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Das Wahre Asien


Der Tourismus in Malaysia wirbt selber gerne mit dem Zusatz "Das Wahre Asien" und auf gewisse Art und Weise stimmt dies auch, denn Malaysia ist ein Schmelztiegel der verschiedensten asiatischen Kulturen und hat daher von allem etwas zu bieten was der Kontinent hergibt. Es ist ein farbenfrohes und facettenreiches Land der Kontraste, der Vielfalt und des Zusammenlebens unterschiedlichster Menschen und Völker.
Malaysia überzeugt dabei nicht nur mit der grenzenlosen Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Bevölkerung, sondern nebenbei auch mit allem was man von einem tropischen Reiseziel erwartet: dichter Regenwald, endlose Sandstrände, malerische Inseln, großartige Korallenriffe, exotische Tempel der verschiedensten Religionen und natürlich nicht zu vergessen das vielfältige Essen. Vielleicht ist es gerade deshalb eines der ungewöhnlichsten und lohnendsten Reiseziele in unserer Zeit.



Fläche: 329.758 km²
Einwohner: ca. 27 Millionen
Hauptstadt: Kuala Lumpur
Amtssprachen: Bahasa Melayu (Malaysisch)
Währung: Ringgit (MYR)
Zeit: MEZ +7 Std.; MESZ +6 Std.


Karte von Malaysia

Malaysia besteht im Grunde aus zwei Teilen dem auf der malaiischen Halbinsel gelegenen Westteil und dem auf der etwa 650 km entfernten Insel Borneo gelegenen Ostteil - welche beide voneinander durch das Südchinesische Meer getrennt sind. Westmalaysia bildet die Südspitze des asiatischen Kontinents und wird im Norden durch die Grenze zu Thailand und im Süden durch die Grenze zum auf einer vorgelagerten Insel gelegenen Stadtstaat Singapur begrenzt. Ostmalaysia (bestehend aus den beiden Staaten Sarawak und Sabah) grenzt südlich an Indonesien und umschließt im Norden das Sultanat Brunei. Das Gebiet auf dem Festland wird von Nordwesten in südöstlicher Richtung von einem Gebirgssystem durchzogen, wobei die höchste Erhebung der Berg Gunong Tahan (2.190 m) ist. Auf beiden Seiten dieser Bergkette erstreckt sich das Küstenflachland, ist wegen der vielen Niederschläge des Nordost-Monsuns mit Flüssen durchzogen und umfasst auch zahlreiche Sumpfgebiete. Vor der Westküste liegen die Inseln Pangkor, Penang sowie die Lankawi-Inselgruppe, die aus 99 kleineren Inseln besteht; nahe der Ostküste erheben sich Tioman, Redang, Perhentian und Rawa aus dem Meer. Malaysia hat im Westen wie im Osten eine ähnliche Landschaft und auch Sarawak und Sabah bestehen aus Küstenflachland und im Landesinneren aus Gebirgsketten. In Sabah findet sich mit dem Berg Kinabalu (4.101 m) der höchste Berg Malaysias.

Malaysia befindet sich mitten in der Äquatorialzone und das Klima ist damit ganzjährig heiss und feucht, die Temperaturen fallen auch nachts nur selten unter 20°C und klettern in der Regel tagsüber auf über 30°C. Das Klima des Landes wird vor allem durch den Monsun geprägt, d.h. von April bis Oktober durch den Südwestmonsun und von Oktober bis Februar durch den Nordostmonsun. Eine echte Regenzeit hat dabei aber nur die Ostküste der Halbinsel. Die feuchteste Saison an der Westküste der Halbinsel liegt zwischen September und Dezember, an der Ostküste und in Sabah und Sarawak zwischen Oktober und Februar. Die damit verbundenen reichen Regenfälle überschreiten 2.000 mm pro Jahr und 5.000 mm in den den Monsunregen ausgesetzten Gebieten im Nordosten, wozu Sarawak, Sabah und Borneo gehören. Es regent aber nur höchst selten den ganzen Tag, sondern der Regen fällt meist in kurzen, starken Regengüssen. Die beste Reisezeit für den Westen der malaiischen Halbinseln sind die Monate Oktober bis März. In dieser Zeit bringt jedoch der Nordostmonsum dem Osten (inkl. der Insel Borneo) reichlich Niederschlag. Somit sind die Sommermonate Mai bis September die ideale Reisezeit für die Ostküste von Malaysia einschliesslich der Staaten Sarawak und Sabah.Zum Seitenanfang

