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Kurze Landesinformationen Ausführliche Beschreibungen von: Rocas, Hauptstadt Sao Tome, Traumstrände, Wasserfälle, Obo-Nationalpark, Cao Grande + Boca do Inferno, Ilheu das Rolas Genaue Reiseberichte Einreise, Adressen, Gesundheit, Sicherheit, Feiertage, Hinweise Bildgalerie mit zahlreichen Fotos

Das vergessene Paradies am Äquator


Einreise:

Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise nach Sao Tome und Príncipe ein Visum. Das Visum wird von der santomeischen Botschaft in Brüssel ausgestellt. Es werden keine Visa bei Einreise am Flughafen in Sao Tomé mehr ausgestellt.
Der deutsche Kinderausweis / Kinderreisepass wird uneingeschränkt anerkannt.


Adressen:

Ambassade de Sao Tome e Principe
175 Avenue de Tervuren, B-1150 Bruxelles
Tel: (0032) 2 73 48 966. Fax: (0032) 2 73 48 815.
E-Mail: ambassade@saotomeeprincipe.be
Internet: http://www.saotomeeprincipe.be
(auch für die Bundesrepublik Deutschland, Österreich und die Schweiz zuständig)

Honorarkonsulat der Republik São Tomé und Principe (ohne Visumerteilung)
Nymphenburger Str. 118/1, D-80636 München
Tel: (089) 12 95 38 8.
Mo-Fr 09.00-17.00 Uhr.

Honorarkonsulat der Bundesrepublik Deutschland Rua 3 Fevereiro, Sao Tomé
Tel/Fax: 22 65 74.
E-Mail: pamoderna@cstome.net
Das Honorarkonsulat liegt im Zuständigkeitsbereich der Botschaft in Libreville (Gabun).



Impfungen/Gesundheit:

Der Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amts empfiehlt als sinnvollen Impfschutz: Schutz gegen Tetanus, Diphtherie, Polio und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über drei Monate auch Hepatitis B. Bei besonderer Exposition (Landaufenthalt, Jagd, Jogging u.a.) kann Impfschutz gegen Tollwut und / oder Typhus sehr sinnvoll sein.
Auf den Inseln besteht ein Gelbfieber-Übertragungsrisiko, eine gültige Gelbfieberimpfung ist daher zur Einreise zwingend vorgeschrieben.
HIV / Aids ist im Lande ein großes Problem und eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches Risiko bergen.
Auf Sao Tome und Principe besteht ganzjährig (erhöhtes Risiko in der Regenzeit von Oktober - April) ein hohes Malariarisiko im ganzen Land einschließlich der Städte. Zu 85 % kommt die gefährliche Malaria tropica vor. Zusätzlich kommt landesweit Dengue-Fieber vor.
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und ist vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch hoch problematisch. Vielfach fehlen auch europäisch ausgebildete Englisch / Französisch sprechende Ärzte.

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Sicherheit:

Für Sao Tome und Principe besteht momentan kein länderspezifischer Sicherheitshinweis.


Gesetzliche Feiertage:

1. Jan. 2008 Neujahr. 3. Feb. Tag der Helden. 1. Mai Tag der Arbeit. 12. Jul. Unabhängigkeitstag. 6. Sep. Tag der Streitkräfte. 30. Sep. Tag der Landwirtschaftsreform. 26. Nov. Tag des Argelabkommens. 21. Dez. Sao Tome-Tag(katholisch). 25. Dez. Weihnachten.


Links:

Zur Orientierung und Straßennavigation geeignete Karten von Sao Tome und Principe (diese sind wesentlich besser als die vor Ort kaufbaren Touristenkarten).


Fotografieren:

Alle sicherheitsrelevanten Bereiche (Flughäfen, Hafenanlagen, Regierungsgebäude etc.) dürfen nicht fotografiert werden und die Wächter achten auch penibel auf die Einhaltung des Fotografierverbotes. Eine kleines Zigarettenangebot soll da aber auch schon Wunder bewirkt haben.
Möchte man irgendwelche Personen bei einer Tätigkeit fotografieren, dann sollte man aus Respekt und Höflichkeit vorher um Erlaubnis bitten, denn manche haben das gar nicht gerne (z.B. auf dem Markt oder beim Waschen). Oftmals wird man von den Personen dann gebeten, ein Foto zu schicken, denn die wenigsten Leute haben Fotos von sich oder ihrer Familie. Diesen kleinen Gefallen sollte man nach der Rückkehr auch erweisen, also immer brav die Adressen aufschreiben lassen. Geld sollte man jedoch niemals geben, auch wenn dies immer mal wieder (augenzwinkernd) von einigen verlangt wird.
Leider posieren sowohl die Erwachsenen als auch die Kinder bei Anblick einer Kamera ziemlich unnatürlich, wodurch der Charme einer interessanten Momentaufnahme oftmals verloren geht (da hilft dann doch nur heimlich fotografieren).


