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Land der unbegrenzten Möglichkeiten


Amerika ist noch immer das Land, in dem Träume wahr werden können und wo man mit einer noch so verrückten Idee den Durchbruch schaffen kann. Nirgendwo sonst sind 'Spinner' eben keine 'Spinner'.
Amerika steht aber auch für Glitzerwelt, unendliche Weiten, Kitsch, Freiheit, Comics, Patriotismus, Fast-Food, große Autos, Skylines, Hollywood, Selbstverwirklichung, Todesstrafe usw. Für kein anderes Land fallen einem wahrscheinlich auf Anhieb so viele Schlagwörter ein.
Auf jeden Fall ist es ein Land, für dessen Erkundung man mit Sicherheit mehr als nur EINEN Urlaub benötigt (es sei denn, er dauert mehrere Jahre).



Fläche: 9.809.155 km²
Einwohner: ca. 290 Millionen
Hauptstadt: Washington DC
Amtssprachen: Englisch
Währung: Dollar
Zeit: 6 Zeitzonen: MEZ -6 (Ostküste) bis -10 Std. (Alaska)


Karte von den USA

Die USA erstrecken sich auf dem nordamerikanischen Kontinent von der Atlantikküste im Osten bis zur Pazifikküste im Westen (ca. 4.500 km) und von der kanadischen Grenze im Norden bis Mexiko und bis an den Golf von Mexiko im Süden (ca. 2.500 km). Sie bedecken damit einen Großteil des nordamerikanischen Kontinents und gliedern sich in fünf Großräume: Die Küstenebenen am Atlantik, das Appalachen-Gebirge, die Ebenen des Landesinneren, die Bergketten der Rocky Mountains sowie die arktische Region Alaskas mit dem höchsten Berg des Landes, dem Mount McKinley (6.198 m). Der tiefste Punkt des Landes mit 86 m unter dem Meeresspiegel liegt im Death Valley National Park in Kalifornien. Das Flusssystem des Mississippi - mit 6300 km längster Fluss der USA - und des Missouri bildet die größte Flusslandschaft des Landes.

Das Klima der USA ist regional sehr unterschiedlich und erstreckt sich über sechs Klimazonen. Die Ostküste ist aufgrund der normalerweise von Westen nach Osten strebenden Luftmassen von kontinentalem Klima geprägt. Eine Ausnahme bildet Florida, wo man die wärmsten Winter der kontinentalen USA und heiße Sommer mit häufigen Tornados vorfindet. Das Landesinnere ist durch kontinentales Klima mit extremen Temperaturschwankungen gekennzeichnet. Kaliforniens Küstengebiete sind durch das milde Klima Zentralamerikas beeinflusst, die pazifische Nordwestküste weist maritimes Klima mit kühlen Sommern und milden Wintern auf. In Alaska gibt es drei unterschiedliche Klimazonen. An der Südküste herrscht gemäßigtes ozeanisches Klima. Die größte Klimazone ist die subarktische Zone, die bis zum Brooks Range-Gebirge im Norden reicht. Die Winter werden hier recht kalt. Die kälteste Zone ist das Gebiet im Norden des Bundesstaates, die Tundra-Zone mit Dauerfrost, kurzen Sommern und langen Wintern. Wesentlich wärmer ist das Klima im tropischen Bundesstaat Hawaii. Im Frühling und Herbst fallen an den Ostküsten der Inseln heftige Niederschläge.Zum Seitenanfang