Vor mehr als 3000 Jahren kamen die südchinesischen Vorfahren der Malaien ins Land. Als der Handel zwischen China und Indien in Schwung kam, wurde die malaiische Halbinsel zu einem großen Handelszentrum in Südostasien. Die ersten malaiischen Königreiche entstanden durch Häfen, die im 10. Jahrhundert gegründet worden waren. Die wichtigsten frühen Königreiche waren Langkasuka und Lembah Bujang in Kedah, sowie Beruas und Gangga Negara in Perak und Pan Pan in Kelantan. Mit dem Einzug des Islam wurde Anfang des 15. Jahrhundert dann das Sultanat von Malakka gegründet und dieses zog durch seinen Wohlstand das Interesse der Kolonialmächte auf sich. Portugiesen, Niederlände und Engländer versuchten hier Fuss zu fassen und letztendlich waren es die Engländer, die 1819 Handelsposten Singapur gründeten und schrittweise die Kontrolle über den Rest der Halbinsel gewannen. Malakka war nach dem englisch-niederländischen Vertrag von 1824 endgültig in britischem Besitz gefallen und 1826 wurde die britische Kronkolonie Straits Settlements gegründet, zu welcher neben Malakka und Singapor auch Penang gehörte. Die Kolonie wurde durch die Britische Ostindien-Kompagnie mit Sitz in Kalkutta regiert, bis deren Sitz 1867 nach London verlegt wurde. Zur etwa gleichen Zeit wurde die britische Politik gegenüber den malaiischen Staaten immer aggressiver. Innerhalb von wenigen Jahren kamen mehrere malaiische Staaten an der Westküste der Halbinsel unter britische Kontrolle. Mit dem Vertrag von Pangkor im Jahre 1874 wurde der Weg frei für die britische Herrschaft. 1896 wurden die vier Sultanate Pahang, Selangor, Perak und Negeri Sembilan zu den Föderierten Malaiischen Staaten zusammengefasst, die dem Kommissar von Singapur unterstanden welcher auch gleichzeitig der Gouverneur der Straits Settlements war. Die vier nördlichen Staaten Perlis, Kedah, Kelantan und Terengganu waren bis 1909 unter der Kontrolle von Thailand. Das Gebiet des heutigen Staates Sabah war ein britisches Protektorat, das ursprünglich zum Sultanat Sulu gehört hatte und unter dem Namen Nordborneo von der Britischen Nordborneo-Kompanie verwaltet wurde. Das riesige Waldgebiet von Sarawak war persönlicher Besitz der britischen Familie Brooke, welche das Land als Lehen vom Sultan von Brunei erhalten hatten und es als Weiße Rajas für fast ein Jahrhundert regierten. Während des Zweiten Weltkrieges wurde das heutige Malaysia durch Japan besetzt. In dieser Zeit wuchs die Unterstützung für die Unabhängigkeit des Landes von der europäischen Kolonialmacht. Die englischen Pläne, eine malaiische Union zu gründen, wurden von vielen Malaien abgelehnt. Sie verlangten ein System, welches die Wünsche der Malaien stärker berücksichtigte, Singapur ausschloss und für die Immigranten nur eine Staatsbürgerschaft vorsah. Die Unabhängigkeit wurde im Jahre 1957 erlangt, unter dem Namen Föderation Malaya. Am 16. September 1963 wurde eine neue Föderation unter dem Namen Malaysia gegründet, die die Föderation Malaya sowie die britischen Kronkolonien Singapur (schied 1965 wieder aus), Nordborneo (heute Sabah) und Sarawak umfasste.