GPS-Daten:

Ich habe eine Reihe von nützlichen GPS-Daten, die ich natürlich auch gerne an andere GPS-Nutzer weitergebe. Wer also auf der Suche nach brauchbaren GPS-Daten (Strassen und Wegpunkte) ist, der kann sich bei mir melden. Im Gegenzug erwarte ich dann natürlich auch neue GPS-Daten von Sao Tome & Principe ;-)

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Allgemeine Tipps:

Bevölkerung: Die Bevölkerung ist stets freundlich und extrem hilfsbereit. Wenn man mal eine Panne oder eine Frage hat, dann kann man sich sicher sein, dass irgendwer einem auch weiterhilft. Gerade auf dem Land wird man als "weißer" Tourist von den Erwachsenen jedoch manchmal auch erst etwas reserviert behandelt bzw. beäugt, wodurch man sich selber etwas unwohl bzw. Fehl am Platz fühlen kann. Das Eis kann man jedoch sehr einfach mit Hilfe der Kinder brechen, denn die sind immer neugierig und kommen sofort angerannt um zu schauen.

Bettler: Man wird in der Hauptstadt immer mal wieder in den Bars und Restaurants (auch beim Essen) angebettelt (mitunter auch nur um einen Drink oder eine Zigarette) bzw. es wir versucht irgendeinen Schnickschnak zu verkaufen. Bei den Erwachsenen reicht meistens freundliches abweisen aus, die Kinder sind jedoch wesentlich penetranter und aufdringlicher - vor allem in der Hauptstadt und bei der Roca Agostinho Neto.

Kriminalität: So sehr die Inseln Sao Tome & Principe auch danach aussehen, es sind keine 100%igen Paradiese mehr. Der Einzug des Tourismus hat auch die Kriminalität etwas ansteigen lassen (liegt aber immer noch auf extrem niedrigem Niveau). Man sollte jedoch vorsichtshalber nichts im Mietwagen zurücklassen, auch wenn man sich in Sichtweite befindet. Ansonsten ist die überall auf der Welt empfohlene Wachsamkeit ausreichend.

Sprache: Landessprache ist Portugiesisch, aber auch mit Spanisch kommt man über die Runden. Mit Französisch und erst recht mit Englisch kommt man jedoch schon bald an die Grenzen der Kommunikation, man sollte daher wenigstens die nötigsten Floskeln und Redewendungen auf Portugiesisch können. Zur Not geht es aber auch immer mit Händen und Füssen.

Geldtausch: Man braucht unterwegs eigentlich ständig Dobras als Bargeld (Bars, Supermarkt, Geschäfte, Taxi, Markt etc.). EUR kann man entweder bei den Banken tauschen oder ganz offiziell auf dem "Schwarzmarkt", wobei der Kurs dort allerdings nur geringfügig besser als der Bankkurs ist. Der Vorteil vom Geldtausch auf der Strasse ist einfach die schnelle und unkomplizierte Abwicklung. Die Geldwechsler findet man vor allem am Markt und an der Tankstelle in der Hauptstadt. Wenn man nicht sowieso schon von ihnen angesprochen wurde erkennt man sie an der Bauch/Umhängetasche. Es bildet sich beim Straßenhandel jedoch auch gerne mal ein Pulk von Menschen und wem das nicht zusagt bzw. nicht geheuer ist, der kann auch einen Geldwechsler zum Hotel bestellen (das Personal hilft da gerne weiter).
Es gibt auf Sao Tome & Principe KEINEN Geldautomaten, die EC-Karte hlft hier also nicht weiter! Wenn man seine Reisekasse nicht als Bargeld mitschleppen möchte, dann bleiben nur die unbeliebten Reiseschecks, die allerdings auch nicht in allen Banken eingetauscht werden. Einige der größeren Hotels akzeptieren auch Kreditkarten.

