotter und sibirische Feuerwiesel zu finden. Äußerst artenreich ist die Fauna der Seevögel, hierzu gehören Enten, Möwen und Wattvögel. In Japans Gewässern tummeln sich neben Lachsen und den bei Japanern beliebten Kugelfischen auch Wale, Delfine und Thunfische. Die Ogasawara-Inseln, 1000 km südöstlich von Tokio, werden wegen ihrer endemischen Spezies oft mit den Galapagosinseln verglichen.