Das Land ist reich an Bodenschätzen und Rohstoffen (Zinn, Kautschuk, Palmöl, Erdöl), hat aber in den letzten zwei Jahrzehnten eine rasante wirtschaftliche Entwicklung vollzogen, die das Land in die Reihe der aufstrebenden Schwellenländer aufrücken ließ. Vom agrarischen Rohstofflieferanten in den 1970er Jahren wurde es zu einer der wichtigsten Handelsnationen im Bereich der elektronischen und IT-Güter (Malaysia der weltweit führende Mikrochipexporteur) und beheimatet mit den Automobilherstellern Perodua und Proton sowie dem Ölmulti Petronas auch große Weltkonzerne. Malaysia gilt ökonomisch und politisch als eines der stabilsten Länder Südostasiens. Es ist Mitglied der ASEAN, der D-8 und der G-15. Durch diese Ausrichtung erfuhr das Land einen grundlegenden Wandel von einem zuvor mehrheitlichen Agrarstaat hin zu einem technisierten und kapitalintensiven Industriestandort mit hohem Entwicklungspotenzial. Die ab 1997 auftretende Asienkrise traf allerdings auch Malaysia, doch hat sich die Wirtschaft inzwischen wieder erholt und verzeichnet ein erneutes Wachstum von etwa 5 bis 6 Prozent. Malaysia ist eine gelenkte Marktwirtschaft und möchte bis zum Jahr 2020 den Status eines Industrielandes erreichen ("Vision 2020"). Dafür werden Fünf-Jahrespläne mit Budgetvorhaben verabschiedet.

Malaysia hat eine Bevölkerung, die aus Personen unterschiedlichster Völker besteht. Ca. 50 % der Bevölkerung ist malaiischer Abstammung. Daneben gibt es noch Chinesen (ca. 24 %), Inder (ca. 7%), Singhalesen, Pakistanis und die Urbevölkerung (ca. 11%). Die Bräuche und Gewohnheiten dieser Mischbevölkerung haben die offene malaiische Kultur geprägt. Als Besucher wird man stets freundlich und warmherzig empfangen. Die Bevölkerung ist nicht gleichmäßig auf dem Staatsgebiet Malaysias verteilt, denn im Ostteil Malaysias, also den beiden auf der Insel Borneo gelegenen Bundesstaaten Sarawak und Sabah, leben nur etwa 5 Millionen Menschen (ca. 20% der Bevölkerung Malaysias), die Stadtbevölkerung macht 63,3% der Gesamtbevölkerung aus. Der Islam, zu dem sich 60 % der Bevölkerung bekennen, ist Staatsreligion, doch führt die verfassungsmässig verankerte Religionsfreiheit dazu, dass alle grossen Weltreligionen vertreten sind. Diese Religionsfreiheit exisitiert aber inzwischen nurmehr theoretisch. Nach der Verfassung des Landes sind alle ethnischen Malaien von Geburt automatisch Muslime. Sie können keine Andersgläubigen heiraten und eine Abkehr vom Islam wird höchst ungern gesehen und ist in der Praxis nur schwer möglich. Muslime werden gegenüber Angehörigen anderer Religionen bewusst staatlich bevorzugt. Die Malaien, welche zum großen Teil dem sunnitischen Islam angehören, werden daher durch die Regierung systematisch gefördert und im öffentlichen Dienst bevorzugt eingestellt.Zum Seitenanfang

Mehr als die Hälfte der Landesfläche ist von immergrünem tropischem Regenwald bedeckt, wobei der tropische Regenwald oberhalb von 800 m in Bergregenwald und schliesslich in Nebelwald übergeht, der bis in Höhen von 3.500 m vordringt. Viele Orchideenarten wachsen wild unter dem dichten Urwald oder in den Baumkronen der Urwaldriesen. In vielen Gebieten ist der Regenwald allerdings durch Brandrodungsfeldbau und Nutzholzgewinnung bereits weitgehend zerstört. Die Ausbeutung des Regenwaldes wird besonders in Sarawak auf dramatische Weise vorangetrieben. An den Küsten sind Schwemmlandgebiete und Mangrovenwälder weit verbreitet. Auf dem felsigeren Bundesländern auf Borneo finden sich auch Heide- und Bergwälder. Dabei ist die Pflanzen- und artendichte der Nationalparks mit die höchste weltweit. Die Tierwelt ist ähnlich vielfältig. Die üppigen Regenwälder von Malaysia beherbergen viele Vogel-, Insekten und Säugetierarten. Öfter anzutreffen sind Affen, viele Vogelarten (darunter der mit dem Tukan verwandte Hornbill), Schmetterlinge aber auch auch Elefanten, Schlangen und Raubkatzen können gesehen werden. Auf Borneo kommt noch der Orang-Utan vor, der zu den am stärksten gefährdeten Menschenaffen zählt und unter strengem Schutz steht.