Preise: Sao Tome ist absolut kein Billig-Reiseland, auch wenn das viele Leute auf Grund des Entwicklungsstatus vermuten. Was vor allem richtig teuer zu Buche schlägt, sind die typischen Touristenausgaben (Hotel, Mietwagen, geführte Touren etc.). Gerade das Preis-/Leistungsverhältnis der Hotels spiegelt nicht den europäischen Standard wieder, sondern ist auf den Inseln wesentlich schlechter. Zum Übernachten reichen aber auch wirklich die kleinen und günstigen Hotels, welche meist ebenfalls sehr sauber sind.
Die allgemeinen Lebenskosten sind - obwohl fast alles importiert werden muss - etwas günstiger als in Deutschland. Getränke kauft man am besten im Supermarkt (auch da gibt es Preisunterschiede!), Obst auf dem lokalen Markt und zum Abendessen sucht man sich ein nettes einheimisches Restaurant (kein Hotelrestaurant).

Restaurants: Entgegen den Angaben in den Reiseführern ist es nicht nötig, dass man die Restaurants zwecks Essensbeschaffung im voraus bucht. Sowohl in den größeren als auch den kleinen einheimischen Restaurants ist eigentich immer Fisch vorrätig und selbst Besonderheiten wie Octopus oder Tintenfisch sind oftmals vorhanden. Man bekommt sowohl portugiesische und kreolische Küche, als auch afrikanisch geprägtes Essen auf dem Land: Fisch oder Schwein und Brei oder Brot mit der Basis Mais, Maniok und Hirse gewürzt und versetzt mit Kochbananen und Zitrusfrüchten. Während die Restaurants in den Hotels oftmals überzogene Preise haben, bekommt man bei den einheimischen Restaurants und Grillständen (öffnen meist erst ab 17 Uhr) meistens sehr gutes und vor allem extrem günstiges Essen.

Trinkgeld: Trinkgeld wird außerhalb der touristischen Hotels eigentlich nicht gerne gesehen.

Mietwagen: Als Mietwagen sollte man auf jeden Fall einen 4WD nehmen, denn die Straßenverhältnisse sind mehr als mäßig. Es gibt selbst auf den Hauptstraßen (ca. 100 von insgesamt 320 km) extrem viele Schlaglöcher und abseits der befestigten Straßen muss man sich auf Schotter- und Schlammpisten zurecht finden.
Die Preise für einen normalen Jeep belaufen sich auf ca. 60-65 EUR/Tag. Günstiger (ca. 45 EUR) bekommt man die Wagen eigentlich nur, wenn man irgendwelche Kontakte vor Ort hat und diese Leute dann auf eine eventuelle Provision bei den Agenturen verzichten.
Auch wenn die Strecken auf der Karte nicht weit aussehen, so sollte man doch wesentlich mehr Zeit einplanen, denn durchschnittlich kommt man auf den Hauptstraßen nur mit 40-50 km/h und abseits der Pisten nur mit 10-20 km/h voran. Die vor Ort käuflichen Touristenkarten kann man übrigens absolut vergessen, denn sie sind weder als Straßenkarte noch zur groben Annäherung geeignet. Am besten kann man die Karten aus dem Internet zum Navigieren benutzen (s.o. bei den Links), welche man sich nach dem Runterladen auf DIN A4 ausdrucken kann. Die Straßen (auch die Nebenstrecken) auf diesen Karten stimmen beinahe zu 100% mit meinen gesammelten GPS-Daten überein.
Bei Übernahme des Wagens IMMER das Werkzeug und das Ersatzrad auf Funktionstüchtigkeit kontrollieren, denn ein Plattfuss kommt bei den Straßenverhältnissen oftmals wesentlich schneller als man denkt.
Außerhalb der Hauptstadt sollte man sehr vorsichtig fahren, denn die Straßen gehören zum Lebensraum der Bevölkerung dazu, d.h. sie sind sowohl Spielplatz, Haus- und Nutztier Aufenthaltsort, Platz zum Wäschetrocknen, etc. Mancherorts gibt es auch schlecht erkennbare Temposchwellen, über die man dem Wagen zuliebe ebenfalls nicht mit zu hohem Tempo fahren sollte.
Unterwegs trifft man immer wieder auf Anhalter (diese rufen "BOLEIA"), vor allem in Richtung Hauptstadt. Ob man jemanden mitnimmt muss man natürlich für sich selber entscheiden, jedoch kann es bei Pannen oder Problemen der Wegfindung ganz nützlich sein, wenn man noch jemandem mit an Bord hat.

