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Der Diamant Afrikas


Im Zeichen des Fremdenverkehrsvereins von Namibia, ehemals deutsche Kolonie, sind zwei der Besonderheiten des Landes aufgenommen: ein Diamant und der Köcherbaum.
Der größte Teil der ausländischen Touristen reist nach Namibia mit dem Herzenswunsch, einem Tier aus dem Zoo einmal in freier Natur zu begegnen. Genau diesen Wunsch kann Ihnen das Land erfüllen, denn in Namibia leben mehr als 130 verschiedene Säugetierarten, wovon einige (z.B. das Hartmann Bergzebra) nur dort vorkommen. Der Etoscha-Nationalpark gehört zu den größten Wildreservaten der Welt.
Am besten kann man Namibia als Individualtourist mit einem Mietwagen und Zelt bereisen. Falls man das ganze Land sehen möchte, sollte man für solche Namibia Reisen ungefähr drei Wochen einplanen.



Fläche: 824.292 km²
Einwohner: ca. 1.695 Millionen
Hauptstadt: Windhoek
Amtssprachen: Englisch
Währung: Dollar
Zeit: MEZ +1 Std.


Karte von Namibia

Namibia liegt im Südwesten des afrikanischen Kontinents, südlich und nördlich des Wendekreises des Steinbocks. Sobald man einen Blick auf die Karte wirft, fällt einem der Caprivi-Zipfel ins Auge. Es handelt sich dabei um einen 400 km langen und bis zu 150 km breiten Streifen der von der nordöstlichsten Ecke Namibias bis zum Sambezi-Fluss reicht. Die Sanddünen der Namib-Wüste erstrecken sich von der Küste bis zum Fluss der großen Gebirgsschwelle des Zentralplateaus. Die höchsten Berge erheben sich in der Landesmitte um die Hauptstadt. Die Hochebene selbst nimmt den Ostteil des Landes ein und ist bedeckt von der Trockenvegetation der Wüste Kalahari.

Das Klima wird maßgeblich durch den Einfluss der Passate geprägt und ist im Allgemeinen heiss und trocken. Die durchschnittliche jährliche Niederschlagsmenge liegt in der Namib bei 51 mm. Im Landesinneren nimmt sie von Süden (152 mm) nach Norden (559 mm) zu. Die größte Niederschlagsmenge fällt im Sommer (Oktober bis März). Die Temperaturen liegen - je nach Ort und Höhe - im Winter zwischen 25 °C am Tag und 10 °C in der Nacht. Die Sommertemperaturen erreichen am Tage 35 °C und in der Nacht 20 °C, wobei es an der Küste meist kühler ist.

Auch wenn die koloniale Macht kaum mehr als 30 Jahre währte (1884-1915) - der Name Deutsch-Südwest ließ im Kaiserreich Wilhelms II. das Nationalbewußtsein wachsen. Nach dem Ende der deutschen Ära blieben Ortsnamen und Sprache aber bis in die Gegenwart erhalten. 1920 vom Völkerbund als Mandatsgebiet an Südafrika übertragen, wollte sich die Kap-Republik das Land 1946 als Provinz einverleiben, was die UNO zurückwies. 1966 wurde das Mandat durch die UNO beendet und das Gebiet 1968 in Namibia umbenannt. Gleichwohl versuchte Pretoria, Pläne für eine namibische Selbstständigkeit nach eigenen Wünschen durzusetzen. Militärische Erfolge der Befreiungsbewegung Swapo und wachsender internationaler Druck führten aber zu größerer Eigenständigkeit und 1990 zur Unabhängigkeit Namibias.

Lange Zeit galt Namibia als Oase eines bescheidenen Wohlstandes. Die Wirtschaft baut hauptsächlich auf dem Export von Bodenschätzen auf. Es werden Diamanten, Uran, Blei, Zink, Zinn und Silber gefördert. Rund 50% der Bevölkerung leben von der Landwirtschaft, die allerdings nicht sehr ertragreich ist, denn Namibia ist auf Nahrungsimporte angewiesen. Andere Industriezweige sind die Konservenindustrie und die Fischverarbeitung. In den letzten Jahren ist auch der Tourismus zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor geworden. Doch wegen der Teilnahme an Kämpfen in Nachbarländern geht nun der Tourismus zurück und der Export wird behindert.

Insgesamt gibt es in Namibia 11 verschiedene ethnische Gruppen (Ovambo, Nama, Kavango, Hetero, etc.), welche alle über eine eigene Geschichte und Kultur verfügen, was wiederum Spannungen hervorruft. Die Namibische Regierung versucht dem mit einer Politik unter dem Motto "One Namibia - One Nation" entgegenzuwirken. 80 bis 90% der Bevölkerung sind Christen, der Rest hängt Naturreligionen an. Nur rund 7% sprechen die offizielle Landessprache Englisch, unter der weißen Bevölkerung wird aber hauptsächlich Afrikaans oder Deutsch gesprochen.

Selbstverständlich können in der artenreichen Tierwelt von Namibia alle typischen afrikanischen Wildarten wie Elefant, Nashorn, Löwe, Leopard, Gepard, Büffel, Paviane und Greifvögel angetroffen werden. In der Namib-Wüste gedeihen lediglich Sukkulenten und die außergewöhnliche Welwitscha, die die Feuchtigkeit der Seeluft aufnehmen und bis zu 2000 Jahre alt werden kann. Im Landesinneren ist die Landschaft weniger karg. Hier findet man Trockensavanne mit den typischen Dornsträuchern und Hartgräsern und im äußersten Norden auch Baumsavanne.

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