Das Gebiet der heutigen USA wurde bereits 30.000 Jahre vor der Entdeckung durch Christoph Kolumbus von aus dem Nordwesten eingewanderten Stämmen, wie den Apachen, Cherokee, Cheyenne und Comanchen besiedelt. 1607 gründeten britische Kaufleute an der Nordostküste der USA Handelsniederlassungen, das Gebiet wurde 1607 Teil der britischen Krone. Gleichzeitig gründeten Franzosen und Holländer Siedlungen in anderen Regionen des Landes, was zur Zurückdrängung der Ureinwohner und zur Einfuhr afrikanischer Sklaven für Baumwoll- und Tabakplantagen führte. Als die britische Krone in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts die Kolonien mit neuen Abgaben belegte, um die Kriege in Europa finanzieren zu können, widersetzten sich die amerikanischen Kolonien 1776 dem Mutterland und errangen nach einem sechs Jahre dauernden Kampf ihre Unabhängigkeit. Im 19. Jahrhundert brachte die Expansion gegen Westen Konflikte mit Spanien (1810-19) und Mexiko (1835 und 1846-48), aber auch die Unterzeichnung von Verträgen mit den Ureinwohnern, für die Reservate geschaffen wurden. 1860 brach ein Krieg zwischen den industrialisierten und an einer Abschaffung der Sklaverei zur Vergrößerung des Binnenmarktes interessierten Nordstaaten und den agrarisch geprägten Südstaaten aus, die von Sklavenarbeit abhingen. Der Krieg endete 1865 mit dem Sieg der Nordstaaten, kurz darauf wurde die Sklaverei abgeschafft. In den folgenden Jahrzehnten dehnte sich das Land bis an die Pazifikküste aus, eine Eisenbahnlinie quer durch den Kontinent wurde gebaut und große Rohstoffvorkommen entdeckt, Faktoren, die das Land zur Industriegesellschaft veränderten. 1929 kam es zum Krach an den Börsen, der in einer Weltwirtschaftskrise mündete. Im 2. Weltkrieg blieben die USA bis zum Angriff der Japaner auf Pearl Harbor im Jahr 1941 zunächst neutral, spielten danach aber für den Sieg der Alliierten eine entscheidende Rolle und entwickelten sich nach dem Krieg zur wichtigsten westlichen Großmacht und zum Verteidiger der Demokratie und des Kapitalismus in der Welt. Diese Rolle schaffte Konflikte mit Russland (Teilung Deutschlands 1961, Kuba 1962, Wettrüsten im Weltraum und atomares Gleichgewicht) und zu Kriegen: Korea (1950-53), Vietnam (1965-73), Irak (1992). Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion im Jahre 1991 verblieben die USA als einzige Supermacht.

Die USA sind nach wie vor die größte Weltwirtschaftsmacht und eines der wohlhabendsten Länder der Erde. Dieser Status gründet sich auf ein großes, rohstoffreiches und gut erschlossenes Territorium, einen großen Binnenmarkt sowie auf ein durch unternehmerische Initiative und freien Handel gekennzeichnetes Wirtschafts- und Finanzsystem. Große Teile der Landfläche der USA werden land- und forstwirtschaftlich genutzt, vor allem Baumwolle, Getreide und Tabak werden in großem Umfang exportiert. Der Dienstleistungssektor beschäftigt etwa drei Viertel der Erwerbstätigen und erwirtschaftet auch drei Viertel des Bruttoinlandsproduktes. Seine wichtigsten Bereiche sind Banken- und Finanzdienstleistungen, Telekommunikation und Tourismus. Die USA stehen als Reiseziel nach Frankreich weltweit an zweiter Stelle. Generell war die Wirtschaftsleistung der USA während der neunziger Jahre relativ gut, die Ereignisse vom 11. September 2001 führten jedoch zu einer massiven wirtschaftlichen Flaute in vielen Bereichen, besonders in der Flug- und Tourismusindustrie. Mittlerweile stufen Beobachter die momentane Wirtschaftlage als Anfangsphase einer Rezession ein. Im Außenhandel sind die USA noch vor Japan und Deutschland weltweit der größte Exporteur. Größter Handelspartner der USA ist das Nachbarland Kanada, gefolgt von Mexiko, Japan, Großbritannien und Deutschland.

Die relativ kurze Geschichte der Besiedlung des Landes durch eine große Anzahl unterschiedlicher Nationen brachte eine Vielfalt verschiedener Sitten, Kulturen und Traditionen mit sich. Die Zusammensetzung der Bevölkerung ließ das Land zu einem wahren Mosaik verschiedenster Traditionen werden. In den großen Städten (80% der Bevölkerung lebt in städtischen Ballungsgebieten) leben Mitglieder bestimmter ethnischer oder religiöser Gruppen häufig im gleichen Stadtviertel. Die Atmosphäre ist grundsätzlich eher locker und leger. Zur Begrüßung gibt man sich die Hand. Die Amerikaner sind für ihre Offenheit und Gastfreundschaft bekannt, aber auch hier freut sich der Gastgeber über ein kleines Geschenk.

Durch die unterschiedliche Topographie verfügt das Land auch über eine Vielzahl unterschiedlicher Ökosysteme. Verschiedene Sequoia-Arten (Mammutbäume) dominieren an der Westküste, während im Osten der USA Hartholzwälder aus Ahorn, Eichen und Ulmen vorherrschen. Die drei bekanntesten Nationalparks sind der Yellowstone in den Rocky Mountains, der Yosemite in der Sierra Nevada und der Grand Canyon in Arizona. In den Staaten des Nordwestens leben Schwarzbären, Grizzlybären, Elche und Hirsche. Die Südstaaten bieten Lebensraum für einige interessante Tierarten, wie beispielsweise das Opposum.

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