Tankstellen: Richtige Tankstellen mit Zapfsäulen gibt es nur ein paar wenige in den größeren Orten nahe der Hauptstadt und in Neves. Man sollte also überlegen, wohin man fährt und bei Gelegenheit vorher sicherheitshalber noch etwas tanken. Wenn man sich jedoch mal total verschätzt hat, dann kann man immer noch die Augen nach großen Metallcontainern am Straßenrand offen halten, denn in diesen wird in Flaschen abgefülltes Benzin verkauft (aber oftmals nur in den kühleren Morgen- und Abendstunden).

Inlandsflüge: Es gibt scheinbar 2 verschiedene Anbieter für die Flüge zwischen Sao Tome und Principe. Die Flüge werden Do. + So. durchgeführt, was sich jedoch auch immer mal wieder kurzfristig ändern kann. Es empfiehlt sich eine frühzeitige Buchung, denn das Platzangebot ist wegen der kleinen Maschinen stark begrenzt. Bei STP Airways selber kann man nicht mehr buchen, sondern wird an das "Marlin Beach Hotel" verwiesen, deren Inhaber eine eigene kleine Fluggesellschaft ins Leben gerufen hat (Preis: ca. 115 EUR für Hin- und Rückflug). Die zweite Möglichkeit ist eine Flugbuchung über einen der örtlichen Reiseveranstalter, wobei die Flüge dann von einer anderen Gesellschaft durchgeführt werden (Preis: ca. 140 EUR).

Trekking/Wandern: Für Wanderungen abseits der Küste sollte man immer trittsichere Schuhe und eine lange Hose tragen, sowie für ausreichenden Mückenschutz sorgen (Malaria + Dengue!). Für Wanderungen im Inland (Obo-Nationalpark) sollte auf jeden Fall ein Guide genommen werden, denn zum einen können die Wege/Pfade mitunter unkenntlich bzw. verworren sein und zum anderen gibt es im Inland auch gefährliche Spinnen und die sehr giftige Schwarze Kobra.
Wenn man mehrtägige Touren machen möchte, dann gibt es die Möglichkeit auf einigen Rocas im Hochland zu übernachten. Dieses sollte jedoch unbedingt VORHER organisiert werden, damit auch wirklich Verpflegung und ein Schlafplatz bereit steht. Auf Komfort wird man hierbei jedoch verzichten müssen. Auch ein eventueller Transport von den Rocas zurück in die Stadt muss vorher abgesprochen werden.
Wenn man bei den örtlichen Agenturen irgendwelche Touren ins Inland bucht, dann beeinhaltet das auch immer einen Guide der ECOFAC (unabhängig davon ob es noch einen weiteren Guide vom Reisebüro selber gibt), denn nur diese dürfen durch die Gebiete der Nationalparks führen. Wenn man die oftmals teuren Agenturkosten sparen möchte, dann kann man selbstverständlich auch selber direkt bei den ECOFAC-Station auf Sao Tome und Principe einen Guide buchen, sollte dies aber sicherheitshalber 1-3 Tage vorher tun.

Mobiltelefon: Es gibt auf Sao Tome zwar ein Mobilfunknetz (STP CSTmovel) und man sieht vor allm in der Hauptstadt viele Leute mit Handy rumlaufen, jedoch hat bislang keiner der deutschen Anbieter einen Roamingvertrag mit Sao Tome, so dass man sein Handy getrost zu Hause lassen kann.

Postkarten: Wer darauf hofft, seinen Lieben zu Hause eine traumhafte Postkarte schicken zu können, der wird leider enttäuscht. Denn wenn man mal tatsächlich irgendwo Postkarten findet, dann sind dies sehr schlecht entwickelte und vergilbte Fotos von noch schlechteren Fotomotiven. Gute Postkarten wären auf jeden Fall eine Marktlücke und wer weiss, was sich in diese Richtung bei den steigenden Touristenzahlen entwickelt.

AIDS: Das ist auf den Inseln ein sehr akutes Thema und in einigen Bars und Hotels hängen Kästen mit Kondomen zur freien Verfügung für die Bevölkerung aus. Sogar im lokalen Fernsehen laufen immer wieder Aufklärungskampagnen zu diesem Thema. Gerade in der Hauptstadt gibt es auch eine offensichtlich Prostitution, die sowohl von Touristen als auch Einheimischen in Anspruch genommen wird.

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